Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • So, der Ausgewogenheit halber mal wieder etwas Meckerei über "die Radfahrer". Es war nachmittags, herbstlich stockfinster und die Mutter war mit ihrem Fahrrad ohne Licht, dafür aber mit vollbesetztem Kinderanhänger unterwegs. Immerhin schien sie ihr eigenes Leben und das ihres Nachwuchses so zu lieben, dass sie so ganz unsichtbar nicht auf der Straße (inkl. Radspur) fahren wollte und hat deshalb alternativ den Fußweg gewählt, den sie samt Anhänger halt in seiner ganzen Breite eingenommen hat. Nun gut, da habe ich sie, mit solidem Tempo bergab donnernd, dann halt erst in letzter Sekunde gesehen und durfte dann stattdessen auf die Straße springen. Fand ich gut, da war mein Fußweg nicht so ereignislos.

  • In Hannover sind auf jeden Fall sehr viele bekloppte Radfahrer unterwegs. Müsste ich da täglich längere Strecken zurücklegen, würde mir irgendwann der Kragen platzen.


    Mein Highlight der letzten Woche war, dass mir direkt nach meiner Einfahrt in den Lichtenbergkreisel eine Radfahrerin entgegenkam, mit der ich fast zusammengestoßen wäre.


    Und nein, ich bin in die richtige Richtung gefahren.

  • Ist das mit dem Fahrrad echt so schlimm, wenn kein Auto entgegen kommt?

    Die Fahrbahn ist doch 4 Meter breit, worin besteht das "Bekloppte", und der Grund zum "Kragen platzen"?

    Da kann man dich ganz bequem aneinander vorbeiradeln, mit reichlich Abstand.

  • Puh, das war man knapp. Bei nasser Fahrbahn mit Schneeregen und 2°C ist zwei Autos vor uns ein Wagen mit Anhänger ins Schleudern gekommen, hat sich überschlagen und ist auf dem Dach liegengeblieben. Zum Glück sind die beiden jungen Kerle unversehrt aus dem Schrotthaufen gekrochen.
    Ich konnte meinen Wagen bei dem Schietwetter noch abbremsen und an meinem Vordermann vorbei manövrieren, kurz vorm Schrottberg zum Stehen kriegen und hab wiedermal gemerkt, was das doch für eine geile und sichere Karre ist.


    Jetzt warten wir hier noch auf die Polizei, weil meine Frau den Notruf abgesetzt hat und da bleiben soll.
    Es war jedenfalls ein ganz schöner Schreck auf der Rückreise vom Flughafen und hätte noch den ganzen Urlaub rückwirkend verderben können. Und ich bin froh, dass ich gefahren bin und nicht meine Frau. Ich weiss nicht, wie sie reagiert hätte.

  • Nee, sie hat vorhin gesagt, dass sie froh ist, nicht gefahren zu sein. :ja:

    Mir tut der Jungbauer leid. Er hatte auf dem Anhänger seinen ersten eigenen Traktor geholt. Grad eine Stunde im Besitz. Auto, Anhänger, Trecker, alles Schrott.

  • Nach deiner Schilderung kann er froh sein, dass es nur Sachschaden ist. Auch wenn es finanziell wehtun mag: das Leben kostet mehr...

  • Hier noch ein Beitrag von Polizei-Schweiz. Da kann man sehen, wieviel Glück die beiden letztendlich wirklich hatten. Der alte Toyota war stabiler als der Trecker.

    Widerliche "Normalität" am Rande wiedereinmal die vielen Gaffer, die von der Polizei immer wieder zum Weiterfahren aufgefordert werden mussten. Wahrscheinlich einige mit Handy in der Hand.

  • Puh, der Trecker sieht aber heftig aus. Ich hätte auch eher vermutet, dass so ein Trecker praktisch unkaputtbar wäre.


    Gut, dass niemandem etwas passiert ist.

  • So eine Treckerkabine ist von der Stabilität eher ein Gewächshaus als ein Auto. Es geht im wesentlcihen um einen ergonomischen Arbeitsplatz (Sicht, Geräusche, Platz etc.) Trecker müssen meines Wissen auch keine Crashtests absolvieren. Autobahngeschwindigkeit ist allerdings ja auch die Ausnahme.