• Prinzipiell fände ich es gut - gerade wenn es um Abgrenzung von Positionen dreht - irgendwelche Debatten auf Twitter hier aussen vor zulassen und sich mit den Beiträgen aus dem Forum und den User*innen auseinander zu setzen.

    Ich kann und will mich hier nur über Äußerungen auseinandersetzen, deren Zusammenhang ich nachvollziehen und ich mich mit dem Urheber direkt in die Diskussion/Klärung begeben kann.

  • Diese eingebrachten Äußerungen dienten dazu, ein gewisses in der Gesellschaft vorhandene Mindset zu illustrieren, das ich des öfteren beobachte. Der inhaltliche Zusammenhang mit dem Ausgangspost von Kassen-Meyer ist ja deutlich. Ebenso ist deutlich, dass ich keine außerforischen Äußerungen Forumsteilnehmern untergeschoben habe.

  • Das Mindset based on twitter ist mir nicht zugänglich. Und ich möchte die Möglichkeit haben, mit darüber selbst ein Urteil zu bilden. Ansonsten erübrigt sich eine Diskussion.

  • Es ist schon ein Unding alle die gestern dort waren als Querdenker, Nazis oder Coronaleugner zu beschimpfen. Wie bei jeder Demo wird es auch gestern einige Idioten gegeben haben. Aber mit Sicherheit nicht der größte Teil und schon gar nicht alle. Und wenn man auf den verschiedenen Videos sieht, wie wehrlose und unschuldige Menschen unverhältnismäßig hart von der Polizei angegriffen worden sind, kann man sich schon fragen was das alles soll. Bloß weil man der Meinung ist unsere Politik verhält sich falsch was Corona betrifft? Und ich rede hier ausdrücklich von den "normalen" Leuten, nicht den totalen Coronaleugnern.

    Ich finde immer wieder faszinierend, was für Memmen diese „normalen Leute“ sind. Wollen an einer illegalen Demonstration teilnehmen und jammern rum, wenn sie derbe behandelt werden.
    Ich möchte damit keinesfalls unverhältnismäßige Polizeigewalt gutheißen, aber wenn ich trotz Verbot auf die Straße gehe und die Staatsmacht provoziere, muss ich auch mit Konsequenzen rechnen.
    Das Gleiche gilt auch für das mimimi, was die Einordnung der Demonstranten angeht: Wenn ich zu einer illegalen, von Schwurblern organisierten Demo gehe, muss ich damit rechnen, als Schwurbler identifiziert zu werden. Was denn sonst?

  • 96mettbrötchen:


    Es handelt sich nicht um ein "Mindset based on twitter". Diese paar herausgegriffenen Äußerungen sollten lediglich als illustrierendes Beispiel für totalitäre Einstellungen dienen. Im Übrigen habe ich auch gar nicht vor, mehr Äußerungen dieser Quelle in diese Diskussion einzubringen, denn ich denke, es ist im Großen und Ganzen deutlich geworden, welche Problematik ich meine.

  • Es ist schon ein Unding alle die gestern dort waren als Querdenker, Nazis oder Coronaleugner zu beschimpfen. Wie bei jeder Demo wird es auch gestern einige Idioten gegeben haben. Aber mit Sicherheit nicht der größte Teil und schon gar nicht alle. Und wenn man auf den verschiedenen Videos sieht, wie wehrlose und unschuldige Menschen unverhältnismäßig hart von der Polizei angegriffen worden sind, kann man sich schon fragen was das alles soll. Bloß weil man der Meinung ist unsere Politik verhält sich falsch was Corona betrifft? Und ich rede hier ausdrücklich von den "normalen" Leuten, nicht den totalen Coronaleugnern.

    Ich finde immer wieder faszinierend, was für Memmen diese „Fußballfans“ sind. Wollen illegal Pyro abbrennen und jammern rum, wenn sie derbe behandelt werden.
    Ich möchte damit keinesfalls unverhältnismäßige Polizeigewalt gutheißen, aber wenn ich trotz Verbots Pyro abbrenne und die Staatsmacht provoziere, muss ich auch mit Konsequenzen rechnen.
    Das Gleiche gilt auch für das mimimi, was die Einordnung der Leute angeht: Wenn ich illegal Pyro abbbrenne, muss ich damit rechnen, als Randalierer identifiziert zu werden. Was denn sonst?

    Habe deinen Beitrag mal editiert. Immer noch deine Meinung?

  • Das ist aber überhaupt nicht der Kern der Sache in diesem Zusammenhang. Es gibt in beiden Fällen eine vorhergehende Ordnungswidrigkeit/Straftat, auf die Polizisten reagieren. Stimmst du denn sowohl dem Ursprungszitat als auch dem von mir editierten Zitat zu?

  • Da gehe ich nicht mit. Dein editierter Beitrag hinkt insoweit, als das du davon ausgehst, dass Fußballfans rumheulen, wenn einige von ihnen Pyro abbrennen und dementsprechend von der Polizei Lack kriegen. Das ist nach meiner Erfahrung nicht so. Der weitaus größte Teil heult eben nicht rum. Das leite ich aus den Reaktionen meines Umfeldes und den Reaktionen der Besucher ab.

    Überhaupt ist der Vergleich "Illegale Demonstatin vs. offizielles Fußballspiel" nicht wirklich stimmig.

  • Eine rechtmäßige erlaubte Veranstaltung versus eine nicht genehmigte Demonstration.

    Pyrozündler werden mit Polizeigewalt konfrontiert, aber nicht nur sie, sondern die Menschen, die in den Blöcken drumherum sitzen und stehen und die sich der Situation nicht nur nicht entziehen können, sondern daran auch noch gehindert werden, werden mit Pfefferspray eingenebelt.

    Wie war denn die Situation auf der nicht genehmigten Demo? Vergleichbar wäre Einkesselung durch die Polizei und dann Einsatz mit Pfefferspray oder Knüppeln.


    Edit: Und das was Mustrum sagt.

  • Angriff auf DJU-Chef Jörg Reichel: Geschlagen und getreten


    Sowas kommt auch eher selten vor bei Pyrobefürwortern. In der Regel kämpfen die nicht für ihre Rechte bei gleichzeitigem anderer Leute Rechte mit Füßen treten.


    Zitat

    „Jörg hat sich davon nicht einschüchtern lassen und weitergemacht. Er hat zahllose Journalistinnen und Journalisten, die von diesen Demos berichten, unterstützt und sich dafür eingesetzt, dass sie sicher arbeiten können. Für dieses Engagement als Gewerkschafter ist er nun selbst offenbar gezielt angegriffen worden.“

  • Immer noch deine Meinung?

    Yup. Natürlich. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

    Dann bist du, was das angeht, zumindest widerspruchsfrei. Einen großen Widerspruch sehe ich allerdings zwischen deiner Befürwortung eines Beitrags, in dem es heißt "immer drauf auf dieses Pack" und deiner Aussage, du wolltest übermäßige Polizeigewalt (dann doch nicht?) gutheißen.


    Zum Begriff "Schwurbler", den du in deinem obigen Beitrag ansprichst: Dieser wurde ja nicht nur für die gestrige illegale Demonstration verwendet. Er dient sehr häufig, eigentlich sogar grundsätzlich dazu, Menschen persönlich zu diffamieren, auch bei legalen Demonstrationen. Sinn der Verwendung dieses Begriffs ist meistens, die inhaltliche Auseinandersetzung komplett zu umgehen und stattdessen Menschen, die Kritik üben - sei sie berechtigt oder nicht - als mehr oder weniger verrückt zu brandmarken. Da steckt auch ein Hauch von Psychiatrisierung drin.

    Da gehe ich nicht mit. Dein editierter Beitrag hinkt insoweit, als das du davon ausgehst, dass Fußballfans rumheulen, wenn einige von ihnen Pyro abbrennen und dementsprechend von der Polizei Lack kriegen. Das ist nach meiner Erfahrung nicht so. Der weitaus größte Teil heult eben nicht rum. Das leite ich aus den Reaktionen meines Umfeldes und den Reaktionen der Besucher ab.

    Überhaupt ist der Vergleich "Illegale Demonstatin vs. offizielles Fußballspiel" nicht wirklich stimmig.

    Es ging mir im Kern der Sache natürlich nicht darum, wer jetzt heult oder nicht, sondern um den Verdacht, dass hier der ein oder andere bei Ordnungswidrigkeiten/Straftaten von Querdenkern ein härteres, auch gewalttätigeres Vorgehen der Polizei fordert/gutheißt als bei Ordnungswidrigkeiten/Straftaten anderer Gruppen, beispielsweise Fußballfans. Wenn das nicht so ist, umso besser.


    Und wie gesagt, es geht auf die Reaktion auf einen Regelverstoß. Ob im zeitlichen Vorlauf legale Handlungen stattfanden (Besuch des Fußballspiels, Fahrt nach Berlin der Querdenker) spielt in diesem Zusammenhang gar keine Rolle.

    Eine rechtmäßige erlaubte Veranstaltung versus eine nicht genehmigte Demonstration.

    Pyrozündler werden mit Polizeigewalt konfrontiert, aber nicht nur sie, sondern die Menschen, die in den Blöcken drumherum sitzen und stehen und die sich der Situation nicht nur nicht entziehen können, sondern daran auch noch gehindert werden, werden mit Pfefferspray eingenebelt.

    Wie war denn die Situation auf der nicht genehmigten Demo? Vergleichbar wäre Einkesselung durch die Polizei und dann Einsatz mit Pfefferspray oder Knüppeln.


    Edit: Und das was Mustrum sagt.

    Siehe meine Antwort an Mustrum.

  • Alle Randgruppen - egal ob Antifa, Nazis, Ultras, wasauchimmer - haben eines gemein: Das Bewusstsein ihrer randständigen Position in der Gesellschaft. Und das Wissen darum, dass ihr Anliegen die Mehrheitsgesellschaft und/oder den Staat provoziert. Die legen sich bewußt mit der Obrigkeit an und leben mit den Konsequenzen.

    Der kleine Mann von der Straße aber, der ganz normale Bürger, der gestern auf die Straße gegangen ist, der hat den Anspruch, er sei das Volk. Und seine Positionen seien vollkommen selbstverständlich legitim. Schließlich zahlt er ja Steuern. Und er zahlt auch die Beamten von der Bereitschaftspolizei. Das sind ja quasi seine Lakaien. Der ganz normale Bürger zahlt ja auch die Straßen, auf denen er jetzt unverschämterweise nicht demonstrieren darf. Unding.

    Und der ganz normale Bürger ist jetzt empört über die brutalen Polizisten, die unschuldige und wehrlose Mitbürger mißhandeln.


    Wo war eigentlich der ganz normale Bürger, als die Staatsgewalt bei G20 oder bei x-beliebigen Bundesligaspielen eskaliert ist?

    Er saß in seiner Stammkneipe und hat mit seinesgleichen beschlossen, dass es da genau die richtigen trifft. Die langhaarigen Bombenleger oder die halbwüchsigen Rotznasen von den Ultrahooligans.

  • Angriff auf DJU-Chef Jörg Reichel: Geschlagen und getreten


    Sowas kommt auch eher selten vor bei Pyrobefürwortern. In der Regel kämpfen die nicht für ihre Rechte bei gleichzeitigem anderer Leute Rechte mit Füßen treten.


    Zitat

    „Jörg hat sich davon nicht einschüchtern lassen und weitergemacht. Er hat zahllose Journalistinnen und Journalisten, die von diesen Demos berichten, unterstützt und sich dafür eingesetzt, dass sie sicher arbeiten können. Für dieses Engagement als Gewerkschafter ist er nun selbst offenbar gezielt angegriffen worden.“

    Selbstverständlich nicht gutzuheißen. Der Bezug (in deinem Fall eher Abgrenzung) zur Fanszene ist aber nicht schlüssig, denn auch in der gab es schon diverse Körperverletzungsdelikte, in Ausnahmefällen sogar Tötungsdelikte. Habe ja nie gesagt, dass Straftaten nicht verfolgt werden sollen, weder bei Demonstrationen noch beim Fußball.

    Einmal editiert, zuletzt von 96Maniac ()

  • Ich zumindest sehe die Polizeigewalt bei G20 oder Bundesligaspielen als genauso schlimm an wie bei Querdenkerdemonstartionen, da rennst du bei mir absolut offene Türen ein.


    Wenn wir uns darauf einigen können, dass Polizeigewalt bei G20, Bundesliga, Querdenker gleich schlimm und abzulehnen ist, ist doch alles okay.