• STOCKFISH CHESS:Community verklagt Schachanbieter wegen GPL-Verstoß


    Golem

  • Nach Naroditski (hatte ich weiter oben mal allgemein empfohlen) macht jetzt ein weiterer GM einen "speed-run", bei dem er auf Lichess gegen Spieler spielt und die Spiele kommentiert. Es handelt sich um "Ginger GM" Simon Williams. Ich habe gerade mal reingeguckt und man kann nicht nur viel lernen, er hat auch einen hohen Unterhaltungswert.


    Englisch.


  • trotz Figurenvorteil noch verloren habe

    Ich wusste garnicht, dass es beim Schach auf die körperliche Verfassung ankommt :lookaround:

    Ich habe jetzt mit meinem zweiten Chip im Arm Waffengleichheit.


    Ich bin mit Weiß im leichten Vorteil heute im 28ten Spiel, und habe eines von vier Spielen gegen meinen Vater gewonnen in der Zwischenzeit.


    Mein Vater ist ja ein Schachspieler "von der Straße", spielt schon ewig viel, inspiriert durch mich ( und ExilRoter ) fängt er jetzt an, mit der KI und dem Internet die Theorie zu lernen und mit ihr sich weiterzuentwickeln.


    Ich bin sehr gespannt, aber ich habe mit meinem Vater den Computer zusammen entdeckt, 1982, und er gilt hier in Hermannsburg unter den Alten als der Computerexperte schlechthin, er wird das nutzen können.


    Ich versuche das nächste Mal die Partie mit ihm zu dokumentieren und dann am Computer zu analysieren.


    Egal, heute muss ich gewinnen, 17:10 sieht scheiße aus



    Nachtrag


    Dieser Dudelsack ist echt zücho

    Einmal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • Dänisch ist echt 'ne komische Eröffnung.


    Wir brauchen noch einen Wetteinsatz. Wie gesagt: Das nächste Mal nehme ich auf b2 und gewinne das auch.


    Ach so, ich hab' ja gar nicht gewonnen. :engel: Egal.

  • Gestern das erste Spiel seit fast 6 Wochen. Andro antwortet auf 1. e4 mit c5, ich versuche, nach 2. Sc3 einen Grand-Prix-Angriff zu fahren, den Lichess aber nur als "Closed Sicilian" kategorisiert. Das Spiel wird schnell untypisch, weil Andro lang rochiert, was meinen Angriff etwas blöd aussehen lässt, aber ich kann Andros Gegenangriff auf dem Königsflügel trotz ernsthafter Dauermattdrohung auf g2 abwehren, und nachdem er dort vergeblich einen Springer opfert, habe ich einen deutlichen Positionsvorteil. Ich schaffe es dann tatsächlich, diesen zu konvertieren und Andro im 36. Zug Matt zu setzen.


    Mal wieder ein richtiger Krimi. Und schön, zu sehen, dass wir immer besser werden. Erste Ungenauigkeit war erst im 11. Zug,

  • Vergeblich geopfert ist milde ausgedrückt.


    Völlig überflüssig geopfert habe ich den.


    Aber ein schönes Spiel war es, spannend und, wie Du geschrieben hast, gut von uns beiden.


    Waren wieder mal 4 schöne Stunden


    18:11

  • Unsere Spiele will ich nicht posten, dafür sind mir unsere Fehler noch zu peinlich. ;) Auch wenn es immer weniger werden.


    Aber es ist immerhin ein Spiel in der Lichess Datenbank, welches bis zum ersten Halbzug des 9. Zuges, Rochade Weiß, identisch ist. Statt 9. ... f6 kam dann 9. ...Sf6 und dann ging es anders weiter.


    https://lichess.org/wkSkU3l3#17


    Interessant ist, dass wir so falsch gar nicht gelegen haben; Schwarz greift auf dem Königsflügel an, Weiß auf dem Damenflügel.

  • Und die Schach-WM hat begonnen. Jan Nepomnjaschtschi hatte im ersten Spiel Weiß, Magnus Carlsen konnte mit einer ungewöhnlichen Variante in der Spanischen Eröffnung ein Remis erzielen.


    Ich hab' mal bei Huschenbeth und The Big Greek reingeschaut, denn die beiden haben immerhin ziemlich schnell Zusammenfassungen hochgeladen, aber Gotham gefällt mir dann doch besser in seinem Kommentar, weswegen ich den verlinke. agadmator hat auch schon eine Zusammenfassung online.


    Magnus erspielt sich mit einem Bauernopfer eine sehr aggressive Position, doch Nepo kann letztlich etwas später durch Rückgabe des Mehrbauerns die Stellung halten und dann ist die Luft raus.


  • Habe gerade online ein Spiel mit dem Manöver von Carlsen aus dem Spiel von gestern gewonnen.


    Der Gegner hatte italienisch eröffnet, aber mit a6 b5 konnte ich den Läufer nach b3 vertreiben, dann Springer a5 und abgetauscht.


    Es wurde dann nochmal haarig, weil mein Gegner dadurch, dass ich ihn auf e5 mit dem Springer nehmen ließ, mit diesem Springer und dem Turm auf der e-Linie (nach Rochade) Fesselungen und Gabeln etc. hatte, die dazu führten, dass er den h-Turm nehmen konnte, aber ich bekam die Dame nach d5, den weißen Läufer nach b7 und konnte den schwarzen Läufer auch noch einbinden, und mit seinem Springer auf h8 war sein Königsflügel dann leicht auseinanderzunehmen.


    Hat Spaß gemacht.


    Sa5 ist wohl, meinte Gotham, ein Zug, der von Menschen praktisch nie gespielt wurde, aber in den Datenbanken von Computerspielen durchaus häufig vorkommt. (Also bezogen auf das Spiel gestern, also Spanische Eröffnung und dann in Verbindung damit, dass der d-Bauer noch nicht gespielt wurde und somit tatsächlich der e-Bauer geopfert wird.)


    EDIT: In over-the-board chess wurde dieser Zug das letzte mal 1988 gespielt.

    3 Mal editiert, zuletzt von ExilRoter ()

  • Und im zweiten Spiel hat Carlssen schon wieder einen Bauern geopfert für mehr Initiative. Mit Weiß, Katalanisch, läuft gerade.


    Hab' ja lange kein Schach mehr live gesehen, aber das fängt schonmal deutlich interessanter an, als die Spiele Kasparov - Karpov anno dazumal.

  • Es gibt ja eine große Auswahl an Streams, auch wenn Jan Gustafsson dieses mal nicht kommentiert, wahrscheinlich weil er arbeiten muss, möglicherweise für Carlsen. Aber empfehlenswert ist da trotzdem der Stream, zumindest wenn man auf Englisch gucken will, von seinem häufigen Co-Kommentator Peter Svidler auf LevitovChess auf Youtube mit u.a. Kramnik und Miroschnichenko.

  • Ist ja schön, dass hier auch andere gucken. Ich hatte schon auf die Berichterstattung vom 3. Spiel verzichtet.


    Es war, zugegeben, kein spektakuläres Spiel. Aber wieder ein interessantes, weil wieder eine ungewöhnliche Variante der Spanischen Eröffnung.


    Es war aber wohl das genauste ("most accurate", also verglichen mit Computerzügen) Spiel der Geschichte der Schachweltmeisterschaft. Und in der Tat sehen wir ja genau das: Es wird durchaus versucht, durch unkonventionelle Züge ein Ungleichgewicht zu schaffen, aber bislang haben es beide Spieler, insbesondere Nepo, geschafft, in brenzlichen Situationen den einen richtigen Zug zu finden, der das Spiel egalisierte.


    Ich find's spannend. Und ich bin mal gespannt, ob wir noch ein, zwei große Spiele bekommen.

  • Heute kam Russisch aus Brett, was zu einem, für dieses Niveau typischen, Remis führte. Magnus wollte heute wohl einen eher ruhigeren Geburtstag feiern: Er war sehr gut und tief vorbereitet und überlegte lange, ob er nicht doch noch eine Zugfolge findet, die ihm einen Vorteil hätte einbringen können, bevor er die Stellungswiederholung erzwang.

    Nepo war aber auch ohne größere Probleme, da diese Eröffnung durchaus zu seinem Standardrepertoire gehört.


    Man merkt, wenn man mal von dem Ausrutscher in Partie 2 absieht, dass beide Spieler sehr genau spielen und auch am Brett zumeist die besten Züge finden, ähnlich wie schon beim letzten WM-Duell. Von daher gehe ich auch davon aus, dass in Zukunft eine andere Zeitkontrolle gespielt werden wird, mit der mehr Fehler und „spannendere“ Partien erzwungen werden.

  • Großartiges Endspiel, zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Magnus keinen Hebel mehr finden.


    Zudem war es 136 Zügen die diesbezüglich längste Weltmeisterschaftspartie aller Zeiten. Die Gewinnpartie letzte Gewinnpartie bei einer WM war übrigens vor 19 Spielen (Carlsen-Karjakin 1:0, 24.11.2016).

  • Was für ein Spiel.


    Was haben wir gelernt? Vielleicht: Lass' Super-Großmeister mehr als 7 Stunden spielen, lass' ihnen nur noch das 30-Sekunden Inkrement für die Uhr, und dann macht vielleicht doch einer von denen einen Fehler. Ein Fehler, den in dem Moment kein Mensch ohne Computer-Evaluation gesehen hätte.


    Krass.