Unser neuer Vereinsvorstand - #VorwärtsnachWeit

  • Achso: Der Kompromiß wird sein, dass die TV Gelder* neu verteilt werden um die eingetretene Umgleichbehandlung zum kompensieren. Vor dem Kartellamt müssen nicht alle gleich sein, nur die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb. Also erfolgt eine Kompensation, die TV - Gelder sind mM am Geeignesten (*denkbar ist auch eine andere Geldquelle).

  • Wenn man den drei Investorenklubs die erteilten Ausnahmeprivilegien wieder entziehen wollte, wären die daraus resultierenden Schadenersatzforderungen derartig hoch, dass die DFL und ihre Mitglieder dieses Kostenrisiko niemals eingehen können.

    und nochmal: warum ist das eigentlich so in stein gemeißelt? eine bestehende regelung ist für immer gültig? warum in aller welt ist es so abwegig, die ausnahmeregelungen mit einer demensprechenden frist wieder rückgängig zu machen?

    anfang der 90er jahre wurde das gesetzt zur meisterpflicht im fiesenlegerhandwerk gekippt. jeder hansel, der vorher hausmeisterdienste angeboten hatte, konnte sich auf einmal selbständig als fliesenleger machen. das war noch nicht mal an eine abgschlossene berufsausbildung gekoppelt mit , ich sag jetzt mal 15 jahren berufserfahrung gekoppelt.

    ende vom lied: ich hab bäder gesehen, da musstest du froh sein, wenn die glasur der fliese außen und nicht an der wand war... die fehlentscheidung wurde auch wieder zurückgenommen, zwar spät, aber immerhin.

    auch da hat man übergangslösungen gesucht und gefunden, und mir ist nicht bekannt, dass jemand von den betroffenen betrieben gegen diese geklagt hat.

    eine bestehende situation muss doch nicht ewig gültig sein. und wenn der zeitrahmen für eine umwandlung angemessen ist, sehe ich da auch wenig probleme mit eu-recht.

    und wenn da am ende bei unseren 3 spezis eine entwicklung wie bei beyer ürdingen rauskommt, bin ich da auc nicht böse drum.

  • Der Kompromiß wird sein, dass die TV Gelder* neu verteilt werden um die eingetretene Umgleichbehandlung zum kompensieren

    das hab ich sowieso noch nie verstanden. am einfachsen wäre es, den topf einfach umzudrehen, der erste am wenigsten, der letzte am meisten, fertig !

  • Ich bin da komplett bei ZLF. Alle 3 haben neben den Fußball-Kapitalgesellschaften auch Breitensportvereine, in den Fällen WOB und B04 sogar sehr groß und breit aufgestellt. (Damit unterscheiden sie sich z.B. von dem nicht beanstandeten Leipziger Konstrukt.) Warum sollte es nicht möglich sein, diese wieder stärker einzubinden?

  • Hatten wir doch schon. Die Schadensersatzansprüche begründen sich daraus, dass die drei Investorenklubs ihr jeweiliges Ausnahmeprivileg legal erworben haben.


    Und was Deine Aussage zum Kartellamtsprüfungsverfahren betrifft, so ist Dir möglicherweise entgangen, dass das Prüfungsverfahren bereits läuft und zwar auf Antrag der DFL.

    Und irgendwann hat sich mal ein Bundesligist ein Stadion ohne Dach gebaut und musste plötzlich doch eins drauf bauen weil er sonst für die kommende Saison keine Lizenz erhalten hätte. Spielregeln (Lizenzbedingungen) ändern sich, werden vereinheitlicht, die einen haben Glück und erfüllen sie, andere müssen nachsteuern.

  • Ich bin da komplett bei ZLF. Alle 3 haben neben den Fußball-Kapitalgesellschaften auch Breitensportvereine, in den Fällen WOB und B04 sogar sehr groß und breit aufgestellt. (Damit unterscheiden sie sich z.B. von dem nicht beanstandeten Leipziger Konstrukt.) Warum sollte es nicht möglich sein, diese wieder stärker einzubinden?

    Das einfachste wäre, die Spielbetriebs-Kapitalgesellschaft in eine GmbH & Co. KG umzuwandeln. Oder wie der BVB in eine GmbH & Co. KGaA wenn man die Kommanditanteile als Aktien an der Börse handeln lassen will.

  • Keine Frage: Rein „technisch“ betrachtet wäre bei allen drei Investorenklubs eine Einbindung der drei Stammvereine nach der 50+1 Regel kein Problem.


    Wie Rossi1896 bereits erwähnt hat, bietet sich hierzu idealerweise eine Umwandlung der Profigesellschaften von der bestehenden Rechtsform einer GmbH in eine GmbH & Co. KG aA an.


    Daran würde es nicht scheitern. Hier liegt nicht das Problem.

  • Hatten wir doch schon. Die Schadensersatzansprüche begründen sich daraus, dass die drei Investorenklubs ihr jeweiliges Ausnahmeprivileg legal erworben haben.


    Und was Deine Aussage zum Kartellamtsprüfungsverfahren betrifft, so ist Dir möglicherweise entgangen, dass das Prüfungsverfahren bereits läuft und zwar auf Antrag der DFL.

    Und irgendwann hat sich mal ein Bundesligist ein Stadion ohne Dach gebaut und musste plötzlich doch eins drauf bauen weil er sonst für die kommende Saison keine Lizenz erhalten hätte. Spielregeln (Lizenzbedingungen) ändern sich, werden vereinheitlicht, die einen haben Glück und erfüllen sie, andere müssen nachsteuern.

    WDJ_Lasse


    Ich gestehe Dir gern zu, dass man durchaus so argumentieren könnte, allerdings steht dagegen, dass den drei Investorenklubs die Ausnahmeprivilegien nicht zeitlich terminiert und damit auf unbegrenzte Zeit gewährt worden sind.


    Aber selbst wenn wir die Frage des Schadensersatzes einfach mal ausklammern, so besteht die eigentliche Gefahr doch vor allem darin, dass die Investorenklubs sich bei der EU gegen eine verpflichtende Unterwerfung unter die 50+1 Regel durch eine formelle Wettbewerbsbeschwerde gemäß Paragraph 227 AEUV juristisch wehren.


    Und dann bestimmt eine - für ihre ausgeprägt marktliberalen Grundüberzeugungen wohlbekannte - Dänin, nämlich Frau Margrethe Vestager final über die Frage der Wettbewerbskonformität der deutschen 50+1 Regel.


    Und das die drei Investorenklubs im Notfall auch bereit sind, diese Karte zu ziehen, haben sie in ihrer gemeinsamen Presseerklärung bereits klar und deutlich angedroht.

    12 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 ()

  • Achso: Der Kompromiß wird sein, dass die TV Gelder* neu verteilt werden um die eingetretene Umgleichbehandlung zum kompensieren. Vor dem Kartellamt müssen nicht alle gleich sein, nur die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb. Also erfolgt eine Kompensation, die TV - Gelder sind mM am Geeignesten (*denkbar ist auch eine andere Geldquelle).

    Oststadt


    Ja, das FC St. Pauli Konzept. Ein durchaus schlauer Vorschlag, der - da gebe ich Dir gern recht - zumindest in der Theorie tatsächlich dienlich sein könnte, um das bestehende Problem mit den Ausnahmeprivilegien gegenüber dem Kartellamt zu lösen.


    In der Praxis wird der Vorschlag aber - so meine Überzeugung - leider daran scheitern, dass entweder eine einvernehmlich beschlossene Umverteilung der TV-Gelder viel zu gering ausfallen würde, um den Vorteil der Ausnahmeprivilegien aus Sicht des Kartellamts ausreichend wirtschaftlich zu kompensieren oder - genau umgekehrt - die notwendige Umverteilung zwangsläufig derart umfassend ausfallen müsste, sodass die Investorenklubs einer solchen Umverteilung niemals zustimmen würden und es somit gar nicht erst zu einem einvernehmlichen Umverteilungsbeschluss kommen wird.


    Freiwillig werden die drei priviligierten Klubs niemals auf 20 Mio. Euro oder mehr pro Spielsaison verzichten.


    Es hat eben Gründe, warum auf der vergangenen DFL-Versammlung weder die Abschaffung der Ausnahmeprivilegien noch das FC St. Pauli Konzept beschlossen wurden.

    8 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 ()

  • Junge, konzentriert dich!

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    Jetzt steht da schon wieder Scheiße.

    Wer soll dir folgen, wie oft soll man den Kram von dir denn durchlesen?

    Schick doch bitte erst ab, wenn die Kunstwerke vollkommen sind.

  • Die Kritik ist berechtigt, hat aber eher weniger was mit Konzentration zu tun. Eher mit urlaubsbedingter Langeweile, da kommt manchmal eine gewisse Form der Pedanterie bei mir durch. Verzeih mir bitte diese menschliche Schwäche. 😀

  • Und bei der Zitatfunktion würde ich auch noch ein bisschen üben, sonst gibt es Mecker...


    Ansonsten tut mir das leid mit der Langeweile im Urlaub, vielleicht wären Tennis, Wandern und Bäume umarmen eine Alternative... oder schreib doch einen Spiegel-Bestseller...