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  1. Die kritische Seite rund um die Roten von Hannover 96
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Neuer Stadionvertrag in der Kritik: Zu günstig und Gewinne nur für Investoren?

  • Nils
  • 26. Mai 2023 um 09:32
  • 601 Mal gelesen
In Kürze soll über einen Vertrag zwischen der Stadt Hannover und Hannover 96 zur Stadionnutzung ab dem Jahr 2030 entschieden werden. Denn noch bis dahin läuft der bestehende Vertrag zwischen beiden Parteien. Wobei "Hannover 96" hier nicht für den Verein steht, sondern für die Arena-Gesellschaft, deren Eigentümerin wiederum die Investoren-Gesellschaft "Hannover 96 Sales & Service" ist, an der insbesondere Martin Kind und Dirk Rossmann beteiligt sind.

Für Kritik sorgt dabei unter anderem, dass die jährlich zu zahlende Pacht mit rund 27.500 Euro deutlich unter den marktüblichen Beträgen anderer Profifußballclubs liegt, die ein Vielfaches zahlen müssen.

In Hannover setzt man stattdessen einen Preis an, den auch normale Breitensportvereine zahlen müssen. Dies ist in den Augen vieler nicht gerechtfertigt, da es sich beim Stadion der Roten um eine ganz andere Qualität einer Sportstätte handelt, die zudem auch noch durch Tagungen, andere Sportveranstaltungen oder Konzerte zusätzliche Einnahmen generieren kann. Zudem geht es hier nicht um einen Breitensportverein, sondern ein Wirtschaftsunternehmen. Ebenfalls sorgt für Kritik, dass der bestehende Vertrag gleich um 66 Jahre (also bis 2096) verlängert werden soll und das bereits 7 Jahre vor Ablauf der bestehenden Vereinbarung.

Dies alles sorgt nun unter anderem für Kritik des Bundes der Steuerzahler, der sich insbesondere um die Höhe der Pachtzahlung von gut 2.000 Euro pro Monat dreht. Unter anderem angesichts klammer öffentlicher Kassen (aber auch unabhängig davon) sei ein solch niedriger Betrag nicht zu rechtfertigen. Die Stadt wiederum argumentiert, dass Hannover 96 dafür für die Instandhaltung des Stadions aufkommen müsse und den Betrieb bis 2035 auf Klimaneutralität umrüsten müsse.

96-Fans mit Online-Petition und Demo

Auch auf Fanseite regt sich Kritik. Sie stört vor allem, dass mögliche Gewinne aus dem Stadionbetrieb an die Investorengesellschaft und somit deren (zukünftige und somit noch gar nicht bekannte) Besitzer fallen und nicht an die Profifußballgesellschaft - und schon gar nicht an den Verein Hannover 96.

Widerstand formiert sich unter anderem in Form einer Online-Petition, die sich an den Rat der Stadt Hannover richtet. Denn dieser soll am 01. Juni über den neuen Vetrag entscheiden und sich am 30. Mai einer möglichst hohe Anzahl an Unterstützer*innen der Petition gegenüber sehen. Bislang zeichnet sich im Rat der Stadt eine klare Mehrheit für den neuen Vertrag ab, sodass hier öffentlicher Gegenwind erforderlich ist, möchte man daran etwas ändern.

Zusätzlich ist vor dem Heimspiel von Hannover 96 am Sonntag gegen Holstein Kiel eine Demo geplant. Diese startet um 12.30 Uhr am Schwarzen Bären und führt zum Neuen Rathaus. Anschließend geht es weiter zum Stadion, wo Hannover 96 um 15.30 Uhr auf Holstein Kiel trifft. Forum

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