Schon in der Anfangsphase ging Cottbus durch einen sehenswerten Spielzug in Führung. Nach einem Ballverlust von Husseyn Chakroun im Mittelfeld schickte Linksverteidiger Guwara Engelhardt steil. Boris Tomiak ließ sich vom Cottbus-Stürmer abkochen, der nun unbedrängt vom linken Strafraumeck weit auf die rechte Seite querlegte, wo Maurice Neubauer den Ball passieren ließ, so dass Cicergi frei zum Schuss kam und den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte hämmerte (12. Spielminute).
Die 96-Spieler fanden in der Folgezeit kein Mittel gegen die diszipliniert verteidigenden Hausherren und liefen sich immer wieder in den gegnerischen Abwehrreihen fest. Dennoch hatte die Titz-Elf noch vor der Ende der ersten Spielhälfte die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einer Chakroun-Hereingabe foulte Pelivan Benedikt Pichler und Schiedsrichter Felix Prigan zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Den schwach geschossenen Strafstoß von Boris Tomiak parierte Energie-Torhüter Sebald, der kurzfristig aufgrund einer Verletzung von Stammkeeper Bethke in die Startelf gerückt war (42.).
In der zweiten Spielhälfte verstärkte Christian Titz die Offensive, indem er Kolja Oudenne und Daisuke Yokota für Jannik Rochelt und Maurice Neubauer in die Partie brachte. In der Folge kamen die Roten dann auch endlich zu Torchancen. Zunächst parierte Sebald nach feiner Einzelleistung Oudennes, dessen Schuss allerdings auch nicht übermäßig hart und platziert war (52.), zehn Minuten später gegen Aséko (63.). Ein weiterer Versuch von Oudenne konnte von Guwara auf der Linie geklärt werden (73.), abermals Oudenne setzte einen Distanzschuss knapp am Gehäuse vorbei (79.), bevor Tomiak eine weitere Chance liegen ließ, indem er das Leder deutlich über das Tor setzte (84.). In der ersten Minute der sechsminütigen Nachspielzeit landete der Ball dann endlich im Cottbuser Tor. Der ebenfalls eingewechselte Benjamin Källman hatte einfach draufgehalten und Sebald seinen einzigen Fehler der Partie gemacht. Jedoch wurde dem Treffer wegen einer Abseitsstellung Källmans vom Schiedsrichtergespann zu recht die Anerkennung verweigert.
Nach dieser neuerlichen bitteren Pokalpleite tritt 96 am kommenden Samstag um 13 Uhr zuhause gegen den 1. FC Magdeburg an.