Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • Ein generelles Überholverbot für LKW wäre dann wohl fällig, ja. Das Portemonnaie für Wagen ohne Abregelung bliebe ja genauso groß wie vorher auch.

    Einmal editiert, zuletzt von Donnergott ()

  • Echt starke Beiträge hier!


    :daumen:


    PS


    Ein Tempolimit mit Menschenverstand.


    Darauf können wir uns, glaube ich, alle einigen.


    PPS


    Habe gerade eine Fahrt von München ins Hessische Hinterland hinter mir. Die 99 und die 3 haben genervt. Aber die 3 macht sich. Wenn bei Würzburg dieses DING fertig ist, bei Erlangen die 73 vernünftig angebunden ist und der letzte Rest Baustelle im Spessart weg ist, wird die richtig schön!


    Nachtrag: bei Geiselwind ist auch bald fertig.


    Die 99 wird noch länger nerven.
    Die AlianzArena ist schön.


    Einschub:


    Ach Autobahnen. Die 3 ist zweispurig böse. Eigentlich sind alle zweispurigen Autobahnen böse. Die 5 habe ich glaube ich am häufigsten befahren. Da habe ich sicher schon auf jedem Meter gestanden. Die bauen da immer noch, aber genau wie auf der 7 freue ich mich über jeden dreiodervierspurigen Kilometer. Neue dreispurige Fahrbahnen sind geil. Die 1 ist durchgängig böse, alles um Köln (aber da tut sich was, allerdings sind da die kaputten Brücken..) ist böse, die 2 nach Berlin, Hamburg, böse, Stuttgart geht gar nicht.


    Meine Lieblingsautobahn ist übrigens die 49.


    Uhund Bad Oeynhausen ist endlich frei!

    5 Mal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • Solange der "Andi Scheuer" hier Verkehrsminister ist, wird es kein generelles bundesweites Fahrverbot geben; das ist mal meine Einschätzung.
    Meine nächste Einschätzung: Solange die Konservativen dieses Amt besetzen auch nicht; wenn die "Sozen" das Amt besetzen hat die SPD ein grosses Problem.


    Sollten die Grünen (hier mein spezieller Freund Herr Hofreiter Anton) irgendwann/jemals dieses Amt besetzen, kommt das Fahrverbot schneller als ich mir meine Hose mit der Kneifzange zu machen kann.



    Auch einen gültigen Fahrtest für Menschen ab Alter XX wird es unter "Andi" nicht geben, was ich mir vorstekllen kann ist eine Art "freiwillige" Empfehlung.
    D.h. ein Profi (nein nicht Walter Röhrl) Fahrlehrer guckt sich die Kandidaten an, fährt bei versichiedenen Witterungsverhältnissen und Fahrverhältnissen und empfiehlt dann, "mein Lieber fahr lieber nicht bei Regen oder auf Autobahnen oder in der Stadt oder oder etc."
    Die schlechte Fahrweise kommt ja nicht abprupt, sondern ist ein schleichender Prozess im Alter und kann sicherlich vom Profi gut/besser erkannt werden.


    Also, wenn ich sage: Papa, du bist jetzt 80 Jahre, fahr mal nicht bei Regen und abends von Bremen nach Berlin auf der Autobahn..hört der sicher nicht auf mich; auch wenn er in seinen 40 Jahren Berufszeit jährlich 40.000 km in der E-Klasse gefahren ist.
    Das "schlechte Fahren" merkt (überspielt er) er nicht; bei anderen mit weniger Fahrpraxis ist das sicherlich/vielleicht noch schlimmer.


    Also ein Empfehlungstest ist empfehlenswert.

  • Menschen ohne Auto sind andersrum aber ganz besonders dazu berufen, zu beurteilen, wie Menschen mit Auto miteinander umgehen


    Ab da konnte man das Geseier getrost ausblenden. Gut gemacht, theMenace.
    Sowohl der Käptn wie z.B auch ich haben Autos und benutzen sie.


    Versuch's nochmal mit Grips und Argumenten.

  • theMenace: Der Vergleich mit Eschede hinkt gewaltig - es handelte sich nicht um ein Versagen des Lokführers (in der Diskussion waren wesentliche Argumente die schlechtere Reaktionsfähigkeit bei Tempo 200), sondern um einen Materialfehler.


    Zudem ist der Schnellverkehr mit der Bahn sehr viel umweltfreundlicher, zwischen Hannover und Berlin wurde nach der Eröffnung der Schnellstrecke über Oebisfelde der Flugverkehr eingestellt.

  • Das ist dann auch ein höheres Risiko, was man eingeht, als in dem ICE-Beispiel. Das Platzen von Autoreifen bei hoher Geschwindigkeit ist statistisch häufiger als ein versagender Radreifen - zudem wurde das von theMenace benannte Risiko nach dem Unfall von Eschede beseitigt.

  • Die Entscheidung, mit nicht hinreichend getesteten Rädern die ICEs auszurüsten wurde von Menschen gefällt.
    Somit lag bei Eschede auch menschliches Versagen vor.

  • Ein Wahnsinn, wie manch einer jeglichen Menschenverstand über Bord wirft und die Krallen ausfährt, wenn angedacht wird (nur angedacht!!! mehr nicht), dass man nicht mehr so schnell fahren darf, wie man möchte. Gruselig, aber enorm.

  • Wobei ich anmerken möchte, dass die Krallen auf beiden Seiten ganz schön ausgefahren wurden und beim Pro und Contra zum Teil vergleichbar absurde "Argumente" dargeboten werden. Ein extremes Schwarz-Weiß-Denken inklusive.

  • Gegen das Argument, dass Freiheit legitim nur dann ausgelebt werden kann, wenn sie nicht die Freiheit anderer entscheidend einschränkt (und das Lebensrecht), bist Du leider nicht eingegangen.

  • Menschen ohne Auto dürfen sich auch keine Meinung anhand von Statistiken erlauben, wenn es nach dem feinen Herrn geht.
    Die übliche Selbstüberschätzung und Erhöhung... Soll auch schon mal im Straßenverkehr dem einen oder anderen zum Verhängnis geworden sein.

  • Zitat

    Wobei ich anmerken möchte, dass die Krallen auf beiden Seiten ganz schön ausgefahren wurden und beim Pro und Contra zum Teil vergleichbar absurde "Argumente" dargeboten werden. Ein extremes Schwarz-Weiß-Denken inklusive.

    Ja, das scheint immer dann ganz besonders schlimm zu werden, wenn es um Autos geht. Da drehen viele frei.

  • Das ist dann auch ein höheres Risiko, was man eingeht, als in dem ICE-Beispiel. Das Platzen von Autoreifen bei hoher Geschwindigkeit ist statistisch häufiger als ein versagender Radreifen - zudem wurde das von theMenace benannte Risiko nach dem Unfall von Eschede beseitigt.

    Letztendlich bleibt immer und überall im Leben ein Restrisiko. Genauso wenig wie wir jetzt am Maschsee alle Bäume fällen würden, um nicht von Ästen erschlagen zu werden, oder nur noch auf der Mitte der Straße laufen würden, weil sich Ziegel vom Dach lösen könnten, genauso unsinnig wäre ein Tempolimit mit der Begründung, dass es nie völlig ausgeschlossen werden kann, dass irgendwann ein Reifen platzen könnte.

  • https://www.zeit.de/mobilitaet…alten-verkehrspsychologie


    Im Straßenverkehr herrscht ein eher archaisches Gesellschaftsbild !


    Freie Fahrt für freie Bürger"? In Deutschland ist eine Debatte um eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen entbrannt. Was sagt ein Verkehrspsychologe dazu? Fragen an Bernhard Schlag, Seniorprofessor an der Technischen Universität Dresden.....


    Passt gerade so zur Diskussion !



    Die App „Google Maps" soll künftig auch in Deutschland vor Blitzern warnen. Was zunächst verlockend klingen mag, verstoße gegen geltendes Recht und gefährde die Verkehrssicherheit, erklärt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat.
    Sobald Google diese Funktion freischaltet, halten wir das Nutzen von Google Maps im Kraftfahrzeug für rechtswidrig"..............


    Wer eine Blitzer-App beim Fahren nutzt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro rechnen. Für das Eintippen, beispielsweise die Suche nach einem Blitzerstandort, werden 100 Euro fällig.
    https://www.dvr.de/presse/info…rssicherheit_id-5116.html

    2 Mal editiert, zuletzt von wuerfel1896 ()

  • Und wenn Du so mit Deinem Hochdachtransporter 220 fährst, denkst Du jedes Mal, 'Mensch, bei dem Tempo habe ich ja kaum Kontrolle über die Kiste' und meinst, das geht jedem so? Ich habe irgendwann in Bierlaune mit Kumpels mal ausgerechnet (es ging darum, wie viel "Zeit" ich im Auto nach der Relativitätstheorie gespart habe), dass ich tatsächlich über 100.000 Kilometer mit über 200 zurückgelegt haben müsste. Ich weiß ganz genau, was da vor sich geht und habe auch schon fast alles erlebt. Und klar, ich schüttele dann auch den Kopf, wenn ich (true story) 260 fahre und mich Ronny mit seinem getunten Polo III von der linken Spur der A9 drängelt. Aber vielleicht weiß sogar der, was er tut.


    Du bist wahrscheinlich ein guter und sicherer Fahrer, fährst viele Kilometer und kennst Deine Karre.
    Mein Einwand ist der, dass Du bei einer sehr hohen Geschwindigkeit auf unvorhersehbare Ereignisse nicht zwingend zuverlässig reagieren kannst, da Du bei 200+ einfach zu viele Meter zurücklegst in der Reaktionszeit.

  • Mensch, Menace, in der Zeit, in der du deinen Beitrag geschrieben hast, hättest du locker 100,- € für die Gemeinschaft verdienen können. Das wieivielte Mal ist das jetzt, dass du uns indirekt deinen Stundenlohn vorhältst?


    Ich weiß nicht, was ich hierzu noch schreiben könnte, ohne mich zum x-ten Mal zu wiederholen. Ich für meinen Teil habe jetzt begriffen, dass du der besteste und perfekteste Fahrer, Mensch und was weiß ich noch allester Zeiten bist. Du weißt was du tust, du hast alles unter Kontrolle, dir wird niemals ein schwerer Fehler passieren.


    Mir wäre es egal, wenn du dir irgendwann selbst den Arsch abfährst. Darwin Award und so. Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich wünsche dir nichts schlechtes, ich würde dich aber auch nicht bemitleiden. Statistisch gesehen wirst du aber wen mitnehmen, der gar nichts dafür kann. Und um den (m/w/d) geht es mir. Ich bin seit 16 Jahren berufstätig, den größten Teil in Vollzeit, und habe dabei immer irgendwie fahren müssen, sei es Gabelstapler, Transporter, kleine LKW, große LKW, Blaulichtfahrzeuge verschiedener Größe, (kleine) Schulbusse. Ich bin dabei in Großstädten, in Kleinstädten, über Land und Dörfer, auf Landstraßen und Autobahnen gefahren. Ich habe nie ausgerechnet, wie viele Kilometer Fahrerfahrung ich wohl haben mag, für mein noch recht junges Alter aber bestimmt überdurchschnittlich viel. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass - auch wenn ich mich für einen guten und erfahrenen Fahrer halte - nie alles unter Kontrolle habe. Ich komme immer wieder an Punkte, an denen mir klar wird, dass Verkehrsregeln, so schwachsinnig sie einem oft auch erscheinen, am Ende doch ihren Sinn haben. Für andere, aber auch für mich. Deswegen käme ich auch nie auf die Idee "Abzocke" zu schreien, wenn ich mal geblitzt werde. Ich ärgere mich dann zwar - aber über mich selbst.


    Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, weil ich nicht so perfekt bin wie du. Ich durfte beruflich viele Fahrer kennen lernen, die so perfekt waren wie du oder es zumindest geglaubt haben. Manche haben überlebt, manche nicht. Immer haben sie aber Unschuldige mit reingezogen, sei es als Beifahrer oder sonstige Verkehrsteilnehmer. Manche von denen haben überlebt, andere nicht. Ich habe sie, also die Fahrer, nie gefragt, ob sie vor dem Knall wussten, was sie tun. Ich gehe aber davon aus, dass sie es wussten, denn ansonsten hätten sie nicht getan, was sie getan haben, um diesen Unfall zu verursachen: 80 % zu schnelles bzw. an Witterungen und Straßenverhältnisse unangepasstes Fahren und 15 % Fahren unter Alkoholeinfluss oder extremen Schlafdefizit. In 5 % waren technische Defekte die Ursache. Das sind keine offiziellen Angaben, sondern meine persönlichen Erlebnisse. Übrigens: Genau eine Frau war unter den Unfallverursachern, der Rest waren Männer, fast alle um die 40 Jahre und älter. Die wussten was sie tun, ganz sicher.


    Ich danke dir für den vielen Lohn, auf den du verzichtet hast, um mir die Welt zu erklären. Hat offenbar nicht gefruchtet, ich bleibe weiterhin ein linker Doppelmoralist. Von meiner Seite aus war es das, ich habe nichts neues mehr beizutragen und wiederhole mich nur noch.

  • Für 100 Stunden Arbeit, die ich dann mehr leisten kann, zahle ich der Gemeinschaft über 10.000 Euro Steuern pro Jahr (ja, ist eine Milchmädchenrechnung, geht aber auch nur ums Prinzip).


    Man sollte Leistungsträger sowieso von allen lästigen Pflichten und Regeln entbinden, damit sie für alle anderen Kretins vernünftig anschaffen gehen können. Keine halben Sachen! Hoch leben die selbstlosen Leistungsträger!

  • In meiner Ente wusste ich das und es war klar, dass wenn wegen einer Kurve auf der Landstraße 70 war, ich es mal lieber mit 60 probiert habe, weil die Karre halt unterdurchschnittliche Kurvenlage hatte, gelinde gesagt.


    Nun stellst du deine Autofahrer-Expertise aber langsam bedenklich in Frage. Galt doch gerade die Ente trotz der teils nur auf drei Rädern genommenen Kurven durch ihren extrem tiefen Schwerpunkt jahrzehntelang als inoffiziell "kurvensicherstes Auto" der Welt, weil sie quasi nicht umkippen konnte. Die hätte jeden Elchtest bestanden. ;)


    80 % zu schnelles bzw. an Witterungen und Straßenverhältnisse unangepasstes Fahren und 15 % Fahren unter Alkoholeinfluss oder extremen Schlafdefizit. In 5 % waren technische Defekte die Ursache.


    Das ist doch aber eine ganz andere Ebene der Diskussion. Du sprichst von "zu schnellem Fahren", die Gegenseite hingegen argumentiert, dass 200+ in einer dafür geeigneten Umgebung/Situation nicht "zu schnell" sind. Leute, die ihren Fahrstil nicht an Straßenverhältnisse, Witterung oder schon jetzt bestehende Tempolimits anpassen, werden das auch in Zukunft nicht tun. Aber das ist in meinen Augen nur sehr begrenzt Teil der Diskussion.

    Einmal editiert, zuletzt von sasa ()