Wat is in Hannover los???

  • könnte auch unter Alltagserkenntnisse

    Panorama am Zoo

    Ich war am Sonntag dort und habe die Gelegenheit genutzt, es mir wegen des Entdeckertags kostenlos anzuschauen.
    Normal kostet es ja für Erwachsene 9,80 Euro Eintritt. Das war mir für die von mir erwartete "Diashow auf Großleinwand" sonst immer zu teuer.


    Erste Erkenntnis war, daß es sich noch nicht einmal um eine "Diashow" handelt, sondern daß der Turm einfach nur von innen mit einer normalen Fototapete beklebt ist, die abwechselnd hell und schummrig beleuchtet wird. Würde ich selbst für nur 1 Euro nie nochmal reingehen.

    Zweite Erkenntnis: Ich bin anscheinend ein Kunstbanause oder sowas, denn von Unmengen anderen Besuchern wird das Ding im Internet trotz des hohen (in meinen Augen unverschämten) Eintrittspreises in höchsten Tönen gelobt. :grübel:

  • Jo, die Regenwaldgeschichte in Leipzig hatten wir auch gesehen.


    War ganz nett. Nicht, dass ich davon meinen Enkeln erzählen muss aber nett.

  • Grundsätzlich sollen die Menschen im öffentlichen Dienst für ihre Arbeit gut und ausreichend bezahlt werden und natürlich haben Sie auch ein Recht dafür zu kämpfen. Das dies dann leider meistens nicht die richtigen trifft (den "Arbeitgeber") sondern die Bürger ist nun mal halt so.


    Aber ich finde, in einer Zeit in der aufgrund der Corona Maßnahmen hunderttausende in Kurzarbeit sind oder um ihre Jobs kämpfen, viele Selbstständige um ihre Existenzen kämpfen und fürchten und das öffentlichen Leben grade erst wieder anläuft, ist es falsch, dass eine Berufsgruppen mit - im Allgemeinen - recht sicheren Jobs zu Streiks aufruft.

  • Ich hatte schon geschrieben, die Gewerkschaft hatte ein Verschieben angeboten, unter Zahlung eines Inflationsausgleich für die Zeit.

    Die Reaktion der AG: Derzeitigen Stand auf 3 Jahre einfrieren.


    Beschwer dich da!


    Zu sicheren Jobs, ja, momentan. Wir nennen es deshalb "gesicherte Armut"

  • Was für ein dämlicher Kommentar.


    Da reißt niemand die Fresse auf. Da nehmen Menschen ihr gutes Recht wahr. Das es vielen anderen zur Zeit sehr beschissen geht, ist kein Argument dafür, dass die Mitarbeiter im ÖD nicht für bessere Bezahlung/Arbeitsbedingungen eintreten dürfen.


    Billiger wäre es natürlich, wenn wir einfach wieder applaudieren würden :engel:

  • Ich kriege den Zusammenhang zwischen Verzicht des ÖD auf eine Tariferhöhung und der von Kurzarbeit Betroffenen nicht zusammen.

    Wenn Verdi auf den Tarifkampf verzichten würde, welche positiven Folgen sollte das für die von der Corona-Krise wirtschaftlich Betroffenen haben?


    Btw: wir hatten doch vor einigen Monaten die Diskussion über die Überbrückungshilfen und sonstige Gelder. Da sollte der ÖD pronto die Anträge bearbeiten, unabhängig von Ausstattung und Arbeitsbedingungen.

    Dem Pflegepersonal hat sofort und stante pede zugemutet, Arbeitszeiten und -bedingungen der Situation anzupassen.

    Dafür gab es Geklatsche und ein paar warme Worte.

    Es mag ja Menschen geben, die dafür und aus reinem Idealismus arbeiten. Die Grundlage unseres heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems ist das aber nicht. Da geht es um gerechten Lohn. Und den bekommt man i.d.R. nicht freiwillig.

  • Ich sag mal so, die Streikenden sind nicht unsere Gegner. Würden die Arbeitgeber, egal ob öffentlich oder privatwirtschaftlich, ordentlich vergüten und wären sie auf das Wohl der Angestellten und Arbeiter bedacht, dann bräuchte nicht gestreikt werden. Ist in unsere kapitalistischen Welt aber nicht so.


    Natürlich stört ein Streik den Betriebsablauf und er nervt unter Umständen diejenigen, die davon betroffen sind. Aber auch wenn meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, bringe ich den Streikenden gegenüber immer Verständnis und Sympathie auf.


    Ganz perfide wird es, wenn Streikende gegen Kurzarbeiter in Stellung gebracht werden. Neid und Missgunst unter den Wenigvermögenden hilft nur den Vielvermögenden.


    Zur Geschichte des Streiks eine kleine Lektüre:


    https://www.dgb.de/uber-uns/be…ab-11e9-9f88-52540088cada

  • Ich kotze hier gleich im Strahl.


    Was hat es mit Doppelmoral zu tun, wenn die, die für die Daseinsvorsorge da sein müssen auch da sind und das vergütet kriegen?


    Was meinst du, was hier, gerade jetzt, wäre, wenn wir nicht da wären?


    Gerad heut hab ich Mio angewiesen, damit Schulen coronageeignet digital ausgestattet werden können. Es sind nur Mio im höheren einstelligen Bereich, da wir nur für berufsbildende- und Förderschulen zuständig sind.


    Stell dir vor, auf einmal kommt keine Sozialhilfe auf die Konten der Empfänger, keine Asylgelder, keine anderen Fördergelder,...

    Keine Bauanträge werden bearbeitet, es gibt keine Führerscheine und KfZ-Anmeldunge, kein Gesundheitsamt, Kindergärten,..., alles nicht mehr möglich,


    Ich denke, es ist einigen immer noch nicht bewusst, was dieses Coronading eigentlich wirklich in der Gänze bedeutet.


    Derzeit arbeiten viele wie ich. 2 Stellen in eins, weil Neubesetzungen nicht funktionieren ("der/die neue ist jetzt in Sachen Corona unterwegs, mal eben abgezogen", ist dann die nette Begründung).


    Ich nehme am kommenden Montag meinen ersten Tag Urlaub in diesem Jahr, 1 Tag, und das auch nur, weil er aus dem letzten Jahr ist. Das ganze ist aktuell nur durchzuhalten, weil wir viel von zu hause aus arbeiten dürfen und das merklich die Krankheitstage reduziert. Das Thema "Ansteckung" ist halt vom Tisch und man versucht zu schaffen was geht, damit die Kollegen nicht noch mehr belastet werden.


    Aber der Bürger, für den wir uns diese Mühe machen, der ist sauer. Der will sein Geld lieber in Urlaube, Autos oder sonstige schöne Dinge stecken. Und freie Fahrt für freie Bürger oder so