Russlands Angriff auf die Ukraine

  • Die Benzinversorgungskrise breitet sich in Russland immer weiter aus.

    Waren zunächst vorwiegend vor allem die südlichen Landesteile und die Krim davon betroffen, gibt es nunmehr auch in Moskau und Umgebung die ersten Verkaufsstops an Tankstellen für Benzin- und Dieselkraftstoffe.

    Und die Ukrainer arbeiten weiter fleißig daran, die Energiekrise auf dem Gebiet des Aggressors noch weiter zu verschärfen.

    Hier brennt die nächste große russische Raffinerie:

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  • So langsam wird es konkreter , mehrere Medien berichten über erneute Verletzungen des Nato Luftraums über der Ostsee.

    Und das sind leider keine 99 Luftballons.

    Solange nichts passiert, machen die weiter. Da werden mal ein wenig die Konsequenzen und Mechanismen ausgereizt.

    Halt, es passiert doch was ... Dänemark verschärft die Grenzkontrollen zu Deutschland :grübel:

  • Und hier der nächste brennende russische Güterzug:

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  • Hmm, auf der einen Seite liest man die Nachrichten, dass Russland mehr Probleme bekommt, sowohl finanziell als auch konkret bei Öl und Benzin. Auf der anderen Seite provoziert Russland vermehrt Europa und eskaliert weiter. Wie passt das zusammen?

    Wenn ich an einer Front schon große Probleme habe, dann mache ich doch ohne Not keine weitere auf. Irgendwas passt da nicht.

  • Über die exakten Gründe, warum genau jetzt die Provokationen so gehäuft zunehmen, kann man eigentlich nur spekulieren. In erster Linie sind es wohl politische und psychologische Faktoren. Und nebenbei testet man auch den Gegner ein wenig ab.

    Diese Drohnen und Überflüge sind extrem kostengünstig für Russland und bergen kaum Risiken. Sie erzielen aber (noch) eine relativ große Wirkung.

    Meine persönliche Meinung ist, dass Russland quasi Grauzonen schaffen will. Eine Normalisierung von ihren Aktivitäten, die sie langsam, aber stetig weiterrücken können. Das wäre sehr gefährlich und daher befürworte ich tatsächlich auch das Setzen von deutlichen Signalen, nämlich Abschüssen.

  • Ist halt schon nicht uninteressant ob die Luftraumverletzungen wirklich zunehmen oder nicht einfach nur gerade verstärkt thematisiert werden. Wenn es bereits 2021 fast 290 Tage Luftraumverletzung durch Russland gab....können wir halt ohne Vergleichszahlen gar nicht beurteilen den Bumms

  • Die Europäer sollen sich um ihr Territorium sorgen, und daraufhin die Unterstützung für die Ukraine einschränken.

    In einem Land wo nur jeder sechste seine Heimat verteidigen möchte und der Großteil der Reserve so alt ist wie ich, setze ich doch lieber auf die Ukrainer.

  • Die Europäer sollen sich um ihr Territorium sorgen, und daraufhin die Unterstützung für die Ukraine einschränken.

    Ja, so sieht das die finnische Regierung aktuell auch. Ist auf jeden Fall eine plausible Theorie.

    In einem Land wo nur jeder sechste seine Heimat verteidigen möchte und der Großteil der Reserve so alt ist wie ich, setze ich doch lieber auf die Ukrainer.

    Traurig, aber wahr. Noch trauriger ist aber, dass selbst in dem Fall, dass jede/r 2. im Verteidigungsfall wehrwillig wäre, die Bundeswehr niemanden davon hinter Waffen bringen könnte.

  • Hmm, auf der einen Seite liest man die Nachrichten, dass Russland mehr Probleme bekommt, sowohl finanziell als auch konkret bei Öl und Benzin. Auf der anderen Seite provoziert Russland vermehrt Europa und eskaliert weiter. Wie passt das zusammen?

    Wenn ich an einer Front schon große Probleme habe, dann mache ich doch ohne Not keine weitere auf. Irgendwas passt da nicht.

    Doch, es passt sogar sehr gut zusammen. Von Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine an bemühte sich Russland intensiv darum, alle potenziellen Unterstützerstaaten der Ukraine davon abzuhalten, dem angegriffenen Land zu helfen. Insbesondere ging es den Russen darum, westliche Staaten so sehr abzuschrecken, dass diese möglicbst davon Abstand nehmen, militärische Unterstützung in Form von Waffenlieferungen zu leisten.

    So wurde allen Ukraine-Unterstützern ganz offen und unverblümt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollten diese sich auf die Seite der Ukraine stellen und aktive Militärhilfe in Form von Panzer- und Granatenlieferungen vollziehen. Am Ende erwiesen sich die Atomkriegsdrohungen als relativ stumpfes Schwert, dennoch hörte Russland nie auf, die Atomkarte bei jeder passenden Gelgenheit zu ziehen, immer von der Hoffnung getragen, man könnne so insbesondere die Bevölkerung in den europäiischen Unterstützerstaaten so sehr verängstigen, dass deren Regierungen vor weiterer Hilfe der Ukraine zurückschrecken würden.

    Da sich aber diese ständige Drohkulisse letzlich als nicht allzu erfolgreich erwiesen hat, muss der Kreml nun zwangsläufig auf andere Strategien übergehen, um die westlichen Unterstützterstaaten einzuschüchtern und von weiterer Militärhilfe der Ukraine abzuhalten. So erklären sich auch die ständigen Provokationen gegenüber den benachbarten NATO-Staaten und Ostsee-Anrainern. Dass sich die Russen gerade Dänemark als "Hauptangriffsziel" für ihre Drohnenattacken ausgesucht haben, ist aus strategischer Sicht durchaus nachvollziehbar, ist doch dieses kleine skandinavische Land eines der größten Ukraine-Unterstützer.

    Das sich Russland überhaupt gezwungen sieht, sich auf solche ständigen Provokationen zu verlegen, zeigt meines Erachtens die wachsende Frustration der Russen über die Entwicklung des Ukraine-Krieges. Die beiden groß angekündigten Sommeroffensiven mit den beiden ausgegebenen Zielen, im Norden der Front zunäcnst Sumi und dann Kharkiv zu erobern und im Süden den Festungsgürtel um Prokowsk zu spengen, sind bisher kläglich gescheitert.

    Trotz aller Bemühungen scheiterten alle Angriffe vorn den Toren von Sumi und mittlerweile konnten die Ukrainer hier eine erfolgreiche Gegenoffensive starten und den größten Teil der von den Russen besetzten Gebiete wieder befreien. Und im Süden ist der zunächst von den Russen so geroß gefeierte "Durchbruch" durch die ukrainischen Verteidigungslinien vor Prokowsk mittlerweile in sich zusammengefallen.

    Schlimmer noch aus Sicht des Kreml konnten die Ukrianer auch hier eine erfolgreiche Gegenoffensive starten und dabei rund 1000 Soldaten der russischen Armee vor Drobropillia in drei separaten Kesseln einschnüren und von ihrer Versorgung abschneiden.

    Und wenn die sich häufenden militärischen Niederlagen in der Ukraine nicht schon schlimm genug für die Russen wären, geben die jüngsten Ereignisse sowohl in den besetzen Gebieten als auch auf dem eigenen Staatsgebiet noch weitmehr Anlass zur Sorge. So vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht die ukrainische Luftwaffe große Raffinerien, Öl-Verladeeinrichtungen oder Pumpstationen im russischen Kernland erfogreich bombadiert.

    Und die für den Kreml besonders deprimierende Erkenntnis ist, dass seine Armee nicht einmal mehr in der Lage ist, seine wichtigtsten infrastrukturellen Einrichtungen vor den Bomben der Ukrainer zu schützen. Schon jetzt herrscht in weiten Gebieten Russlands ein eklatanter Mangel an Benzin- und Dieselkraftstoffen und die Wut der Russen steigt bereits merklich über diese miserable Versorgungssituation. Das alles mag jetzt noch keine wirkliche Revolte hervorrufen, aber wir haben ja noch immer Sommer und die bisherigen Bombenangriffe der Ukrainer haben gerade erst rund 20 % der Öl- und Gasversorung zerstört.

    Wirklich interessant wird allerdings die Frage, was denn passiert, wenn der russische Winter kommt und die Ukrainer bis dahin weiter erfolgreich die verbliebenen russischen Raffineriekapazitäten "stilllegen".

    8 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 (26. September 2025 um 17:48)

  • Russland hat in den letzten Jahren 2-3 mal behauptet, es hätte jeweils eine solche gegeben. Durch NATO-Kampfjets, über Wasser irgendwo in der Barentssee und bei Murmansk. Die NATO hat das bestritten.

    Selbst wenn es wahr wäre, läge das extrem unter den Überschreitungen durch die russischen Streitkräfte.

  • Da war kein einziger Vorfall mit einer Länge von 12 Minuten.

    Typische Vorfälle vor diesem hatten eine Dauer von um 1 Minute.

    Ebenso nie 3 Flugzeuge auf einmal. Und deutlich tiefer im NATO-Luftraum, als vorherige.

    Edit: Faszinierend, wie der Vorfall sogar hier runtergespielt wird.

    Edit2: Besonders bitter: Der einzige, der die regelmäßigen Luftraumverletzungen der letzten Jahre hier überhaupt thematisiert hat, war ich. Es kam darauf nie auch nur ein Kommentar. Jetzt tut ihr so, als sei das "normal". War es auch nicht, war nur der Zustand seit der russischen Invasion der Krim, und es hat offensichtlich niemand sonst interessiert.

    2 Mal editiert, zuletzt von ExilRoter (27. September 2025 um 08:58)