Hannover 96 schlägt den 1. FC Magdeburg mit 3:1

Bis auf den verletzten Husseyn Chakroun, für den Mutapha Bundu wieder in die Startelf rückte, lief gegen die Magdeburger dieselbe Elf auf wie gegen Cottbus. Dieser stand auch gleich zu Beginn des Spiels im Fokus, als er in den FCM-Strafraum eindrang, nach einem unsauberen Ballkontakt aber einen langen Schritt nach rechts machen musste, dabei von seinem Gegenspieler berührt wurde und zu Boden ging - Schiedsrichter Richard Hempel ließ das Spiel aber zu recht weiterlaufen.


Nach druckvollen Anfangsminuten der Hausherren hatten auch die Gäste einige Offensivaktionen, bevor Noël Aséko erstmals Reimann prüfte. Sein Schuss war jedoch zu unplatziert, um diesen vor ernsthafte Probleme zu stellen (12. Spielminute). Auf der anderen Seite wurde es für das Gehäuse von Nahuel Noll erstmals gefährlich, als Kaars eine Hereingabe knapp am Tor vorbeisetzte (14.).


In der 17. Spielminute durfte erstmals gejubelt werden. Nach Pichler-Vorarbeit scheiterte Aséko erneut an Reimann, den Abpraller jedoch setzte Hayate Matsuda zum 1:0 in die Maschen, was gleichzeitig das erste Zweitligator für den 21-Jährigen war.


In der 36. Minute musste Noll einen Distanzschuss von Ulrich parieren, ehe ein Eckball nach einer guten Möglichkeit durch Maurice Neubauer zum 2:0 führte. Den Flankenball von der rechten Eckfahne - ebenfalls von Neubauer ausgeführt - setzte Ime Okon per Kopf ins lange Eck, was gleichbedeutend mit der zweiten Torpremiere war (42.).


Mit diesem Zwischenstand ging es dann in die Pause, aus der 96 mit Waniss Taïbi anstelle des bereits gelbverwarnten Aséko kam. Wie schon in der ersten Halbzeit begannen die Roten druckvoll und hatten durch Bundu, der nach einer mustergültigen Hereingabe von Jannik Rochelt jedoch nur die Querlatte traf, die Riesenchance zur Vorentscheidung. Im direkten Gegenzug allerdings traf Ghrieb mit einem sehenswerten Distanzschuss aus halbrechter Position nur den rechten Pfosten (beide 51.).


Zehn Minuten später sollte Magdeburg die große Chance zum Anschlusstreffer bekommen. Bei einer Musonda-Flanke von der rechten Seite bekam Okon den Ball aus kurzer Entfernung an den Unterarm, was Schiedsrichter Hempel mit einem Handelfmeter ahndete. Den schwach nach halblinks geschossenen Ball von Kaars konnte Noll noch abwehren, allerdings prallte das Leder wieder vor die Füße des Angreifers, der dann keine Mühe mehr hatte, die Kugel rechts am 96-Schlussmann vorbeizuschieben (61.).


Ebenfalls Kaars traf nur weitere fünf Minuten später bei einer Großchance aus aussichtsreicher Position den Ball nicht. Nach weiteren Chancen auf die Entscheidung durch den erneut eingewechselten Benjamin Källman, der nach schönem Pass von Taïbi links am Tor vorbeizielte (80.) und einer Doppelchance durch Rochelt und Neubauer (90. +1) sorgte der Finne schließlich doch für die Entscheidung. In der dritten Minute der sechsminütigen Nachspielzeit hatte sich Rochelt auf der linken Seite durchgesetzt und mustergültig auf die Nummer Neun abgelegt, die den Ball an Reimann vorbei ins lange Eck bugsierte. Dem Treffer wurde zwar durch das Schiedsrichtergespann wegen einer vermeintlichen Abseitsstellungdie zunächst die Anerkennung verweigert, die VAR-Überprüfung des Treffers ergab allerdings, dass Källman beim Abspiel hinter dem Ball gestanden hatte. In der letzten Spielminute hätte dieser sogar noch seinen zweiten Treffer erzielen können, scheiterte jedoch allein vor Reimann.


Am nächsten Samstag um 13 Uhr ist das Team bei Bundesligaabsteiger Holstein Kiel zu Gast, bevor die erste Länderspielpause der Saison ansteht.