NP: Straftraining für Stajner

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    HANNOVER. Wenn 96 heute Richtung Neumünster fährt, sitzt Jiri Stajner nicht im Mannschaftsbus. Das ist eine Spätfolge aus dem DFB-Pokal des letzten Jahres. Im Erstrundenspiel in Kirchheim/Teck sah Stajner die rote Karte. Der Tscheche wurde für drei Pokalspiele gesperrt, eine Partie (beim 0:2 in Braunschweig) hat er abgesessen, es verbleiben zwei weitere. 96 zog ihm damals zudem 2500 Euro vom Gehalt ab.


    Morgen folgt eine weitere Strafe. „Er wird sich wünschen, er hätte die Tätlichkeit nicht begangen“, droht Ewald Lienen. Fitness-Trainer Edward Kowalczuk soll sich „intensiv mit Jiri beschäftigen“ – Stajner muss zum Straftraining antreten.


    „Eddy hat freie Hand“, Lienen nur einen Wunsch: „Bis Mittwoch muss Jiri wieder fit sein.“ Kowalczuk wird ein hartes Programm „mit der Intensität eines Spiels“ durchziehen.


    Lienen hätte noch gestern Stajner „am liebsten zusätzlich eine Geldstrafe“ aufgebrummt. „Er hat sich herangekämpft, und jetzt wirft ihn diese lächerliche Geschichte ein Jahr später wieder zurück“, schimpfte Lienen. „Man hätte ja in Neumünster die Mannschaft spielen lassen können, die auch in Dortmund nächste Woche antreten soll“, meinte der Coach. Offenbar plant der 50-Jährige im nächsten Bundesligaspiel mit Stajner. Lienen sieht sich jedenfalls bestätigt, „nicht nachzulassen“ im Kampf gegen die „Disziplinlosigkeiten“ der 96-Profis. aw