• stscherer Gern später. :kichern:


    Erstmal haben es mir die 350 angetan, von denen Medved da erzählt hat. Inzwischen habe ich dazu auch drei Wochen alte

    Quellen gefunden, was er vor wenigen Tagen gelesen hat.


    Also erstmal sagt das RKI da nichts von einer konkreten Inzidenz von 350, gibt aber ein Fenster an, bei dem die 350 schon in der Mitte liegen. Für einen Zeitraum von 5 Wochen in die Zukunft eine gewagte Prognose.

    Wenn ich mir jetzt die Zahlen von vor ein paar Tagen und von heute ansehe, dann empfinde ich das als ein sehr spannendes Rennen. Das liegt daran, dass es gerade eine Wende gibt. Bis Dienstag ungefähr der gewohnte hohe Anstieg der letzten Wochen, Mittwoch und Donnerstag nur noch ein minimaler Anstieg gegenüber den Zahlen der Vorwoche, seit Freitag ein starker Rückgang. So stark, dass sogar die Gesamtzahl der Woche unter der der Vorwoche liegt. Das für sich allein ist ja erstmal ein gutes Zeichen. Dafür kann es jedoch verschiedene Ursachen geben: entweder beginnt jetzt der saisonal bedingte Abfall der Zahlen, oder die Zahlen werden durch die Feiertage "geschönt". Für beides gibt es Argumente. Letztes Jahr lag der Peak der ersten Welle am 2. April, ist die Saison der Grund wäre es dieses Jahr der 1. April, also sehr nah dran. Klingt logisch. Allerdings wurde ein Absinken der Zahlen wegen der Feiertage auch erwartet. In den Gesundheitsämtern nutzen viele Mitarbeiter die kurzen Wochen, um die Kar-, die Oster- oder beide Wochen Urlaub zu nehmen, und es kommt zu einem Meldeverzug, den man sonst vom Wochenende mit niedrigeren Zahlen kennt.


    Wenn man die in den letzten Tagen nach unten laufende Kurve einfach mal weiter in die Richtung zieht, die sie noch wenige Tage vorher inne hatte, und eine Verdopplung der Variante B1.1.7 alle zwölf Tage einrechnet, kommt man fürs Ende der nächsten Woche annähernd auf eine entsprechend hohe Inzidenz. Das ist natürlich sehr viel Konjunktiv. Aber es geht um Menschenleben. Da sollte imo Vorsicht die Mutter der Porzellankiste sein. In knapp zwei Wochen wissen wir mehr. Die Frage ist, ob man vorher handeln sollte. Ich denke schon, weil wir durch ebendieses Unterlassen im Herbst und im Übergang zwischen zweiter und dritter Welle erst in diese Bredouille gekommen sind.


    Bei den Zahlen berufe ich mich übrigens aufs Worldometer, und bei den Infos über die erwartete Inzidenz von um die 350 auf diesen Artikel vom Tagesspiegel vom 13. März.

  • Schau dir gerne auch den Artikel vom Spiegel an, den ich gepostet habe, ist von Februar. Trotz konservativer Schätzung wurden dort 50.000 Infektionen erwartet - ob mit oder ohne Feiertage, so eine Zahl hätten wir nicht gesehen.


    Ich glaube auch, dass durch die Feiertage ein gewisser Meldeverzug entsteht und rechne damit, das in dieser Woche nochmal die Zahlen ansteigen werden - ab Mitte nächster Woche werden wir dann relativ konstant sinken. Wie du schon sagst - in wenigen Wochen wissen wir mehr.


    Ich bin jedenfalls auch äußerst gespannt und lehne mich ja auch bewusst sehr weit aus dem Fenster - wenn ich daneben liege, wird es natürlich etwas peinlich für mich :lookaround:


    Ansonsten schöner, weil sachlicher Beitrag. :)

  • Studie: No-Covid-Länder haben ihre Wirtschaft am besten geschützt.


    Einer neuen Studie aus Frankreich zufolge schützen No-Covid-Ansätze die Wirtschaft weit besser als Eindämmungsstrategien.
    Vermeintlichen Widersprüchen zwischen dem Schutz von Menschenleben und dem der Konjunktur erteilen die Wissenschaftler eine Absage.
    Stattdessen sei die No-Covid-Strategie sowohl für die Konjunktur als auch für die Gesundheit der Bevölkerung die bessere Wahl.

    NoCovid ist offensichtlich die bessere Strategie.


    Wir sind hier im sechsten Monat Wischiwaschilockdown mit unterschiedlich mäßigen Härten und Wirkungen. Statt das einmal richtig zu machen. Der aktuelle Zustand nervt und schadet mehr als alles andere.

  • Kann es eventuell sein, daß sich beide Seiten, die sich hier seit Monaten verzweifelt mit Worten bekriegen, sich schon immer über eine Sache ziemlich einig sind:

    Diese dösigen Inzidenzzahlen kann man ziemlich in der Pfeife rauchen und nur als groben Anhalt nehmen?

    Viel wichtiger wären die Zahlen der Intensivstationen?


    Die steigen allerdings derzeit leider recht kontinuierlich an. Und weil die Patienten "dummerweise" nicht wie früher einfach wegsterben, bedeutet das kontinuierlich tausende Personen mit Folgeschäden.

    Aber zum Glück sinken irgendwelche Inzidenzen (weil weniger getestet wird?), deshalb erstmal kräftig lockern, und falls nicht gelockert wird, einfach die Regeln ignorieren, die Inzidenzen sinken doch.

  • Gerade in Frankreich funktioniert das ja hervorragend😂

  • Nach 14 Tagen Urlaub habe ich morgen Homeoffice. Mal schauen, was Mittwoch (da wäre Präsenz) ist. *seufz*. Ich bin doch son analoger Mensch...

  • Zitat

    Nach Zahlen von ZEIT ONLINE haben am Ostermontag allerdings nur 234 von 401 Kreisämtern neue Zahlen mitgeteilt. Am Ostersonntag waren es nur 196. In den kommenden Tagen könnte es daher zu vielen Nachmeldungen kommen.

  • 96Weizen

    Wenn Leute wie z.B. Laschet erst auf die Zahlen der Intensivstationen reagieren würden, wäre Alles schon längst zu spät. Und mit Deinem Hinweis auf die große Anzahl an Menschen mit Folgeschäden sprichst Du einen ganz wichtigen Punkt an.


    Rick Linger

    Genau richtig, aber mit unseren Politikerinnen und Politikern noch dazu in einem Wahljahr und unter dem Geschrei der Lobbyisten nicht machbar. Leider!

  • Das Problem ist natürlich, dass es Missbrauch gibt.

    Und dass die Priorisierung umso schwieriger und intransparenter wird, je mehr "bedürftige Gruppen" es gibt. (z.B. Alte, Pfleger, Vorerkrankte, Polizisten...)

    Klar gibt es Missbrauch, den gibt's immer und überall. Der hat aber nix damit zu tun, wem eine Impfung zusteht.


    Du hast Deine Beschwerde damit begonnen, dass Du es augenscheinlich befremdlich findest, dass pflegende Angehörige von Menschen mit erhöhtem Risiko priorisiert geimpft werden. Und das ist eben kein Quatsch, sondern insofern richtig, als dass die Betreuenden die Risikopatienten möglichst nicht anstecken sollten.

  • „Hier“, also in Lüneburg, soll es jetzt ab 12.4. einen Modellversuch mit grundsätzlichen Öffnungen geben. Negativtest und Luca App sind zwingende Voraussetzungen, dazu noch „Tagestickets“, um den Einkaufstourismus zu verhindern.


    In der Argumentation hat sich der OB mal wieder bekleckert und die Unzufriedenheit der jungen Generation mit der 68er Bewegung verglichen, ( :kichern: ) aber gut, er muß ja auch nicht mehr so lange bis zur Rente.


    Interessant fand ich aber durchaus die Frage nach dem „wie leben wir eigentlich mit Corona weiter?“, die er in den Raum warf. Damit kann ich dann tatsächlich mal etwas anfangen, denn so richtig ausrotten werden wir das Virus vermutlich nicht.

  • 150 Christen haben sich Ostersonntag zum Präsenzgottesdienst in der Marktkirche mitten in der City versammelt,bravo...was wäre die Gesellschaft ohne kirchliche Solidarität...


    Quelle:Artikel Neue Presse

  • :krank:


    Die Marktkirche hat nach Wikipedia eine


    - Fläche von 1.636qm und einen

    - Inhalt von etwa 31.000 m3


    (wenn ich richtig gerechnet habe).


    Das macht pro Person


    - knapp 11qm bzw.

    - gut 207m3.


    Man kann ja wirklich Vieles an der Kirche bemängeln, aber ist das jetzt wirklich der richtige Ansatz zum Draufhauen mit dem Holzhammer "fehlende Solidarität"?


    Ich weiß, Dir ist es ja egal, weil Du darin weder Sinn noch Trost siehst oder findest, aber könntest Du es anerkennen, welche Leistungen gerade im seelsorgerischen Bereich derzeit von Kirchenmitgliedern erbracht werden? Den Menschen, die sich noch in der Kirche engagieren und sich zu ihr bekennen, dann das Erbringen von Solidarität abzusprechen, weil an einem der höchsten kirchlichen Feiertage sich in einem riesigen Kirchenschiff 150 Menschen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen treffen, das finde ich ein bisschen gemein schofelig. Aber natürlich, wenn Du das Alles als sinnlos und überflüssig ansiehst, dann liegst Du wohl richtig mit Deiner Kritik.


    Nichts für ungut!

  • "Jesus holt uns da raus...." :???:


    Welche Entität, in seiner unergründlichen Weisheit, hat uns denn da reingeritten?

  • Es könnte mir egal sein, trotzdem hoffe ich, dass möglichst viele der Gläubigen sich vorher getestet haben. Solidarität soll man nicht nur erfahren, sondern leben.

  • Von dem großen Kirchenschiff sind für die Besatzung lediglich die harten Bankreihen geöffnet. Damit ist deine Rechnung schonmal nix mehr wert.

    Alle müssen durch die eine Tür, dabei quatscht natürlich keiner mit dem lang nicht mehr gesehenen Kichenkumpel. Auch die Grüppchenbildung vor der eigentlichen Veranstaltung wird durch das zahlreiche Personal sicherlich rigoros unterbunden.

    Verantwortungsübernahme habe ich von diesen Herrschaften in den zehn Jahren Aufarbeitung des kirchlichen Missbrauchs nicht gesehen, warum sollte man das von diesen Menschen in dieser jetzigen Situation erwarten.

    Eben.

    Gar nicht.