Russlands Angriff auf die Ukraine

  • Was ich fĂŒr mich selbst tue, und das geht eher an mich als direkt an die Menschen in der Ukraine:

    Ich versuche, meinen Nachrichtenkonsum auf ein gesundes Maß zu bringen, damit ich nicht abstumpfe oder mich hilflos fĂŒhle.

    Ich versuche, mich im Heimatschutz zu engagieren, auch wenn das bisher eher skurrile Geschichten gebracht hat als echte Ergebnisse.

    Ich halte dagegen, wenn Leute Unsinn reden, wenn sie den Krieg verharmlosen oder Menschen runtermachen, die fliehen mussten.

    Und ich versuche, im Alltag GeflĂŒchteten zu helfen – mit praktischer UnterstĂŒtzung, zuhören oder einfach nem offenen Herzen, auch als Lehrer, der die Herausforderungen von Sprache und Integration kennt.

    Und bei der nÀchsten Wahl werde ich wieder nicht die SPD wÀhlen.

  • aber was sie definitiv nicht brauchen ist falsches Mitleid.

    Versteh mich nicht falsch, aber die wenigsten Ukrainer/innen werden diesen Thread hier verfolgen. Und wenn doch, lesen sie in meinen Zeilen wohl kaum vorgetÀuschtes Mitleid oder Àhnliches. Ich bitte dich wirklich, solche Unterstellungen sein zu lassen.

    Ein anderer User hat Dir Dauer-DefÀtismus vorgeworfen und das völlig zu Recht, denn Du redet die Situation der Ukraine nÀmlich stÀndig schlechter als sie in Wahrheit ist.

    Putins groß angekĂŒndigte Sommeroffensive, um Sumi zu erobern, ist bereits völlig verpufft. Und das andere große Ziel seit August 2024 (!), im Dombass Prokrowsk zu nehmen, ist trotz allergrĂ¶ĂŸter Anstregungen der russischen Armee bis heute immer wieder gescheitert.

    Zwar gelingt es den Russen immer mal wieder an einzelnen Punkten der Front ĂŒberschaubare GelĂ€ndegewinne zu erzielen, diese Ergebnisse sind jedoch in der Gesamtbetrachung eher bescheiden und stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu den ungeheuten Personalverlusten, die sie erleiden. So verliert Putin im Durchschnitt mehr als 1000 Soldaten pro Tag! Insgesamt hat der Kreml bereits deutlich mehr als 1 Million Soldaten verloren.

    Putin wird aber den Krieg nicht deshalb verlieren, weil ihm etwa die Soldaten ausgehen. Solange es in der russischen Föderation vor allen unter den ethnischen Minderheiten noch große Mengen an arbeits- und perspektivlosen jungen MĂ€nnern gibt, wird er noch immer genĂŒgend neue Rekruten rekrutieren können, um seine enormen Verluste an Soldaten zu egalisieren.

    Der Grund, weshalb Russland diesen Krieg am Ende verlieren wird, ist viel banaler. Ihm wird in den kommenden Monaten sukzessive das Geld ausgehen, welches notwendig ist, um diesen kostspieligen Krieg weiterfĂŒhren zu können. So ist jetzt schon jetzt erkennbar, dass sich die von Putin eingefĂŒhrte Kriegswirtschaft bereits am Limit befindet und nicht mehr alzu lange aufrechterhalten werden kann, weil die zu Beginn des Krieges aufgehĂ€uften Kapitalreserven fast aufgebraucht sind und zugleich die Einnahmen fĂŒr Öl- und Gasexporte immer weiter zurĂŒckgehen, sodass der Staatshaushalt mittlerweile eines riesiges Defizit aufweißt.

    Zudem ist die Privatwirtschaft durch die hohen Kreditzinsen fĂŒr Bankkredite von mittlerweile 24 % p.a. in eine tiefe Rezession geschlittert und die Kreditinstitute weisen einen immer höheren Anteil an toxischen Krediten auf, sodass eine veritable Bankenkrise bevorsteht.

    Fazit: Sofern nichts völlig Außergewöhnliches mehr passiert, dann wird Russland irgendwann im Laufe des kommenden Jahres 2026 schlicht nicht mehr ĂŒber die nötigen Finanzmittel verfĂŒgen, um diesen Krieg weiterfĂŒhren zu können.

    https://finanzmarktwelt.de/russland-stagn
tschaft-351203/

    https://www.handelsblatt.com/politik/intern
/100129671.html

    https://www.fr.de/wirtschaft/rus
r-93733414.html

    https://finanzmarktwelt.de/russland-in-de
se-2025-353888/

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/rus
ref=re-xx-cp-sh

    https://www.focus.de/politik/auslan
aafeea7886.html

    4 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 (10. Juli 2025 um 07:19)

  • Winsley555

    Wenn du eine andere EinschÀtzung hast, dann ist das total okay. Aber bitte verschone mich mit Aussagen wie "KrokodilstrÀnen". Das ist echt daneben und wird dem Thema nicht gerecht.

    Mit dem Wording wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass mir Deine Anteilnahme geheuchelt vorkam. Wenn Dich die Formulierung persönlich beleidigt haben sollte, so bedauere ich das.

  • Mir Heuchlerei zu unterstellen, finde ich unangemessenen, ja. UnabhĂ€ngig von meiner Position. Du weißt nichts von mir, was ich vielleicht fĂŒr Beziehungen da hin habe, in welcher Form ich mich vielleicht engagiere diesbezĂŒglich. Da gehört sich das nicht, so eine Keule auszupacken. Und selbst wenn ich nur interessierter Leser bin, auch dann nicht. Wie gesagt, unterschiedliche Auffassungen kann man doch haben. Das ist kein Ding.

    Aber danke, dein bedauern ist angekommen! Haken hinter.

  • Versteh mich nicht falsch, aber die wenigsten Ukrainer/innen werden diesen Thread hier verfolgen. Und wenn doch, lesen sie in meinen Zeilen wohl kaum vorgetĂ€uschtes Mitleid oder Ă€hnliches. Ich bitte dich wirklich, solche Unterstellungen sein zu lassen.

    Ein anderer User hat Dir Dauer-DefÀtismus vorgeworfen und das völlig zu Recht, denn Du redet die Situation der Ukraine nÀmlich stÀndig schlechter als sie in Wahrheit ist.

    Ich möchte mich davon distanzieren, dem niedersachse1896 etwas vorgeworfen zu haben.

    Wie ich bereits schrieb, habe ich den zitierten Begriff zur Charakterisierung seiner Position verwendet. Sollte da etwas despektierliches mitklingen, war das nicht meine Absicht, ich bitte es zu entschuldigen und ich bin offen fĂŒr VorschlĂ€ge einer neutraleren Charakterisierung.

    Dieser "Hurra-Ukrainismus", den wir hier vom User Winsley sehen, sollte sich inzwischen eigentlich erledigt haben. Er wird weder dem Leid noch dem tatsÀchlichen Heroismus der Ukrainier, trotz schwieriger Bedingungen und eigener Ohnmacht und auch eigener Fehler weiterzukÀmpfen, nicht gerecht.

  • Versteh mich nicht falsch, aber die wenigsten Ukrainer/innen werden diesen Thread hier verfolgen. Und wenn doch, lesen sie in meinen Zeilen wohl kaum vorgetĂ€uschtes Mitleid oder Ă€hnliches. Ich bitte dich wirklich, solche Unterstellungen sein zu lassen.

    Ein anderer User hat Dir Dauer-DefÀtismus vorgeworfen und das völlig zu Recht, denn Du redet die Situation der Ukraine nÀmlich stÀndig schlechter als sie in Wahrheit ist.

    Ich möchte mich davon distanzieren, dem niedersachse1896 etwas vorgeworfen zu haben.

    Wie ich bereits schrieb, habe ich den zitierten Begriff zur Charakterisierung seiner Position verwendet. Sollte da etwas despektierliches mitklingen, war das nicht meine Absicht, ich bitte es zu entschuldigen und ich bin offen fĂŒr VorschlĂ€ge einer neutraleren Charakterisierung.

    Dieser "Hurra-Ukrainismus", den wir hier vom User Winsley sehen, sollte sich inzwischen eigentlich erledigt haben. Er wird weder dem Leid noch dem tatsÀchlichen Heroismus der Ukrainier, trotz schwieriger Bedingungen und eigener Ohnmacht und auch eigener Fehler weiterzukÀmpfen, nicht gerecht.

    Wo der User ExilRoter in meinem Beitrag einen "Hurra-Ukrainismus" - ofensichtlich eine neue Wortschöpfung aus dem Begriff Hurra-Patriotismus - erkennen will, bleibt sein Geheimnis.

    Die Konnotation von Hurra-Patriotismus lautet: "Ein pejorativer Ausdruck fĂŒr ĂŒbertrieben begeiterten Patriotismus, zumal wenn er mit Kriegeeuphorie dahergeht und chauvinistische ZĂŒge trĂ€gt."

    In meinem Beitrag habe ich lediglich in recht nĂŒchternen Worten dargelegt, warum ich glaube, dass die Ukrainer nicht aufhören werden, sich weiter gegen die russische Agression zu wehren. NĂ€mlich kurz gesagt deshalb, weil ein Sieg Russlands das Ende ihres Landes als selbststĂ€ndiger Staat und damit auch ihrer persönlichen Freiheit als ukrainische BĂŒrger bedeuten wĂŒrde.

    Mir deshalb allen Ernstes chauvinistisch motivierte Kriegseuphorie zu unterstellen, ist nicht nur geradezu böswillig, sondern verunglimpft zugleich auch die Ukrainer in ihrem leidvollen Existenzkampf gegen die russischen Invasion.

    3 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 (10. Juli 2025 um 07:20)

  • The Economist: Aktuelle EinschĂ€tzung der russischen Verluste im Ukraine-Krieg.

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  • Es nervt sehr, wenn immer wieder kostenpflichtige Artikel verlinkt werden.

    (nicht auf dich speziell bezogen)

    Sorry, ich hatte ĂŒbersehen, dass der Artikel kostenpflichtig ist.

    Und warum teilst du ihn dann und suggerierst damit, dass du den Inhalt kennst und er lesbar ist? Dumme Ausrede. Woanders wĂŒrde ich sagen Clickbait. Hier ist es aber nur Wichtigtuerei wenn niemand was mit dem Artikel anfangen kann.

  • Das ist aber auch nur (d)eine Annahme. Übrigens steht da Welt+. Daraus wĂ€re auch mit Abo ersichtlich, dass es nicht alle lesen können. Aber gut, in letzter Zeit werden ja auch Artikel von Bild+ verlinkt, Springer wie Welt. Hauptsache der Verlinker hat’s gelesen. 😉