Martin Kind

  • Das treibt mich wirklich auch in Ansehung dieses unsäglichen Filmchens um, und deswegen stelle ich es auch hier noch einmal ein:


    Ich stelle mir vor, ich wäre ein Investor und möchte 50 Millionen Euro in einen Proficlub der Bundesliga investieren.


    Da gibt es dann zur Auswahl ...


    ..... die Clubs mit Vereinsstruktur, in denen ich durch demokratische Mittel Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen gewinnen kann (durch Überzeugung oder durch möglichst viele Neueintritte meiner gesponsorten Mitarbeiter zB.),


    ... die Clubs, in denen ich Gesellschaftermehrheiten oder Aktienmehrheiten erwerben kann ...


    ... und dann gibt es den Club mit dem Hannover-Modell, in dem ich mindestens für eine ganze Generation komplett dem Willen von Martin, Alexander und dem Musiker ausgeliefert bin.


    Zwangsläufig entscheide ich mich aufgrund streng rationaler Überlegungen für Martin, Alexander und den Musiker. :rofl:

  • Gehört zwar nicht hierher, aber kennt jemand diesen Ossy persönlich?


    Kenne nur Dete über's Eck. Der hat vor zwei oder drei Jahren aber mal geäussert, dass Ossy von Fußball überhaupt keine Ahnung habe und es für ihn nur ein Job ist.

  • (...) dass Ossy von Fußball überhaupt keine Ahnung habe (...)


    Ossy und Martin sind Brüder im Geiste. (...)


    By the way, ich hab von diesem Fußball auch keine Ahnung. Bedeutet das dann, dass wir Drillinge sind (oder zumindest Brüder ... das geht ja auch, ohne Drillinge zu sein :p )?


    Also ehrlich gesagt, fühle ich mich als Einzelkind eigentlich ziemlich wohl (ohne diese Bagage)! :trinken:

  • ich frage mich schon länger, ob es bezahlte leute gibt, die für das konstrukt und kind in diversen öff medien/foren werben und meinung machen sollen. dieser eindruck verstärkt sich mit solchen videos und kommentaren immer mehr.


    Ist doch mit Sicherheit die gleiche Agentur, die auch für die Sparkassenversicherung dieses Video gemacht hat.

  • Was ich ja alles noch verstehen kann, ist dass sich Maddin und Co. versuchen, möglichst gut zu verkaufen und entsprechend zu agieren. Dass die Spieler ein Banner hochhalten... geschenkt. Aber was ich nach wie vor völlig abwegig und faszinierend finde, wie man bei den Abteilungsleitern tatsächlich glauben kann, dass dieser ganze Scheiß auch nur irgendeinen Vorteil für den e.V. bringt. Das meine ich ganz unabhängig von 50+1 oder nicht. Dieser sogenannte Grundlagenvertrag und die jährlichen Almosen für den e.V. sollen besser sein als das "Frankfurt-Modell" z.B. ? Ernsthaft?

  • Dahinter steckt eine Menge Grundvertrauen. Einige kennen noch die Zustände und Verhältnisse im Verein und ihren Sparten, welche vor dort vor 20 Jahren (bzw. schon lang davor) herrschten und welches Unglück ihnen die Fussballer damals beschert haben.


    Im Gegensatz dazu herrschen heute sehr gute Zeiten, auch wenn sicher nicht alles Gold ist, was glänzt. Hinzu kommt ...es sind halt nunmal keine Fussballer, selten Fussballfans und erst recht keine Leute mit allzu großem Verständnis für Fussballfanbelange.


    Das macht es leicht, wenn es um die Frage geht, wem man hier vertrauen soll.


    Wenn dann beispielsweise bei Gelegengeit auch noch so einfach verwesende Leichen aus dem Keller gehoben werden können, die dann auf der Fussballfanseite herumstinken (Stichwort Baumarktparkplatz), wundert es mich noch ein Stück weniger.

  • Mal ganz ehrlich. Meine Oma hätte das durchschaut. Und die hat nicht ein Fußballspiel in ihrem Leben gesehen. Aber man muss doch in der Lage sein, zwischen Hannover 96 und den 17 anderen Clubs der Liga zu vergleichen. Und wenn ich dann sehe, was Eintracht Frankfurt e.V. von der Fußball-Profigesellschaft jährlich bekommt und was da für 96 im Raum steht, dann macht Omma ebene einen Zettel und rechnet und gibt dem Maddin eins hinter die Ohren.


    Nee, so billig lass ich das nicht durchgehen, svenny. Das ist eine ganz transparente Rechnung. Markenrechte zurückkaufen dürfen und dann jährlich an die Profis vermieten. Da fließt ganz schnell mehr Kohle als der doofe Grundlagenvertrag jemals ermöglicht. Und diese Scheinsicherheit beim Neubau? Wieso keine echte Bürgschaft, wenn man doch so sicher ist, dass das alles klasse für den e.V. ist? Vor allem, wo man den privaten Gesellschaften rund um 96 doch zu Spottpreisen wertvolle Immobilien des e.V. überschrieben hat? Also als Abteilungsleiter erwarte ich da mehr Recherche und eine entsprechende Abwegung der Vor- und Nachteile, natürlioch noch mehr von Vorstand und AR, aber hier wissen wir ja alle, wie da der Hase läuft...

  • Es ist doch ganz einfach: Kind hat den Abteilungsleitern ganz offensichtlich gesagt, dass sie lediglich die Brotkrumen bekommen, die er ihnen gewährt. Entweder sie kuschen und unterstützen seinen Weg oder der e.V. geht Pleite.

  • Sujo


    Unsere Omas waren ja auch pfiffig. ;)


    Die haben ganz andere Sachen durchgestanden und ich erinnere mich da gerade an einen Prozess, den meine Oma gegen einen Funktionär ihres Vereins angestrengt (und gewonnen) hat, weil dem der Tierschutz wohl wesentlich weniger wichtig war, als seine eigene Reputation und die Vorteile in der Funktion eines Kleinstadtvorsitzenden. Aber das würde zu weit führen, auch wenn es vielleicht ein Stück weit passen könnte.


    Verabschiede Dich mal von der Fussballerdenke und dem Blick in die Liga. Klar, trotzdem hast Du Recht ... da ist viel Klüngel und auch Bequemlichkeit im Verein. Aber geh davon aus, dass das auch einer gewissen Grundzufriedenheit und diesem Grundvertrauen geschuldet ist.


    Bisher war doch alles gut, also für die Sparten. Man wächst und gedeiht. In solchen Zeiten ist Revolution halt nicht so sehr gefragt und nochmal ... die Fussballer sind aus deren Sicht eh scheisse. Insbesondere die Mitglieder.


    Du erlebst den Spartenleiter Leichtathletik auch Jahr für Jahr. Der steht doch nicht alleine, auch wenn seine (extrem laute) Meinung gar nicht gänzlich geteilt wird ... an der einen oder anderen Stelle setzt immer Kopfnicken ein und das hat dann auch mit dem eigenen Scheiss zu tun, der hier eher selten diskutiert, als eine Art Brauchtum dargestellt oder bei dem dann schnell die Unschuldsvermutung beansprucht wird.


    Funktioniert halt nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Svennypenny ()

  • Svenny... nicht dass Du mich falsch verstehst, ich erwarte nicht, dass die sich in die Fußballerdenke versetzen. Ich erwarte, dass sie nachschauen, wie das an anderen Standorten mit Ausgliederung der Profis aussieht. Und da bin ich ziemlich sicher, bekommt der e.V. überall mehr von den Profis als in Hannover. Da bekommt er derzeit ja lediglich die Gelder aus den Fördermitgliedschaften (die natürlich in erster Linie nur wegen der Fußballer und den dortigen Vorteilen existieren).


    Folklore hin oder her, das Hannover-Modell sieht ja eine komplette Trennung des e.V. von allem was mit den Fußballern zu tun hat, vor. Also wird man die eh los. Aber das kann ja nicht dadurch erkauft werden, dass der e.V. komplett mit Almosen abgespeist wird. Ich finde, wenn man sich mit all dem als Abteilungsleiter nicht auseinandersetzen möchte, sollte man halt auch keinen offenen Brief unterschreiben. So ist es halt einfach nur dumm. und am Ende kann keiner von denen sagen, das hätte man ja auch nicht gewollt....

  • Es ist doch ganz einfach: Kind hat den Abteilungsleitern ganz offensichtlich gesagt, dass sie lediglich die Brotkrumen bekommen, die er ihnen gewährt. Entweder sie kuschen und unterstützen seinen Weg oder der e.V. geht Pleite.


    So hat er es ihnen natürlich nicht gesagt. Die AL's sind ganz berauscht davon, (vermeintlich) Teil des Ganzen zu sein, regelmäßig mit dem allergrößten GröPaZ Deutschlands weltweit regelmäßig eine Audienz zu haben, und einmal im Jahr zum Spargelessen eingeladen zu werden. Das langt schon hin.

  • Sujo


    Ich glaube, Du überforderst die mit Deinen (berechtigten) Erwartungen. ;)


    Ansonsten bin ich ja durchaus Deiner Meinung, aber vielleicht auch ein Stück weit desillusionierter. Du beklagst diese Eindimensionalität ja nicht zu Unrecht und im Verein werden solche Fragen viel zu wenig/selten gestellt, von einer echten Diskussion mal ganz zu schweigen.


    Aber nochmals ... die Fussballer haben den Verein beinahe in den Abgrund gerissen und das wurde nicht vergessen. So erklärt sich auch die breite Mehrheit für die Ausgliederung, die ja erst heutzutage zu einer Minderheit wurde.


    Zudem wird davon ausgegangen, dass es auch weiterhin genug Mitglieder und Fördermitglieder geben wird, die den Verein absichern. Der Erfolg von Hannover 96 wird in den Sparten gänzlich anders bewertet, da ist weitaus weniger Wasser im Wein. Weil hier Dinge schlicht keine Rolle spielen, welche für (einen Teil der) Fussballfans immens wichtig sind.


    ProVerein, die Nord bzw. deren Oberrang, das Fanmag ... deren Meinung und Belange, das sind alles keine Fragen von Wichtigkeit. Womit wir wieder bei der Eindimensionalität angekommen wären (aber vielleicht auch ein klein wenig an der eigenen kratzen).


    Wie auch immer, können wir weiter beklagen, ändert aber nix. :krank:



    Noch ein Edit: Linden hat recht. Nur weil wir Hannover 96 für etwas ganz großes halten, heisst das nicht, dass es sich groß anders verhält, als im Karnickelverein von Pusemuckel.


    Die Leute und das Handeln bleiben gleich ...


    ... und Hannover ist ein Dorf. ;)

    4 Mal editiert, zuletzt von Svennypenny ()

  • So erklärt sich auch die breite Mehrheit für die Ausgliederung, die ja erst heutzutage zu einer Minderheit wurde.


    Wie kommst Du darauf. Ich denke so gut wie niemand ist gegen die Ausgliederung der Profis. Das bringt dem e.V. ja tatsächlich Sicherheit.


    Ich gehe mit Dir, dass man es anders sieht im Verein, aber es geht hier nicht um Dinge die Fußballfans wichtig sind, sondern um Geld für den e.V. Und da beweisen genug andere Besipiele in der Bundesliga, dass es problemlos möglich ist, den e.V. mit reichlich Kohle zu versorgen und dennoch die ausgegliederten Profis nicht in den Ruin zu treiben. Daran MUSS man sich orientieren, will man finanzielle Sicherheit für den e.V. Und zwar vor allem deshalb, weil die privaten Gesellschaften rund um die Profis sich das ganze
    Tafelsilber des Vereins zu Spottpreisen gekrallt haben... sonst hätte der e.V. zumindest genug Grundbesitz, um seine Sparten ohne Fußball vermutlich sicher durch die Zukunft zu bringen...


    Aber wahrscheinlich ist der Einwand von Linden gerechtfertigt und ich muss mich gar nicht wundern.

  • Die Abstimmung von 99 würde heute wohl anders laufen, vermute ich. 50+1 wird als Fussballthema wahrgenommen, im Verein bzw. den Sparten sind andere Sachen von Belang. Der Rest läuft. Seit mehr als 20 Jahren mit Kind. Das erzeugt Vertrauen in sein Handeln.


    Sujo, wir sind ja einer Meinung. Ich erwarte mir aber nix mehr. Das bedeutet irgendwie halt auch ... ich hab diesbezüglich nahezu keine Fragen mehr.


    Auch wenn ich, genauso wie Du, nie ausreichend Antwort bekommen habe oder werde.