Christian Titz schickte dieselbe Startelf in die Partie wie im Spiel gegen Magdeburg. Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften in der ersten Viertelstunde der Partie, in denen keine Torchance zu verzeichnen war und dem ersten 96-Torschuss durch Maurice Neubauer gingen die Gastgeber mit ihrer ersten Torchance der Partie in Führung. Nach einem weiten Ball von der rechten Kieler Angriffseite war Harres Ime Okon entwischt und traf per Direktabnahme ins 96-Gehäuse, wobei Nahuel Noll chancenlos war (21. Spielminute).
Nach dem Rückstand wurden die Roten aktiver und kamen auch zu Torchancen, doch zunächst wurde ein Schuss von Hayate Matsuda geblockt (27.), Neubauer traf nur die Latte (39.) und Jannik Rochelts Torabschluss war zu unplatziert, um Störche-Keeper Krumrey in Bedrängnis zu bringen (41.), so dass es mit 0:1 aus 96-Sicht in die Pause ging.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb 96 am Drücker, jedoch sprang zunächst weiterhin nichts zählbares heraus. Nach einer Stunde Spielzeit brachte Titz Yokota, Taïbi und Källman für Rochelt, Aseko und Pichler. Direkt im Anschluss fiel der Ausgleich: Nach einer Leopold-Ecke von der linken Seite stieg Virgil Ghiță im Strafraum am höchsten und köpfte die Kugel unhaltbar ins lange Eck (62.).
Nur sieben Minuten später folgte das Führungstor. Erneut war es Enzo Leopold, der den Treffer per Standard direkt vorbereitete - dieses Mal durch eine Freistoßflanke von der linken Seite, die Benjamin Källman - ebenfalls per Kopf - ins Tor beförderte und damit schon zum dritten Mal als Joker erfolgreich war (69.).
Da Kiel in der Folgezeit offensiv weiterhin harmlos blieb, hatten die Roten, bei denen in der Schlussphase auch noch Blank und Roggow für Okon und Bundu eingewechselt wurden, keine Probleme, den knappen Vorsprung plus achtminütiger Nachspielzeit über die Zeit zu schaukeln.
Mit der Tabellenführung geht es in die Länderspielpause. Am Samstag, dem 13. September, trifft das Team um 20:30 Uhr auf Ex-Trainer Stefan Leitl, der mit Hertha Hertha BSC im Niedersachsenstadion antritt.