• Nach dem Ausfall von Dzeko stellt sich Muslic hin und sagt: „Wir sind Schalke, hier wird nicht gejammert!“

    Hab ich auch gesehen und herzlich gelacht! Erinnert sich plötzlich niemand mehr, wie Muslic und andere Schalker nach dem Spiel gegen uns rumgeheult haben, wegen der Roten gegen Dzeko :kopf:?

  • Was für ein Wi**ser der Trainer von Elversberg ist, der nicht mal zugeben kann, dass es kein Elfer ist


    Ist auch immer geil bei 300 Laptops aufm Schoß während der Spiele.

    Bei ner vermeintlichen Fehlentscheidung gegen den Verein hat mans gaaanz genau auf dem Schirm, und interveniert umgehend.
    Hat man allerdings mal Glück "kann ich dazu nichts sagen, das habe ich nicht gesehen.." (Aussage auf der PK).
    Das Neubauer ne rote Karte verdient hat...das hat Herr Wagner aber urplötzlich ganz genau wahrgenommen (Aussage Wagner auf der PK)

    Man bricht sich da doch keine Zacken aus der Krone. Aber das ist eben der Sch...Profi-Fußball

  • Auch so ne Witzfigur. Die rote gegen Neubauer….. was will er da gesehen haben? Da stehen zwei 96er beim Elversberger. Das ist nie Notbremse und maximal gelb und Freistoß.

  • Wir sind nicht der FC Bayern.

    Das habe ich weder behauptet noch zwischen den Zeilen gemeint.

    Man muss auch nicht der FC Bayern sein, um zum Beispiel Ecken so schießen, dass daraus eine Gefahr wird. Gestern wurden mindestens vier (soweit ich mich erinnere) so flach gespielt, dass sie völlig problemlos abgewehrt werden konnten.

    Man muss auch nicht der FC Bayern sein, um bis jetzt mehr als vier von 10 Elfmeter zu verwandeln.

    Man muss auch nicht der FC Bayern sein um zu erkennen, dass Zweikämpfe gegen drei Gegenspieler gleichzeitig eher geringe Erfolgsaussichten haben.

    Und im Übrigen waren wir zu Anfang der Saison auch nicht der FC Bayern und trotzdem konnten sie begeisternden Offensivfußball zeigen, der obendrein auch vom Ergebnis her erfolgreich war.

    Also komm mir bitte nicht mit dem Totschlagargument "Wir sind nicht der FC Bayern".

    Ich bestreite ja nicht, dass die Schiedsrichterleistung mangelhaft war. Und das in der Summe diese Fehlentscheidungen das Spiel zu unseren Ungunsten beeinflusst hat. Aber ich meine, dass ein Aufstiegskandidat und eine gefestigte Zweitligatruppe der Tabellenspitze damit anders bzw. besser umgehen sollte. Und das geht relativ einfach, nämlich durch Verwandeln der ausreichend vorhandenen Torchancen.

  • Ohne etwas zur Diskussion beitragen zu wollen, möchte ich nur kurz einwerfen, dass ich die Art und Weise der Diskussion gerade als sehr angenehm zu lesen empfinde. Sachlich, fundiert, andere Meinungen respektierend und gleichzeitig den eigenen Standpunkt klar machend. Gutes Fanmag!

  • Denke, es ist hier doch folgendes Konsens:


    1) Ja, die Schiedsrichterentscheidungen sind absurd. Und es fällt schwer, da mittlerweile nicht von einer systematischen Benachteiligung zu sprechen. Das ist nicht hier und da mal was. In zwei Spielen kriegt Elversberg zwei solche Elfmeter, das ist einfach nur lächerlich.
    Ich weiß, dass das nicht absichtlich gemacht wird. Aber dann sollen die uns halt mal einen normalen Schiri hinstellen. So kann es nicht weitergehen.

    2) Trotz der Fehlentscheidungen hätten wir das Spiel gewinnen können / sogar müssen.

    Beim Entstehen der kritischen Situation vor dem Elfmeter sind wir selbst schuld. Haut Aseko den Ball weg, ist das Thema durch.

    Das bestreitet doch auch niemand. Aber dennoch hat man einen Anspruch auf eine faire und objektive Spielleitung. Und die war gegen Elversberg - wie so oft in der Saison - nicht gegeben.

    Die Schiri-Entscheidungen sind nicht der Hauptgrund, aber eben einer der Gründe - und zwar ein ziemlich gewichtiger.

  • Christian Titz ist für mich fachlich ein starkes Kaliber, vor allem was Trainingsarbeit und Kaderplanung angeht. Was die Trainingssteuerung betrifft, ist das das Beste, was ich bisher bei einem Trainer gesehen habe; die Mannschaft wirkt unter ihm gut vorbereitet und hat sichtbar Spaß auf dem Platz. Auch in der Kadergestaltung kann man ihn ausdrücklich loben – er hat bereits in Magdeburg wie auch jetzt gezeigt, dass er eine Mannschaft sinnvoll zusammenstellen und weiterentwickeln kann.

    Entscheidend ist für mich jedoch nicht die Punkteausbeute. Kurzfristiger Erfolg hilft niemandem weiter, wenn er grundlegende Probleme nur kaschiert. Punkte – selbst ein möglicher Aufstieg – sind für mich daher kein gehobenes Qualitätsmerkmal, sondern allenfalls ein Nebenprodukt wirklich guter Arbeit. An meiner Einschätzung würde sich auch bei einem Aufstieg nichts ändern; dafür habe ich inzwischen genug gesehen.

    Genau bei der langfristigen Tragfähigkeit seiner Arbeit habe ich große Zweifel, weil das Spiel gegen den Ball nicht auf dem nötigen Niveau ist und sich diese Schwäche wie ein roter Faden durch seine Karriere zieht. Einige mögen argumentieren, dass ein stark umgebauter Kader Zeit braucht. Aber wir sind inzwischen am 28. Spieltag, Titz durfte den Kader nach seinen Vorstellungen umbauen und hat dafür auch die Rückendeckung bekommen. Für das Spiel gegen den Ball braucht man aus meiner Sicht aber keine halbe Ewigkeit – das kann und muss man einer Mannschaft relativ schnell einimpfen, ganz egal, wie großflächig der Kader umgestellt worden ist. Nach 28 Spieltagen muss das sitzen; wenn das dann immer noch nicht funktioniert, läuft irgendwo etwas grundlegend falsch. In vielen Spielen waren wir optisch dominant, gingen aber nicht als Sieger vom Platz, weil in der Rückwärtsbewegung und im Defensivverhalten immer wieder strukturelle Defizite sichtbar wurden. Gegen Abstiegskandidaten wie Braunschweig, Dresden, Bielefeld und Fürth war das insgesamt biedere Zweitligakost – aus einer sehr guten Ausgangsposition im Aufstiegskampf heraus, ohne sichtbares Feuer.

    Besonders deutlich wurde das für mich im Spiel auf Schalke, ebenfalls ein Aufstiegskandidat: Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir bedingungslos unterlegen, obwohl unser Kader deutlich mehr hergibt. Am Ende mussten wir sogar froh sein, dass es überhaupt 2:2 ausgegangen ist. Gegen Bielefeld, Schalke und Braunschweig haben wir das Glück aus meiner Sicht deutlich überstrapaziert. Nur weil das Ergebnis gut aussieht, darf man die offensichtlichen Probleme nicht verschweigen – die größten Fehler werden im Erfolg gemacht. Gerade in so einer Konstellation – realistische Aufstiegschance, großer Verein, volles Stadion – stellt sich die Frage: Warum war von dem Feuer, aufsteigen zu können, so wenig zu spüren? Diese fehlende Leidenschaft, Energie und Überzeugung auf dem Platz fällt für mich klar in den Verantwortungsbereich des Trainers.

    Was mich zusätzlich stört: Als Fan will man nach solchen Auftritten keine detailverliebten Erklärungen hören, sondern klare, emotionale Worte und eine deutliche Ansage, wie es besser werden soll. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie die Ansprache in der Kabine aussieht – da wundert es mich nicht, dass bei diesen detailverliebten Erklärungen auf dem Platz so wenig Feuer zu spüren ist. Und wenn die Presse schon im Vorfeld berichtet, dass manche Spieler Titz gegenüber kritisch eingestellt sind und es dann wenige Wochen später zum großen Knall mit dem Manager kommt, wird an dieser Wahrnehmung aus meiner Sicht zumindest ein Fünkchen Wahrheit dran sein.

    In der Summe bleibt er für mich ein Trainer mit außergewöhnlicher Qualität in der Trainingssteuerung und spürbarer Stärke in der Kadergestaltung. Gerade weil aber das Defensivkonzept, die Stabilität gegen den Ball und die Ausstrahlung in Schlüsselmomenten dauerhaft nicht überzeugen, zweifle ich daran, dass seine Arbeit auf höchstem Niveau wirklich langfristig trägt – unabhängig davon, wie viele Punkte am Ende auf dem Konto stehen.

  • Sehr interessanter und in weiten Teilen auch guter Beitrag, aber irgendwie ist das "Titz Mannschaften haben Schwächen im Spiel gegen den Ball"-Argument auch etwas ausgelutscht. Seitdem zur Winterpause die taktische Herangehensweise in vielen Spielen geändert wurde, stellen wir zur Rückrunde mit 13 Gegentore (zusammen mit Paderborn und Dresden) die beste Defensive der Liga. Und das z.B. trotz des "Elfmeters" für Elversberg.


    Zumindest in den letzten 11 Spielen und damit auch aktuell in einer sehr wichtigen Saisonphase, ist die Defensive eigentlich nicht unser Problem.


    Die Wahrnehmung über Leidenschaft, Energie oder Willen kann ich dir natürlich nicht nehmen, teile sie aber nicht. Aber es war ja schon immer so und wird auch immer so sein, dass manche eher mit dem analytischen Trainer etwas anfangen können und manche mit dem emotionalen. Sowohl in Fan- als auch in Spielerkreisen.

  • Die Wahrnehmung über Leidenschaft, Energie oder Willen kann ich dir natürlich nicht nehmen, teile sie aber nicht.


    Den Willen würde ich der Mannschaft nie absprechen, finde aber dennoch das sich von der Herangehensweise etwas verändert hat.

    Gerade in den Heimspielen laufen sie die Gegner deutlich weniger "brutal" an, stehen etwas tiefer.
    Das sieht natürlich dann auch weniger energetisch aus als noch vor 6-8 Wochen.
    Und..sie tun sich mit Ball erheblich schwerer.
    Wie fast schon traumwandlerisch das Bällchen noch in Berlin, zuhause Kiel etc. lief.
    Sie arbeiten jetzt Fußball, sie "worken" wie Nagelsmann sagen würde.

    Die ,Leichtigkeit ist irgendwo nach Berlin abhanden gekommen. Zufällig mit der Tomiak Verletzung..?
    Wollte Titz den Ausfall seines wichtigsten und unumstrittensten IV mit etwas mehr Work statt Play kompensieren..?
    Fakt ist, das Spiel von 96 hat sich verändert. Sie müsstens irgendwo schaffen Work and Play (noch besser) zu vereinen...

    Titz hat natürlich Pech das diese 50 Punkte fast immer nach 28 Spieltagen für 1-3 langten.
    In den letzten 15 Jahren (!) hat nur Paderborn als 5. einmal 51 Punkte gehabt.
    Schnitt des 5. liegt so bei 45 Punkten nach 28 Spielen.

  • [aus der Bild]

    Titz über Roggow:

    Zitat

    „Franz kam von Borussia Dortmund II. Er hat eine enorm gute Spieleröffnung und ein hohes Spielverständnis. Aber wir haben halt auf der Position Enzo Leopold, der es sehr gut macht. Und dazu ist mit Stefan Thordarson ein Spieler mit hoher Qualität auf der Position hinzugekommen. Franz bringt sich aber sehr gut ein und trägt mit seiner Leistung im Training auch dazu bei, dass wir auf dem guten Niveau performen.“


    Titz über Weißhaupt:

    Zitat

    „Es hat sich schon öfter gezeigt, dass Spieler erst mal in die Intensität und den Rhythmus kommen müssen, die neu zu uns und in das neue Gefüge reingekommen sind und länger nicht gespielt haben. Dazu gibt es auf der Position Jungs, die es zu diesem Zeitpunkt einfach gut gemacht haben.“

    Laut Bild hat Titz Weishaupt wohl vor versammelter Mannschaft rund gemacht, weil der seinen Frust über den ausbleibenden Einsatz gegen Fürth nicht verstecken konnte. Seitdem ist er ganz draußen. Soll aber diese Woche gut trainiert haben, von daher, wer weiß.

  • Wäre jetzt auch nicht das erste Mal, dass Weißhaupts Trainingsleistungen und Defensivarbeit seine Karriere ins Stocken geraten lassen. Sehr schade, denn ich hatte insbesondere nach den Erfahrungen in Warschau gedacht, dass er die Leihe nach Hannover als eine Art "letzte Chance" begreift.

    Titz öffentliche Äußerungen nehmen den Spieler natürlich trotzdem noch in Schutz, was ich auch begrüße. Intern hat sich das mit Saad und Weißhaupt bisher leider überhaupt nicht so entwickelt, wie man sich das vorgestellt hat. Aber ein paar Spiele sinds noch, vielleicht wird einer von beiden ja doch nochmal wichtig. Wäre auch nicht das erste Mal, dass Titz einen zuvor etwas in Ungnade gefallenen Spieler wieder bringt (Bundu).