Historische Ereignisse / Heute vor xy-Jahren... Erinnert ihr euch an...?

  • seit den letzten "aktivitäten" bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob da ein unterschied ist...

  • Der 23 Mai ein für mich bedeutender Tag.


    Heute vor 14 Jahren einer der schönsten Tage in meinem Leben.
    Hannover gewinnt 1992 den Pokal in Berlin.


    Heute vor genau einem Jahr der bisher schlimmste Tag in meinem Leben.
    Der Tod meines Vaters.


    Ein Tag im Kalender den man nie vergißt.


    Achja war zwar vor meiner Zeit aber am 23 Mai 1954 wurde 96 Meister.

  • wenn das thema schon mal oben ist...


    der 23.mai ist auch der tag des grundgesetzes. seine verkündung jährt sich heute zum 57.mal.

  • Nicht zu vergessen, das Spiel was uns zum Deutschen Meister und welches den Grundstein zum gewinnen der Weltmeisterschaft gelegt hat. Wenn die Mannen um Fritz Walter nicht so grandios verloren hätten, hätten sie sicher nicht so stark an sich gearbeitet!


    Heute vor 52 Jahren. :)

  • Zitat

    Original von Steini
    Achja war zwar vor meiner Zeit aber am 23 Mai 1954 wurde 96 Meister.



    Ha, da war Discostu zu langsam!

  • :lookaround: Ich und langsam?
    ha!
    ha!
    ha!

    Homer, was machst Du denn noch hier? Die anderen sind alle schon nach hause. ;)

  • [Blockierte Grafik: http://vikingphoenix.com/photos/911-2003/wtc-1.jpg]
    5 Jahre ist es nun her...


    Ich möchte hier keine Diskussion über Verschwörung, Rache oder dergleichen starten.


    Vielleicht sich einfach nur mal daran erinnern, wie man diesen Tag damals erlebt und was man in dem Moment gedacht hat.
    ---


    Ich war damals 22 und nach 8 Monaten München wieder in meiner kleinen Heimatstadt. Mein Studienplatz in Hannover war gerade unter Dach und Fach und eine WG hatte ich auch gefunden.


    An dem Tag fuhr ich gerade gegen 15Uhr mit einem Freund zu Marktkauf als wir im Autoradio etwas von einem Flugzeugcrash im WTC hörten.
    Bei Marktkauf sind wir dann zuerst in die Medienabteilung in der die TV-Geräte angeschaltet waren und sich schon ein kleine Menschentraube davor gebildet hatte.


    Dann überschlugen sich die Ereignisse. Man hörte von weiteren Flugzeugen, die Türme stürzten zusammen und es war klar, dass das kein Unfall war.


    Meine Gedanken damals waren nur, dass das erst der Anfang, von etwas ganz Großem ist. Ich habe jeder Zeit damit gerechnet, dass im Radio/TV gemeldet wird, dass auch Flugzeuge in Los Angeles, Paris, Rom, Berlin...
    Gedanken, an einen schnellen Rachefeldzug der USA waren nicht fern.
    Der Beginn eines 3.Weltkriegs?


    Ich glaube, ich habe noch nie so lange ununterbrochen TV geguckt wie an dem Tag/Nacht...

    2 Mal editiert, zuletzt von sodapop ()

  • Ich habe damals ein Mädel in MeckPom besucht, die mich zu sich eingeladen hat. Wir hatten uns vorher erst einmal gesehen und fanden uns sympathisch, da wollte ich zum pimpern hinfahren.
    Als wir dann bei ihr im Zimmer am rumknutschen waren, erhielt ich plötzlich eine SMS von meinem Dad, ich solle mal den Fernseher einschalten...


    Zu dem Zeitpunkt standen die Türme noch. Quasi live habe ich dann am Fernsehen alles verfolgt und war völlig fix & fertig.


    Irgendwann meinte dann das (offensichtlich ziemlich naive) Mädel zu mir, ob ich denn jetzt "nicht genug Fernsehen geschaut hätte" und ob wir nicht "einen romantischen Spaziergang" machen wollten...


    Ich war völlig außer mir und habe vergeblich versucht ihr zu erklären, dass da grad tausende unschuldige Menschen quasi live sterben, sich in den Tod stürzen und die gesamte westliche Welt angegriffen wird, was bestimmt riesige Folgen für unser zukünftiges Leben haben wird!!!


    Tja, als ich mich am nächsten Tag von ihr verabschiedet habe, da wusste ich schon, dass ich so eine realitätsfremde Person nie wieder sehen werde... :nein:

  • Ich war neun Tage vorher in Kalifornien für mein Austauschjahr angekommen. Wir waren am 10.9. gerade in unser Häuschen in Davis, CA, eingezogen, und wurden am 11. morgens um 8.30 vom besten Freund meiner amerikanischen Mitbewohnerin geweckt, als der ganz aufgeregt anrief und nur meinte: "Macht den Fernseher an, sonst glaubt Ihr nicht, was ich Euch erzähle." Amber (schlaftrunken): "Der Fernseher ist noch gar nicht aufgebaut..." -- "Dann nehmt das Radio!" Aus den Radioberichten sind wir aber nicht schlau geworden, also haben wir die Glotze dann doch aufgebaut und dann die Bescherung gesehen. Die Dimension konnten wir aber erstmal gar nicht erfassen. Wo man an dem Tag hinkam, liefen Fernseher und Leute haben geweint oder waren zumindest sehr bedrückt. Tagelang waren außer gelegentlichen Jägerpatroullien keine Flugzeuge am Himmel zu sehen. Wir Ausländer haben uns später auch ziemlich Sorgen wegen des ganzen Rummels im Visa etc. gemacht, aber als "White Caucasian" hatte man eigentlich nie Schwierigkeiten.


    Ich erinnere mich noch daran, wie gedrückt die Stimmung in den Wochen danach blieb, um später einer diffusen Entschlossenheit zu weichen. Allerdings nie so, wie es dargestellt war, schließlich ist Kalifornien räumlich genauso weit von NY entfernt wie Europa. Aber trotzdem, so muss es sich anfühlen, wenn der Verteidigungsfall begonnen hat.


    Und ich weiß noch, wie sehr ich mich über die Berichterstattung des amerikanischen TVs aufgeregt habe. Zuverlässige Informationen gab es nur in der New York Times, im San Francisco Chronicle und im Internet bei den deutschen Fernsehsendern.


    Dabei hatte ich noch Glück. Eine gute Freundin, die dann später nachkam, wollte sich gerade auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt machen, um nach Los Angeles zu fliegen, als sie die Nachricht gerade noch rechtzeitig erhielt. Und ein Bekannter war gerade im Anflug auf die Ostküste, die Maschine ist dann in Halifax gelandet und die saßen erstmal ohne Informationen dort fest. Zum Glück war Petra Roth mit auf dem Flieger, die hat dann Druck gemacht, dass die Leute zumindest Informationen bekamen.

  • Ich kann mich auch noch an so ziemlich jede Einzelheit dieses Nachmittags erinnern. Ich bin so gegen 15 Uhr nach der Arbeit am Bahnhof Alfeld angekommen, meine Schwägerin holte mich ab, Sie wollte noch etwas besorgen, so dass ich allein im Auto saß. Da habe ich zum ersten mal im Radio mitbekommen, dass ein Flugzeug ins WTC geknallt ist, die Rede war da noch von einer Sportmaschine.


    Na ja, hab ich so zur Kenntnis genommen, als ich gegen 15.30 zu Hause ankam, habe ich, eigentlich entgegen meinen Gewohnheiten, das TV angeschaltet und dann wurde das ganze Ausmaß der Katastrophe mir erstmal bewußt. Na ja, dann folgte erstmal ein TV Marathon über mehrere Stunden, geschockt hat man die Live - Bilder verfolgt. Was sich richtig in meiner Erinnerung festgesetzt hat, sind die Bilder, wie verzweifelte Leute aus dem WTC gesprungen sind und dann dieses Schweigen, als die Türme in sich zusammenfielen.


    Ein paar mal hab ich mit meiner Frau telefoniert, die zu der Zeit noch auf Arbeit war, man hat ja wirklich die schlimmsten Gedanken gehabt, wie reagieren die Amerikaner ? Dritter Weltkrieg ? Was passiert hier bei uns in Europa noch ?


    Hoffe mal für uns alle, dass wir solche Erlebnisse in unserem Leben kein zweites mal verfolgen müssen.

  • meine frau und ich waren auf dem weg von polen nach hause.
    an einer bp-station wollten wir was essen, bestellten ganz normal..alles war wie immer.
    bis auf die tatsache, dass einige leute zum fernseher starrten.
    jolanta pienkowska, die nachrichtensprecherin, war zu sehen, jedoch keine bilder.
    'irgendein innenpolitisches ereignis' dachte ich.
    dann spielten sie das video ein und mir blieb die suppe im hals stecken.
    mein erster gedanke: "es ist krieg". der zweite nur eine zahl...23.
    naja, die restlichen 600 km zurück wurde dann deutschlandfunk gehört (mal auf mw, kw oder lw) und zuhause angekommen gleich das tv angestellt.

  • Ich kam gerade von meinem Studi-Job und hatte mich direkt an den Rechner gesetzt. Ich wunderte mich, dass die Internet-Verbindung so unheimlich langsam war und auf Nachrichten-Seiten fast kein Zugriff möglich war. Da riefen mich meine Mitbewohnering und ihr Freund auch schon ins Wohnzimmer vor den Fernseher. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, dass wir vollkommen fassungslos und weitestgehend sprachlos stundenlang vor dem Fernseher saßen. Ich bin nur hin und wieder aufgestanden, um einen Freund per ICQ mit den neuesten Entwicklungen zu versorgen. Die Bilder haben sich sehr in meinen Kopf eingebrannt - als zum ersten Mal die der springenden Menschen gezeigt wurden, hatten wir alle Tränen in den Augen.

  • Wenn man sich 5 Jahre später wieder mit der ganzen Sache beschäftigt (man hat die ganzen Einzelheiten ja schon ein bisschen verdrängt), kann man sich kaum vorstellen, dass das alles wirklich passiert ist und man es damals auch noch live im TV gesehen hat.
    Vor dem 11.9. hieß es für die einzelnen Generationen, je nach dem aus welcher man stammt "Wo warst du als die israelische Mannschaft entführt/umgebracht wurde?" oder "Wo warst du als die Mauer fiel?" oder "Wo hast du die Nachricht von Lady Di's Tod gehört?"
    Ich denke mittlerweile ist so eine Frage bei allen Generationen die selbe.


    Also ich weiß es noch ganz genau, als wenn es gestern gewesen wäre...
    Am 11.9.01 war ich unten bei SportCheck in Hannover und da gibt es einen großen Plasma-Fernseher, wo immer Eurosport oder sowas läuft. Ich sah dann irgendwann, dass sich dort eine etwas größere Menge versammelt hatte und ging auch mal hin. Da stand nun ein Turm des WTC's in einer riesigen Rauchwolke (zunächst habe ich das Gebäude gar nicht erkannt, um welches es da ging) und dann mussten alle Leute inkl. mir die dort standen live mit ansehen, wie das zweite Flugzeug einschlug und ein ganz großer Aufschrei ging durch die Etage. In dem Moment konnte ich das alles noch gar nicht greifen und habe mir auch keine Gedanken über die Zukunft oder was auch immer gemacht. Der Schrecken saß viel zu tief.
    Als ich später zu Hause noch von den anderen Flugzeugen hörte, dachte ich allerdings auch ans "Ende der Welt". Mussten wir jetzt auch Angst haben? Wieviele Leute müssen noch sterben? Kann ein neuer Weltkrieg ausbrechen?
    Eins war aber einen Tag später schon klar, als ich die gesamte Schule voller Kerzenlichter und Anteilnahme sah: dass dies einer der schwärzesten (oder sogar der schwärzeste) Tag der Geschichte der USA und der gesamten Menschheit war. Und diese Erkenntnis machte einen so bedrückt, dass man die ganze Sache schon wieder kaum glauben konnte.
    Mich und ich denke auch die meisten Menschen hat dieser Tag jedenfalls sehr verändert in Bezug auf Gutgläubigkeit. Seit diesem Datum hat die Welt einen bitteren Beigeschmack und man immer noch im Hinterkopf "da war doch noch was, achja der Terrorismus..."


    EDIT: @ Hylla
    Darf man fragen, wofür die 23 steht?

    Einmal editiert, zuletzt von Fulli ()

  • Ich war gerade auf der Arbeit und als eine Kollegin das erzählte, dachte ich die verarscht mich. Erst als ich die fassungslosen Radiosprecher gehört habe, habe ich es verstanden. Und dann erstmal ans Telefon gerannt, um herauszufinden, ob es meinen Freunden, die zu dem Zeitpunkt in Amerika waren und andere Freunde dort besucht haben, gut geht.

  • Auch ich wunderte mich über die langsame Internetverbindung. Dann rief mein Onkel an und meinte, ich solle sofort den Fernseher einschalten. Für den gleichen Abend hatte ich mich mit Freunden verabredet, um meinen Abschied vor dem Studium in England zu begehen. Wir haben dann den ganzen Abend vorm TV gesessen, der guten Begleitung durch Wickert und Klöppel gelauscht und darüber diskutiert.


    Mit dem Abstand von fünf Jahren muss ich sagen, dass meine Befürchtungen allesamt eingetreten sind. Nur die Attraktivität der Verschwörungstheorien dürfte durch die Folgeanschläge abgenommen haben.