• Es wird alles immer von aussen hereingetragen, wie denn auch sonst? Was ist das für ein Argument?


    im Sek.II-Bereich treffen sich täglich viele junge (fast Erwachsene) Menschen auf engem Raum (inkl. ÖPNV in den Stoßzeiten) und stecken sich potenziell an, das ist keine große Wissenschaft und seit Monaten einfach nur eine Abwägung.

    Äh, nein. Wenn 10 Fälle in einer Klasse auftreten, dann können sich 10 irgendwo (außerhalb der Klasse) angesteckt haben. Oder 1. Oder irgendwas dazwischen. Alle Daten zeigen, dass sich in den Klassen kaum jemand infiziert.


  • *hust* *röchel*


    Zitat von Giftzwergs zweiter Link, Seite 9

    Die COVID-19 Fälle die bei nach §36 (z.B. Pflegeeinrichtungen) Betreuten und Tätigen sowie nach §33 Betreuten (z.B. Schulen) und nach §23 (Krankenhäuser) Tätigen auftreten, werden in Abbildung 6 graphisch dargestellt. Im Vergleich zur ersten COVID-19 Welle (MW 10-19) sind viele Fälle in Schulen und Kitas zu beobachten, da es zum jetzigen Zeitpunkt, keine allgemeinen Kita- und Schulschließungen gibt. Mit der Zunahme der Gesamtfallzahlen, nehmen daher auch die Fälle in Kitas und Schulen zu.

    In KW 45 ca. 3500 Fälle im Maximum für Schüler und Kindergartenkinder in Summe, seitdem wieder leicht absinkend.


    Dann Abb. 7 auf Seite 11: Getrennte Analyse nach Ausbildungsstätte (~1,5%), Betreuungseinrichtung (~0,8%) und KiGa/Hort (~1,5%); Zahlen nach meiner Abschätzung anhand von Lineal für KW 45.


    Ja, die Zahlen sind gering im Vergleich zu Alten- und Pflegeeinrichtungen. Und ja, Lauterbach übertreibt mal wieder. Aber erzähl nicht, im Bildungsbereich gäbe es keine oder kaum Fälle. 1,5% von dort gelisteteten ~15000 Fällen sind Gott sei Dank nur 225 Fälle.

  • Der bessere Wert ist der Krankheitsbeginn (Punktschätzer) aus dem nowcast für die R-Wert-Ermittlung. Zur Ermittlung des Ansteckungstages ist davon noch die durchschnittliche Inkubationsdauer (= 5 Tage) abzuziehen. Da siehst Du dass das Maximum der Ansteckungen am 29. und 30. Oktober lag. Also bereits vor dem Lockdown "Light" war nicht nur bereits das exponentielle Wachstum gebrochen, sondern auch schon der Höhepunkt überschritten.

    Du meinst diese Tabelle? https://www.rki.de/DE/Content/…jekte_RKI/Nowcasting.html


    Den 7-Tage-R-Wert?

    Ja, diese Tabelle. Für die absolute Fallzahlen der Erkrankungsbeginne: Spalte E.

  • Und? Wie viele der (maximal 3.500) Schüler und Kika Kinder haben sich denn in Schule und Kindergarten angesteckt? Und wie viele anderswo, vor allem zu Hause. Das immer wieder gefundene Ergebnis lautet: Ganz überwiegend zu Hause. Wenn Du die Schulen schließt, stecken Diese sich immer noch an. Wahrscheiinlich sogar mehr, weil sie länger zu Hause rumhängen.

  • https://www.tagesschau.de/fakt…n-studien-corona-101.html


    In den tagesthemen sagte Rabe auf die Frage, ob dies nicht "Schönwetterzahlen" aus dem Spätsommer mit geringem Infektionsgeschehen seien, man habe auch nach den Herbstferien "nach den gleichen Methoden" Stichproben genommen, die die Ergebnisse bestätigt hätten. Wie viele Proben dies waren und nach welchen Kriterien sie erhoben wurden, konnte die Schulbehörde nicht sagen. Auf Anfrage des ARD-faktenfinder erklärte ein Sprecher: "Dazu gibt es in der Tat keine - veröffentlichten - Daten." Die Auswertung sei "noch nicht abgeschlossen".


    Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen und die Methodik unklar, aber schon Ergebnisse präsentieren.:grübel:

  • Übel! Ganz, ganz übel! Und ich fürchte, das ist kein Einzelfall.

  • Da sieht man mal was alles so schief läuft. Für die Politik sind aber durch die Blume gesagt immer die Bürger schuld, die sich ja nicht an die Regeln halten.

  • Der bessere Wert ist der Krankheitsbeginn (Punktschätzer) aus dem nowcast für die R-Wert-Ermittlung. Zur Ermittlung des Ansteckungstages ist davon noch die durchschnittliche Inkubationsdauer (= 5 Tage) abzuziehen. Da siehst Du dass das Maximum der Ansteckungen am 29. und 30. Oktober lag. Also bereits vor dem Lockdown "Light" war nicht nur bereits das exponentielle Wachstum gebrochen, sondern auch schon der Höhepunkt überschritten.

    Du meinst diese Tabelle? https://www.rki.de/DE/Content/…jekte_RKI/Nowcasting.html


    Den 7-Tage-R-Wert?

    Ja, diese Tabelle. Für die absolute Fallzahlen der Erkrankungsbeginne: Spalte E.

    Was schließt du daraus? Dass anhand dieser Zahlen keine Grundlage für einen Lockdown bestanden hätte?

  • was war das dann u.a. in Leipzig?

    Ich weiß es ja auch nicht besser, aber bei den Demos, die im Sommer stattfanden, haben wir, hat man ja schon einen spürbaren Anstieg erwartet. So richtig was war da aber nicht, oder?

    Ich weiß es auch nicht, wüsste es aber gerne.

    Wenn diese Demonstrationen aber keine spreader-events sind, komme ich zurück auf mein größer werdendes Akzeptanzprobleme und frage mich, warum ich morgen früh innerhalb der halben Stunde, in der ich über den Wochenmarkt husche, eine Maske tragen muss.

    Allgemein gehe ich davon aus, daß es schwierig wird, den Anstieg der Infiziertenzahlen in Zusammenhang mit den Demonstrationen zu bringen, denn ein großer Teil der Teilnehmenden stehen den staatlichen Institutionen kritisch gegenüber. Ehrliche und transparente Angaben würde ich jetzt auf Nachfrage nicht erwarten.

  • Da sieht man mal was alles so schief läuft. Für die Politik sind aber durch die Blume gesagt immer die Bürger schuld, die sich ja nicht an die Regeln halten.

    Das ist es, was mich fast am Meisten ärgert.

    Diese "Ihr seid doch selber schuld" Kommunikation...

  • was war das dann u.a. in Leipzig?

    Ich weiß es ja auch nicht besser, aber bei den Demos, die im Sommer stattfanden, haben wir, hat man ja schon einen spürbaren Anstieg erwartet. So richtig was war da aber nicht, oder?

    Ich weiß es auch nicht, wüsste es aber gerne.

    Wenn diese Demonstrationen aber keine spreader-events sind, komme ich zurück auf mein größer werdendes Akzeptanzprobleme und frage mich, warum ich morgen früh innerhalb der halben Stunde, in der ich über den Wochenmarkt husche, eine Maske tragen muss.

    Allgemein gehe ich davon aus, daß es schwierig wird, den Anstieg der Infiziertenzahlen in Zusammenhang mit den Demonstrationen zu bringen, denn ein großer Teil der Teilnehmenden stehen den staatlichen Institutionen kritisch gegenüber. Ehrliche und transparente Angaben würde ich jetzt auf Nachfrage nicht erwarten.


    Wenn es große Anstiege gegeben hätte, würde sich das in den Zahlen niederschlagen. Ich bin mir ziemlich sicher gesehen zu haben, dass die Corona Fälle bei Tönnies deutlich zu erkennen waren, oder Giftzwerg?

  • Interessanter Beitrag in den NDS von Wolf Wetzel zur Rolle der "Linken" (nicht [nur] der Partei).


    Wenn die Herrschenden den Stier an den Hörnern packen und die Linke nicht einmal den Stier sieht


    Hieraus:


    Zitat

    Das Virus und der linke Konformismus


    Wenn Regierung und Regierungswillige zusammen die Corona-Maßnahmen summa summarum, die Suspendierung elementarer Grund- und Schutzrechte für angemessen halten, wenn „Antifaschist*innen“ den Protest dagegen für den falschen halten und sich als politische Ordnungsmacht verstehen, nach Verboten rufen und zu Gegendemonstrationen aufrufen, dann gibt es keine Opposition mehr, sie hat sich aufgelöst. Dann sollte man sich auch nicht beklagen, dass die richtigen Parolen auf den falschen Demos gerufen und gezeigt werden. In der August-Ausgabe des Monatsmagazins Konkret diagnostiziert der Publizist Felix Klopotek “das Verdämmern linker Kapitalismuskritik in der Coronakrise”. Seine Vorwürfe an die Linken:


    „Das Geschäft der einst so verhassten Medien zu betreiben, Leute der Lächerlichkeit preiszugeben, die längst schon lächerlich sind? Den Staatsvirologen Drosten zu verteidigen, auch wenn der nie ernsthaften Gegenwind zu spüren bekam? Die staatskapitalistischen Interventionen mal offen, mal verdruckst zu goutieren, die ohnehin Konsens sind?“ (Felix Klopotek/Konkret 8/2020)


    Und weiter:

    Zitat

    Wenn man den Ausnahmezustand als Verschwörungstheorie behandelt, hat man sich als Linke*r aufgegeben


    (...)


    Vielleicht war die parlamentarische Linke zu Beginn der Pandemie überfordert, als es darum ging, die Grundrechtseinschränkungen, die faktische Selbstentmachtung des Parlaments (gegen die die LINKE kein „Nein“ setzte, sondern sich der Stimme enthielt) einzuschätzen und zu qualifizieren. Aber sie hätte sehr wohl das Wissen zurate ziehen können, das es zu ähnlichen Ausnahmezuständen gibt, also zum Beispiel zu den Notstandsgesetzen 1968, dem „Deutschen Herbst“ 1976/77 oder zu „9/11“ in Folge des Terroranschlages in den USA 2001. Wenn man sich diese Beispiele in Erinnerung ruft, dann nimmt man die Angst vor einer gesellschaftlichen Zäsur genauso ernst wie die Angst vor COVID-19.


    Ich unterstütze nicht alles, was da so in dem Artikel steht. Ist mir auch ein bisschen viel Geraune, Ungefähres... Für bedenskwert halte ich vieles davon.

  • Ja, Tönnies sah/sieht man eindeutig in der Statistik. Sogar bundesweit. Umso mehr in NRW. Und noch mehr in den betroffenen Kreisen. Bei den Demos (ob Anti Corona oder BLM) und den Rave Partie sieht man in der Statistik nichts.

  • Ich nehme in dieser Sache niemanden ernst, der vom "Corona-Regime" fabuliert. Da sind mir auch seine Ausführungen zum Kapitalismus egal.

  • "Richtige" (möglichst zutreffende) Zahlen sind die Basis für Alles: Sleohl Bedrohungsanalyse als auch die Evaluierung der Wirksamkeit von Maßnahmen.