Wie schon erwartet, hat sich Hannover 96 nun zum zweiten Mal von Gerhard Zuber getrennt. Genauer gesagt wurde der Sportdirektor der Roten von seinen Tätigkeiten freigestellt. Nachdem er zu einem früheren Zeitpunkt erfolgreich gegen seine Vertrauauflösung seitens Hannover 96 klagte, hatten ihn die Roten Anfang letzten Jahres als Sportdirektor beschäftigt (nachdem er zuvor unter Horst Heldt "nur" Assistent war und als dieser eigentlich gehen sollte). Das ist schon reichlich kurios. Da passt es auch gut ins Bild, dass man sich bis kurz vor dem Trainingsstart am Montag Zeit ließ.
Auf der Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Saison konnte Hannover 96 heute einen Erfolg vermelden: Neuer Trainer wird Jan Zimmermann (Foto). Dessen Name sagte bis vor kurzem wohl vor allem regionalen Fußballkennern etwas. Zuletzt wurde er aber auch beim Hamburger SV als Trainer gehandelt.
Es lag seit mehreren Wochen in der Luft, seit heute gibt es Gewissheit: Hannover 96 und Trainer Kenan Kocak gehen zukünftig getrennte Wege. Bis zum Saisonende bleibt er aber noch Trainer der Roten.
Angesichts sieben sieglosen Spielen in Folge und größtenteils enttäuschenden Leistungen in dieser Saison steht naturgemäß der Trainer der Roten auf dem Prüfstand. Auch vor dem Hintergrund dessen, dass die Roten das Saisonziel "Aufstieg" meilenweit verfehlen werden, ist dies auch kein Wunder. Durch die schwache Rückrunde (in der Rückrundentabelle sind die Roten derzeit Vorletzter), kommt nun noch einmal zusätzlicher Druck auf den Kessel. Die Trennung von Kenan Kocak (Foto) scheint kaum noch abwendbar zu sein.
Keine gute Nachricht für Martin Kind: Hannover 96 hat wieder einmal eine Schlappe vor dem Arbeitsgericht kassiert. Dieses Mal ging es um die Freistellung bzw. Kündigung von Sportdirektor Jan Schlaudraff.
Neben dem Vertrag mit Sportdirektor Gerhard Zuber hat Hannover 96 auch mit einer weiteren Schlüsselfigur eine Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2023 geschlossen. Nämlich mit Trainer Kenan Kocak.