Dokus, Vorträge und Experimentalfilme im Netz

  • "Corleone. Pate der Paten" (wer denkt sich solche Titel aus?)

    Herausragende zweiteilige Doku über den Aufstieg und Fall der Corleoneser Familie. Auf Amazon Prime (für umme) oder Arte (Teil 1 und Teil 2). Besonders interessant ist, dass sich da endlich einmal teils hochrangige "Ehrenmänner" zu den damaligen Geschehnissen äußern.

  • Florian Schroeder mal anders, eine kleine, unterhaltsame Reise in das Böse


    Sch(l)uss mit Lustig


    Das meiste war mir zwar bekannt, aber eine Sache tatsächlich nicht.


    Es gab bei uns früher durchaus weit mehr Tötungen von Ehemännern durch ihre Ehefrauen (bekanntlich viele Giftmorde, vergleichbar mit der senegalesischen Aussage nach dem Tod eines Mannes
    "Der hatte einen Streit mit der Köchin"). Dies änderte sich stark, nachdem Frauen das Recht bekamen, sich scheiden zu lassen. Früher war den Frauen eben kaum ein anderer Weg der Befreiung möglich.


    Dies und die Tatsache, dass die Kriminalität bei uns seit dem Verbot von Gewalt gegen Kinder merklich zurückgegangen ist, bestätigt mein Denken, dass wir es durchaus in der Hand hätten, eine friedlicher Welt zu bauen, wenn wir denen, die von Unfrieden profitieren, wirkliche Grenzen setzen könnten/würden.

  • Noch einen Einblick in das "Böse" gibt es bei Amazon: Bild.Macht.Deutschland

    Widerlich, aber auch interessant (habe selbst bislang nur die erste Folge gesehen). Ich will nicht wissen, wie es intern abgeht, wenn die Kamera dann aus ist. Oder aber es ist tatsächlich unverfälscht (ich will es Mal hoffen, denn wie es gezeigt wird, ist es schon unschön genug).

  • Kann ich nachvollziehen. Andererseits wird einfach gezeigt, wie es ist und man muss das selbst einordnen. Ich hoffe, dass das vielen gelingt. Und das ist ja auch irgendwie etwas Wert.


    Ich hätte nicht gedacht, dass man sich in so ein Rahmen so offen zeigt. Es wird über weite Strecken, als würden da AfDler arbeiten und eine Zeitung machen. Oder Querdenker. Das hat mich wirklich überrascht. Es ist schlimmer als ich es mir vorstellte.


    Und was man an Ernährung beobachten kann ist auch unter. Nur Junk Food. Ich Frage mich auch, ob ein Julian Reichelt auch ein Privatleben hat bzw. Mal abschalten kann.


    Ich kann da irgendwie nicht weg gucken.

  • Ich habe gestern In der SZ einen Kommentar zu der Serie gelesen, der eher positiv war. Z.B. das die Bild wirklich sehr nah dran am geschehen ist wie im Flüchtlingslager auf Lesbos oder direkt an der Front in Kriegsgebieten. So dicht dran sind wohl nicht viele Journalisten. Das Junk-Food und das Rauchen von Julian Reichelt war allerdings auch Thema, gut beobachtet Nils :)

  • Ich habe - ich weiß leider nicht mehr wo - eine Kritik über den Film gelesen, bei der kritisch auf den Fokus auf den neuen Bild live- Channel und den Werbeeffekt dessen hingewiesen wird.

    Also guter Film, aber mit kritischem Auge schauen.

  • werde mir den film nicht anschauen, das kotzbrockenpotenzial ist mir einfach zu hoch. möchte mich in diesen zeiten nicht auch noch mit denen belasten.


    ausserdem hat wallraf das doch vor jahrzehnten alles beschrieben (bzw sein ghostwriter gremliza.) der film kommt 40 jahre zu spät. die auflage sinkt und sinkt und sinkt, das kann auch online nicht ausgeglichen werden. die deutungshoheit wie damals haben sie schon lange nicht mehr. im vergleich zu google, youtube, facebook nur noch ein lachhaftes relikt der alten brd.


    kann natürlich trotzdem ein spannender film sein, aber die relevanz ist eigentlich nicht mehr gegeben.

  • Ich strebe mich auch dagegen einen Film zu schauen, bei dem die Bildredaktion aktiv mitwirkt. Ich verabscheue die so sehr dass ich das kaum ertragen würde.