Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • Dvdscot
    Es muß doch nicht unbedingt ein "Zwang" sein - kann auch ne grüne Welle auf der Vahrenwalder sein, die auf z.B. 40 km/h geschaltet ist obwohl 50 km/h erlaubt sind. Wird dann natürlich trotzdem noch genug Dumpfbacken geben, die mit 60 fahren und sich wundern, daß sie ständig rote Ampeln haben. :D (Aber irgendwann merken es selbst die.)

  • 120 auf der Autobahn

    mehr Autos würden die gleiche Geschwindigkeit fahren, was wiederum zu weniger Staus führt…

    Das kann ich so leider nicht bestätigen. Ich stehe hier fast täglich im Stau trotz Tempo 120. Der durchschnittliche Autofahrer hat nicht gelernt, im Verkehr mitzufließen. Entweder zu schnell oder zu langsam. Der letztere auch gern mal auf der linken Spur. Nee, eigentlich tummelt sich der gemeine Schweizer generell am liebsten links (leider nicht politisch). Und das erzwingt er sich, sobald er auf die Autobahn gefahren ist.

    Ich fahre inzwischen meist auf der rechten Spur, da dort mehr Platz herrscht und seit ein paar Monaten das Vorbeifahren erlaubt ist. So komme ich viel besser vorwärts… mit 90-100. Und links schleichen sie. :kopf:

  • 1. Ich untergrabe ihr Vertrauen in ihr eigenes, letztlich für ihre Sicherheit vorrangig zu förderndes, Urteilsvermögen,


    2. Ich untergrabe ihr Vertrauen in mich als Erzieher. Sprich: Sie kriegen unweigerlich mit, dass andere sich nicht dran halten, dies teilweise zu Recht, und hinterfragen - ohne den Zusammenhang unter 1. explizit zu begreifen - die Sinnhaftigkeit der Regeln, die ich vermittel, allgemein.

    Tut mir leid, aber ich finde, Du schreibst hier ziemlich viel Quatsch. Du gehst davon aus, dass Kinder so denken wie Erwachsene. Das ist aber nicht der Fall.


    Wenn Du ihnen sagst, wie man sich im Straßenverkehr korrekt verhält, ist das nicht dasselbe als würdest Du ihnen vormachen, dass Du alle Regeln sinnvoll findest.


    Ich weiß nicht, wie weit Deine Erinnerungen an Deine Kindheit gehen, aber ich kann mich noch sehr genau an meine Verkehrserziehung durch meine Eltern, Großeltern und die Schule erinnern. Die haben mir nie gesagt, dass es manchmal überflüssig ist, die Verkehrsregeln zu befolgen und es mir auch nicht so vorgelebt, obwohl sie selbst auch nicht alles für immer 100% sinnvoll hielten.


    Als Kind habe ich mich deshalb auch daran gehalten, im Teenageralter dann aber damit angefangen, die Notwendigkeit der Verkehrsregeln situativ für mich zu beurteilen.

    Komisch, ne? Obwohl mir das meine Eltern überhaupt nicht vermittelt haben und ich mich zuvor immer sämtliche Regeln gehalten habe, bin ich durch meine geistige Entwicklung und die Erfahrung im Straßenverkehr auf einmal zum "Regelbrecher" geworden.


    Mit dem Erwachsenwerden wurde das dann wieder weniger, der Coolnessfaktor war weg und das Bewusstsein für die Vorbildfunktion gegenüber Minderjährigen da.


    Da Du ganz offensichtlich nicht blöd bist und Deine Kinder auch nicht (Du hast ja im Laufe der Zeit ein paar Erlebnisse geschildert), bin ich mir ziemlich sicher, dass die pfiffig genug sind, sich im Laufe ihrer Entwicklung ihr eigenes Bild zu machen.


    Du schreibst was von "untergrabenem Vertrauen". Im Laufe des Erwachsenwerdens gehen einem die Eltern ja ziemlich auf die Nerven, aber "untergrabenes Vertrauen" ist nichts, was mir dabei jemals in den Sinn gekommen ist.


    Ich finde, indem Du ihnen beibringst, dass es Regeln gibt, die gebrochen werden dürfen, machst Du genau das Gegenteil von dem, was Du eigentlich möchtest: Du vermittelst ihnen ungewollt Dein "Weltbild", statt sie ihren eigenen Weg finden zu lassen. In dem zur Entwicklung des jeweiligen Kindes passenden Tempo.

  • Ich sehe keine Notwendigkeit, da ausführlich drauf einzugehen. Ich kann das so respektieren.


    An einem Punkt möchte ich dann doch wiedersprechen: Ich vermittel kein Weltbild, sondern ein ehrliches Weltverständnis, so, wie ich es habe.


    Meine Erfahrung damit ist, dass Kinder das sehr wohl raffen. Und genau mit diesem Ansatz ihren eigenen Weg finden.


    Ich finde das auch logisch: Eigenverantwortung früh da zulassen, wo ich verantworten kann, dass sie diese wahrnehmen, führt genau zu Eigenständigkeit, nicht zu Indoktrination.

  • In Hannover gibt es keine "grüne Welle".

    Jepp in Hannover nicht. Kenne ich halt aus anderen Städten, wo dann eine Geschwindigkeit angezeigt wird, bei der man CO2-optimiert ohne Anzuhalten und umweltfeindliches Neubeschleunigen "durchgleitet". In Hannover setzt man (soweit ich mich erinnere) auf eine absichtliche stop-and-go Umweltverpestungsvariante in dem Irrglauben, daß man dadurch und durch die so erzeugten Staus den deutschen Michel so ärgern kann, daß er auf Öffis ausweicht.

    Deshalb halt der Alternativorschlag auf der (z.B.) Vahrenwalder bei erlaubten 50 eine Richtgeschwindigkeit von z.B. 40 einzuführen, bei der die jeweils zur "Grünen Welle" benötigte Geschwindigkeit dann so wie in anderen Städten angezeigt wird.

  • Ein Beispiel:


    Wenn ich auf einer ein Kilometer langen freien Strecke in der Stadt 50 fahre und dann 1 Minute an der Ampel warten muß, wäre ein gleichzeitig losfahrendes Auto, welches 28 fährt, auch an der Ampel.

    wenn die Ampelschaltung auf 50 km/h getaktet ist steht der 50er aber dann an keiner Ampel, der 28er an fast jeder :D

    dann braucht der 28er locker mehr als die doppelte Zeit ;)

    Richtig.


    Ich muss dazu sagen, dass Köln mit die beschissenste Verkehrsführung hat, welche ich kenne.

  • Ich beschleunige in 2 Sekunden auf 50, welche ich dann halte um regelkonform zu fahren.


    Da hat andro gerade mal bemerkt, dass überhaupt grün war.:D

  • Das ganze machen wir dann 96 mal, es geht ja um Durchschnittswerte, die Masse machts, und natürlich spricht nichts gegen eine intelligente ampelschaltung damit man möglichst wenig anhalten sollte.


    Den ganzen Umweltaspekt habe ich jetzt absichtlich nicht angesprochen, weil es hier um den Zeitgewinn geht, den ein Individuum durchaus auch erreichen kann, nur ist das eben nicht nachhaltig und nicht sinnvoll, da ein gleichmäßig laufender Verkehr den Menschen insgesamt weniger Zeit "kostet".


    Ich bin jetzt zu faul im Netz rum zu suchen da gibt es aber mehrere Studien drüber.


    Ach ja und natürlich verbraucht man nicht so viel Sprit, verdammt noch mal!

  • Unter Zeitdruck Auto zu fahren, berufsbedingt oder selbstauferlegt, ist in meinen Augen immer eine schlechte Idee.


    Nehmt Euch genug Zeit mit.


    Das wollte ich noch loswerden

  • Mich nerven (als Treckerfahrer) Fußgänger, die komplett auf Ihren Vorrang verzichten.

    Ich will von Nebenstraße in die Hauptstraße abbiegen, eine Person will die Nebenstraße dort queren.

    Also werde ich langsamer und halte schließlich an. Dann, wenn ich stehe kommt ein freundliches Winken - ich solle doch fahren.

    Man,man,man 40 to zum Stillstand gebracht und dann mühsam wieder in Fahrt -am Besten noch bei leichter Steigung- für nichts und wieder nichts.

  • Mich nerven (als Treckerfahrer) Fußgänger, die komplett auf Ihren Vorrang verzichten.

    Das nervt mich komplett immer, unabhängig davon wie ich mich gerade fortbewege. Bis da jemand deutlich gemacht hat, dass er auf seine Vorfahrt verzichtet, wäre es schneller für alle gewesen, derjenige wäre einfach in der Zwischenzeit weitergefahren oder -gegangen.

    Extrem wird das Überqueren von Straßen manchmal mit Kindern. Da kommt ein einziges Auto. Der Fahrer sieht das Kind an der Straße, und hält sich irgendwie für zukunftsorientiert wenn er auf seine Vorfahrt verzichtet. Ganz anhalten will er aber nicht, weil er ja nicht wieder von Null beschleunigen will. Also wird das Tempo bis knapp über 0 km/h reduziert, er rollt auf einen zu und winkt wie blöde. Und ich erzähle den Kindern, sie sollen erst rüber wenn das Auto steht. Am Ende dauert alles für alle länger.