Beiträge von Giftzwerg

    Positiv: Das Ergebnis.


    Negativ: Die Verletzung von Ya Konan - und ggf. auch Moa (der schien mir auch verletzt zu sein). Das Spiel und die Leistung von 96 insgesamt und auch - bis auf die beiden Innenverteidiger und mit einigen Abstrichen der Außenverteidiger - jedes Einzelnen schwach. Das Mittelfeld fand ich heute grottig. Bei jedem Ballbesitz Fehlpass auf Fehlpass; und das lag heute nicht am Druck des Gegners. Es kam ja praktisch nichts nach vorne. Im Ergebnis 2 Torschüsse im ganzen Spiel - erbärmlich. Die, dass dies durch Ya Konans Ausscheiden bedingt gewesen sei, kann ich nicht nachvollziehen. Ya Konan habe ich nur einige Male in der Rückwärtsbewegung foulen sehen. Er hat nach vorne absolut nichts bewegt heute - das blieb nach seiner Auswechselung identisch.
    Bei Ballbesitz des Gegners oft und hinten raus immer mehr: Pure Passivität, kein frühes Angreifen, kein Pressing. Statt dessen Fouls und damit Freistösse sowie viele Ecken. Und das wird gegen körperlich überlegene Mannschaften (es sind ja eigentlich alle Mannschaften größer als 96) gefährlich.


    Das war für mich Wolfsburg 2.0 - nur war der Gegner schwächer und 96 hat nach hinten sehr viel mehr zugelassen. Ich freue mich wahnsinnig über die Punkte; aber die Leistung macht mir Angst. Es ist hoffentlich jedem Spieler und dem Trainerteam klar, dass das heute richtig schlecht war. Im Durchschnitt gewinnt man mit so einer Leistung vielleicht pro Saison ein Spiel. Da wir das jetzt schon haben, insofern sollte man künftig bitte wieder anders auftreten.

    Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Spiel halten soll.


    Bremen meiner Meinung nach heute extremst schwach. Nach dem 1:0 schien 96 die Sache im Griff zu haben, ist dann aber irgendwie immer passiver und schwächer geworden und hat Bremen damit dann wieder aufgebaut. Von denen kam dann auch nicht viel; im wesentlichen ein paar gefährliche Standards. So ein Freistoß dann auch zum Elfmeter. Den kann man wahrscheinlich geben; muss das aber ganz sicher nicht. Solche leichte Zupfer laufen in der Regel durch. Trotzdem muss Pogatetz natürlich die Flossen weglassen; insbesondere weil der Ball 5 Meter über den Spieler und dann ins Aus fliegt. Ganz am Ende 96 dann wieder deutlich stärker, mit noch 2 Riesenchancen, von denen mindestens eine, eigentliche beide, drin sein müssen.


    Eigentlich müsste 96 das Spiel gewinnen; allerdings sollten sie sich nicht noch einmal so eine Passivitätsauszeit können wie von der 25. bis zur 40. und vor allem - auch aufgrund der eigenen Schwäche im Kopfballspiel - den Gegner weiter vom eigenen Tor weghalten.

    Naja, wenn das (von vier Spielen eins gesperrt und in einem weiteren zwei Drittel zur Unterzahl geführt) auch langfristig die Quote sein sollte, hilft er der Mannschaft definitv nicht.


    Klar, kann man als Innenverteidiger immer mal ne gelb-rote Karte kassieren. Beide Fouls absolut überflüssig; völlig ungefährliche Szenen und Positionen. Vor allen Dingen darf man nicht mit soviel Anlauf in den Gegner reingehen - das gibt fast immer Gelb. Meiner Meinung nach haben gestern Vidal und auch Pinto mehr und eigentlich auch schlimmere Fouls gemacht. Aber die waren halt ein bisschen verdeckter. Das Mit-Anlauf-in-den-Mann-Gehen sollte er ganz schnell einstellen, denn das gibt praktisch immer gelb - auch wenn er nicht letztlich nicht voll durchzieht bzw. den Gegner nicht mit dem Fuss trifft. Müsste er aber nach 10 Jahren Profifussball eigentlich auch selber wissen.

    Wenn denn keiner will, mache ich mal einen Thread dazu auf.


    Für mich eine erneut sehr engagierte, mannschaftlich geschlossene Leistung. Auch mit 10 Leuten nur wenig von Bayer zugelassen. Leider am Ende völlig unnötig doch noch 2 Punkte abgegeben. Entscheidend für mich dafür zwei Fehler von 96. Pogatetz darf mit Gelb vorbelastet im Mittelfeld niemals mit 20 Metern Anlauf so reinspringen. Völlig unsinnige und unnötige Aktion. Und beim Ausgleich kann man leider Fromlowitz nicht von der Schuld freisprechen. Ball geht in die Torwartecke; er war aber nur mit dem eigenen Mann am Pfosten oder doch nicht beschäftigt. Als der Schuss kommt, springt er gerade 5 Meter vor dem Tor stehend noch weiter nach vorne. Auf der Linie stehend wo er hingehört (Torwartecke) muss er den Ball mit der Mütze halten.


    Schiedsrichter für mich übrigens extrem schwach - und praktisch durchgängig gegen 96.


    Im Ergebnis sehr schade. Allerdings auch ein weiteres Spiel wo 96 gegen einer höher eingeschätzten Gegner extrem gut ausgesehen hat. Man darf also wirklich so langsam auf eine gute Saison hoffen.

    Aus meiner Sicht hat Kind sich mit seinen Aussagen in eine Lose-Lose-Position manöveriert.


    Entweder er zieht die Sache durch und Schlaudraff spielt tatsächlich nicht mehr für 96. Dann erscheint es äußerst zweifelhaft, dass sich - selbst bei grössten Abschlägen beim Preis bzw. bei Übernahme von wesentlichen Gehaltsteilen - während der restlichen Vertragslaufzeit ein Käufer für einen Spieler der seit Jahren ohne Spielpraxis und komplett ausgemustert ist. Den finanziellen Verlust wird die Maßnahme also maximieren. Zudem ist der Kader von 96 quantitativ ziemlich eng. Für den Fall, dass Offensivleute durch Verletzungen / Sperren ausfallen, nimmt Kind auch sportlich eine (mögliche) Option weg.


    Oder Kind rudert (irgendwann) zurück und Schlaudraff spielt doch wieder (zumal das eigentlich die Entscheidung von Slomka ist bzw. sein müsste). Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Kind binnen kürzester Zeit komplett entgegengesetzte Aussagen tätigt. Hier kann man wirklich nichts anderes empfehlen, als einfach mal die Klappe zu halten. Zudem bliebe auch im Fall des späteren Zurückruderns eine gewisse Beschädigung sowohl beim Spieler als auch beim Verein zurück.


    Der einzige "Sinn", den ich in der Maßnahme sehe, ist eine gewisse Rache von Kind an Schlaudraff. Und die zweijährige Verbannung der Versuch Schlaudraffs Karriere zu beenden. Wofür das die Rache sein soll, weiß ich nicht - keine Ahnung, was da vorgefallen ist. Vielleicht wurde Schlaudraff als Feindbild ausgemacht, weil er der grösste und teuerste Fehler von Hecking, Hochstätter und Kind war, der die Gegenwart und Zukunft noch immer behindert. Vielleicht wurde Schlaudraff als interner Störenfried entlarvt ("Kader ist nicht bundesligatauglich") oder hat einzelne Personen (vor allem Kind selbst) kritisiert. Vielleicht hat sich Schlaudraff tatsächlich eine Ungeheuerlichkeit erlaubt, die ihn absolut untragbar macht. Das ist für mich jedoch die am wenigsten wahrscheinlichste Alternative, weil man dann ja arbeitsrechtlich gegen ihn vorgehen - also rausschmeissen oder zumindest abmahnen - könnte. Das scheint aber ja nicht der Fall zu sein.

    Wer grenzt Hanke und Forssell aus? Naja, Slomka würde ich sagen. Zumindest sehe ich die Gefahr. Beide haben eine Stunde gespielt gegen Elversberg - und waren (zumindest Hanke) nicht der schlechteste in dem Spiel. Seitdem nichtmehr. Als Samstag kurz vor Schluss ein Stürmer runterging, hat Slomka dann Djakpa nach vorne gestellt. Viel mehr kann man die vorhandenen Stürmer (bei denen auch Vieles vom Selbstbewusstsein abhängt) m.E. kaum ausgrenzen.


    Wer grenzt Rama und Djakpa aus? Sie sich selbst, würde ich sagen. Rama mit seinen nicht einmal annähernd bundesligatauglichen Leistungen in den Spielen (der gesamten vergangenen Saison); Djakpa mit seinem gesamten Auftritt in dieser Saison.


    Ich wollte ja auch nicht darauf hinaus, dass Jemand (Slomka) böswillig Leute ausgrenzt; sondern dass der Kern der Truppe, auf die man sich bei 96 offenbar stützt, ziemlich klein ist. Da ist man weit weg von einem 30-Mann-Kader; ohne Langzeitverletzte, Juniorenspieler und die Problemkandidaten ziemlich genau bei der Hälfte.

    Aus meiner Sicht ist der Kader immer noch dünn - daran ändern auch die beiden Siege nichts.


    Im Defensivbereich (insbesondere Innenverteidigung und defensives Mittelfeld) darf nichts Negatives mehr passieren; also keine (längerfristigen) Verletzungen oder Sperren. Wahrscheinlich wird man nicht umhin kommen, Avevor und Evseev als ernsthafte Optionen anzusehen - und dementsprechend als solche aufzubauen. Das bietet zwar diesen jungen Spielern eine gute Chance - leider aber eben für den Kader auch erhebliche Risiken.


    Im Offensivbereich hat man sich offenbar gegen die Option echter 10er entschieden; letztlich konsequent und richtig, wie ich finde, wenn der Kader ohnehin zu klein ist. Allerdings hat man für die vier Positionen mit Abdellaoue, Ya Konan, Beasley und Stoppelkamp nur vier (gesunde) Spieler, mit denen 96 zu planen scheint. Dazu mit Rama, Djakpa, Schlaudraff, Hanke und Forssell fünf Problemfälle.
    - Kann Rama endlich einmal (und dann auch dauerhaft) sein Talent in bundesligataugliche Leistungen umsetzen?
    - Kriegt Djakpa insgesamt wieder die Kurve und Lust auf Fussball bei 96 und knüpft an die ersten Spiele der letzten Saison an?
    - Schaffen es Schlaudraff, Hanke und Forssell ihr einstiges Leistungsvermögen wieder (annähernd) zu erreichen und bieten sich über das Training auch wieder für Einsätze an?


    Offensiv wird man nicht mit vier Spielern durch die Saison kommen. Aus meiner Sicht ist es unerlässlich, dass mindestens zwei, besser drei, der Problemfälle wieder voll leistungsfähig und entsprechend in die Mannschaft integriert werden. Ich denke da am ehesten an Djakpa, Schlaudraff und Hanke. Bei Rama fehlt mir bisher der Nachweis, dass er es wirklich (im Spiel) kann und Forssell macht auf mich unverändert keinen wirklich fitten Eindruck.


    Mein Fazit: Der Kader ist zu klein, als dass sich 96 ein Ausgrenzen von fünf Spielern leisten könnte. Aus meiner Sicht ist Slomka jetzt gefordert, sie bzw. zumindest einige von ihnen, zu integrieren.

    Hat Jemand eine Information, ob er zwischenzeitlich operiert worden ist und was genau operiert worden ist?


    Wenn wirklich das Impingement-Syndrom vorlag, dann sind die angekündigten 6 Wochen Pause absolut zu wenig. Das wird leider viel länger dauern - wenn er denn überhaupt wieder 100 % fit wird. An einer anderen Stelle gab es ja die äußerst vage Aussage, dass man davon ausgeht, dass Eggimann im Laufe der Saison!!! zurückkommt.

    Was mir nicht gefällt, ist die Tendenz eigene Spieler schlecht zu schreiben bzw. zu machen und fremde Spieler zu erhöhen.


    Ich bin jedenfalls skeptisch, was die Klasse von Hajnal angeht - da halte ich beispielsweise Elson für den deutlich besseren Spieler.


    Um auf die 96-Spieler und die einschätzung durch die eigenen Fans zurückzukommen. Am meisten in der Kritik stehen ja die drei Großverdiener im Offensivbereich, die in der vergangenen Saison nichts bis wenig zum Klassenerhalt beigetragen haben (Forssell, Hanke, Schlaudraff)


    Forssell war in der Saison 2009/2010 ab dem 2.!!! Spieltag verletzt. Insofern kann man daraus überhaupt kein Urteil ableiten. Wie fit er jetzt ist, vermag ist nicht einzuschätzen. Angeblich ist er fit; ich habe diesbezüglich allerdings gewisse Zweifel. Jedenfalls sah er in den Testspielen bereits nach wenigen Minuten Einsatzzeit optisch ziemlich fertig aus. Gegen die unterklassigen Gegner hat er in den Testspielen ordentlich genetzt - das hat er wohl noch nicht vollständig verlernt. Leider nach der Einwechselung gegen Elversberg in dem bisher einzigen Pflichtspieleinsatz einige Chancen vergeben und den Elfmeter verschossen. Immerhin hatte er Chancen - anders als fast alle anderen Offensivspieler. Aus meiner Sicht nicht zu beantworten, ob er es nochmal packt. Auf jeden Fall müsste man ihm nach einem Jahr Pause mehr als 53 Minuten als Einwechselspieler in einem festgefahrenen Pokalspiel geben.


    Hanke ist der klassische Strafraumspieler, der bei 96 (derzeit) einfach im falschen System steckt. Zudem war er im Herbst 2009 auch langfristig besetzt. Als er dann zurückkam, war (in dem gespielten System zu recht Ya Konan) gesetzt. Bei der wenigen Einsatzzeit konnte er meist nicht überzeugen und hat teilweise beste Chancen recht kläglich vertan. Trotzdem bin ich bei ihm überzeugt, dass er wenn eine Mannschaft entsprechend spielt und ihn im Strafraum mit Bällen füttert und er entsprechend Selbstvertrauen gesammelt hat, (wieder) zum Torjäger werden kann. Ich fand ihn in seinem einzigen Pfichtspiel dieser Saison jedenfalls besser als z.B. Ya Konan.


    Schlaudraff war ebenfalls fast das gesamte Jahr 2009 verletzt; kam dann kurz vor der Winterpause mit einigen Kurzeinsätzen und dem guten Spiel gegen Bochum zurück. In der Rückserie dann aber wohl wegen mangelnden Einsatzwillens ausgemustert. Kann ich für das Training und den Gesamtauftritt von ihm nicht beurteilen. Im Spiel ist es für solche Leute (hängende zweite Spitze) jedoch typisch, dass sie sich einen Gro0teil des Spiels verstecken und auch kaum nach hinten arbeiten. Haben dann einige wenige große (hoffentlich erfolgreiche) Auftritte. Seine spielerischen Qualitäten stehen für mich außer Frage; man muss sich einen solchen Spielertyp als Mannschaft aber auch leisten können. Kann bzw. will 96 offenbar nicht - dann sollte er in der Tat gehen.


    Fazit: Alle drei haben in der vergangen Saison nicht überzeugt. Das hatte allerdings auch viel mit Verletzungen zu tun (die jetzt überstanden sind), mit der Taktik der Mannschaft und ihrer Rolle darin - ggf. auch mit mangelndem Selbstbewusstsein. Das alles ist aus meiner Sicht aber kein Grund, die Spieler als unfähig darzustellen.


    Das liest sich bei Dir noch komfortabel. Wenn man die Abwehr mitbetrachtet, wird es erst so richtig dramatisch. Rausch (oder alternativ: Djakpa) links und Chahed sind ja eigentlich Backups für die Außenverteidigerpositionen. Zieht man die beiden ins Mittelfeld, haben wir noch 4 Abwehrspieler im Kader, die nicht langzeitverletzt oder Nachwuchs sind. Das empfinde ich als dramatisch.


    96 wollte 22 Feldspieler haben (ohne Langzeitverletzte und Nachwuchs) - jede Position doppelt besetzt mit Optionen für hängende zweite Spitze und echte 10er. Wenn ich es richtig interpretiere, hat Slomka die Taktik auf 4-2-2-2 umgestellt. Damit gibt es die 10er Position nicht mehr. Eigentlich auch keine hängende Spitzen mehr - vermutlich werden Schlaudraff und Stoppelkamp jetzt umgedeutet in offensive (äußere) Mittelfeldspieler.


    Auflistung der Feldspieler (ohne Langzeitverletzte und Nachwuchs):


    rechter Verteidiger: Cherundolo, Chahed
    linker Verteidiger: Schulz, Rausch
    Innenverteidiger (2x): Haggui, Pogatetz
    defensives Mittelfeld (2x): Pinto, Schmiedebach, Stindl
    rechtes (offensives) Mittelfeld: Schlaudraff, Stoppelkamp
    linkes (offensives) Mittelfeld: Djakpa, Rama
    Sturm (2x): Ya Konan, Abdelloue, Hanke, Forssell


    Das sind 17 Feldspieler (ohne Langzeitverletzte und Nachwuchs) - und damit 5 weniger als mal angekündigt. Wobei ja "nur" 4 verletzt sind - und von vorne herein nicht zu erwarten war, dass alle Mann zur Verfügung stehen werden. Umso irritierender empfinde ich Äußerungen von Kind, dass aus dem 30-Mann-Kader jetzt auch mal Leute abgegeben werden müssten. Kandidaten dafür sind bzw. könnten sein:
    - Rama (in der gesamten letzten Saison kein Spiel, das seine Bundesligatauglichkeit belegt hat)
    . Djakpa (in den letzten Wochen wiederholt den Eindruck erweckt, dass er keinen Bock auf 96, Fussball und überhaupt hat)
    . Das Topverdiener-Trio Schlaudraff, Hanke und Forssell


    Bleiben also im Ergebnis lediglich 12 Feldspieler, mit denen Slomka vermutlich plant. Wenn dann tatsächlich Schlaudraff und Djakpa oder Rama sowie Hanke oder Forssell abgegeben werden sollten, dann müssten noch 6 neue Leute geholt um wenigstens auf 20 Feldspieler zu kommen. Das wird natürlich nicht passieren. Insofern bleibe ich dabei, dass der Kader so wie er ist, viel viel zu dünn besetzt ist; bereits quantitativ. Wir haben nur 2 Innenverteidiger, 3 (davon 2 noch ziemlich unerfahrene) defensive Mittelfeldspieler die allesamt körperlich klein sind und (vielleicht mit Ausnahme von Stoppelkamp) nur Fragezeichen im offensiven Mittelfeld.

    Zwei Fernschüsse und sonst nur Strafraumaktionen. Wenn man in dem Video überhaupt was sehen kann, dann seine Handlungsschnelligkeit vor dem Tor und seine Ruhe beim Abschluss, wenn er die Zeit hat. Qualitäten eines Torjägers. Da in so einem Video aber nur die Tore auftauchen, ist das wohl bei Jedem so.


    Ob er der Richtige für die "wir bolzen den Ball 50 Meter nach vorne und der einzige Stürmer kann dann sehen, was er damit anfängt" Taktik ist, muss man abwarten. So eine Szene ist in dem Video jedenfalls nicht enthalten.

    Ich habe hier noch nichts zu der Eggimann-Verletzung gelesen, bei dem ja wohl der Erstverdacht auf ein sogenanntes Impingement-Syndrom besteht und insofern ein längerer Ausfall droht.


    Mal davon abgesehen, dass ich die Aussage vom Slomka dazu (Das ist sehr traurig für Mario und unser gesamtes Team. Nichtsdestotrotz ist eine solche OP am Anfang der Saison für alle Beteiligten besser, da eine gute Chance besteht, dass Mario im Laufe der Saison ins Team zurückkehrt und wir wieder auf ihn zurückgreifen können) fast schon zynisch finde, da der Zeitpunkt die Zahl an Spielen an denen Eggimann ausfällt maximiert, reisst das nächste Riesenloch im Kader auf.


    Was man so liest, scheint das jedenfalls eine äußerst komplizierte Operation zu sein. Ich denke mal ziemlich sicher nicht in der Hinrunde. Die Aussage "im Laufe der Saison ins Team zurückkehrt" ist vage genug und deutet ja auch bereits ins erste Halbjahr 2011.


    Damit haben wir genau 2 etablierte Innenverteidiger im Kader und nur mit Schulz nur einen weiteren Spieler, der das überhaupt kann. Andreasen, Balitsch und eben Schulz konnte man aus dem defensiven Mittelfeld zurückziehen in die Innenverteidigung - und hat das ja auch teilweise getan. Bei Schmiedebach, Stindl und Pinto gibt es diese Option nicht. Nachdem leider auch mit Andreasen nicht (mehr) gerechnet werden kann, mangelt es defensiv m.E. ebenso gewaltig wie im offensiven Mittelfeld.


    Hinten rechts ist es mit Cherundolo und Chahed vermeintlich noch ok. Als Innenverteidiger sind nur noch Haggui und Pogatetz da, hinten links Rausch. Im defensiven Mittelfeld (maximal) Schmiedebach, Pinto und Stindl. Dazu Schulz, der eigentlich auf allen drei Positionen gebraucht wird. Da er mich als Linksverteidiger am wenigsten überzeugt hat, müsste m.E. ein solcher verpfichtet werden sowie wahlweise ein Innenverteidiger, der auch defensives Mittelfeld spielen kann oder ein defensiver Mittelfeldmann, der auch Innenverteidiger spielen kann. So wie der Kader defensiv jetzt aufgestellt ist, ist er jedenfalls m.E. viel zu dünn. Das kann aus meiner Sicht nur gutgehen, wenn sich Niemand mehr (langfristig) verletzt und gesperrt wird und immer alle in Form sind. Das ist aber erfahrungsgemäß selten der Fall; umsomehr bei dem praktisch nicht mehr existenten Konkurrenzkampf.


    Der Klassenerhalt von 96 in dieser Saison erfordert aus meiner Sicht - wenn es bei dem aktuellen Kader bleibt - inzwischen ein mittleres Wunder.

    Wieso überrascht das Irgend Jemanden?


    Es wurde doch auch bei bzw. unmittelbar nach dem gescheiterten Wechsel gesagt, dass er im September wieder ins Mannschaftstrainung einsteigen kann. Und unmittelbar nach der Verletzung hiess es, dass er wieder im September spielen kann. Für mich waren und sind die beiden Aussagen identisch, weil üblicherweise die Dauer einer Verletzung so angegeben wird, bis der Spieler wieder soweit fit ist (d.h. voll im Mannschaftstrainung dabei sein kann); nicht bis er vermutlich/voraussichtlich seine Bestform wieder erreichen wird.


    Umso weniger verständlich das Hin und Her beim Transfer.

    Meiner Meinung nach spielt 96 derzeit ein 4-4-1-1, also einer hängenden Spitze, die kein Spielmacher ist.


    Das kann ggf. noch als 4-4-2 bezeichnen; aber eher nicht als 4-5-1.

    Achso,und Arnold Bruggink war also ein gestandener Klassemann?Also bevor der zu uns kam,kannte ich den nicht.


    Ja, allerdings war Bruggink nach diesem Maßstab ein Klassemann, als er kam. Er hatte in knapp über 300 Spielen 100 Tore in der ersten holländischen Liga geschossen, bei PSV Eindhoven u.a. in der Champions League gespielt (und dort ebenfalls Tore geschossen):

    Ich kenne den Spieler ebenfalls nicht - außer von YouTube Videos - aber wenn man mehrere Jahre auf drei Minuten verdichtet, kann dabei jeder Spieler gut aussehen. Diese sind also eher wenig aussagekräftig.


    Die Leistungsdaten sind jedenfalls stark rückläufig. 2006/2007 Stammspieler bei FC Sitten mit 9 Toren; 2007/2008 Stammspieler bei FC Basel mit 8 Saisontoren; danach - obwohl nicht verletzt - nur noch jeweils 22 Saisonspiele mit 3 bzw. 1 Tor(en). Der positive Artikel aus der NZZ stammt vom April 2008 - also aus seiner "datenmäßig" noch starken Zeit.


    Insofern stellt sich mir hier schon die Frage, worin die Gründe für das Nichtverlängern seines Vertrages liegen - wollte ihn keiner und wollte er zu den angebotenen Konditionen nirgendwo hin. Wobei ich seine Aussage (im Alter von 27), dass er sich einen letzten grossen Vertrag mit entsprechend langer Laufzeit wünscht, ziemlich befremdlich finde. Das spricht jedenfalls dagegen, dass er von seiner eigenen zukünftigen Stärke überzeugt ist. Dazu lassen das Interview und die Abneigung nach hinten zu arbeiten, daran zweifeln, dass er ein Teamspieler ist, der sich in die Mannschaft ein- bzw. sich dieser unterordnet.


    Ich wünsche ihm bei 96 viel Glück und Erfolg. Ob Carlitos, die Verstärkung sein wird, die man sich verspricht und die 96 auch dringend braucht, muss man wohl einfach abwarten. Aus meiner Sicht jedenfalls eher ein Risiko-/Chancentransfer denn eine sichere Sache.

    Sestak? Für 2 Millionen?


    Ich fand den in der letzten Saison überwiegend schwach und teilweise sehr schwach. 6 Tore und 3 Vorlagen in 29 (28 als Starter) finde ich auch von der Quote nicht so toll. Ist für mich eine Fortsetzung der Bochum Torjäger, die nur eine oder maximal zwei Saison funktionieren.

    Aus meiner Sicht ein ganz schlimmer Grottenkick. Wäre glatt durchgegangen als Spiel aus dem mittleren Drittel der letzten Saison.


    Die Meisten hier werden wohl wieder schreiben: Ist ja nur ein Testspiel; entscheidend ist es in bzw. ab zwei Wochen. Das stimmt im Ergebnis natürlich. Aber warum macht man denn diese Spiele überhaupt? Meiner Meinung nach um unter realistischen Wettkampfbedingungen ein Wettbewerbsspiel zu simulieren, um Abläufe zu automatisieren oder optimieren und mögliche Schwachstellen rechtzeitig zu erkennen, um sie noch abzustellen. Also sind Testspiele aus meiner Sicht unbedingt Ernst zu nehmen - sonst kann und sollte man von vorneherein darauf verzichten. Zumal wenn man für solch ein Spiel zwischen 10 und 30 Euro Eintritt verlangt.


    Abwehr genau wie in den Vorjahren. Die Außen lassen die Spieler wahlweise flanken oder flach zurückpassen. Oder sind erst gar nicht da. Die Innenverteidigung langsam und unbeweglich. Zwar meist alle vier schön auf einer Linie, aber wenn Jemand alleine durch geht oder ein Doppelpass kommt und einer steil geht, wird ausschließlich hinterher geguckt. Dazu die inzwischen bekannten defensiven Schwächen bei Standards - muss aber auch nicht wirklich wundern, bei der Zwergenmannschaft, die da inzwischen überwiegend auf dem Platz steht.


    Sturm ebenfalls wie gehabt. Hanke und Forssell kommen kaum mal überhaupt an den Ball ran. Mit Ausnahme der ersten Minuten auch von Schlaudraff nichts zu sehen - außer seinen Standards, die Rausch-Niveau hatten. Rama lässt sich in seiner einzigen Szene (im Strafraum) viel zu leicht vom Gegner wegblocken. Der einzige Lichtblick waren wieder einige (Einzel-)Aktionen von Ya Konan.


    Im Mittelfeld sollte ja alles anders und besser werden. Die Fehlpassquote heute, die Ängstlichkeit überhaupt mal nach vorne zu spielen, der extrem geringe Ballbesitz - da war nicht viel was Hoffnung auf Besserung macht.


    Wahrscheinlich kommt jetzt als Begründung: Das haben wir noch nicht trainiert. So wie es scheint, hat 96 noch gar nichts trainiert außer Kondition. Das finde ich nach 5 Wochen nach Trainingsbeginn und 2 Wochen vor Pflichtspielbeginn bedenklich; denn es handelt sich ja wohl um eine Fussballmannschaft und nicht um eine Laufgruppe. Zumal man dann eigentlich davon ausgehen müsste, dass man einem Gegner der sich erst seit 2 Wochen im Training befindet, läuferisch klar überlegen ist. Davon hat man heute nichts gesehen; eher das Gegenteil. 96 ist ja oft nicht einmal in die Zweikämpfe gekommen.


    Hoffnung und Lust auf die Saison machte das jedenfalls nicht; dürfte auch Gift für den (Dauer-)Kartenverkauf sein.

    strunz:


    Danke für die Aufklärung zum Stadion. Mir war nicht bekannt, dass Stadion und Gelände nach 23 (oder 25 Jahren) wieder an die Stadt zurückfallen. Dann stellt sich für mich die Lage in doppelter Hinsicht anders dar. Zum Einen besteht der Möglichkeit der Tilgungsstreckung wohl nicht. Zum Anderen partizipiert 96 nach meinem Verständnis nicht - oder allenfalls auf die 5 Mio. Euro Einlage beschränkt - am wirtschaftlichen Erfolg der Arena. Wenn Alles gut läuft, zahlt 96 die jährliche Rate, bis das Stadion irgendwann an die Stadt zurückfällt. Wenn 96 nicht in der ersten Liga spielt, kann sich 96 die Rate nicht in voller Höhe leisten und das (Grund-)Kapital der Stadiongesellschaft (5 Mio. Euro) wird angeknabbert. Das reicht nur für 3 Jahre. Bei mehr als 3 Jahren Zweitligazugehörigkeit in 23 (oder 25 Jahren) wird also die Stadiongesellschaft in Insolvenz gehen. Dann greift die Bürgschaft der Stadt Hannover und zudem fällt vermutlich das Stadion vorzeitig an diese zurück. Mal abgesehen von der Einlage der Stadiongesellschaft dürfte es für 96 doch relativ egal sein, welche Variante eintritt. Am Ende ist man das Stadion sowieso los und muss sich dann mit der Stadt auf eine Nutzungsgebühr (neu) einigen. Der aktuell zu zahlende Preis von mehr als 300 TEuro pro Spiel oder alternativ gerechnet 60 % der Zuschauereinnahmen scheint mir eher hoch zu sein. Insofern hätte der Zwang zu einer neuen Einigung m.E. eher das Potenzial, dass die von 96 zu zahlende Nutzungsgebühr sinkt. Insgesamt kann ich daher nicht nachvollziehen, warum immer wieder so getan wird, als ob aufgrund des Stadions das Wohl und Wehe von 96 vom kontinuierlichen Verbleibt in der ersten Liga abhängt.


    Die Idee, dass Verträge mit einer kurzen Laufzeit sofort als Aufwand gebucht werden, hatte ich ebenfalls. Allerdings gibt es ja eigentlich nur extrem selten Verträge, die von Anfang an eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweisen - und meiner Kenntnis nach auch eben nicht jener von Krzynowek.


    Die Ergebnisaufstellung ist recht interessant. Überwiegend ein leichter Verlust pro Saison. So ähnlich hätte ich mir das auch vorgestellt. Oder anders herum gesagt: Eigenkapital konnte nicht gebildet werden. Vermutlich ist es eher sogar so, dass Verluste (mittelfristig) von den Gesellschaftern ausgeglichen werden. Heraus sticht die Saison 2006 / 2007, in der ein ziemlich hoher Gewinn ausgewiesen wird. Das hat vermutlich mit dem Mertesacker-Verkauf zu tun. Seit diesem Zeitraum hat man vermutlich mehr ausgegeben (kostspielige Einkäufe); die Einnahmen jedoch nicht mehr (nennenswert) steigern können. Man wird sich vermutlich langfristig auf ein Ausgabenniveau wie bis zur Saison 2006 / 2007 beschränken müssen, sofern man nicht gänzlich neue Geldquellen erschließt (Euroleague, 50+1-Investoren).