• Im übrigen frage ich mich weiterhin, wie man ständig von Herdenimmunität schwadronieren und gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz pöbeln kann... aber gleichzeitig keinen Bock auf Infektion hat.


    Ist so bisschen wie das kleine Bärchen, welches den Pelz gewaschen haben aber nicht nasswerden möchte.


    Herdenimmunität funktioniert nun mal ohne Impfstoff nur über Infektion, und ohne Maßnahmen zum Infektionsschutz explodieren die Infektionen halt weiter. Ist ja schließlich Alles nicht die Villa Kunterbunt!

    "Gepöbelt" wurde gegen ZWEI DER Maßnahmen als monatelang nichts los war und man sich ein paar hundert positive Tests am Tag zusammengelogen hat. Und man die epidemiologische Notlage nicht aufgehoben hat. Jetzt haben wir 50mal so viele positive Tests und immer noch keine.


    Die aktuelle Entwicklung zeigt nur eins: Die Maßnahmen haben mit der Entwicklung der Fallzahlen wenig zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Na das sind doch mal gute Nachrichten, was draus wird wird man abwarten müssen.


    „Hemmschuh“ zwischen Wirt und Erreger: WWU-Forscher untersuchen Antidepressivum als mögliches Mittel gegen COVID-19


    [...]

    Das Team fand heraus, dass Fluoxetin sowohl die Aufnahme von SARS-CoV-2 Viren in die Zellkultur als auch ihre Weiterverbreitung hemmt, ohne dabei Zellen oder Gewebe zu beschädigen.

    [...]


  • Normalerweise hab ich so meine Probleme mit solchen Bildern (Würfelspiel), weil ich keine Spielerin bin.

    Genau das hab ich mich auch gefragt, wir haben immer noch die gleichen Beschränkungen, teilweise sogar wieder mehr aber steigende Zahlen. Im Fernsehen versuchen sie zu ergründen woran das alles liegt. Hier ein Artikel dazu:


    Warum die Fallzahlen steigen


    Aber der Artikel trifft ziemlich genau meine Gedankenwelt und den daraus entwickelten Umgang mit der Situation.


    Eigentlich empfinde ich weniger Ratlosigkeit ob der Entwicklung der Zahlen, dafür umso mehr ob des Unverständnisses vieler darüber.

  • Gestern waren 3 von 6 hannoverschen Krankenhäusern für die Aufnahme von Covid-Patienten abgemeldet. Ein weiteres hatte nur eine Notreserve auf einer eigentlich voll belegten Intensivstation. Bei den zwei verbleibenden Häusern weiß ich es nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass es viel besser aussah. Ich hoffe echt, es bleibt bei deiner fundierten Einschätzung und es entwickelt sich keine epidemiologische Notlage.

  • Ich habe ja nicht geschrieben, dass sich keine entwickeln kann.


    Wir haben aber jetzt keine, und spätestens seit Mai war klar, dass sich - vorerst - keine ergeben wird.


    In der Region Hannover befinden sich aktuell 13 Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, 9 beamtet. Alleine die MHz hat 150 Beatmungsplätze für Covid-19 (geschaffen).

  • Diese 150 Plätze gäbe es aber nur, wenn sonst keine/kaum andere Patienten da wären und es gibt überhaupt nicht das Personal diese Plätze fachgerecht zu betreuen aber ja. Rein logistisch ist das machbar.

  • Diese 150 Plätze gäbe es aber nur, wenn sonst keine/kaum andere Patienten da wären und es gibt überhaupt nicht das Personal diese Plätze fachgerecht zu betreuen aber ja. Rein logistisch ist das machbar.

    Wer interessiert sich schon für die Menschen, Hauptsache, es gibt freie Betten... und ansonsten hilft Klatschen!

  • Danke, Bronco, für den Einblick.

    Eine Freundin, die als Ärztin in Frankfurt/O. arbeitet, merkte genau den Punkt neulich an, als jemand mit Zahlen jonglierte: die Sollbruchstelle sind nicht die Betten sondern die fehlenden Fachkräfte.

  • In der Messe gibt es doch auch noch das Not-Krankenhaus, oder? Betten sollten also wirklich nicht das Problem sein, sondern wenn dann fehlende Ärzte und Pflegepersonal. Ich denke mal, dass die Bundeswehr sich diesbezüglich auch schon langsam vorbereitet ihre Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

  • was hat die Politik eigentlich den ganzen Sommer über gemacht, um sich auf die aktuelle Situation vorzubereiten...

    Ach ja , Urlaub....

  • In der Messe gibt es doch auch noch das Not-Krankenhaus, oder? Betten sollten also wirklich nicht das Problem sein, sondern wenn dann fehlende Ärzte und Pflegepersonal. Ich denke mal, dass die Bundeswehr sich diesbezüglich auch schon langsam vorbereitet ihre Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

    Tut sie schon

    Zitat

    Eine der größten Amtshilfeleistungen in Niedersachsen ist die Unterstützung beim Betrieb eines Behelfskrankenhauses. Die Medizinische Hochschule Hannover hält auf dem Messegelände Hannover dieses Behelfskrankenhaus für Corona-Patienten bereit. Beim Betrieb der Klinik wird die Medizinische Hochschule Hannover von rund 45 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes unterstützt.

    bundeswehr.de

  • was hat die Politik eigentlich den ganzen Sommer über gemacht, um sich auf die aktuelle Situation vorzubereiten...

    Ach ja , Urlaub....

    Über den Sommer ausreichend Pflegepersonal zaubern? Wie soll das denn funktionieren.

  • was hat die Politik eigentlich den ganzen Sommer über gemacht, um sich auf die aktuelle Situation vorzubereiten...

    Ach ja , Urlaub....

    Über den Sommer ausreichend Pflegepersonal zaubern? Wie soll das denn funktionieren.

    Fehlendes Pflegepersonal ist ein Problem, welches seit Jahres besteht und nur ein Teil der Versäumnisse...