Stimmung und Drumherum bei den 96-Pflichtspielen

  • Das offen Banner für Rechtsextreme in unserem Block "zugelassen" werden, sagt einiges über unsere "aktive Fanszene" und die führenden Gruppen darin.

    Traurig, traurig.


    Unpolitisch ist das bestimmt nicht.

    auch wieder total undifferenziert,wieso ist denn bitte schön ein "Gustav" Banner oder Abriß und Action ein offen rechtsextremes Banner dass man unbedingt kämpferisch verhindern müßte und evtl eine Schlägerei anzetteln in der Kurve...,das kann man unmöglich so stehen lassen.Also ich kannte keinen Gustav vorher und konnte das nicht einordnen,Abriß und Action ist auch erstmal nichts rechtsextremes...


    Eben davon abgesehen,dass vermutlich keiner aus dem Block wusste,was da drauf stand,ausser die besagte Gruppe bzw involvierte Personen.


    Da den ganzen Block,oder sogar noch schwammiger eine ganze "Fanszene"(was für ein schwammiger und weitreichender Begriff,wer ist denn das überhaupt?) in mithaftung zu nehmen halte ich für nicht legitim.


    Ich finde im übrigen auch,dass Hannovereint zu dieser Aktion mal etwas sagen sollte,zumindest wie sie das Problem des "High-Jacking" des ganzen Blocks aufgrund privater Grüße und so betrachten.(Edit:ich möchte das nicht verharmlosen,wenn da dieser Gustav gemeint ist der wegen Hitlergruss in Verruf ist so vor der ganzen Kurve plakativ zu grüßen,der zieht alle anderen da mit rein,nach meinem dafürhalten sollte Hannovereint das nicht gutheißen,meine Meinung.Und wenn der Typ da Hitlergrüsse macht,dann erwarte ich hier auch eine Distanzierung)


    Kann mir aber auch vorstellen,dass so eine Stellungnahme etwas dauert,sind ja viele Gruppen,die sich erst dazu äussern müssten,Hannovereint ist ja ein Dachverband von vielen...und evtl muss man sich da auch erst zusammensetzen,denke mal eine Vorgehensweise oder Stellungnahme musste ja basisdemokratisch abgestimmt werden bzw alle hinterstehen.

  • Und da du auch alles so super weißt, weißt du auch, das es ein krasses Zeichen ist, wenn sich eine Gruppe in unserem Block sowas rausnehmen kann. Mach mal bitte nicht einen auf "oh das wusste keiner....". Mag sein, das es viele vorher nicht wussten, spätestens als es hing, wussten es einige und eine Reaktion wäre möglich gewesen.

    was soll dieses persönlich werden bitte schön,lass das mal und bleib sachlich bitte.


    ...das ist nonsens,da kannst du in dem Moment nicht viel machen-vielleicht wenn du 15 stabile Leute um dich hast die alle sofort wild darauf brennen dasselbe zu tun...aber dann hast du mindestens eine Massenschlägerei in der Kurve.(Alta dat sind Hools,mit denen putzt du denn nicht auch mal eben die Tribüne)


    ...übertreib es mal nicht und fordere etwas von unbeteiligten,was für sie selbst oder andere in der Kurve gefährlich ist.


    Ganz schön verantwortungslos von dir...


    Ich muss mich nicht mit einer Gruppe Hools körperlich anlegen,nur damit ich von anderen nicht als rechtsoffen beschimpft werde,nein das geht zu weit.

  • Jaja, wusstest du alles nicht, wusste vorher keiner, okay.


    Jetzt weißt du es.


    Wie stehst du denn jetzt und in Zukunft dazu, dass/wenn diese Gruppe in der Kurve steht und dort präsent ist?

  • Gut ausgearbeitet. Also hat die Gruppe das Heft ganz einfach in der Hand. Was die Gruppe verköpert, wissen wir ja nun anscheindend. Was anderes hab ich nicht sagen wollen.

  • Jede Gruppe, die entsprechende Anzahl im Block hat und bekannt "sportlich" ist und geschlossen Auftritt ist ziemlich sicher vor jeglichen gegenteiligen Meinungen. Das ist nunmal so, keiner hier würde sich freiwillig vermöbeln lassen. Hier wie in anderen Stadien. Was man da tut? Tja...wegbleiben? Aus dem Block gehen? Gute Frage

  • Jaja, wusstest du alles nicht, wusste vorher keiner, okay.


    Jetzt weißt du es.


    Wie stehst du denn jetzt und in Zukunft dazu, dass/wenn diese Gruppe in der Kurve steht und dort präsent ist?

    es geht hier doch gar nicht um mich,...ich versuche eine Situation zu analysieren und objektiv zu behandeln(soweit es objektiv möglich ist)


    Ich bin immer dafür,dass man sich frei bewegen kann und ohne Angst vor Gewalt oder Herabwürdigung sein Leben leben kann und seine Gedanken frei formulieren kann.Egal wo,auch in der Kurve..


    Wenn jemand dem im Weg stehen sollte,dem versuche ich mit meinen Mitteln entgegenzutreten/einzuschreiten.


    Ob das jemand unter einer West Hannover Fahne ist,oder sonstwer ist mir schnuppe.

    Wohl aber werde ich mich keinesfalls gefährden,und kümmere mich ansonsten auch lieber um mein eigenes Leben und nicht um das von anderen.

  • Bin in der Tat sehr gespannt, ob es ein Statement dazu geben wird und wenn ja, wie dieses ausfällt.


    Es sollte deutlich sein!


    Ansonsten habe ich echt keine Ahnung, wie ich mich im Stadion verhalten soll. Fröhlich mitträllern wird mir dann nicht mehr möglich sein.

  • Jede Gruppe, die entsprechende Anzahl im Block hat und bekannt "sportlich" ist und geschlossen Auftritt ist ziemlich sicher vor jeglichen gegenteiligen Meinungen. Das ist nunmal so, keiner hier würde sich freiwillig vermöbeln lassen. Hier wie in anderen Stadien. Was man da tut? Tja...wegbleiben? Aus dem Block gehen? Gute Frage

    Ich war bis vor kurzem in einer Gruppe aktiv und habe mich für den kompletten Rückzug aus der Szene und einen Standortwechsel bei Heimspielen entschieden. Auswärts gar nicht mehr zur Sicherheit. Müsst ihr mir nicht glauben, ist aber so. Ihr könnt mir aber gerne glauben, dass erschreckend vieles auf Rechtsaußen stimmt und einiges noch nicht einmal zu denen durchgesickert ist, aber da wird sicherlich noch mehr folgen. Und so leid es mir tut Holger, aber es wissen viel mehr von den Aktionen als nur die betroffenen Gruppen und diese Denkweisen sind in fast jeder Gruppe anzutreffen. Bei West Hannover aber eben sehr stark. Mit der BN und RBH war eben einiges besser... die Entwicklung wird weiter gehen in Richtung rechts, weil sie die Strukturen festigen können und das Gedankengut verfestigt.

  • Sind die Ultras eigentlich von Haus aus rechts oder links?


    Wie kann man zwischen dem Mob eigentlich unterscheiden und sollte man die nicht generell aus den Stadien raushalten?

  • Der Mist stammt aus eben dieser Fanszene (I-Block und Hannovereint) - jedoch eindeutig polemisch von mir eingesetzt.

    Und das soll aber ein Grund sein, weswegen niemand hier Stellung gegen die Entwicklungen bezieht?

    Das ist zu billig.

  • Es geht einmal um die Strukturen und dann um die Inhalte. Die Brigade Nord habe ich nicht als rechts empfunden.


    Aber eigentlich ist genau das eingetreten, was viele von uns befürchtet hatten und gerade RicklingerKurve in der Debatte immer relativiert hat. Das Motto "es geht uns nur um Sport und nicht um Politik" nutzen die Rechten um ihre nicht direkten, aber leicht zu decodierendenen Botschaften zu plazieren. Dabei wird die Botschaft so groß und platzgreifend in der Kurve plaziert, daß der Rest Schwierigkeiten hat, sichvon dem zu distanzieren. Daß vorher nicht über solche Aktionen nicht informiert wird, entspricht nicht was ich unter "Hannovereint" verstehen würde. Aktuell nutzt nur eine Gruppe dieses Spielfeld, der Rest hat sich dem zu unterwerfen.

    Und der Parole "wenn Euch was stört, dann sprecht die Jungs doch im Stadion an", die auch hier von den Realitivierern angeführt wurde, hat RicklingerKurve heute brachial in das Reich der billigen Rhetorik verbannt. Au contraire: wenn du meckerst, muss du befürchten eins aufs Maul zu kriegen.


    DerRostocker

    Ich weiß nicht, woher du den Spruch "wenn die Ultras weg sind, dann kommen die Rechten wieder" hast, aber hier wurde mehrheitlich die Meinung vertreten, daß das Fehlen einer breiten Fanbase, die sich in der Roten Kurve organisiert hat, zu einem Erstarken der rechten Szene führt. Auch das scheint sich zu bewahrheiten.

  • Jede Gruppe, die entsprechende Anzahl im Block hat und bekannt "sportlich" ist und geschlossen Auftritt ist ziemlich sicher vor jeglichen gegenteiligen Meinungen. Das ist nunmal so, keiner hier würde sich freiwillig vermöbeln lassen. Hier wie in anderen Stadien. Was man da tut? Tja...wegbleiben? Aus dem Block gehen? Gute FrageIch war bis vor kurzem in einer Gruppe aktiv und habe mich für den kompletten Rückzug aus der Szene und einen Standortwechsel bei Heimspielen entschieden. Auswärts gar nicht mehr zur Sicherheit. Müsst ihr mir nicht glauben, ist aber so. Ihr könnt mir aber gerne glauben, dass erschreckend vieles auf Rechtsaußen stimmt und einiges noch nicht einmal zu denen durchgesickert ist, aber da wird sicherlich noch mehr folgen. Und so leid es mir tut Holger, aber es wissen viel mehr von den Aktionen als nur die betroffenen Gruppen und diese Denkweisen sind in fast jeder Gruppe anzutreffen. Bei West Hannover aber eben sehr stark. Mit der BN und RBH war eben einiges besser... die Entwicklung wird weiter gehen in Richtung rechts, weil sie die Strukturen festigen können und das Gedankengut verfestigt.

    Ich melde mich hier wirklich selten, aber aufgrund der Entwicklung in den letzten Monaten bzw Jahren muss ich mal mein Senf dazu abgeben.


    Ja so ähnlich wie LYR. JR geht es mir auch und ich war ziemlich nah dran an der Szene. Nur das ich gar nicht mehr ins Stadion gehe, 96 aber noch übers fanmag, Freunde die noch ins Stadion gehen und teilweise über Zusammenfassungen verfolge. Mein wegbleiben hat aber auch zu großen Teilen mit dem Verhalten der kgaa gegenüber Fans und dem heutigen Fußball Business ansich zu tun.


    Es stimmt tatsächlich sehr viel was bei Hannover Rechtsaußen geschrieben wird und meine Eindrücke aus mehreren Jahren fahren mit der Szene, decken sich mit deinen. Es gibt in fast jeder Gruppe (außer RBH und BN damals) mindestens ein paar Leute die ich als sehr Rechtsoffen einstufen würde. Traurig aber wahr. Mit dem raus mobben von RBH ist auch mindestens eine weitere kleine Gruppe freiwillig nicht mehr in n16/17 präsent.


    Bei mir fing die distanzierung mit Gesprächen während der Flüchtlingskrise, die man an Treffpunkten der Szene vor und nach den Spielen (Elena, Kneipe Deisterstr, Klickmühle etc.) oder auswärts aufschnappen könnte an. Auch beleidigungen von Mitgliedern bestimmter Gruppen, die über das normale und ruppige im Stadion hinaus gingen, während der Amas Saison gegenüber ausländischen Gegenspielern sorgten bei mir oft für Brechreiz. Nach dem G20 wurde in manchen Gesprächen, die sonst so verhasste Polizei, dafür gefeiert die "Antifa-F*tzen" ordentlich geknüppelt zu haben.


    All das und viele andere Kleinigkeiten aus eigener Erfahrung machen mir wirklich Sorgen dass unsere Ultraszene nicht mehr lange braucht um im selben Atemzug wie BS oder Cottbus genannt zu werden.

  • Diese Ultraszene sollte raus aus den Stadien. Die sollen ihren rechten oder linken Scheiß woanders machen.


    Die bringen Fahnen, Banner und Pyro ins Stadion und sehen selber nix vom Spiel, sondern feiern sich nur selber.


    Erst wenn sie am Bahnhof ordentlich was auf die Fresse kriegen, dann wissen sie ob das Team verloren oder gewonnen hat.


    Armselig sowas.


    Gibt es Leute, die meine Meinung widerlegen wollen???

  • Ach übrigens Hannovereint


    Wie verlogen...


    PS


    "Jeder, der versucht, mit Hilfe von Falschdarstellungen einen Teil der Szene zu diffamieren, ist unser Feind und wird auch wie solch einer behandelt."


    Fake News

    Enemy of the people

    Faschistenmove

    Einmal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • Die Wahrheit liegt wie immer aufm Platz bzw. themenbezogen in den Fanblocks, auswärts wie heim. Wer also Antworten sucht, der findet sie dort ganz bestimmt. Auf den Bahnhöfen und in den Zügen ebenfalls, oder sonstwo.

  • Ach du heilige Scheiße. Solches Hufeisengeschmeiße, "interessiert uns nicht" - Relativierungen und "Politik hat im Stadion nichts verloren" - Geheuchel hab ich das letzte mal in den O-Tönen aus der Fanszene in einem 11-freunde-Beitrag über die Fanszene von Eintracht Braunschweig gelesen, der zu ergründen versuchte, wie es passieren konnte, dass die so massiv von Rechts unterwandert werden konnte.

  • Zitat

    "Die gesamte hannoversche Fanszene mit all ihren Gruppen und Mitgliedern ist für jeden offen und lehnt Rassismus, Rechtsextremismus sowie jegliche politischen Extreme in allen Formen ab und tritt diesen Ansichten entschieden entgegen."

    Aha. Das Ablehnen von Rassismus und Rechtsextremismus und das entschiedene Entgegentreten lebt man bei "Hannovereint" jetzt aus, indem man offenkundige Neonazis aus Schweden grüßt.


    Erbärmlich und hochnotpeinlich. Schlichtweg dumm. Intellektuelle Bankrotterklärung.


    Edit: Was sind denn die genannten Falschaussagen? Das Hannover West mit Neonazis aus Schweden abhängt? Das dieser der dicke Trottel da aus Schweden gar kein Neonazi ist, sondern Rassismus und Rechtsextremismus eben dadurch ablehnt, dass er mit Horst Wessels-Büchern posiert und den rechten Arm hebt? Heißt seine Freundin nachher wirklich "Eva Braun"?


    Derartigen Kretins wie diesem Gustav hat man mit genau einer einzigen Haltung entgegenzutreten: Verachtung.

    2 Mal editiert, zuletzt von Second Prize ()

  • Der Text ist allerdings keine direkte Reaktion auf die aktuellen Ereignisse, sondern vom März. Also sind damit andere (angebliche) "Falschaussagen" gemeint.

  • Stscherer,auch von dir waren einige Bekannte dabei in Kiel,wohl auch ziemlich hinter dem Banner...das weißt du auch,ich wäre auch dagewesen wenn ich Zeit gehabt hätte...mein Umfeld von 12-15 Leuten waren auch da, sind eindeutig weder rassistisch noch rechtsextrem,wurden aber allesamt mit in den Topf reingezogen bei dieser Pauschalisierung der Fanszene.

    Tatsächlich weiss ich das, leider. Ich könnte dazu auch eine ganze Menge schreiben, aber dies gehört nicht ein öffentliches Forum. Doch schämen tue ich mich für jeden, der sich nicht wirklich von rechtem Gesocks distanziert - und noch mehr schäme ich für diejenigen, die im Vorfeld von der Aktion wussten und trotzdem stillgehalten oder duldend mitgemacht haben...


    Sorry, aber bei Faschisten und (Neo)Nazis gibt es nichts Anderes als eine klare Trennlinie.

  • Meine Meinung:

    Spätestens, wenn man mit einem blockbreiten Plakat politisch (oder anderswie und völlig egal von welcher Seite oder in welche Richtung) instrumentalisiert wird, ist doch Schluss mit Neutralität und "ich will nur Fußball gucken".

    Wer sich solchermaßen missbrauchen lässt und sich spätestens(!) nach dem ersten Mal nicht mal sehr genau anguckt, unter was für ein Banner man da gestellt wird, und sich nicht zumindest deutlich distanziert, gibt sich der schweigenden Zustimmung preis.


    Das ist zwar schön gemütlich und einfach, weil man ja für sich in Anspruch nimmt, nur sein Fußballding zu machen, man darf sich aber auch nicht wundern, wenn man mit denen in denselben Topf geworfen wird, die die Plakate aufhängen, hinter denen man steht.

    Bleibt die Frage der Äußerung der Distanzierung: Wenn keine erkennbare Gesprächsbereitschaft besteht oder offene Opposition zu heikel ist, ist hingehen und auf die Fresse bekommen/geben mit Sicherheit keine gute oder geforderte Lösung. Stehen bleiben und nix tun aber eben auch nicht.
    Da bleibt ja im Zweifel zumindest immer noch die Möglichkeit, einfach mal Distanz im wörtlichen, räumlichen Sinne zu üben. Ist ja auch ne klare Abgrenzung, wenn man die Hansel vor dem Plakat stehen lässt, die da stehen wollen und der Rest mal ne Reihe Platz lässt...