Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Waniss Taïbi rückte der gegen Kaiserslautern für ihn eingewechselte Noël Aséko in die Startelf. Abgesehen von dieser Änderung vertraute Christian Titz erneut dem Team, das vor einer Woche gegen die Pfälzer beginnen durfte.
Die erste Torchance des Spiels gehörte den in der Anfangsphase etwas aktiveren Gastgebern. Nach einem Eckball von der linken Düsseldorfer Offensivseite kam Innenverteidiger Jamil Siebert zum Kopfball, setzte die Kugel jedoch ein gutes Stück rechts am 96-Gehäuse vorbei.
Nur ein paar Sekunden später zappelte der Ball erstmals im Netz des Fortuna-Tores. Nahuel Noll hatte mit einem langen Ball Mustapha Bundu auf die Reise geschickt, der vom rechten Strafraumeck aus den halblinks vorm Tor einlaufenden Benedikt Pichler bediente, welcher keine Mühe hatte, den Ball am chancenlosen Düsseldorf-Keeper Florian Kastenmeier vorbei im Tor unterzubringen (7. Spielminute). Die Freude währte jedoch leider nur kurz, da sich der Videoassistent meldete und der Treffer wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung Bundus zurückgenommen wurde.
Nach weiteren kleineren Torchancen durch Leopold, der eine Bundu-Hereingabe knapp verpasste und einer Einzelaktion von Matsuda wurde es in der 38. Minute wieder etwas gefährlicher, als Bundu mit einem Schuss aufs kurze Eck Kastenmeier prüfte.
Vier Minuten Nachspielzeit gab es in der ersten Spielhälfte, dann ging es mit dem 0:0 in die Pause, nach der die Gastgeber wie bereits in der ersten Spielhälfte etwas mehr Ballbesitz als die Titz-Elf hatte, aus diesem jedoch kein Kapital schlagen konnte. Knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff musste Bundu verletzungsbedingt ausgewechselt werden, nachdem er schon einige Minuten zuvor am Oberschenkel behandelt worden war. Der eingewechselte Jannik Rochelt, der schon während der ersten Behandlungsphase zur Einwechslung bereitgestanden hatte, besetzte seine angestammte linke Offensivposition, weshalb Husseyn Chakroun von nun an über die rechte Seite kam.
Der Wechsel sollte sich keine zehn Minuten später bereits auszahlen, als Rochelt mit dem Ball in den Strafraum eindrang und auf dem Weg in die Strafraummitte von Zimmermann plump gefoult wurde, so dass Schiedsrichter Wolfgang Haslberger sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte (63.). Nach kurzer Überprüfung durch den Videoasssistenten (Rochelt hatte den Ball bei der Annahme leicht mit der Hand berührt, was jedoch sowohl zeitlich als auch räumlich weit entfernt vom Foulspiel geschah) blieb die Strafstoßentscheidung bestehen.
Abwehrchef Boris Tomiak ließ sich vom Gehampel Kastenmeiers nicht beindrucken und setzte den Ball humorlos zum 0:1 ins linke untere Eck (65.). Der Düsseldorfer hatte sich zwar die richtige Seite ausgesucht, konnte die Kugel jedoch trotzdem nicht erreichen.
Fünf Minuten nach dem 96-Führungstreffer kam Düsseldorf dann zur einzigen nennenswerten Möglichkeit in Halbzeit zwei. Nach einer sehr guten Flanke von Zimmermann kam Rossmann zum Kopfball, setzte das Leder aber von Okon bedrängt über das Tor.
Wenig später brachte Titz Daisuke Yokota und Franz Roggow für Chakroun und Aséko. Auch diese Wechsel sollten sich bezahlt machen. Zunächst bediente Roggow Rochelt, dessen Schuss jedoch links am Tor vorbeiging und anschließend legte Yokota erneut auf Rochelt quer, wartete mit seinem Abspiel jedoch etwas zu lange, so dass Rochelt in seiner Bewegung Richtung Tor zunächst abbremsen musste und die scharfe Hereingabe anschließend nur noch rutschend erreichen konnte, wobei sein Schuss am rechten Pfosten landete (80.).
In der 87. Minute gelang den Roten durch einen Spielzug aus dem Bilderbuch schließlich doch noch das ersehnte 2:0. Rochelt bediente Yokota, der direkt auf den links in Richtung Tor einlaufenden, mittlerweile für Pichler ins Spiel gekommenen Benjamin Källman weiterleitete. Der Finne schon den Ball per Direktabnahme rechts am herauseilenden Kastenmeier vorbei ins Tor.
Damit war die Düsseldorfer Niederlage besiegelt. In den verbleibenden Spielminuten und in der achtminütigen Nachspielzeit hatten die Rheinländer keine Antwort mehr parat und verloren auch ihr zweites Spiel; 96 gelang mit sechs Punkten, drei erzielten Toren und weißer Weste aus den ersten beiden Partien hingegen ein makelloser Start in die neue Saison.
Am nächsten Samstag um 18 Uhr muss das Team im DFB-Pokal bei Energie Cottbus antreten, bevor in exakt zwei Wochen um 13 Uhr Christian Titz' Ex-Verein 1. FC Magdeburg zu Gast im Niedersachsenstadion ist.