Beiträge von Pokalheld

    Witzig, ich habe auch gestern getankt und erst die Bedeckung vergessen. Aber auf der Zapfsäule stand sowas wie Erst Maske aufsetzen, dann tanken. So habe ich es bemerkt, ehe ich reinging.


    Daß die Brille beschlägt, sobald ich nicht mehr flach atme, nervt mich immer noch. Ich hätte angenommen, mit mehr Übung würds besser werden. Andererseits übe ich auch nicht wirklich. Nur hoch das Ding, rein, Überfall, raus, runter das Ding und weg.


    Taugen die Sturmhauben was für Brillenträger? Frage für die Winterzeit...

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    Am Ende könnte man ja sogar eine Parallele zu Hotpants und Sexismus ziehen.

    Ich könnte die Parallele nicht ziehen, aber ich zweifle nicht an Deinen Fähigkeiten.

    Zitat

    Ich weiß, Du magst diese Vergleiche nicht, aber am Steuer von Fahrrädern und Automobilen sitzen Menschen, und häufig sogar die selben

    Dann hast Du mich kräftig mißverstanden. Ich bin selbst Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Daher kann ich mir ziemlich gut vorstellen, daß Menschen mal das eine und mal das andere Verkehrsmittel nehmen. Mir geht es allerdings darum aufzuzeigen, daß ein Fahrfehler oder ein Drängeln oder ein falsches Abstellen des Gerätes oder ein Unfall nicht dieselben Folgen hat. Autofahrer müssen zwingend immer und überall mehr aufpassen, weil sie wie ein Elefant im Porzellanladen sind. Autos sind groß, schwer, laut, stinkend und unübersichtlich, während die ungeschützten Menschen um sie herum schnell brechen, wenn sie angefahren werden. Ergo muß man strengere Vorschriften an Autofahrer anlegen. Was ein Fußgänger oder Radfahrer darf, muß ein Autofahrer noch lange nicht ebenso dürfen. Ein Fußgänger darf so schnell laufen wie er kann. Ein Autofahrer darf nicht so schnell fahren wie er kann. Ein Fußgänger darf den Gehweg in beide Richtungen benutzen. Ein Autofahrer darf einen Gehweg überhaupt nicht benutzen und die Fahrbahn nur auf der rechten Seite. Das ist nicht unfair, sondern sachlich gerechtfertigt, gar notwendig.


    Andersherum ist es eigentlich ganz schön unfair, Fußgängern und Radfahrern dieselben Regeln befolgen zu lassen wie Autofahrer. Ampeln zum Beispiel gibt es nur, weil es Autos gibt. Ohne Autos müßte nie ein Fußgänger auf Grün warten oder gar ein Warteknöpfchen drücken. Geradezu unangebracht ist es, ein Nichtbeachten der Ampel durch einen Fußgänger für genauso schlimm zu halten wie das das durch einen Autofahrer. Auch weil er das eben mit dieser Masse und dieser Geschwindigkeit und dieser systemimmanenten Betriebsgefahr tut.


    Vor allem muß man die Perspektive richtig rücken (ja, das richtig-falsch-Schema paßt hier): Es ist der Fußgänger, der im Zentrum stehen muß. Er ist der nackte bloße Mensch, der von Tür (Ausgang Zuhause) zu Tür (Eingang Ziel) geht. Selbst Radfahrer und Autofahrer werden zu Fußgängern in dem Moment, wo sie aus- bzw. absteigen. Man muß immer gewährleisten, daß Menschen die Eingangstür und die Ausgangstür ihrer Start- und Zielgebäude erreichen können. Deswegen ist es eine gute Sache, daß zwischen Gehweg und Tür nichts ist. Keine Straßenbahnschienen, keine Autofahrbahn, kein Radweg, keine Bushaltestelle. Stattdessen gelangt man direkt von der Tür auf den Gehweg.


    Dem Fußgänger sehr ähnlich ist der Nutzer eines Fahrrads. Bis einen Meter neben der Tür kann er die von-Tür-zu-Tür-Mobilität ausüben. Daher brauchen auch Radfahrer einen Zugang zu allen Eingangsbereichen, zu allen Straßen. Nicht nur einen Hochglanzprospektradweg an der Promenade entlang. Das Auto hingegen ist aufgrund seiner Größe nur sehr eingeschränkt geeignet. An jedem größeren Parkplatz kann man das sehen. Stehen die ersten 20 Fahrzeuge in der Nähe des Eingangs, muß man einen Parkplatz nehmen, der weiter weg ist. Oder man muß ein paar Runden drehen, um einen x-beliebigen Parkplatz woanders zu finden. Und so verblaßt die Tür-zu-Tür-Möglichkeit ziemlich schnell. Wäre man der einzige Autofahrer, ja dann... aber der Thread sucht ja nach Auswegen aus dem Verkehrsproblem mit zu vielen Autofahrern.


    Zitat

    Legt man, wie im Video, den Radweg hinter die Bushaltestelle, hat man natürlich die Konfliktsituation vermieden, die entsteht, wenn ein Bus hält und die Passagiere ein- und aussteigen. Daraus aber zu schließen, es entstünden weniger Konfliktsituationen, verkennt: Die Buspassagiere müssen ja trotzdem zur Bushaltestelle (Einsteiger) bzw. davon weg (Aussteiger) kommen. Wenn ich dann also die Youtube-Kamera in dem Moment draufhalte, wo der Bus hält, läuft alles ganz prima. Aber dazwischen?

    Ich finde es wirklich erstaunlich, welche Gedankengänge Du verfolgst. Ich käme da nie drauf. Meine Beobachtung ist, daß Fußgänger, die eine recht stark befahrene Autofahrbahn abseits der Kreuzungen überqueren, das auf eine ziemlich gestreßte Art tun. Sie schauen zwei Mal. Sie gehen schneller. Auch mal mit schnellen Tippelschritten. Mit einem kleinen Sprung (Hüpfer) zur Bordsteinkante. Und erst auf der anderen Straßenseite gehen sie wieder normal. Der Grund liegt auf der Hand: Auf der Autofahrbahn fahren Autos. Mit denen will man keinen Ärger. Keinen Unfall, aber auch kein Hupen. Man will am liebsten unsichtbar über die Straße rüber in dem Sinne, daß man dem Autofahrer nicht in die Quere kommt. Symbolbild. Außerdem hat ja jeder schon seit Kindesbeinen an gehört: Warum gehste nicht zur nächsten Ampel!? Nun, wer sich mit Muskelkraft bewegt, der mag Umwege so gar nicht.


    Und das Verhältnis zwischen Radfahrern und Fußgängern?

    (weniger geschnittene Stadtaussichten)


    Sieht ziemlich entspannt aus. Klar, wenn man als deutscher Tourist blindlings auf den Radweg latscht und da am besten auch noch stehen bleibt, dann kann man sich sehr wahrscheinlich den entsprechenden Dankesgruß anhören. Aber wer den Radverkehr nicht unnötig aufhält (daß da viele Radfahrer unterwegs sind, müßte man eigentlich relativ schnell mitkriegen), der ist Teil dieses ruhigen, entspannten Stadtverkehrs.


    Man beachte auch: Die fahren da auf Hollandrädern oder Cityrädern. Aufrecht. Ohne Renngeschwindigkeit. Die tun nicht so, als müßten sie Autogeschwindigkeit erreichen. Mit irgendwelchen Radfahrerklamotten und Spezialausrüstung. Die cruisen ganz entspannt durch die Stadt. Desssed for the destination, not for the journey (Arbeitsklamotten auf dem Weg zur Arbeit, Freizeitklamotten auf dem Weg zur Freizeit. Es zieht ja auch keiner eine Autofahrerjacke oder Fußgängerjacke an. Aber für Fahrradjacken und ähnliches wurde ein Markt geschaffen). Es sind quasi Fußgänger auf Fahrrädern. Nichts gegen Mountainbiker oder Rennradfahrer. Aber das sind spezielle Hobbies. Spezielle Hobbies haben nichts mit urbaner Mobilität zu tun. Und für viele (Männer, Frauen, 8 bis 80 Jahre) sind diese Spezialräder in der Stadt einfach unbequem und unpraktisch, vom Auf- und Absteigen, der Sitzposition und dem Fußabsetzen an der Ampel über die Möglichkeit der Taschenmitnahme bis hin zu Schutzblechen oder Beleuchtung. Wer ein Spezialrad fahren will, kann das selbstverständlich tun. Ich freue mich immer, wenn ich das eine Fatbike sehe. Oder das eine Kettcar in Erwachsenengröße. Muß ich immer lächeln bei.

    Wo suche ich denn Ausreden für Arschlöcher? Wenn das Niedersachsenstadion von mehreren zehntausend Fußgängern/Menschrn quasi gleichzeitig besucht wird, und es gäbe nur einen 1m schmalen Eingang, dann würden sich viele Fußgänger/Menschen wie Arschlöcher verhalten, weil sie rein wollen. Drängeln, schubsen, drücken, quängeln, pöbeln. Arschlochverhalten bleibt zwar Arschlochverhalten. Aber wundern bräuchte sich niemand darüber. Schaff 30 zusätzliche, ausreichend breite Eingänge und dann verhalten sich dieselben Leute ganz freundschaftlich. Sie wollen ja alle dasselbe. Ins Stadion, die Roten anfeuern und vielleicht noch ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Ein Gemeinschaftsgefühl augerechnet auch noch mit denselben Leuten erleben wollen, die sie andernfalls zum Teil drängeln, schubsen, drücken, anquängeln und bepöbeln würden.


    Auch Infrastruktur beeinflußt Verhalten. Ist eigentlich ganz einfach. Conflict by design, wird das international wohl genannt.


    Das ist natürlich kein Zwang, der da erzeugt würde. Aber es ist eine riesengroße Einladung zu schlechtem Verhalten. Diese Einladung nimmt nicht jeder an. Aber jeder, der so zum Arschlochsein ermutigt wird, fällt naturgemäß ganz schön auf.


    https://dynamic.decorresponden…61b6e2065f28457938658.jpg

    Die Graphik kommt aus den Niederlanden. Wenn ich den Artikel richtig verstehe (was nicht sein muß, weil ich die Sprache nicht kann), dann wurden hier 617 tödlich Verunfallte des Jahres 2017 in den Niederlanden analysiert. Und, ja, demnach sind zwei Fußgänger nach Kollisionen mit Radfahrern gestorben. Elf Radfahrer sind bei gegenseitigen Kollisionen gestorben. Und dennoch hängt die Unfallschwere maßgeblich von den Faktoren Gewicht und Geschwindigkeit ab. Da gab es ja noch 604 andere Fälle. Aber Hauptsache "Und doch, diese Menschen töten" konnte untergebracht werden.

    Zitat

    Jeder kann sich gern für eine Veränderung der Infrastruktur einsetzen, und (bei Unterschieden im Detail) bin ich ja bei Pokalheld, dass sicherere Radwege wünschenswert sind.

    Wie schön. Dann noch das heiß erwartete Radweg-an-Bushaltestellen-Video dazu:

    Oslo und Helsinki verkünden, dass 2019 keine Velofahrerinnen, Fussgänger oder Kinder im Verkehr gestorben sind. Durch eine progressive Politik werden die Schwächsten im Strassenverkehr konsequent geschützt


    Helsinki verzeichnete im Jahr 2019 nur 3 Verkehrstote. Es waren weder Velofahrerinnen noch Fussgänger dabei. Die Stadt begründet die tiefe Unfallrate damit, dass man die schwächeren Verkehrsteilnehmer konsequent mit einer guten Strasseninfrastruktur schütze und mehr Verkehrskontrollen durchführe. Ein Schlüsselfaktor ist laut Jussi Yli-Seppäl, Verkehrsingenieur der Stadt Helsinki, auch die Geschwindigkeit. Auf allen Strassen in Wohngebieten und im Stadtzentrum gilt ein Tempolimit von 30 km/h. Auf den Hauptstrassen der Agglomeration gilt Tempo 50 und im Citybereich sind auch dort nur 40 km/h erlaubt.


    Noch rigoroser wird der Verkehr in Oslo beruhigt. Im Stadtzentrum ist das Autofahren nahezu untersagt und die Strassen wurden zu Fussgängerzonen und Velostreifen umgewandelt. In den nächsten vier Jahren soll das Velonetz gar um 100 Kilometer erweitert werden. In vielen Quartieren gilt als Maximalgeschwindigkeit nicht mehr Tempo 50, sondern nur noch 30 km/h. Auch in Oslo zahlen sich diese Massnahmen aus. Genau wie in Helsinki gab es keine Verkehrstoten im Langsamverkehr. Nur ein Autofahrer ist 2019 tödlich verunfallt, als er in einen Zaun gefahren ist.


    Ein ganz anderes Bild zeichnet die grösste Stadt der Schweiz. [...]

    Ein ganz anderes Bild zeichnen noch viele andere Städte. Aber die Trendwende ist in Sicht. Überall auf der Welt.

    Denn prinzipiell schadet es auch einem Verkehrspolitiker nicht, die Perspektive von VW zu kennen.

    Hm. Ich weiß nicht. Perspektiven kennen schadet erstmal sicher nicht. Aber wäre es nicht besser, er würde die Perspektive eines Fußgängers, eines Radfahrers, die der GVH, der Eisenbahn oder die des allgemeinen Autoverkehrs kennen? Sonst kommt vielleicht später der Verdacht auf, der Verkehrspolitiker hätte bloß Politik für einen Hersteller aus dem Bereich eines einzigen Verkehrsträgers gemacht.

    Da bin ich mir noch nicht sicher. Kommt darauf an, ob die Flosse noch in der Keksdose ist und wie viele Kekse er schon herausgenascht hat.


    Von Karl-Theodor zu Guttenberg dachte ich seinerzeit auch, er würde den Crash politisch überleben.

    Hmja. Da ist zwar was dran. Aber ich glaube erst an Guttenbergs Politende, wenn er aus Altersgründen nicht mehr in Frage kommt. Bis dahin macht er für mich nur eine Pause und startet alle fümpf Jahre einen Testballon, um herauszufinden, ob er nochmal in die Politik kann, wenn er will.

    Die Gehwegplatten sind plötzlich naß. Großflächig, da ist nicht bloß eine Wasserflasche umgefallen. Weiß jemand, was heute passiert sein könnte?

    Mikael Colville-Andersen hat in seinen Vorträgen (oder hier ab 14:18) und in seinem Blog Copenhagenize das Thema aufgegriffen. Es ist nicht exklusiv in Deutschland, sondern ein grundsätzliches Problem, grundlos auf Radfahrer zu schimpfen. Er sprach irgendwann mal mit einem Politiker von Kopenhagen, wie viele Radfahrer seiner Meinung nach die Verkehrsregeln brechen würden. "25%!", war die prompte Antwort. "Oder 30%!" Es wurde schnell ein Überbietungswettbewerb. Beweise? Null. Zahlen nach Gefühl genannt. Das weiß man doch, daß Radfahrer nur machen, was sie wollen. Sieht man ja jeden Tag.


    Copenhagenize hat dann Daten gesammelt und ist zum Schluß gekommen, daß sich 7% der Radfahrer in Kopenhagen nicht an alle Regeln halten. 93% tun es. 7% tun es nicht. 6% haben einen nachvollziehbaren Grund zum Regelbruch. 1% fährt rücksichtslos. 1% Rücksichtslose haste überall, im Auto, an der Supermarktkasse, im Park, auf dem Fußballplatz, im Nachbarhaus. Das ist ärgerlich, das hält man aber auch aus. Die unterstellten 20-30% haben sich jedenfalls schon mal in Luft aufgelöst.


    Auch deswegen ist das Gequatsche um Kampfradler eine argumentative Bankrotterklärung. Das Omchen, das mit Einkaufskorb die letzten 30 Meter auf der falschen Straßenseite fährt, weil sie dann zuhause an der Eingangstür angekommen ist, hat technisch eine Regel gebrochen. Hat dabei niemanden gefährdet. Wird aber in denselben Topf geworfen mit den tatsächlich Rücksichtslosen. Die wirklich ärgerlich sind. Aber selbst die fahren keinen zu Tode.


    Bau Infrastruktur. Dann verhalten sich die Radfahrer auch gut.


    Sammle Daten. Anonym. Beobachte den Verkehr. Beobachte das Verhalten. Dann haste Fakten, mit denen du argumentieren kannst. Was!? Radwege für die Regelbrecher!? Sollen die auch noch belohnt werden oder wat!? Nein, bau die Wege, die die Leute nutzen wollen, weil sie zwischen Wohnort, Arbeitsplatz, Einkaufsort, Schule und Freizeit unterwegs sind. Von A nach B halt. Fußgänger haben Vorrang. Dann Radfahrer. Dann ÖPNV. Damit das mit der Mobilität klappt.


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    edit Stephan535

    Oh. Interessant. Danke. Ich hatte mich auf Google Trends gestützt gehabt und dann eine andere Suchmaschine fürs Feintuning genommen. Nun denn. War es in dem Fall einer vom Automobilklub, der das Wort in den Mund genommen und einen überschriftentauglichen Begriff geschaffen hat. Macht eigentlich keinen großen Unterschied.

    Warum gibt es eigentlich den Begriff "Kampfradler", aber kein Pendant für den Autoverkehr?

    Ich kann Dir ungefähr sagen, wie das Wort aufgetaucht ist. April 2011 hat die Dekra eine Umfrage gemacht zum Thema Verkehr. Die Zeitung Die Welt berichtete so:

    [...] Bei den Radfahrern dürfe sich keine „Ich-darf-das-Mentalität“ einschleichen. „Der Begriff der Kampfradler macht bereits die Runde“, sagte Ramsauer.


    Am Freitag hatte die Sachverständigenorganisation Dekra eine Umfrage unter 1.600 Verkehrsteilnehmern veröffentlicht, wonach sich 77 Prozent beklagten, dass sich Radfahrer häufig über die Verkehrsregeln hinwegsetzten. 44 Prozent der Befragten gaben an, Radfahrer brächten Fußgänger in Gefahr. Jeder zweite Befragte warf allerdings auch den Autofahrern vor, zu wenig Rücksicht zu nehmen.


    Ramsauer nannte die Ergebnisse erschütternd. Er forderte die Länder auf, die Einhaltung der Regeln auch durch Fahrradfahrer streng zu kontrollieren.

    Woher Ramsauer den Begriff hat, weiß ich nicht. Aber er hat ihn maßgeblich verbreitet. Im Juli 2011 tauchten auf einer Berliner Straße anonyme Plakate auf, die vom "Kampf gegen Kampfradler" sprechen. Der Blog rad-spannerei.de hat die Plakate fotografiert, einige Zeitungen berichteten tags darauf darüber. Ab Juli 2011 erkennt auch Google Trends das Wort Kampfradler, vorher nicht. Das Plakat zeigt ein Rennradfahrer-Piktogramm, anstelle eines Kopfes ist eine Handgranate abgebildet. Im Hintergrund kann man erahnen, daß es auf der Straße keinen guten Radweg gibt. Auf Wikipedia zeigt ein Foto mit Blick nach Norden auch keinen guten Radweg.


    Und so kommt dann eine Kampagne zustande. In der Umfrage kommt nicht mehr heraus, als daß es Kritik am Verhalten von Autofahrern und Radfahrern gibt. Aufgegriffen wird ausschließlich die Kritik an Radfahrern. Radfahrer, die durch schlechte oder fehlende Infrastruktur in Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern gebracht werden. Entweder fährste mutig auf der Straße zwischen geparkten Autos und Straßenbahnschienen entlang. Oder das ist nicht geheuer, dann fährste auf dem Bürgersteig, der einer schmalen Rumpelpiste gleicht und Konflikte mit Fußgängern und Bushaltestellennutzern schürt.


    Da haste also eine Infrastruktur, die autozentriert ist. Da haste eine StVO, die autozentriert ist. Da haste das Gefahrenpotential zwischen Fahrrädern und Autos gleichgesetzt (Gewichte und Geschwindigkeiten hatte ich vor ein paar Tagen mal gegenübergestellt, um klarzumachen, daß man Radfahrer nicht mit Autofahrern gleichsetzen muß, sie sind Fußgängern viel ähnlicher). Da haste einen Verkehrsminister, der autozentriert ist (hallo Parteispenden, hallo Pöstchen). Da haste Medien, die zwar darüber berichten, es aber nicht einordnen. Und so haste dann einen Sündenbock erschaffen, der von dem Problem ablenkt und garantiert nichts zur Lösung beiträgt. Leider ist das Schlagwort so erfolgreich gewesen, daß es kaum noch aus der Welt zu schaffen ist. Eine kurzfristig erfolgreiche PR-Kampagne ohne kurz-, mittel- oder langfristige Lösungsansätze. Schon der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang wird gar nicht erst betracht. Es sollte lediglich ein Sündenbock durchs Dorf getrieben werden, und so kam es dann auch.

    Okay, das Unwetter mit Starkregen, Hagel und Gewitter, das um 17:45 Uhr für unmittelbar anstehend angekündigt wurde, war und blieb eine Wolkenwand, die den Himmel zu 5/6 verdeckte und sonst absolut nichts anstellte.


    Jetzt scheint es aber doch dunkler zu werden und etwas abzukühlen...

    Können sich zwei Häuser mit jeweils wenig Müll nicht eine Tonne teilen? Oder gibt es Zores bei der Abrechnung (Sie haben viel mehr Müll reingetan als wir! - Gar nicht! - Wohl!)?

    Sei froh, daß du diese "negative Eigenschaft" hast, denn bei beidseitiger Beschau erkennst Du die Fake-Euros. (euroähnliche Münzen aus anderen Ländern oder aus der Vor-Euro-Zeit)

    Vor Jaahren habe ich versucht, einen Kleinsteinkauf mit einer Euromünze zu bezahlen. Die Kassiererin bei Kaufhof jedoch hat die 1 Ägyptische Pfund-Münze nicht als Euro akzeptiert. Damals muß es so bei 10, 12 oder 13 Cent gestanden haben. Schlechter Tausch. Heute steht es bei 5 Cent. Schlechte Wertanlage auch noch. Das Pfund kann ich aber nur bekommen haben, indem ich selbst es als Wechselgeld akzeptiert (oder eher unachtsam eingesteckt) habe.


    Mich interessiert nur die Zahl. Ich weiß nicht mal auswendig, ob bei der 1 Euro-Münze der Rand Messingfarben ist oder der Kern. Bei der 2 Euro-Münze ist es anderherum, da weiß ich nicht auswendig, ob der Rand Silberfahrben ist oder der Kern :lookaround: Zum Glück ist die Herstellung von Münzen so teuer, daß sich Falschmünzen nicht lohnen zu prägen.