Beiträge von Pokalheld

    Der Mensch ist zwar lernfähig. Aber oft setzt der Lernprozeß erst hinterher ein. Nachdem es passiert ist. Das Phänomen Klimaerwärmung ist auch deswegen ein Phänomen, weil es hier eher um die Zukunft geht. Die ist noch nicht passiert.


    Klar, den Beginn der Erwärmung haben wir in jüngerer Zeit erlebt. Aber das heutige (18.09.2019) Klima ist nicht Ergebnis des heutigen (18.09.2019) menschlichen Treibens. Es ist vielmehr Ergebnis der letzten Jahrzehnte. Das, was wir heute (18.09.2019) machen, bekommen wir erst später auf der Rechnung serviert. Das macht mich skeptisch. Heute verzichten/verändern, damit wir in 50 Jahren davon profitieren? Das ist eher nicht die menschliche Lernweise.


    Wir sind ja auch eigentlich schon zu weit gegangen https://de.wikipedia.org/wiki/…g_the_Paris_Agreement.jpg


    Die Tatsache, daß wir nur 1 Planeten haben und dennoch die Ressourcen von mehr als anderthalb Planeten beanspruchen, kann keinen rechtzeitigen Lerneffekt zeigen. Immerhin werden wir wissen, woran es gelegen hat. Für so viel Hirnschmalz hat es gereicht https://www.umweltportal.nrw.de/oekologischer_fussabdruck

    Warum sollen denn Konsumenteninteressen (unter Zuhilfenahme moderner Technik) nicht organisierbar sein.

    Mitgekriegt, wie schwer es ist, eine Nährwertampel auf Lebensmittelverpackungen zu bekommen? ;)


    Ja, ansonsten Zustimmung. Einfach 'n QR-Code auf die Verpackung und da in einheitlichem Layout alle Infos übersichtlich draufschreiben, die interessieren. Fettgehalt, CO2-Bilanz, abgeführte Körperschaftsteuer, Arbeitsbedingungen der Ernteleute, enthaltener Recyclinganteil etc. Das wäre organisierbar. Wird bloß nicht kommen. Würde als Bürokratie abgelehnt werden. Denn da wären Kennzahlen und Richtwerte zu ermitteln, das würde schon ein wenig Mühe machen. Das gläserne Produkt ist jemand anderes ;)

    Hm. Verantwortung des Verbrauchers gibt es meines Erachtens nur in einem sehr kleinen Maßstab. Erstens braucht man die Kohle dafür. Zweitens braucht man das Wissen darüber. Drittens braucht man Interesse daran. Viertens braucht man Möglichkeiten dafür. Teure Textilien etwa sind kein automatisches Indiz für bessere Umwelt- und Sozialstandards.


    Zum Glück erkenne ich mit der Erläuterung hinterher ich nicht mehr so viel Verantwortung des Verbrauchers. Ein niedrigerer Preis ist immer attraktiver als ein höherer Preis, das liegt in der Natur der Sache. Der Verbraucher kann aber nicht darüber bestimmen, was teuer und was günstig zu sein hat - schon gar nicht aus ökologischen Erwägungen heraus. Da wäre schon wieder jemand anderes am Zuge, das in die Wege zu leiten.


    Ordnungspolitisch wurde zumindest in der Vergangenheit ein ganz anderer Weg gegangen. Atomkraft und Dieselsubvention nach der Ölkrise 1973, zum Beispiel. Die Dienstwagenförderung, zum Beispiel. Verzicht auf Kerosinsteuer, zum Beispiel. Und der Stolz einer jeden Region: Der eigene, kleine Flughafen. Das Tor zur Welt für 19,95. Aber auch der Zollverzicht auf Waren, die nicht mehr hierzulande hergestellt werden, sondern unter Dumpingbedingungen an anderen Orten. Oder die Lockerungen in der Werbung. Splitscreenwerbung, die mich zum Glücksspiel verführen soll. Rauchen soll ich nicht mehr, die Werbung dafür wurde runtergefahren, aber mit sonner App kann ich darauf wetten, ob Ducksch die nächste Ecke schießen wird. Olli Kahn sagt ja. Undallesoyeah.


    Es wird ja nun wirklich vieles versucht, damit der Verbraucher bloß nicht das "richtige" einkauft. Oder in den richtigen Mengen. Oder auf dem richtigen Wege. Oder zur richtigen Zeit.

    Das erinnert mich an: https://twitter.com/fietsprofe…tatus/1171863380241637377


    Kurz: Man denkt, durch bessere Mobilität käme man schneller ans Ziel. Als wenn die Distanzen zwischen Wohnen, Arbeiten und Einkaufen feststehen würden. Tatsächlich jedoch ist es die Fahrzeit, die feststeht. Die Distanzen sind es, die flexibel sind, sie wachsen.


    Das ist Ergebnis falscher Politik. Autogerechte Städte waren falsch. Ließe sich korrigieren. Dauert natürlich. Fehlende bezahlbare Wohnungen wurden absichtlich herbeigeführt. Ließe sich korrigieren. Dauert natürlich. Die Lärmbelästigung steigt. Ließe sich korrigieren. Die Städte werden in Sommern noch wärmer als die Umgebung. Ließe sich korrigieren. Fossile Energieträger waren falsch. Ließe sich korrigeren. Dauert natürlich. Luftqualität ist ein Thema geworden. Ließe sich korrigieren. Stau und Parkplatzmangel stehen für Platzmangel, kleinere Mobilitätslösungen werden offenbar gebraucht. Ließe sich korrigeren. Dauert natürlich. Sicherheit im Straßenverkehr ist ebenfalls nur schwer mit tonnenscheren Blechkisten zu vereinbaren. Ließe sich korrigieren. Aber das regelt wahrscheinlich der Markt.


    Genauso wie das Filialsterben der Banken und Poststellen, wie das Ersetzen kleiner Tante Emma-Läden, Supermärkte, Drogerien, Boutiquen, Schreibbedarf- und Gartenläden und Imbißbuden durch diese überdimensionierten 08/15-Standardbauten an den Ausfallstraßen, die für Autos designt wurden und die man auch am liebsten nur mit dem Auto ansteuern möchte. Links das goldene M, Hornbach, Jet, Takko, Reno, FitX, Aldi und Kik, rechts Lidl, ATU, Shell, BOC auf Bike, Burger King, Staples, Subways und Reifenprofi. Jede Stadt hat mindestens genau so eine Straße. Die Discounterhölle. Sieht überall gleich aus. Von der Autobahnabfahrt bis zum Cityring. Vierspurig mit aufgemaltem Radweg und mit Werbeanhängern als Dauerparker auf dem Parkstreifen. Alles komplett für die Mülltonne. Wenn das SimCity wäre: Neue Stadt starten. Wollen Sie vorher abspeichern? Nein Danke.


    Die Politik will das nicht ändern. Ich bewundere die Friday for Future-Bewegung inzwischen für ihr Durchhaltevermögen. Ist doch keine Welle, die nach vier Wochen abebbt. Aber es ist noch keine Entscheidung herbeigeführt worden. Ich habe mir mal den Radwegeplan 2030 für meine Stadt angesehen. Ich habe mir zwei Protokolle von Bürgerbeteiligungsverfahren in meinem Stadtteil durchgelesen. Ich habe gesehen, daß der Anteil der Radwegeförderung durch den Bund "erhöht" wird, sprich gesenkt wird. Also wenn das die Lösungen sein sollen, dann will ich das Problem wiederhaben. Hier werden nur Piktogramme erwogen, eine gestrichelte Linie könnte durch eine durchgezogene Linie ersetzt werden, empfundene Raserei konnte nicht vor Ort gemessen werden (drum geschieht auch nix) oder man weiß von nichts und will irgendwann mal was prüfen. Als wenn man nicht wüßte, wie man die gefahrene Geschwindigkeit reduzieren könnte. Auch das wurde im Vision Zero-Video von bicycledutch kurz und anschaulich erklärt, das ich hier zirka acht Mal verlinkt hatte. Will mir die Stadtverwaltung ernsthaft erklären, sie wüßte das nicht? Nein, sie will das nicht. Wenn es 1,50 mehr kostet als im Etat vorgesehen ist, dann werden Fragen gestellt. Das ist wieder so anstrengend. Außerdem müßte man eingestehen, jahrzehntelang für den Holzweg gewesen zu sein. Nein, dann reden wir lieber über die Möglichkeit, mit ein bißchen Kreide auf der Straße zu malen. Malen wir auf allen Vieren wie kleine Kinder einen Radweg auf die Straße und stellen uns vor, dadurch entstünde ein echter Radweg.


    Ich traue Euch zwar weiterhin keinen Erfolg zu, aber wünschen tu ich ihn Euch übermorgen.

    Ich weiß nicht, ob der Trainerstuhl wirklich schon so wackelt. Das Geschwätz um Neuausrichtung, Umbruch, Philosophie und Geduld in Kombination mit den späten Spielerverpflichtungen läßt mich glauben, daß der Trainer mindestens bis November bleiben wird. Und in der Vergangenheit wurde der Trainer ja auch nicht regelmäßig zu früh entlassen. Slomka ist zudem ein Besonderer für 96 mit seiner Vergangenheit und seinem Freundeskreis.


    Also wenn Du nur winkewinke machen willst, dann würde ich ein späteres Spiel nehmen.


    Zum Spiel kann ich im Vorfeld leider nichts sagen. Ich habe Kiel nicht mehr gesehen seit... äh... ich weiß gar nicht, ob ich die Störche überhaupt schon mal gesehen habe. Die Reli gegen Wolfsburg habe ich übersprungen gehabt, glaube ich.

    Ja, C96Brand, der Hinweis auf den Studiengang ist richtig. Aber ich hatte es so verstanden, daß der neue PC eher für den Spaß an der Freude gedacht ist. Laptops haben diesen Vorteil, daß man sie im Rucksack transportieren kann. Ich mag Desktop-PCs dennoch lieber. Bessere Tastatur, bessere Maus, größerer Monitor, günstiger Preis, leichtere Aufrüstmöglichkeiten, bessere Nackenhaltung davor. Der Nacken macht zwar mit 17 die tollsten Sachen mit, aber... man bleibt nicht ewig jung, und die Wirbel muß man sich nicht früher als nötig verbiegen. Und fürs Zocken ist ein Desktop-PC ebenfalls besser geeignet. Die Kabelage mit Maus, externer Festplatte, Netzteil und Gedöns sammelt sich eh schnell wieder an. Laptop ist was fürs Arbeiten an mehreren Orten (daheim, Hochschule, Zug), finde ich.


    Irgendwo müßten hier aber auch Experten sein, die noch was beitragen können. Bis dahin würde ich das erwähnte Hardwareluxx aufsuchen. edit: siehste

    Ich kenne mich auch nicht damit aus. Aber wenn ich eine Homepage eines PC-Ladens besuche und dort nach Spiele-PCs suche, dann finde ich auch welche für deutlich weniger als tausend Schleifen. Geht bei 230 Euro los und nach oben hin ist natürlich alles offen.


    https://kcn-computer.com/de/pc-systeme/gaming-pc-set-639/

    (Das ist so ein Laden wie MC Computer in der Langen Laube. MC war vor 20 Jahren ein heißer Tip, keine Ahnung, ob er heute noch was taugt. Die Homepage von KCN finde ich für diese Zwecke übersichtlicher als die von MC.)


    Die günstigeren haben dann keine 8 Gigabyte-Grafikkarte. Vielleicht ist das Preistreiber. Frag deinen Sohn mal, welches Spiel die meisten Rechnerkapazitäten braucht. Und ob es dann diese Grafikkarte sein muß. Über die Homepage "Can you run it" kann man testen und nachsehen, welcher PC welches Spiel händeln kann.


    https://www.systemrequirementslab.com/cyri


    Generell wäre meine laienhafte Einschätzung: Jawoll, irgendeine Art von Computer im Haushalt ist eine sehr nützliche Sache. Gegen das Daddeln an sich ist auch nichts einzuwenden. Aber ein Spielecomputer für tausend Euro ist für mich persönlich wie eine Original Fender E-Gitarre. Es gibt Menschen, die Wert auf sowas legen. Für sie ist es schön oder sogar wichtig. Für mich ist es leicht entbehrlicher Luxus. Ich habe aber auch nie professionell Gitarre gespielt oder kompetitiv Spiele gezockt. Das heißt, ich spiele zu schlecht Gitarre, als daß eine Gitarrenmarke, Verstärkermarke oder Saitenmarke aus meinem Geschrammel den neuen Eric Claption machen könnte. Und wenn ich beim Zocken verloren habe, dann lag das nicht am ruckelnden Bild, sondern an meiner fehlender Übung, fehlendem Talent, fehlendem Ehrgeiz. Ich habe nur zum Zeitvertreib gespielt, nicht um Turniere zu gewinnen.


    Der entscheidende Unterschied zwischen PCs und E-Gitarren ist allerdings: Bei PCs geht der technische Fortschritt immer weiter, die Komponenten werden jedes Jahr billiger oder bieten mehr fürs Geld. In zehn Jahren ist der teuerste Spiele-PCs von heute wertlos. E-Gitarren hingegen werden nicht besser. Sie können wertvolle Sammlerstücke werden. Die berühmtesten Gitarren sind irgendwie alle Baujahr 50er Jahre.


    Kurz: Klar, wahrscheinlich ist die Kiste cool. Aber noch wahrscheinlicher ist, sie tut in der Konfiguration nicht Not.

    Klein Pokalheld hat vor Jahrzehnten auf einem grauen Plüschkissen geschlafen, aus dem man auch Schere und Pflaster herausnehmen konnte. Aber ich finde gerade keines. Höchstens finde ich was abwischbares. Als wenn die da auch mal die Bestimmungen geändert hätten.


    PS: Pannenhilfesetpflicht für Fußgänger!

    Ich habe weite Teile des Spiels gar nicht richtig gesehen. Erst kam ich vom Einkaufen drei Minuten zu spät (hatte mich auch nicht sonderlich beeilt). Dann hakte der Stream, aber ich habe den Einkauf erstmal eingeräumt (nicht sonderlich beeilt). Dann nach 25 Minuten kamen die ersten hakeligen Streams zustande. Was ich dann sah, hat mich nicht mitgerissen. Hab 'ne Pizza nebenbei gegessen und ein bißchen rumgesurft.


    Habe zwar viele viele Rochaden gesehen. Felipe mal zentral, mal links. Korb und Horn mal hinten, mal vorne. Anton überall. Prib mal halblinks, mal linksaußen. Aber ich habe nicht gesehen, daß damit ein Effekt erzielt worden wäre.


    Hinten zwei individülle Fehler. Vorne nüscht. Insgesamt kein Tempo, keine Präzision, keine konstruktive Leidenschaft. Jeder für sich mag sich ganz doll viel Mühe gegeben haben. Vor allem Teuchert zum Schluß. Aber als Kollektiv griff da kein Rädchen ins andere, um ein Powerplay entstehen zu lassen. Ich verstehe den Kommentator, wenn er sagt, Bielefeld hilft sich gegenseitig, 96 nicht.

    • In Stuttgart okay angefangen, dann wurde der Gegner stärker und gewann verdient. 96 mit einem Platzverweis (Ostrzolek), Zieler und Maina mit dicken Patzern. Slomka... sagen wir mal... nicht mit dem glücklichen Händchen bei Wechseln. Die Ampelkarte war absehbar.
    • Gegen Regensburg das Spiel diktiert, aber nur knapp geführt und einen Konter eingefangen. 96 verursachte einen Elfmeter (Felipe). Maina patzte wieder. Slomka... sagen wir mal... nicht mit dem glücklichen Händchen bei Wechseln. Mainas Müdigkeit war absehbar.
    • Im Pokal sang- und klanglos gegen Karlsruhe ausgeschieden (ein Jahr vorher: 6:0). Dicke Patzer von Prib.
    • Ein rundum solider Auftritt beim Tabellenschlußlicht Wehen.
    • Bemühte Ideenlosigkeit daheim gegen das Kleeblatt. Bakalorz mit einem Patzer, oder? Geschlafen beim Doppelpaß, war das gegen Fürth?
    • Sang- und klanglos beim HSV. Alles ging über unsere linke Abwehrseite und es wurde nichts dagegen unternommen. Bakalorz schlief zwischendurch schon wieder.
    • Bemühte Ideenlosigkeit daheim gegen die Bielefelder Freunde. 96 mit einem Platzverweis (Anton) und einem verursachten Elfmeter (Felipe). Slomka... sagen wir mal... nicht mit dem glücklichen Händchen bei Wechseln. Die Ampelkarte war absehbar.

    Zwei Riesenprobleme: Die groben Fehler, die zu Gegentoren und Punktverlusten führen, wurden nicht abgestellt. Die hatten wir letztes Jahr schon. Es sind jedes Mal andere, die patzen. Ohne Ostrzolek und Bakalorz wird es nicht besser. Ohne Felipe war es auch nicht besser. Ohne Maina schon gar nicht. Problem zwei: Das Angriffsspiel funktioniert nicht. Das hatten wir letztes Jahr ebenfalls schon. Keine Standards, keine Flanken, kein Spielaufbau, nicht mal kick 'n rush können sie.


    Ich habe die Kaderplanung 2015 gesehen und die Saison danach. Ich habe die Kaderplanung 2018 gesehen und die Saison danach. Ich habe die Kaderplanung 2019 gesehen und jetzt habe nicht mehr die große Lust. Seit März Planungssicherheit, aber erst im September zwei MFler holen, während der Angriff dünn bleibt. Haha, neenee. 16 Spieler abgegeben, 9 geholt. Hat sich was geändert dadurch? Aus Gewohnheit schalte ich noch ein. Aber bei den Micky Maus-Anstoßzeiten nehme ich mir vielleicht auch mal was anderes vor.