Beiträge von sasa

    Ist halt auch das was ich sage. Es geht nicht über Verbote und Beschränkungen. Es geht übers Geld und über Alternativen. Wenn jegliches Parken innerhalb des Innenstadtrings 10 Euro pro Stunde kostet und die kompletten Einnahmen davon in ein im 3-Minutentakt verkehrendes Shuttle vom kostenlosen Schützenplatzparkplatz gesteckt würden, braucht man die Innenstadt garnicht für gigantische Kosten großartig autofeindlich umzubauen, dann verschwinden die Automassen dort von ganz allein.

    Das gab es doch aber schon. Vielleicht kann nochmal jemand aufklären, warum das anscheinend nicht nachhaltig funktioniert hat. Ansonsten ist der Schützenplatzparkplatz natürlich deutlich zu nah an der Innenstadt. Das Konzept muss deutlich früher greifen.

    Ich habe jetzt übrigens ein paar Fotos von Sylt gesehen und fand das nicht extrem dramatisch. Ja, da halten sich einige in kleinen Grüppchen nicht an die Abstandsregeln (so wie bei Edeka, im Restaurant, im Zoo, etc. in wohl jeder beliebigen Stadt) und ja, da gibt es mehrere dieser Gruppen, aber da stehen nicht tausende dicht an dicht.

    Das sieht beim autonomen E-Taxi vielleicht schon anders aus. Oder irgendwas, woran wir alle noch nicht gedacht haben.

    Nochmal: Ich habe hier nicht einmal gelesen, dass "das Auto" von der Bildfläche verschwinden soll. Schon gar nicht in einem wie auch immer gearteten Carsharing-Modell. Das wird ziemlich sicher Teil der Komplettlösung sein. Was aber nicht Teil der Komplettlösung sein kann, ist dass jeder mit seinem Auto in Ballungsgebiete fährt.


    Zum Platzbedarf: Ein Lastenrad (ca. 1,5 bis 2 m²) benötigt ca. 40% des Platzes eines Smarts (ca. 4,5 m²). [Edit: Reine Fläche ohne Manövrierbedarf, etc.]

    Dann auch gerne nochmal hier statt im E-Auto-Thread: Auch ein E-Auto, das sich im Alleinbesitz eines Menschen/einer Familie befindet, bringt 90% der Nachteile eines verbrennermotorbetriebenen Autos mit. Platzbedarf, Staupotenzial, Unfallgefahr, Nichtnutzungszeit, etc. Und das in meinen Augen größte Problem unserer Tage neben einer möglichen Umweltbelastung durch Abgase/Herstellung/Entsorgung ist das Platzproblem. Das E-Auto mag im Hinblick auf einige Umweltaspekte eine Brückentechnologie sein, aber ganz sicher nicht die dauerhafte Lösung. Da bleiben, bezogen auf "Individualverkehrsmittel" für mich nur zwei Alternativen: Entweder viele Menschen besitzen jeweils ein eigenes Individualverkehrsmittel, das deutlich weniger Raum einnimmt und Kosten erzeugt als ein (E-)Auto oder viele Menschen teilen sich bedarfsbedingt ein Individualverkehrsmittel. Variante B ist in meinen Augen definitiv vorzuziehen. Das geht aber in einem sinnvollen Maße nur, wenn jeder einzelne möglichst oft auf Individualverkehrsmittel dieser Art verzichtet und sie nur dann nutzt, wenn es keine sinnvollen Alternativen gibt. Ein "Ich finde mein Auto super und fahre lieber alleine von A nach B, weil ich dann meine Ruhe habe und (natürlich erstmal nur rein hypothetisch) auch noch x Minuten Reisezeit spare." darf da allerdings nur sehr untergeordnete Relevanz haben.

    Der signifikante Rückgang des Autoverkehrs wegen Corona hat nicht zu einem Rückgang von Feinstaub oder Schwefelgedöns geführt, dessentwegen die Fahrverbote erlassen wurden.

    Doch!


    Feinstaub ist belegt, dass das in gleichem Maße zurück gegangen ist wie der Verkehr. Quelle weiß ich gerade nicht, ist schon ne Woche her, dass ich das gelesen oder in den Nachrichten gesehen habe.

    Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass es tatsächlich auch anderslautende Meldungen gibt. Daraus nun aber pseudowissenschaftlich zu schlussfolgern, dass die These "Viel Diesel/Autoverkehr = viel Feinstaub" falsifiziert wurde, halte ich für etwas voreilig.

    Schneppe tut doch genau das. Er stellt individuelle motorisierte Mobilität insgesamt eben nicht in Frage, sondern hält sie für eine absolut sinnvolle und (mindestens noch auf Jahrzehnte, wahrscheinlich sogar für immer) notwendige Ergänzung. Das schreibt er nun explizit gleich mehrfach allein im letzten Posting.


    Und deine Frage beantwortest du dir selbst: Man reduziert motorisierten Individualverkehr allein dadurch, dass nicht mehr "jeder mit seinem eigenen Vierliter-Achtzylinder-SUV in die Innenstädte fährt". Und das muss ein Ziel sein. Ist ja sogar nach deiner eigenen Aussage unbestritten.


    Ich nehme nicht für mich in Anspruch, der Mobilitäts-Zukunftsforscher vor dem Herrn zu sein. Aber warum sollen in den Innenstädten der Zukunft nicht - ergänzend zu ÖPNV, Fahrrädern und persönlichen Kleinstvehikeln (E-Bikes, E-Mopeds, E-Roller usw.) - nicht auch autonome E-Taxis oder sowas fahren?

    Wer sagt denn, dass sie das nicht sollen?

    Mal abgesehen davon, dass ich eine Diskussion über die Gründe für den Umgang mit Scot und die Entwicklung dahin für mindestens ergebnisoffen halten würde: Es war doch offensichtlich, dass da niemand Scot aufrichtig zur Seite gesprungen ist, sondern dass da jemand "Leute wie Scot" als Aufhänger genutzt hat, um seine Thesen von der Unterdrückung der Andersdenkenden zu verbreiten. Aber klar, kann man dennoch liken. Du machst mich mittlerweile auch täglich fassungsloser.

    Ich mag Weimar ja wirklich, auch heute. Aber es wäre dennoch schön, wenn nicht immer alles so extrem vorhersehbar wäre. Heute war nach zehn Minuten klar, wer die Fäden zieht und das Motiv und die Verbindungen waren so unfassbar offensichtlich.

    Ja, mir wurde heute auch mitgeteilt, dass es am Maschsee sehr gesittet und mit viel Platz zuging.

    Eine nicht representative Studie meinerseits hat ergeben, dass die Schnittmenge an Menschen, die gegen die aktuellen Einschränkungen durch Corona poltern und denen, die gegen ein generelles Tempolimit oder höhere Strafen für Verkehrssünder sind, erstaunlich groß ist. Diese "persönliche Freiheit" auf Kosten der Freiheit/Gesundheit der anderen scheint schon ne tolle Sache zu sein.

    Das sind doch weitgehend Jugendliche und junge Erwachsene.

    Aber mal so gar nicht. Weder beim Feiern, noch beim Ignorieren von Hygiene- und Abstandsregeln.