Beiträge von Lichterkette

    Danke, Menace und Winsley, für die Erläuterungen. Die Sinnhaftigkeit einer Ausgliederung des Profifußballs in eine Kapitalgesellschaft stelle ich nicht in Frage. Wird ja auch häufig praktiziert und ist ein gutes Beispiel dafür, was die Vereine bereits heute für Möglichkeiten haben und größtenteils auch nutzen. Die Situation hinsichtlich der Strukturen im Profifußball und auch bzgl. der Qualifikationen der Entscheidungsträger ist ja überhaupt nicht mehr vergleichbar mit der vor 15 oder 20 Jahren. Wir scheinen uns einig zu sein, dass da eine positive Entwicklung stattgefunden hat. Ich hatte den zitierten Satz, offensichtlich fälschlicherweise, als ein Argument für die Abschaffung von 50+1 aufgefasst und mich gewundert, wieso die meisten Vereine (bzw. deren Ausgliederungen) und die Bundesliga an sich dann so gut dastehen können. Sorry!

    Basisdemokratisch organisierte Mitgliedervereine sind vom Grundsatz her durchaus eine tolle Sache, aber eben in keiner Weise dazu geschaffen, in einem hochgradig kommerzialisierten Multimillionen-Business effizient und vor allem nachhaltig erfolgreich zu wirtschaften.


    Das hört man relativ häufig, aber so richtig verstehe ich dieses Argument nicht. In den letzten Jahren wurde doch von fast allen Bundesligavereinen nachdrücklich bewiesen, dass das relativ gut funktioniert: Keine Insolvenz, wenig Chaos, solides Wirtschaften mit dem Fokus darauf, sich nachhaltig weiterzuentwickeln. Und auch international steht die Liga sehr gut da. Sportlich recht erfolgreich und von vielen Ligen um ihre Fankultur beneidet. Könnte man daraus nicht schließen, dass für die Vereine momentan bereits die Möglichkeit besteht, sich auch für ein Multimillionen-Business ausreichend professionell aufzustellen?


    Ein Wöbse hätte heutzutage doch keine Chance mehr, bei einem Profiverein eine gewichtige Rolle zu spielen. Für die Utz Claassens dieser Welt sieht das demnächst allerdings ganz anders aus. Denen stehen die besten Zeiten im Profifußball vielleicht erst noch bevor.

    Für mich gehören die einfach mit zur Gruppe der wichtigen englischen Bands von Mitte der 70er bis Mitte der 80er. Joy Division, Clash, Smiths, Sex Pistols, etc. waren alle stilprägend. War nicht so gemeint, dass jemand der die Smiths mag, wahrscheinlich auch die Sex Pistols gut findet.

    Also wenn du Joy Division, The Clash und The Smiths hast, musst du eigentlich auch noch ne Platte von den Buzzcocks (z.B. "Love Bites") und/oder den Sex Pistols (z.B. die Best of "Kiss this") dazu legen.


    Auf keinen Fall fehlen sollten die Pixies (z.B. die Best of "Death to the Pixies"). Sind mir am letzten Wochenende beim Sortieren meiner CDs nach Jahren wieder in die Hände gefallen. Dummerweise auch gleich eingelegt und seit dem kriege ich U-mass und vor allem Debaser nicht mehr ausm Ohr...

    Ja, für die alten Energieversorger ist das neue EEG echt ein großer Wurf: Alternative Geschäftsmodelle ausserhalb des EEGs rechnen sich nicht mehr und ab 2017 werden neue Erzeugungskapazitäten nur noch über Ausschreibungen vergeben. Spätestens dann ist für alle kleinen und mittleren Betreiber Feierabend, zumindest was neue Erzeugungskapazitäten angeht. Der Ausbau der Erneuerbaren wird zweifellos weitergehen (da alternativlos), aber RWE & Co müssen nicht mehr fürchten, dass er, so wie bisher, weitestgehend an ihnen vorbeiläuft. Für die ist das neue EEG eine goldene Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren.


    Wenigstens Röttgen scheint ja noch ein bischen Anstand zu haben...

    Wenn ich jetzt supporte, lacht Kind sich doch den Arsch ab. Das zeigt ihm doch, dass er mit seiner Einschätzung zu den Fans komplett richtig liegt und so wie bisher weitermachen sollte.


    Es gibt für mich auch Wichtigeres als die Frage, ob wir erste, zweite oder dritte Liga spielen. Ich gehe ja schließlich nicht ins Stadion, weil ich Bayern oder Dortmund sehen will. Die Frage nach dem Klassenerhalt wird aus meiner Sicht daher sehr überhöht. Dementsprechend groß ist der Druck. Es ist aber nicht der real existierende Druck.


    Der reale Druck entsteht höchstens, weil wir endlich mal anfangen müssen, die tiefen Gräben, die sich in den letzten Monaten aufgetan haben, wieder zuzuschütten. Das kann aber nur klappen, wenn Kind und Co merken dass es einen Unterschied zwischen Fans und Kunden gibt und dass ein erfolgreicher Verein eben beides braucht. Möglicherweise ist das jetzt eine Situation, in der sie das lernen können.


    Und ja, mag sein, dass ich langsam etwas bockig bin. Und nein, keine Ahnung ob ich nicht doch wieder mit im Boot sitze, wenn Kind die Mannschaft vor dem Spiel in die Kurve schickt.

    @Musketeer:
    Ich wollte eigentlich nur verdeutlichen, was Slomka mit seiner Aussage wahrscheinlich :-) gemeint hat. Wobei es natürlich auch sein kann, dass er genau das gemeint hat, was er gesagt hat. Dann hat er sich in den letzten Jahren aber entweder seine Studienkenntnisse weggesoffen oder er glaubt tatsächlich, dass seine Charaktertruppe durch jede Auswärtsniederlage lernt und besser wird, so dass vergangene Niederlagen zukünftig die Siegchancen erhöhen. Traue ich beides selbst ihm nicht zu, das wäre echt zu dämlich. Und zu letzterem hat Duffner ja lt. NP auch eine andere Meinung (Negativserie kratzt am Selbsbewussein, etc).

    Zweite Aussage Slomka (ehemals Mathelehrer): "Je länger die Auswärtsflaute dauert, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass man auswärts mal punktet."
    => Falsch. Weiß eigentlich Jeder, der sich mal ansatzweise mit Statistik beschäftigt hat (Ziehung mit Zurücklegen...).


    Die Aussage ist mathematisch nicht eindeutig formuliert. Man kann sie auch so interpretieren, dass sie stimmt.


    Annahme: Wahrscheinlichkeit für Auswärtsniederlage beträgt 70%, d.h. mit 30%iger Wahrscheinlichkeit nimmt man mindestens einen Punkt mit.


    Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Auswärtspunkt in 2 Spielen: 51% (1-0.7*0.7)*100
    Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Auswärtspunkt in 3 Spielen: 66% (1-0.7*0.7*7)*100
    etc.



    Eine 90%ige Wahrscheinlichkeit für einen Auswärtspunkt hat man dann nach 7 Auswärtsspielen (1-ln(0.1)/ln(0.7)).
    Eine 95%ige Wahrscheinlichkeit für einen Auswärtspunkt hat man dann nach 9 Auswärtsspielen (1-ln(0.05)/ln(0.7)).

    Ich hab das Gefühl, dass der Typ neben den sportlichen Anlagen auch ein an Hybris grenzendes Selbsbewusstsein hat. Das ist sicherlich nicht das Schlechteste, wenn man sich als junger Spieler irgendwo durchsetzen will.

    Slomka hat es nur mit Zieler (und ganz eventuell Hoffmann und Sakai, bei letzterem aber auch erst, nachdem er gemerkt hat, dass Sakai kein Wort versteht...) geschafft, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren.

    Falsch. Schmiedebach und Stindl muss man auch dazuzählen.


    edit: Auch bei Stoppelkamp kann man ihm nicht vorwerfen, dass er es nicht sehr ausdauernd probiert hätte. Manchmal sogar gegen den laut geäußerten Wunsch vieler Zuschauer... :)

    Es ist eigentlich nicht einzusehen, dass 'alte' Siege mit zwei Punkten und 'neue' mit drei Punkten gewertet werden. Für mich ist die Mischrechnung auf bundesliga.de daher Quatsch (tolles, modernes Argument!). Die Mischrechnung bevorteilt solche Konstrukte wie Wolfsburg, da sie dadurch mit weniger Siegen an Traditionsvereinen wie 1860 oder Bielefeld, die für den Großteil ihrer Siege ja nur 2 Punkte bekommen haben, vorbeiziehen können. Dass die Tabelle auf bundesliga.de totaler Schrott ist, sieht man allein schon daran, dass dort demnächst Wolfsburg besser als der KSC und Leverkusen besser als der FC steht.

    Slomka hat hier bis einschließlich Saison 11/12 gemeinsam mit der Mannschaft eine super Leistung abgeliefert. In der letzten Saison sollte dann eine neue Spielphilosophie umgesetzt werden, was nur mittelprächtig funktioniert hat. Was in dieser Saison bisher schief läuft, weiß keiner von uns. Die Spieler haben sicherlich nicht plötzlich das Fussballspielen verlernt, genausowenig wie Slomka plötzlich ohne Spielidee oder Matchplanung rumläuft. Trotzdem scheint irgendwas nicht zu passen. Vielleicht im Team, vielleicht zwischen Team und Trainer, keine Ahnung.


    Dass sich alle z.B. nach einem möglichen Sieg gegen Frankfurt dauerhaft wieder zusammenreißen und gut zusammenarbeiten, halte ich für unwahrscheinlich. Hängt aber vielleicht auch davon ab, wie so ein Sieg zustande kommen würde. Eine Aufholjagd nach Rückstand hat sicher mehr Teambuildingpotenzial als ein hingemogeltes 1:0.
    Ein Trainerwechsel wäre natürlich ein deutlich stärkere Impuls, der sicherlich auch dann positiv wirken kann, wenn das Problem eher innerhalb der Mannschaft liegt als beim Trainer. Die Entscheidung, ob dieses Mittel eingesetzt werden muss, liegt bei Kind. Slomka könnte aber auch selbst versuchen, mal den Hammer kreisen zu lassen, Strukturen innerhalb des Teams aufzubrechen und alles noch mal in Bewegung zu bringen. Suspendierungen von einzelnen oder mehrere Spielern sind da ja üblicherweise das Mittel der Wahl.


    Bin echt mal gespannt, wie das Ganze wieder in die Spur kommt. Sollte Montag nach einem grandiosem Sieg gegen Frankfurt mit anschließendem Teambesäufnis wieder alles im Lot sein, wäre mir das natürlich am liebsten.

    auch ich habe nicht verstanden warum er nicht mit zwei Spitzen spielt und warum ein bittencourt nicht mal zwei drei Spiele vielleicht mal klassisch auf der zehn spielt


    Zumindest das mit Bittencourt habe ich verstanden. Kann aber leider gut sein, dass man das bald mal riskieren kann.

    Seine große Leistung war es ja am Anfang, dass er es geschafft hatte ein System zu entwickeln, welches perfekt zur Mannschaft passte.
    Jetzt scheint er aber daran zu scheitern, dass er eine Idee hat, aber nicht die passenden Spieler dafür findet.


    Schon wieder??? Wenn ich mich richtig erinnere, hatte er doch im Rückblick auf die letzte Saison bereits eingestanden, dass seine Spielidee (mehr Dominanz) von der Mannschaft nicht umgesetzt werden konnte.

    Neben der Geschichte mit der Wahrnehmung ist es auch sehr geil, wie das BS-Desaster als ultimatives Argument gegen alles und jeden verwendet werden kann (und auch wird!). Diouf, Schlaudraff, Sobiech, alles Mist. Sowohl einzeln als auch in Kombination. Herrlich!

    @ LL: Volle Zustimmung! Wenn Diouf oder Sobiech vorne stehen, werden zu häufig einfach hohe Bälle nach vorne gedroschen. Dass man damit nicht mal gegen Teams auf Zweitliganiveau gut aussieht, hat man am 8. hier gesehen.


    Hamburg ist bisher unser schwächster Gegner auswärts. Das läuft!