• Für die fallenden Zahlen kann es doch die verschiedensten Ursachen geben:


    - "Osterurlaub"

    - Ferien

    - Saisonaler Effekt

    - höhere Compliance der Bevölkerung ohne neue Maßnahmen


    Wie sich das genau entwickelt wird man dann in den nächsten Tagen beobachten können und dann kann man die Rückschlüsse daraus ziehen. Die Entspannung auf den Intensivstationen wird wohl dieses Mal länger brauchen, da die Patienten dort jünger sind und dadurch länger auf der Intensivstation bleiben.


    Trotzdem finde ich es schwierig wenn hier Zahlen nicht "getraut" wird, wenn diese nicht in die von einem erwartete Richtung gehen. Das gilt sowohl für sinkende wie auch steigende Zahlen.

  • Die Zahlen fallen weil weniger gemeldet wird wegen Ostern, deswegen zeigen sie nicht das echte Geschehen.


    Ist das so schwer zu begreifen?

  • Was mich am meisten ankotzt, ist das machtgeile Gefasel der Politik. Im Schulfreundeskreis habe ich mich dazu mal geäußert und mich gleichzeitig über die obrigkeitshörigen Menschen in aller Welt gewundert, die Ausgangssperren als wirksames Mittel ansehen. Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich dafür von einer Schulfreundin als politisch rechts eingestuft. Irgendwas habe ich wohl verpasst.

    Willkommen im Club!
    Willstn Bier?

  • Die Zahlen fallen weil weniger gemeldet wird wegen Ostern, deswegen zeigen sie nicht das echte Geschehen.


    Ist das so schwer zu begreifen?

    Die Zahlen fallen also, weil man weniger testet, steigen aber nicht deswegen, weil man mehr testet?

  • Es sollte auch nicht so schwer zu begreifen sein, dass mehrere Faktoren auf die Zahlen Einfluss haben als nur "weniger Meldungen" andro96 .

    aber evtl nicht innerhalb weniger Tage im Zeitraum von Schulschließungen(Ferien) und "Osterruhe"...das wäre mir offensichtlicher als du es andro und mir gerade unterstellen magst.


    Compliance der Bevölkerung bzgl der Maßnahmen hat nach meinen Beobachtungen zusätzlich leider erheblich abgenommen...

  • Alle Modelle des echten Geschehens sagen steigende Zahlen vorraus.


    Das ist das wahrscheinlichste Szenario und als verantwortliche Politiker habe ich mich daran zu halten.


    Ich kann doch nicht einfach hoffen und warum haben die keinen Plan in der Tasche für einen richtigen harten Lockdown, finde ich absolut verantwortungslos, der muss rechtssicher in der Schublade liegen seit mindestens einem halben Jahr

  • Wie gesagt, RicklingerKurve , da können wir beide jetzt nur spekulieren woran genau die fallenden Zahlen liegen.


    Das mit der Compliance ist ja auch ein sehr subjektiver Eindruck den man da kriegt, was ich so mitbekomme hat das sehr zugenommen (auch durch die Medienberichterstattung) und die Leute halten sich wieder konsequenter daran. So was kann sich dann mMn. schon relativ zeitnah auf die Zahlen niederschlagen.


    Alle Modelle des echten Geschehens sagen steigende Zahlen vorraus.


    Sorry, wenn ich das jetzt mal so deutlich sagen muss: Modelle (bzw. Modellrechnungen) bilden KEIN "echtes" Geschehen ab. Das sind keine Vorhersagen die so eintreffen werden. Sie können so eintreffen wenn sich an den Annahmen die für das Modell getroffen wurden in der Realität nichts ändert.

    Sie sind aber KEINE Abbildung der Realität!

  • ...

    Trotzdem finde ich es schwierig wenn hier Zahlen nicht "getraut" wird, wenn diese nicht in die von einem erwartete Richtung gehen. Das gilt sowohl für sinkende wie auch steigende Zahlen.


    Nö, das ist genau richtig so. Plausibilitätsprüfung halt.


    Wenn Bereich XY auf einmal zum Vorjahr und der Planung die Prämie verdoppelt, dann sollte das Vertriebscontrolling den Zahlen auch nicht blind trauen, sondern da nachhaken... spätestens der Vorstand wird nachfragen woher das kommt.

  • Es wurde doch nun aber die Notbremse vereinbart....die wird überall dort gezogen, wo Regional das Infektionsgeschehen über 100 geht. Wir in der Region Hannover hatten noch gar keine Lockerungen soweit ich weiß. Warum muss bei uns weiter verschärft werden, wenn 50% aller Regionen in Deutschland noch nicht einmal unser Lockdown Niveau haben?

  • Die Kongruenz ist ja nun aber schon geradezu murmeltierwürdig: So hatten wir vor einem Jahr gar einen postösterlichen R-Wert von ... 0,7, genau wie jetzt. Und im Übrigen wusste Meyer-Hermann damals schon, dass dieser R-Wert im Jahr 2021 ein "Artefakt der Osterwoche" gewesen sein wird. Gute Güte, das nenne ich nun wahrlich mal Weitblick. ;)


    Allem Unken zum Trotz: Der R-Wert damals war ein ganz anderer als der heutige, B.1.1.7 hatten sich die inzestgeschädigten Insulaner noch nicht einmal ausgedacht, das Virus war in Hotspots und noch nicht im Überall unterwegs. Ganz andere Voraussetzungen. Dem entgegen stehen Impfstoffe und Testungen, vor einem Jahr nicht vorhanden. Ganz andere Voraussetzungen. Bestenfalls heben sich Pros und Cons gegenseitig auf, sodass tatsächlich Bill Murray ab nächster Woche die Tagesthemen verliest. Ich bin da aber auch noch eher skeptisch.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zackzack ()

  • Muffe


    Dem wiederspreche ich doch gar nicht. :ahnungslos:


    In dem Teil des Zitats den du weglässt gehts ja genau um die "Plausibilitätskontrolle", die Gründe warum die Zahlen zu erklären sein können.

  • Sorry, wenn ich das jetzt mal so deutlich sagen muss: Modelle (bzw. Modellrechnungen) bilden KEIN "echtes" Geschehen ab. Das sind keine Vorhersagen die so eintreffen werden. Sie können so eintreffen wenn sich an den Annahmen die für das Modell getroffen wurden in der Realität nichts ändert.

    Sie sind aber KEINE Abbildung der Realität!

    Nun ja, die Antwort darauf steht aber schon in dem von Dir davor Angemerkten, der Compliance. Deshalb kannst Du mit dem schlimmst möglichen Szenario auch ausschließlich nur "gewinnen". Tritt das so ein, so stimmt Dein Modell und alle hätten auf Dich hören sollen. Tritt es so nicht ein, haben alle wegen Deines Modells den Arsch zusammengeniffen, weshalb das Modell gestimmt hätte, wenn Du es nicht in die Diskussion gebracht hättest, so aber eben zwar nicht gestimmt hat, aber nur, weil Du es in die Diskussion gebracht hast. Easy peasy. ;)

  • Ja klar Zackzack , da gibts keine Diskussion drüber. Mir ging es nur darum das Modelle kein "echtes" Geschehen abbilden. Der andere Faktor ist mir klar, das man mit den "Horrorszenarien" die Compliance der Bevölkerung steigern kann.

  • Ich zitiere mich einfach nochmal selbst, weil sich ja alle anderen hier auch wieder kräftig im Kreis drehen:


    Kann es eventuell sein, daß sich beide Seiten, die sich hier seit Monaten verzweifelt mit Worten bekriegen, sich schon immer über eine Sache ziemlich einig sind:

    Diese dösigen Inzidenzzahlen kann man ziemlich in der Pfeife rauchen und nur als groben Anhalt nehmen?

    Viel wichtiger wären die Zahlen der Intensivstationen?


    Die steigen allerdings derzeit leider recht kontinuierlich an. Und weil die Patienten "dummerweise" nicht wie früher einfach wegsterben, bedeutet das kontinuierlich tausende Personen mit Folgeschäden.

    Aber zum Glück sinken irgendwelche Inzidenzen (weil weniger getestet wird?), deshalb erstmal kräftig lockern, und falls nicht gelockert wird, einfach die Regeln ignorieren, die Inzidenzen sinken doch.


    Und die Zahlen auf den Intensivstationen steigen weiter!

  • Hatte ich auch so verstanden, ich wollte nur die darin verbaute, sagen wir mal, relative Risikolosigkeit solcher Szenarien etwas hervorheben.

  • Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich dafür von einer Schulfreundin als politisch rechts eingestuft. Irgendwas habe ich wohl verpasst.

    Willkommen im Club!
    Willstn Bier?

    Genau das wollte ich auch gerade sagen, du warst schneller. Da sind wir schon drei.

    Zitat

    Deutschland war ja immer so ein Ruhepol. Von Chile erwartet man nicht viel, denn eine Krise ist der Normalzustand.

    Warum bist du dann nach Chile ausgewandert?

  • Man hätte ja gleich von Anfang an mit den Spezialisten arbeiten können.


    Wo kein Impfstoff, da keine Nadel.

    ... oder er liegt im Schrank. ;)


    Du kannst den Bericht im Tagesspiegel gerne noch einmal nachlesen.

    Ich bezog mich auf den fett markierten Teil. Da gab es nunmal noch nicht so viel Impfstoff, völlig egal ob nun Hausärzte, Krankenhäuser oder Impfzentren hätten impfen wollen. Dass man unter solchen Bedingungen, wo die nächten Lieferungen noch unsicher sind, den Impfstoff für die zweite Runde beiseite legt, versteht sich für mich zumindest von selbst. Da nun größere Mengen verlässlich fließen, braucht man selbstredend keine solch große Reserve mehr. Und dass die Zahl der Impfungen nun endlich Fahrt aufnimmt, siehst du ja wohl auch so.

  • Die Zahl der echt Infizierten steigt wahrscheinlich wie in allen Modellen vorhergesagt, so wollte ich das sagen.


    Das echte Geschehen wird eher so sein wie vorhergesagt


    andremd

  • Was mich am meisten ankotzt, ist das machtgeile Gefasel der Politik. Im Schulfreundeskreis habe ich mich dazu mal geäußert und mich gleichzeitig über die obrigkeitshörigen Menschen in aller Welt gewundert, die Ausgangssperren als wirksames Mittel ansehen. Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich dafür von einer Schulfreundin als politisch rechts eingestuft. Irgendwas habe ich wohl verpasst.

    Willkommen im Club!
    Willstn Bier?

    Bier trinke ich immer gerne und heute am Spieltag schmeckt es besonders gut.


    Ich finde diesen rechten Vorwurf jedenfalls verwirrend. Bei uns ist die Kritik an der Coronapolitik von links besetzt. Logisch, weil sich Chile praktisch in einer Unternehmer-Diktatur befindet und die Pandemie der Regierung den Arsch rettet.

    In einer Diskussionsrunde mit alten Schulfreunden hätte ich aber nicht erwartet, dass mir Nähe zum rechten Rand vorgeworfen wird, weil ich weder querdenke, noch irgendwas mit Verschwörungstheorien am Hut habe. Klar, einige von ihnen sind mittlerweile recht spießig und können mein generelles Misstrauen an Staat und Macht nicht mehr nachvollziehen, aber, dass sie so unkritisch einen harten Lockdown in Deutschland fordern, wundert mich doch sehr. Chile ist ein gutes Beispiel dafür, dass dieser harte Lockdown viel mehr zerstört als rettet.


    DVD-Scot: Das Wetter ist prima, die Menschen sind nett und die Landschaft ist faszinierend. Der Rest betrifft meinen Alltag normalerweise selten.