Beiträge von Hylla

    Zitat

    Original von Lebowski
    Jeden Tag sehe ich hier mehrere, höchstens 20jährige, Mädels mit Kinderwagen, die sich über so extrem primitive Dinge unterhalten, dass da definitiv nichts drin sein kann im Kopf!-))


    Ist das ein Bremerhavener Problem?
    Irgendwie habe ich Zweifel!
    :kichern:

    Gelber Sack in die Tonne


    Niedersachsens Umweltminister will mit einem Modellversuch dem lästigen Mülltrennen ein Ende bereiten. Verpackungs- und Restmüll sollen zusammengeschmissen werden. Ziel: die Zebra-Tonne



    Sicher geglaubte Gewissheiten haben heutzutage eine immer geringere Halbwertszeit. So wurde uns bei der Einführung des Grünen Punkts Anfang der 90er-Jahre weiß gemacht, dass das Trennen des Plastik- vom Hausmüll unglaublich ökologisch sei. Stattdessen wurde alles teurer, weil das damals neu gegründete "Duale System" für die Entsorgung der Verpackungen Gebühren von den Herstellern kassiert. Und dennoch wurden die Deutschen zu Mülltrenn-Weltmeistern.
    Auch als sich herausstellte, dass vielerorts der mühsam getrennte Abfall wieder zusammengeschmissen wird.
    Geradezu revolutionär - und nicht nur für Trennmuffel - mutet da der Vorschlag von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander an. Statt fünf Müllsorten will der FDP-Mann nämlich künftig nur noch vier haben. Das Ziel ist die "Zebra-Tonne" - die Zusammenführung von "gelbem" Verpackungs- und "grauem" Restmüll. "Weil die Bürger ihren Müll - größtenteils unbeabsichtigt - falsch sortiert haben", müssten die Gelben Säcke vielerorts teuer nachkontrolliert werden. Deshalb will Sander zusammen mit Entsorgern in den Landkreisen Wesermarsch und Osterholz-Scharmbeck möglichst schon Anfang kommenden Jahres einen Modellversuch ohne Trennung starten. Möglichst eine Stadt soll außerdem bei dem Test dabei sein. Hintergrund: Auf dem Land ist die Trennungsquote deutlich höher als in den Städten.
    Ein Jahr lang sollen die Bürger dann alles außer Glas, Papier und Biomüll in der Restmülltonne beerdigen. Da der Restmüll im Durchschnitt etwa zu zehn Prozent mit Wertstoffen versetzt ist, der Gelbe Sack wiederum etwa zu 30 Prozent mit Abfällen bestückt wird, die nicht hineingehörten, werde ein gelb-grauer Müll-Mix die Wiederverwertungsquote erhöhen, glaubt Sander. Moderne Sortieranlagen würden's möglich machen. Und das Beste: "Sollte der Versuch Erfolg haben, werden die Müllgebühren drastisch sinken", verspricht der Minister.
    Langfristig sei er sowieso dafür, das Monopol des Grünen Punktes zu brechen. Darin ist sich Sander sogar mit den Grünen einig. Ansonsten verweist deren umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner auf ein ähnliches Projekt in Nordrhein-Westfalen, wo der Zebra-Müll schon in fünf Regionen getestet wurde: "Da hat sich herausgestellt: Es bringt keine Vorteile", sagt Steiner. "Die Gebühren sinken nicht - es wird ja nicht weniger Müll entsorgt", betont die Grüne. Die Rest-Müllabfuhr müsse die Zebra-Tonnen häufiger leeren, andererseits müssten die Verbraucher ja weiter Gebühren für die Verpackungen zahlen. Letztlich sei Sanders "populistischer Vorschlag" also sogar teurer. An der Gebührenschraube drehen ließe sich nur über bundes- oder europaweite Regelungen, erklärt Steiner.
    Das sieht der Bremer CDU-Umweltsenator Jens Eckhoff ähnlich: Vor der Einführung der Zebra-Tonne müsse die bundesweit geltende Verpackungsverordnung geändert werden, die momentan noch eine getrennte Erfassung aller Müllsorten vorschreibt, betont Eckhoff. Der Zeitpunkt für die grau-gelben Tonnen sei "noch nicht reif". Es sei keineswegs erwiesen, ob Bremen mit "dem System Zebratonne" mehr Wertstoffe zurückgewinnen könne als heute. Die SPD-Fraktion hatte hingegen behauptet, dass die Recycling-Quoten bei den Verpackungsabfällen mit neuer Technik von derzeit 9 auf fast 15 Prozent erhöht werden könnten. Der CDUler Eckhoff widersprach dem mit einer Müll-Analyse der Bremer Entsorgungsbetriebe. Fraglich sei zudem, ob die Müllgebühren durch eine Umstellung nicht sogar letztlich ansteigen würden.


    taz Nord Nr. 7660 vom 10.5.2005, Seite 24, 121 Zeilen (TAZ-Bericht), Kai Schöneberg

    Zitat

    Original von Mr. Mo
    Und wie gesagt, die sog. Eliten könnten als Vorbilder vorangehen, sie tun es aber nicht, siehe meine persönliche Hasskappen Esser und Ackermann.


    .
    Das mit den Geschäftsführergehältern lässt mir übrigens noch stärker den Hals platzen. Wie gesagt, Verantwortungsbewusstsein von allen ist gefragt...


    letztendlich kann Dir doch diese Liga egal sein. Ob sich Esser und Co. nun 5, 10 oder 100 Millionen in die Tasche stecken, macht letztendlich den Braten nicht fett, sondern zeigt nur, wie diese Leute wirklich drauf sind.
    Nur: "Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt...Sie müssen warten."
    Da kommst Du nie hin, also zerbrich Dir darüber nicht den Kopf.
    Viel schlimmer sind die Möchtegern-Ackermänner im Alltag, die bis zur Arbeitslosigkeit wie ferngesteuert das Hohelied der Marktwirtschaft herunterbeten (nur weil ein Leasingfahrzeug vor der Tür steht!).

    @ Mr. Mo:


    Ich habe Deinen Beitrag sehr wohl vollständig gelesen und auch registriert, dass du irgendwie "die Kurve" kriegen wolltest. Was mich nervte, war einfach diese Argumentation, die Du jetzt wieder benutzt.
    Der Verbraucher macht es mit. Natürlich macht er es mit, aber es ist nicht nur eine Sache von Angebot und Nachfrage.
    Beispiel: Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, wo ein Stück Butter mindestens 2,50 DM gekostet hat und ein Schnitzel nicht unter 10 - 12 DM/Kilo zu bekommen war. An Kundenaufstände nach dem Motto "bitte billiger - egal wie" kann ich mich nicht erinnern. Es war einfach so. Würde nun ein Verkaufspreis von 1,20 DM irgendwie rechtfertigen, dass die Butter mit Schweinetalg gestreckt wird?
    Bei jedem Lebensmittelskandal kommt das Argument, der Verbraucher "will nur billig, da muss er sich nicht wundern". Achte mal drauf, hört man immer wieder. Selbst von der "Verbraucherschutzministerin".
    Und selbst wenn es so wäre, rechtfertigt der Wunsch nach "billig" nicht, dass man - wie letztens in Holland geschehen - Hühner mit Arzneimittelabfällen (jaja, sowas gibt es!) füttert.
    Der Verbraucher ist bereit oder gezwungen, für gewisse Dinge einfach gewisse Preise zu zahlen. Wenn man einen gewissen Mindestpreis nicht unterschreitet, klappt das sehr gut. Siehe zb. Sprit, Zigaretten oder was weiß ich. Selbst i-pods verkaufen sich ja blendend.
    Wenn man zB. importierte Computer durch Zölle so verteuern würde, damit deutsche/europäische Produkte im Wettbewerb eine Chance hätten, könnten auch in Deutschland PCs hergestellt werden.
    Da daran jedoch kein Interesse besteht, wird es so bleiben, wie es ist.


    Zu Lohnforderungen:
    Eine Lohnerhöhung von 6,5% in diesen Zeiten halte ich schlichtweg für schamlos. Es kann nicht angehen, dass ein Arbeiter nun 6,5% mehr Lohn bekommen soll, sein vor zwei Jahren gefeuerter Kollege jedoch mit Hartz IV herumkrebsen muss. Fakt ist, dass nicht genügend Arbeit für alle da ist. Also muß man die Arbeit anders verteilen.
    Jeder 20% weniger Lohn und Arbeitszeit, und schon finanziert sich ein Arbeitsplatz bei fünf Beschäftigten.
    Das muss man nur mal für VW hochrechnen (103.800 Beschäftigte).

    Zitat

    Original von Mr. Mo
    Jau, genau da gebe ich Euch Recht. Auf der einen Seite werden ständig die niedrigsten Preise gefordert (innerhalb der EU hat Deutschland z.B. die niedrigsten Lebensmittelpreise, schaut zum Vergleich mal nach Dänemark, krasses Gegenbeispiel). Auf der anderen Seite wollen alle gut verdienen, aber die Produkte sollen natürlich in Deutschland hergestellt sein.


    Ich kann dieses Totschlagargument nicht mehr hören.
    Letztendlich sind immer die Verbraucher schuld und nicht diejenigen, die den Billigkram in ihre Läden stellen, oder wie?
    Und die Verbraucher sind auch schuld, dass Tiere mit Tierkadaver gefüttert werden, weil sie das Billigfleisch wollen...oder weil es unbedingt bei real am billigsten sein muss?
    Immer wieder die selbe Masche.

    Zitat

    Original von Nils
    Denn ich möchte mal behaupten, dass ein solches Spiel zwar für den neutralen Zuschauer langweilig sein gewesen mag, jedoch nicht für einen 96-Fan.


    Ich behaupte, dass es seit langem mal wieder ein spannendes Spiel war; egal für wen.
    So schlecht und mies, wie teilweise behauptet, fand ich es nicht.
    Im Gegenteil.
    Die Roten hatten einfach nur Pech in der 88.!
    Ein 0:0 wäre gerechtfertigt gewesen!