Russlands Angriff auf die Ukraine

  • Natürlich nicht! Der dreckige Massenmörder wird erst aufhören, wenn seine scheiss Panzer keinen Sprit mehr bekommen. Die Ukraine soll mal schön die komplette Öl- und Gasinfrastruktur zerlegen! Da brennt es schon an einigen Stellen.

    Wagenknecht meint auch, dass es ein toller Plan wäre, wenn die Ukraine ihren Donbass abgeben würde.

    Dann geben wir Bayern und Sachsen ab, ok? Bayern an Österreich und Sachsen kann Tschechien haben!

    Einmal editiert, zuletzt von utze (26. November 2025 um 16:32)

  • Oder bis Trump den Waffenhahn zudreht.

    Die Gefahr besteht zweifelsohne.

    Trump ist schließlich völlig unberechenbar und scheint tatsächlich von dem unstillbaren Drang getrieben, den Friedensnobelpreis zu erhalten. Dabei ist es ihm völlig egal, wie nachhaltig und andauernd die von ihm - quasi durch maximalen Druck - herbeigeführten oder eben notfalls auch erzwungenen Waffenstillstandsvereinbarungen am Ende sind.

    Zudem fehlt ihm jedes moralische Fundament für die Herbeiführung eines gerechten Friedens. In seinem Weltbild haben allgemein gültige Beurteilungskategorien unserer westlichen Wertegemeinschaft wie beispielsweise "völkerrechtskonform "und "völkerrechtswidrig" keine wirkliche Bedeutung und verschwimmen zu einer amorphen grauen Masse.

    Für Trump ist es daher völlig okay , wenn der starke Führer eines vermeintlich mächtigen Imperiums seine ehemaligen Kolonialgebiete, die heute unabhängige Nachbarländer sind, einfach militärisch überfällt und zu unterjochen versucht, um diese mit einer "Heim-in-Reich-Politik" 2.0 wieder unter seine herrschaftliche Kontrolle zu bekommen.

    Was er jedoch in seiner kruden Weltsicht nicht begreifen kann ist, dass er durch seine ausgesprochen diktartorenfreundliche Politik zwar der Ukraine in den Rücken fallen und so möglicherweise im schlimmsten aller Fälle einen moralisch im höchsten Maße verurteilungswürdigen Kapitulationsfrieden erzwingen kann, ein Vermittlung eines solchen Unterwerfungsfriedens aber niemals mit der Verleihung des Friedensnobelpreises belohnt werden wird.

    Trump wäre in einem solchen Fall allerdings ein absolut würdiger Anwärter für den "Neville-Chamberlain-Gedächnispreis".

    2 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 (26. November 2025 um 15:52)

  • Nach allem, was ich so von Heinrich und Gressel gehört habe, steht es nicht wirklich gut um die ukrainische Armee. Es fehlt denen eigentlich an allem. Auch geht es der russischen Armee nicht viel besser. Allerdings haben sie wohl ausreichend Material und rücken langsam, aber beständig vor. Die russische Wirtschaft ist angeschlagen, aber wird nicht so schnell kollabieren wie erhofft. Letztlich alles Scheiße. Daher glaube ich, dass die Ukraine einem Waffenstillstand zustimmen würde. Die Russen aber nicht.

    (Hervorhebung durch mich.)

    Russlands Wirtschaft ist ja mittlerweile, soweit ich das verfolgen kann, komplett auf die Aufrechterhaltung der Kriegshandlungen ausgerichtet. Im Falle eines Kriegsendes müsste ja eine Rückkehr zu ziviler Wirtschaft stattfinden. Gibt es überhaupt historische Beispiele dafür, dass durch einen Expansionskrieg Kriegsziele erreicht wurden und der Agressorstaat geordnet demobilisiert hat?

  • Gibt es überhaupt historische Beispiele dafür, dass durch einen Expansionskrieg Kriegsziele erreicht wurden und der Agressorstaat geordnet demobilisiert hat?

    Dafür gibt es zig Beispiele, guck dir Kriege im Mittelalter an oder die Kriege Preußens im Rahmen der Einigungskriege im 19. Jahrhundert.

    Da gibt es sicher noch zahlreiche Beispiele für.

    Ich glaube eher, dass Du für die andere Variante kaum Beispiele finden wirst.

  • Gibt es überhaupt historische Beispiele dafür, dass durch einen Expansionskrieg Kriegsziele erreicht wurden und der Agressorstaat geordnet demobilisiert hat?

    Dafür gibt es zig Beispiele, guck dir Kriege im Mittelalter an oder die Kriege Preußens im Rahmen der Einigungskriege im 19. Jahrhundert.

    Da gibt es sicher noch zahlreiche Beispiele für.

    Ich glaube eher, dass Du für die andere Variante kaum Beispiele finden wirst.

    Die Beispiele passen zur Ukraine etwa so gut wie römische Wagenrennen zur heutigen Verkehrspolitik.

    In der modernen Welt gibt es praktisch kein Beispiel, in dem ein Aggressor seine Kriegsziele erreicht und danach geordnet demobilisiert. Seit 1945 scheitern solche Versuche fast durchweg: Afghanistan 1979, Vietnam, Irak 2003, Kuwait 1990, Libanon 1982, Georgien 2008 – überall wurden Ziele verfehlt oder entstanden dauerhafte Konflikte.

    Selbst die wenigen scheinbaren „Erfolge“ (Nordzypern) sind international nicht anerkannt, kosten politisch bis heute und erzwingen dauerhafte Militarisierung – also das Gegenteil von Demobilisierung.

  • Ich weiß gar nicht so recht, was eine "geordnete Demobilisierung" in diesem Zusammenhang eigentlich heißen soll?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, war ja die Frage, ob Russland nicht in der Kriegswirtschaft gefangen ist und wie es in einen "normalen" Zustand zurückkehren könnte.

    Aus meiner Sicht könnte Russland das. Schon jetzt herrscht Vollbeschäftigung. Wegen der Mobilisierung einerseits, wegen der demographischen Entwicklung auf der anderen Seite. Gesetzt, Russland würde einen Teil der besetzten Gebiete als Beute behalten, so würde der Wiederaufbau die Kriegswirtschaft ersetzen. Trump würde dann wohl auch auf weitere Sanktionen gegen Russland verzichten. Bei einem völligen Rückzug aus den besetzten Gebieten würde es anders aussehen.

    Voraussetzung ist natürlich auch immer, dass es genug Abnehmer für russische Rohstoffe gibt.

  • Sollte Trump tatsächlich der Ukraine in den Rücken fallen und die Ukraine so sehr unter Druck setzt, dass diese von den USA gezwungen werden würde, einem Unterwerfungsfrieden auf Basis des alten Witkoff-Uschakow-Papiers (sog. 28 Punkte Plan) zuzustimmen, dann erachte ich es für pures Wunschdenken, dass Russland ernsthaft umfänglich demobilisieren würde.

    In dem Plan ist nämlich von einer Demobilisierung der russischen Armee auch nicht die Rede. Beschränkt werden soll gemäß diesem Plan lediglich die Größe der ukrainischen Armee. Putin hätte zudem gar keinen Grund zu demobilisieren, da er selbst bei der Umsetzung des Witkoff-Uschakow-Papiers noch immer nicht einmal ansatzweise seine Kriegsziele erreicht hätte.

    So wären rund 78 % der Ukraine noch immer unbesetzt und unabhängig und die baltischen Staaten mit ihren russischen Minderheiten noch immer frei von russischer Herrschaft sowie zudem weiterhin Teil des aus russischer Sicht feindlichen Militärbündnisses der NATO.

    Insgesamt betrachtet also ein - gemessen an den ursprünglich erklärten Kriegszielen - ziemlich mageres Ergebnis von fast vier jahren erbarmungslosen Angriffskrieg, vor allem dann, wenn man dieses Ergebnis ins Verhältnis zu den russischen Verlusten setzt, welche gemäß den Angaben des britischen Secret Service vom 4. November bei 1.140.000 Soldaten betragen.

    Dabei ist zu beachten, die die tatsächlichen Todesopfer der Russen nur etwa 250.000 bis 350.000 betragen. Was erst einmal wie eine gute Nachricht für Russland klingt, ist in Wahrheit eine furchtbare Katastrophe für das Land, denn tote Soldaten kosten den russischen Staat - so zynisch es auch klingen mag - lediglich ein Heldenbegräbnis und eine einmalige Todesfallprämie an die Hinterbliebenen.

    Anders steht es um die rund 800.000 Kriegsinvaliden, von denen viele schwer traumatisiert aus dem Krieg zurückkehren. Viele von diesen kriegsversehrten Soldaten sind zudem nicht nur seelisch, sondern auch körperlich durch ihre Verletzungen so schwer geschädigt, dass sie ihr restliches Leben lang arbeitsunfähig und pflegebedürftig sein werden.

    All dies zu bewältigen, wird unglaublich hohe Summen an Geld kosten. Geld, dass Russland nicht mehr hat, weil es durch diesen enorm kostspieligen Krieg finanziell mittlerweile am Stock geht und die zivile Wirtschaft des Landes bereits am Abgrund steht.

    Das Einzige, was in Russland noch recht reibungslos funktioniert, ist die verhältnismäßig gut organisierte Kriegswirtschaft. Wäre Putin so töricht und würde die Kriegswirtschaft beenden und gleichzeitig seine Armee demobilieren, dann fangen seine Probleme erst richtig an.

  • Sollte Trump tatsächlich der Ukraine in den Rücken fallen und die Ukraine so sehr unter Druck setzt, dass diese von den USA gezwungen werden würde, einem Unterwerfungsfrieden auf Basis des alten Witkoff-Uschakow-Papiers (sog. 28 Punkte Plan) zuzustimmen, dann erachte ich es für pures Wunschdenken, dass Russland ernsthaft umfänglich demobilisieren würde.

    [...]

    Ich erwarte das überhaupt nicht. Im Gegenteil gehe ich eher davon aus, dass Russland gar nicht anders kann, als die Kriegsmaschine weiterhin zu füttern; daher rührt die Frage, ob eine geordnete Rückabwicklung der Kriegswirtschaft überhaupt möglich ist.

  • Wenn die Aufzeichnungen stimmen, wird das heute ein massiver Angriff auf Russland und die besetzten Gebiete.

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