Beiträge von Nils

    Zudem wird durch diesen "ruhenden Verkehr", der fließende Verkehr (Radfahrende) berührt. Insofern verstehe ich sowieso immer nicht diesen pauschalen Verweis auf den "ruhenden Verkehr". Das würde dann ja auch für ein auf der Fahrbahn abgestelltes Fahrrad gelten. Das ruht dort dann ja auch.

    PCR-Test hatte ich am Dienstag auch gemacht, da es auch mit Fieber zusammenfiel. War aber erfreulicherweise genauso negativ wie die beiden Schnelltests. Am meisten verwundert mich jetzt am Ende nur diese stark ausgeprägte Heiserkeit. Von Erkältungen hatte ich das bislang noch nie, lediglich vom lautem Rumgeschreie (in Stadien und Tanzlokalen ;-)).

    Vor allem wächst das Problem immer weiter, wenn es von Seiten der Polizei auch noch "aktiv ingnoriert" und damit ja irgendwie auch legitimiert wird. Die Leute kriegen das ja mit und machen dann so weiter bzw. es finden sich Nachahmer, die sich fragen "Wozu parke ich eigentlich immer so weit weg bzw. mache mir die Mühe einen regulären Parkplatz zu suchen, wenn andere damit durchkommen?".


    Klar wäre das viel Schreibkram. Aber würden sie das einige Zeit mal konsequent durchziehen, bin ich sicher, dass es deutlich weniger Verstöß gäbe und somit in der Folge auch weniger Schreibkram durch die Ahnung dessen. Die aktuelle Situation kommt vor allem durch das polizeiliche Nichtstun zustande.

    Anderes Thema: Ich habe das Gefühl, das in Hannover gerade eine Erkältungskrankheit kursiert, die eine starke Heiserkeit verursacht (so auch gerade bei mir). Das finde ich wirklich erstaunlich. Zum einen aufgrund des Zeitpunktes (Jahreszeit), zum anderen aufgrund der weiterhin gültigen Corona-Maßnahmen und zum anderen aufgrund der stark ausgeprägten Form der Heiserkeit. Ich kenne mindestens vier Fälle, die direkt nichts miteinander zu tun haben. Scheint sehr infektiös zu sein. Habe ich so auch noch nicht erlebt.

    Die Kreuzung Weidendamm/Arndtstr. ist ja durch die o. g. Schießerei noch immer gesperrt. Schaut man sich Mal die Verkehrslage bei Google Maps an, ist das wirklich erstaunlich, was wo das überall zu Problemen in Form eines Staus führt. Da ist ja praktisch alles rot. Zumindest die Verkehrslage der Autos. Eine (zugegebenermaßen stark befahrene) Kreuzung "fällt aus" und nichts geht mehr. Wohl denen, die auf dem Rad unterwegs sind (abgesehen vom Regen).

    Ich hätte gerne ein Abo für Spiegel+, muss aber leider feststellen, dass es das alleine nicht gibt. Nur in Verbindung mit einem Digital- oder einem Print-Abo. Bin ich zu doof oder ist das tatsächlich so? Ähnlich leider bei der "Zeit"...

    Ich habe nun mal Spiegel+ für einen Monat für 0 Euro getestet (wenn man oft genug auf der Seite unterwegs ist, wird einem das immer mal angeboten) und direkt wieder gekündigt (ich habe ein paar Tage lang einfach nicht genug bekommen, vom "Kampf" zwischen Söder und Laschet). Zum Ende hin bekam ich dann eine Mail mit dem Angebot, in den nächsten 12 Monaten nur 11,99 Euro statt 19,99 Euro zu zahlen. Vielleicht ist das ja preislich attraktiv.


    Und zu meiner eigenen Frage, ob die meisten Spiegel+-Artikel auch in der Pritnausgabe enthalten sind: Zumindest bei den meisten mich interessierenden Artikel traf dies zu. Spiegel+ hat halt den Vorteil, dass man sie schon früher lesen kann. Bin jetzt aber erstmal probeweise komplett auf Print umgestiegen. Üblicherweise habe ich es nicht so eilig (komme eh kaum mit dem Lesen hinterher) und zu viel Text mag ich nicht gerne am Bildschirm lesen.

    Es ist aber nicht so, dass die Unternehmen nicht schon ein paar Mark damit gemacht hätten und auch weiterhin machen werden. ;-) Im vorletzten Spiegel habe ich dazu eine interessante Grafik gesehen: Biontech hatte 2019 einen Umsatz von 0,1 Milliarden, 2020 dann 0,5 und 2021 geht man von 9,8 aus - also fast eine Verhundertfachung. Bei Moderna ist es noch deutlicher: Die kommen auch von 0,1 und prognostizieren für 2021 16,8. Nichts desto trotz halte ich es für wichtig, dass die Aussicht auf finanzielle Gewinne erhalten bleiben und der Staat das geistige Eigentum schützen muss.


    Was mich noch zu dieser Haltung brachte, sind verschiedene weitere Punkte aus dem Spiegel-Artikel. Zum einen ist gar nicht sichergestellt, dass zeitnah überhaupt viele Replika erzeugt werden können. Denn anders als bei bspw. HIV-Medikamenten ist der Nachbau alles andere als trivial. Das geht schon bei der Beschaffung der Rohstoffe los: Der Impfstoff von Biontech besteht aus 280 Komponenten von 86 Zulieferern aus 19 Ländern. Auch diese sind nicht unbegrenzt verfügbar und Biontech hat sich da schon Kapazitäten vertraglich zusichern lassen, die somit gar nicht mehr frei verfügbar wären.


    Und ganz wichtig: Es handelt sich hier um die ersten zugelassenen mRNA-Impfstoffe. Weitere sind in "Planung". Würde man nun das "Rezept" für den Corona-Impfstoff freigeben, würde man damit auch wertvolle Grundlagenforschung zu mRNA-Impfstoffen "freigeben" und nicht "nur" den Corona-Impfstoff an sich. Der erarbeitete generelle Wettbewerbsvorteil diesbezüglich wäre ebenfalls dahin.


    Auf lange Sicht würden aus meiner Sicht daher die Nachteile überwiegen, während kurzfristige Vorteile aufgrund der Komplexität in der Produktion ungewiss wären. Ich kann mir auch vorstellen, dass nicht wenige Menschen dem nicht "originalen" Impfstoff misstrauen würden.

    Ich meinte die hier in der Region nicht unüblichen Kreisel mit separatem Radweg, der jeweils die Einfahrten kreuzt.

    Da ist die Führung des Radwegs und der Furten in der Regel auch so, dass man erst ein Stück weit vom Kreisverkehr weg geführt wird, bevor man dann quert. Vermutlich ist man an der Stelle dann auch schon kein Bestandteil des Kreisverkehrs mehr.

    Nils, ich bin Rad- und Autofahrer und ich finde, dass Radfahrer nichts auf der Straße zu suchen haben.


    Bin ich mit dem Rad unterwegs, schaue ich, dass ich immer einen Radweg erwische. Es gibt für mich nichts unangenehmeres, wie mit einem Rad auf einer (möglichst noch vielbefahrenen) Straße zu fahren.


    Das liegt vielleicht auch daran, dass ich als Autofahrer weiß, wie sehr Radfahrer auf der Straße nerven und ich dann auf keinen Fall der Nervfaktor sein möchte.


    Sollte es keine Möglichkeit geben, einen Radweg zu nutzen, sollen die Radler gerne auf der Straße fahren. Besteht aber die Möglichkeit einen Radweg zu nutzen, habe ich kein Verständnis für Fahrradfahrer auf der Straße.

    Ehrlich gesagt war ich zunächst gar nicht sicher, ob dieses Posting wirklich ernst gemeint ist. Mit dieser Grundeinstellung, Radfahrende als Nervfaktor und somit quasi als Verkehrshindernisse anzusehen, würde man wohl bei jeder MPU durchrasseln. ;-) Letztendlich ist es auch eine solche Grundeinstellung, die am Ende zu zu engem Überholen, Drängeln, agressivem Verhalten sowie Rad- und Gehwegparken (um ja nicht den "richtigen Verkehr" zu behindern) führt. Was ich übrigens alles ausdrücklich nicht Dir unterstellen möchte; das ist eine generelle Diagnose meinerseits.


    Es wurde hier im Thread ja schon angedeutet: Sind nicht vielleicht eher die Autos (inkl. Deinem eigenen) die Verkehrshindernisse/-hemnisse? Wenn Du an die Situationen denkst, in denen Du nicht überholen kannst: Stehen da parkende Autos am Straßenrand? (Denk Dir die mal alle weg - wie viel Platz da auf einmal wäre!) Kommen Dir welche entgegen? Diese 2x4m langen größtenteils luftverschmutzenden Ungetüme mit 1,5t (und oftmals nur einer einzelnen Person darin) würde ich da schon eher als den "Nervfaktor" und die wahren Hindernisse ansehen. ;-)


    Und wie schon Pokalheld schrieb: Nur weil ein Radweg da ist, ist er noch lange nicht komfortabel. Das merkt man oftmals erst, wenn man darauf fährt, auch wenn er auf den ersten Blick gut aussieht. Und genutzt werden muss er schon gar nicht (nur dann, wenn er mit einem entsprechenden blauen Schild versehen ist, was nach meinem Empfinden auf die wenigsten zutrifft, und zudem in einem vernünftigen Zustand ist - es gibt noch weitere Ausnahmen, wie zum Beispiel Abbiegevorgänge, für die man den Radweg verlassen darf). Dazu kommt noch, dass Fahrräder als Fahrzeuge gelten und somit gem. StVO standardmäßig auf die Fahrbahn gehören. Soviel dazu, dass Räder "auf der Straße nichts zu suchen haben" - die StVO sieht das anders. ;-) Und im übrigen waren Räder zuerst da. Autos kamen erst nach und nach dazu und verstopfen den Straßenraum zusehends, wie die immer weiter steigenden Zulassungszahlen zeigen. Leider sind sie im Stadtbild zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die von vielen (lange Zeit auch von mir) gar nicht in Frage gestellt wurden. Und wie auch einst Pokalheld schön darstellte: Die ganzen Ampeln sind nur wegen der Autos da. Radfahrende und zu Fuß Gehende alleine brauchen untereinander keine Ampeln. Nur durch die Autos verursacht sind also die Ampeln nötig, die überhaupt erst für Wartezeiten sorgen.

    Aber wie von Nils angesprochen, wird man die Verkehrswende nicht dadurch hinbekommen auf dem Land, dass hier Radfahrer auf der Straße fahren dürfen. Dafür sind die Distanzen zu weit. Das geht vielleicht in der Stadt. Da fehlt es eher an anderen Sachen (der sog. Nahverkehr zum Beispiel).

    Das ist mir schon klar, dass das alleine nicht reicht. So habe ich das auch nicht gemeint. Es ist nur eines von vielen Mosaikteilchen. Und dass die Distanzen zu weit sind, mag in vielen Fällen stimmen. Aber nicht in allen. Bis 10 oder 15km dürften für viele durchaus machbar sein (das sind ja auch die Strecken, die in der Stadt ebenfalls durchaus zurückgelegt werden). Oder aber zumindest der Weg zum nächsten S-Bahnhof.

    Du hast sicher auch gelesen, dass ich beide Seiten kenne und nutze und mir deswegen dieses „Urteil“ erlsube.

    Ich habe bei mir persönlich die Erfahrung gemacht, dass ich einen echten Perspektivwechsel erst hinter mir habe, seitdem ich regelmäßig mit dem Fahrrad pendele. Zwar versuche ich Hauptstraßen zu meiden, aber dabei bin ich dann eben nicht nur gemächlich auf abseitigen Freizeitrouten unterwegs. Da hat man dann doch andere Ansprüche (schnell ans Ziel kommen) und bekommt doch noch einmal andere Eindrücke mit. Nicht zuletzt haben mir auch des Pokalhelds Postings noch einmal zusätzlich die Augen geöffnet. Ich fahre seitdem auch ganz anders bzw. mit einer ganz anderen Grundhaltung Auto (wenngleich das nur noch sehr selten von mir bewegt wird). Ich will nicht abstreiten, dass ich da vorher auch noch eine andere Grundhaltung gegenüber Radfahrenden hatte und mir der Blick für gewisse gefährliche Situationen fehlte. Das änderte sich wirklich erst mit meiner täglichen Pendelei so richtig. Ich behaupte, dass diese Erfahrung den meisten Autofahrenden fehlt, die sagen, dass sie "auch Rad fahren". Oftmals sind das dann eben doch reine Freizeitfahrende. Vielleicht würde da schon zumindest ein Monat Pendelei auf dem Fahrrad für eine andere Perspektive sorgen.

    Warum z.B. nutzen Sportradler wie selbstverständlich die Straße, sobald eine Ampel aber rot ist, schaffen sie es plötzlich doch über einen Radweg zu fahren um nicht anhalten zu müssen?

    Das ist doch ganz klar: Wohl nahezu jede*r würde für sich die attraktivere legale Alternative wählen. Und natürlich ist es attraktiver, bei meinetwegen 10km/h über einen rumpeligen Radweg zu juckeln als an einer roten Ampel zu stehen. Gleichzeitig zieht man die glatte Fahrbahn vor, auf der man 30km/h fahren kann, statt unkomfortabler bei 10 km/h über den Radweg zu rumpeln. Ich sehe nichts, was dagegen spricht. Und ich verstehe auch nicht, was Du mit Deiner Frage zu Ausdruck bringen willst. Sollen Radfahrende zu Lasten des eigenen Komforts und der eigenen Geschwindigkeit lieber Dir die Bahn frei machen?

    Warum z.B. müssen Radfahrer auf der Straße nebeneinander fahren, um den hinterfahrenden Autos das überholen nahezu unmöglich zu machen?

    Da müsste man jetzt die konkrete Situation betrachten. Wenn niemand beindert wird, ist das inzwischen ausdrücklich erlaubt. Wenn dadurch aber andere behindert werden, ist das natürlich nicht in Ordnung. Aber was meinst Du denn mit "das Überholen nahezu unmöglich machen"? Welche Situation hast Du da vor Augen? Wie viel Platz bleibt Dir zum (Nicht-)Überholen? Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass das so oft vorkommt, dass es der Rede wert wäre. Zumindest würde es sich nicht mit meinen Beobachtungen decken.


    Dass man auf der Fahrbahn befindliche Radfahrende (auch einzelne) nicht überholen kann, dürfte nach meiner Erfahrung primär in Nebenstraßen vorkommen. Also tendenziell eher zu Beginn oder am Ende einer Autofahrt und somit in der Regel nur auf einem kleinen Teil einer Strecke. Wenn man tatsächlich mal den Zeitverlust durch so etwas messen würde, bewegt sich das pro Strecke wohl eher im Bereich von nur wenigen Sekunden (dabei auch bedenken, dass man hinter einem Rad auf der Fahrbahn ja auch nicht stillsteht, sondern durchaus auch mit 20km/h statt der erlaubten 30-50 km/h vorankommt). Es fühlt sich immer weitaus "schlimmer" an als es ist. Trotzdem scheint es bei vielen Autofahrenden eine Art "Überholzwang" zu geben, auch kurz vor roten Ampeln noch.


    Und stelle Dir mal folgendes vor: Alle, die die auf dem Rad siehst, würden stattdessen auch gerade Auto fahren (und wenn sie gerade nicht fahren, stehen diese Fahrzeuge zusätzlich im öffentlichen Straßenraum). Ich bin sicher, dass Dich das in der Summe deutlich mehr Zeit kosten würde als die Radfahrenden. Sei also lieber dankbar für jede*n einzelne*n, die/den Du auf dem Rad siehst, denn sie sorgen am Ende dafür, dass auch Du schneller ans Ziel kommst. ;-)

    Ich bin am Himmelfahrt gut 100km durch die Region geradelt. Was mich dabei unter anderem störte: Auf vielen (ich möchte sagen: fast alle) Hauptstraßen durch die Orte durfte ich mit dem Fahrrad die Fahrbahn nicht befahren, da das Fahren, da der Gehweg als Geh- und Radweg ausgewiesen war (Zeichen 240). Diese Konstellation nervt mich ja sowieso schon aufgrund der vorprogrammierten Konflikte und oftmals schlechten Beschaffenheit, aber in diesen Orten war das oftmals außerdem ein so schmaler weg, dass das wirklich besonderer Quatsch war. Dass man Radfahrende so triezt, statt sie einfach auf der Fahrbahn fahren zu lassen, ist für mich völlig unverständlich und für die Verkehrswende natürlich auch nicht gerade förderlich.

    Ah, Mist. Habe den Absatz nur für sich gelesen. Danke!