96 ist abgestiegen

  • Bei jedem anderen Profiverein würde die lokale Presse nun den Rücktritt des Präsidenten, der für diese Posse verantwortlich ist, fordern. Aber Kind darf sich bei Madsack nun mal alles erlauben.

    Es ist doch sowieso ein völliges Unding, dass der Fürst der Finsternis ohne fundierte Selbstkritik über allem thront und aus den Trümmern des von ihm an die Wand gefahrenen Wagens erklärt, wer Schuld ist an dem Desaster. Er nicht, versteht sich.

  • Das ist jetzt ligaübergreifend nach 86, 88, 96 und 2016 mein fünfter Abstieg. Allen Abstiegen, einschließlich dem diesjährigen, ist eins gemein: Sie kamen nie plötzlich, nach großem Drama, am letzten Spieltag, sondern waren stets die zwar traurige, aber folgerichtige Konsequenz einer beschissenen Saison. Kein Abstieg war deshalb auch nur annähernd so bitter wie der Nichtaufstieg 1997.

  • Ja vielleicht wären es mit fitten Bebou/Füllkrug gerade noch mal gut gegangen und man hätte noch die paar Punkte die in diesem Jahr für die Relegation langen holen können.

    Andererseits war das über weite Strecken der Saison so desaströs das der Abstieg einfach folgerichtig war.

    Schaut man mal in die 3. Liga steigst du mit minimal 44 Punkten ab (Ok, 4 Spieltage mehr), wenn Aspach und Jena ihre Spiele gegen Mannschaften gewinnen für die es um nichts mehr geht (Abstieg/Gerettet). Im Worst Case sogar mit 45 Punkten, und hier reden wir über "gammelige" 21 Punkte.


    Bin mal gespannt wann 96 endlich ihre "Planungen" für die neue Saison startet. Die 2. Liga beginnt bereits am 26. Juli. Normalerweise beginnt die Vorbereitung in der Regel ca. 6 Wochen vor dem ersten Pflichtspiel.

    Heißt, Trainingsbeginn müßte eigentlich Mitte Juni sein, sprich gut 4 Wochen schon nach Saisonende..!

    Wir haben noch keinen Sportdirektor, der ja entscheiden soll ob der Trainer bleibt, einen Trainer auf Abruf und die Hälfte der Mannschaft weiß nicht wie es weitergeht.

  • Jetzt ist es also Fakt. Gefühlt sind wir schon länger durch, aber die Punkte der Mitkonkurrenten ließen ja bis gestern noch Hoffnung. Wie schon gesagt sind 21 Punkte einfach erbärmlich und es war schon überraschend, dass es so lange bis zum Ende gedauert hat.


    Natürlich sollte man sich als Absteiger immer direkt das Ziel Wiederaufstieg setzen. Wie weit das realistisch ist, wird man sehen, wenn das Team (Verantwortliche+Spieler) steht.


    stscherer

    Den Wetteinsatz wüsste ich gerne...Das riecht so ein bisschen danach, dass du zu den Leuten gehörst, die bewusst gegen das eigene Team wetten. Immer in der Hoffnung, entweder den (frühen) Aufstieg oder die gewonnene Wette feiern zu können.:)

  • Man wäre auch mit Bebou abgestiegen.

  • Wir wissen ja gar nicht, wer da nächste Saison für 96 spielt.


    Denn Transfers kann 96 ja erst machen, wenn der neue Trainer da ist. Und über den muss der neue Manager entscheiden. Und das kann noch dauern.

    Erst müssen die alten Herren die Philosophie definieren, nach der dann das Personal ausgewählt wird. Das kann schon mal dauern.

  • stscherer

    Den Wetteinsatz wüsste ich gerne...Das riecht so ein bisschen danach, dass du zu den Leuten gehörst, die bewusst gegen das eigene Team wetten. Immer in der Hoffnung, entweder den (frühen) Aufstieg oder die gewonnene Wette feiern zu können.:)

    Der Einsatz ist immer derselbe: ein Abendessen der Familie, der Gewinner sucht das Lokal aus und bisher habe ich immer bezahlt... ;)


    Ich halte es tatsächlich für unrealistisch, dass 96 in den nächsten drei Jahren wieder aufsteigt. Noch schlimmer wird es, wenn das Konstrukt noch lange so besteht und in dritte Liga durchgereicht wird... und der NOpaZ arbeitet daran. Das haben hier ja Viele schon dezidiert beschrieben.

  • Tja... Abstieg mal wieder. Das ist für mich weniger das grandiose sportliche Versagen in dieser Saison, als vielmehr die Konsequenz einer Reihe von strategischen und personellen Fehlentscheidungen auf allen Ebenen, die schon weit vor dem letzten Abstieg begann.

    Während man da noch das Glück gehabt hat, ein Kadergrundgerüst mit in die zweite Liga zu nehmen, dass absehbar stark genug war, um wieder aufzusteigen, heißt es dieses Mal: kompletter Neuanfang mit einigen (durchaus vielversprechenden) Talenten und völlig unbekanntem Ausgang.

    Und dabei wird es erst mal nicht um sportliche Belange gehen, sondern erst mal darum, mit Transfers die Löcher zu stopfen, um die Lizenz zu halten. Neuverpflichtungen werden erst dann möglich, wenn genügend Geld eingenommen wurde.

    Ist im Moment aber ohnehin egal, denn es fehlt ja noch jegliche sportliche Führung, die darüber entscheiden könnte oder auch nur ein Konzept für die Zukunft hätte.


    De facto werden die Geschicke sowieso weiterhin von Martin Kind geleitet, dessen höchstes Ansinnen es derzeit ist, sich von jeglicher Verantwortung freizusprechen, um sein Ansehen und vor allem sein Investment zu schützen.

    Dass er dabei die einzige Konstante der letzten Jahre darstellt und mit seinen personellen Fehlentscheidungen, schlechter Personalführung, mieser Außendarstellung und mangelnder fachlicher Kompetenz selbst einen höchst entscheidenden Anteil am Niedergang trägt? Geschenkt, Verantwortung ist unteilbar und die liegt ja bekanntlich bei benannten anderen Personen.

    Stattdessen widmet er sich der Aufgabe, den Neuanfang in der zweiten Liga höchstselbst einzuleiten und neues Personal zu finden, dem er die sportliche Verantwortung bei Misserfolg übertragen kann. Dass sich das mittlerweile als schwieriger darstellt, als früher, da die Strahlkraft der Marke 96 auch als Arbeitgeber deutlich gedimmter ist und das fähigere Personal lieber zu anderen Vereinen mit einem besseren Ruf und Umfeld wechselt, wird dann eben als ruhiges Handeln schöngeredet. Natürlich gerne in das nächste Mikrofon, wo es für ihn offenbar hingehört, weil das katastrophale PR-Gebaren wird ja auch nicht besser.

    Ob es aber letztlich mit dem nächsten Sportdirektor/Trainer-Gespann dann letztlich klappt, ist weniger eine Frage der fundierten, sachlichen Entscheidung sondern der glücklichen Fügung, da bei Kind und seinen Entscheidungsgehilfen im Aufsichtsrat einfach zu wenig sportliche Kompetenz vorhanden ist und gutes Personal an der Stelle einfach schwer zu finden ist. Da hilft auch keine auf einer leeren Cornflakes-Packung schnell zusammengekritzelte Philosophie.


    Bei allen Verdiensten, die sich Martin Kind um 96 tatsächlich und weitestgehend unbestritten gerade in den ersten Jahren seiner Zeit bei 96 erworben hat: Der Zenith ist seit längerem überschritten und es ist ihm in all den Jahren in keiner Weise gelungen, sich in der obersten Führung sportlich kompetent genug aufzustellen, eine tragfähige Philosophie zu für Hannover 96 entwickeln oder Verantwortung zu teilen und sich einfach mal raus zu halten. Spätestens, wenn das eigene Kapital zu leiden droht, wird voller Ungeduld interveniert und verunsichert, bis der abermalige Neuaufbau unvermeidbar ist. Vom parallelen Krieg gegen 50+1 und die Fanszene ganz zu schweigen.

    So findet derzeit jede weitere Entwicklung bei 96 nicht wegen, sondern trotz Martin Kind statt. Entscheidungen werden von Fall zu Fall nach entsprechender ausführlicher Analyse getroffen, die bislang offenbar nicht dafür taugt, zu verhindern, dass dieselben Fehler wiederholt werden oder es langfristig nach vorne geht. Im Gegenteil: die sportliche Entwicklung der letzten Jahre und irgendwas 16 verschlissene Trainer und 10 verschlissene Sportdirektoren sprechen für sich. Und nach unten geht auch noch was. Die Gefahr wird immer größer, dass Martin Kind eines Tages einen größeren Scherbenhaufen hinterlässt, als den, den er anno 1997 vorgefunden hat (unschön, aber auch kein Problem, das Niedersachsenstadion wurde schon mal auf Trümmern erbaut).


    Vielleicht (very unlikely, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben) nutzt Kind ja tatsächlich den Abstieg mit Blick auf die vergangenen Jahre zum Umdenken, auch was seine Person und die sportliche Kompetenz in der Führung angeht. Wenn er dazu nicht fähig oder Willens ist, heißt es wohl: Warten, bis die Luft auf Mount Stupid irgendwann auch für einen Martin Kind zum Atmen zu dünn wird.


    Bis dahin richte mich innerlich auf ein paar Jahre 2. Liga ein. Bestenfalls. Und das weiterhin und schon seit dem letzten Wiederaufstieg auf dem Sofa, weil der Konsumverzicht derzeit die einzige Stimme ist, auf die am ehesten reagiert wird. Emotional hat mich das Konstrukt ohnehin schon vor einiger Zeit abgehängt. Kommt vielleicht wieder, wenn sich gewaltig was ändert.

  • Ganz bitteres Ding. Zumal man heute gesehen hat, dass es mit weniger Verletzungspech nicht hätte sein müssen.

    Einfach + 1.


    Ich hoffe, sie kriegen Kind endlich dahin, wo er hingehört.

    Oder aber, Kind kriegt 96 dahin, wo wir hingehoeren. 15 Jahre 1. Liga waren wirklich ein Wunder.

  • BTSV 2013-14 ist leider punktenmaessig schon laengst unerreichbar. Sie haben 25 gehabt.

    Und sind auch zusammen mit Nuernberg abgestiegen. Aber als die letzten.

  • den einen punkt, den sie am ende mehr geholt haben damals hätten sie sich lieber für diese 3. liga saison aufheben sollen. dann würden sie nächste woche wenigstens nicht absteigen.

  • Naja, die Klasse werden sie schon halten... und ich finde schon, mit dem Messeparkplatz Ost wäre die 2. Liga nächste Saison noch netter... jede Menge cooler Duelle!


    Nichts macht doch mehr Spaß, als gegen einen Rivalen zu gewinnen.

  • Denke es wird Hannes Wolf und der bringt noch ein 2-3 Granaten aus HH mit

    Bestes Beispiel, dass es nicht autmotatisch besser wird, wenn man einen modernen, jungen Trainer holt.