Beiträge von sasa

    Die werden in Niedersachsen auch verteilt. Wäre ja auch reichlich blöd, sich darum als Firma erst zu kümmern, wenn die Ausgangssperre schon gilt.

    Da ich jetzt schon genug von all den anderen Menschen in meinem Haushalt habe:

    Welche Bluetooth True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer (Android) sind zu empfehlen?


    Einsatzbereich (heute): Mitbewohner nicht mehr hören müssen

    Einsatzbereich (zukünftig): Sport, Pendeln, Reisen


    Aktueller persönlicher Auswahlkreis: Samsung Galaxy Buds+, Sony WF-1000XM3, Libratone TRACK Air+


    Braucht man ANC? Braucht man Spritzwasserschutz?

    Was bringt denn eine Ausgangssperre, wenn Deutschmichel 6 Supermärkte abläuft für seine Rolle Klopapier?


    Die Kids draußen am Maschsee 'unverantwortlich', aber ich im Supermarkt total beispielhaft und nach Stand der Wissenschaft.


    Rette sich wer kann.

    Einmal noch (darüber hinaus ist dieser Thread der falsche Ort, um mit dieser Diskussion zugemüllt zu werden):

    Ich habe keinesfalls sechs Supermärkte gezielt abgelaufen, um eine Rolle Klopapier zu finden. Ich habe auf meiner sowieso notwendigen (und im üblichen auch innerhalb der aktuellen Maßnahmen absolut erlaubten) Fahrt zum Einkauf von Lebensmitteln in einem Supermarkt jeweils einen Blick in zwei nebenan liegende Supermärkte (jeweils ca. 50m Fußweg) geworfen, um zu prüfen, ob es da u.a. Toilettenpapier gibt. Ich bin dafür keinem Menschen näher als fünf Meter gekommen und habe nichts angefasst. Das ist, und das nehme ich mir jetzt entgegen deiner Meinung mal komplett heraus, absolut ok und für absolut niemanden eine Gefahr und der Vergleich mit Menschen, die sich gemeinsam am Maschsee einen antrinken, ein absoluter Whataboutism.

    Ansonsten bitte ich dich, mich diesbezüglich ab sofort per PN zu belästigen und den Rest dieses Threads den wichtigen Themen zu überlassen. Danke.

    Eine Ausgangssperre hat ja auch Nachteile in der Bewältigung der Krise. In einem der hier geposteten Artikel stand was von einem Meziner die Befürchtungen von Versorgungsengpässen im medizinischen Bereich bei nicht Corona-relevanten Erkrankungen (Insulin) und anderen Hindernissen "die man [durch die Ausgangssperre] nicht gebrauchen" könne. Das heißt doch dann nichts anderes, als dass man den Zusatzeffekt den man bei der "Ausbreitung des Virus gewinnt" wieder mit potentiell anderen Risikien die die Ausgangssperre mit sich bringt in Relation setzen sollte. Und das möglichst von Experten und nicht hergeleitet unter einer einzigen aboluten Prämisse ("eine Verminderung der Verbreitung in unbekannter Höhe").

    Sehe ich auch so. Dazu ein noch größerer wirtschaftlicher Schaden, mehr persönliche Schicksale abseits von Corona, etc.

    Nochmal: Ich bin alles andere als ein Verfechter einer Ausgangssperre.

    Aber es liegt an uns, an jedem einzelnen, dass wir so handeln, dass sie keinen Zusatzeffekt hätte!

    Im übrigen auch in dem vom sasa verlinkten Artikel. Der Sprung zu "es würde reichen wenn sich alle dran halten" zu "mit Ausgangssperren wird es natürlich besser" ist dann aber wieder nicht vom Artikel und den Meinungen die dort aufgeführt sind gedeckt, sondern selbst hergeleitet.

    In meinen Augen steht das da.

    Ausgangssperren hätten dann einen minimalen Zusatzeffekt, wenn sich alle an die jetzigen Maßnahmen halten würden. Heißt im Umkehrschluss: Ausgangssperren haben dann einen spürbaren Zusatzeffekt, wenn sich nicht alle an die jetzigen Maßnahmen halten.

    Oder wie wäre deine Interpretation?

    sasa und stscherer :

    Warum blendet Ihr die Meinung komplett aus, die oben zitiert wurde? Was disqualifiziert eine Aussage von einem Chefepidemiologe und der Weltärtzeorganisation mit der Meinung "Ausgangssperre hilft nichts und macht Probleme die wir nicht brauchen" und qualifiziert Euch und Euren gesunden Menschenverstand genau das besser zu wissen?

    Weil ich vermute, dass die Grundannahme dieser Aussage ist, dass weniger strikte Maßnahmen funktionieren. Dann bin ich absolut dabei, wenn gesagt wird, dass eine Ausgangssperre nicht (weiter) hilft. Meine Annahme hingegen ist die, dass erst eine Ausgangssperre die Wirkung hat, die man sich von den aktuellen Maßnahmen schon verspricht. Dann wäre sie in meinen Augen leider bitter nötig, um die Ansteckungsrate in handhabbaren Größen zu halten.

    Hier wird meine Aussage übrigens exakt von einem Experten bestätigt. Die jetzigen Maßnahmen würden reichen, wenn sie eingehalten werden würden. Dann wäre der Zusatzeffekt einer Ausgangssperre zu klein, um diese sinnvoll einzuführen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die aktuellen Maßnahmen nicht eingehalten werden. Dann hätte eine Ausgangssperre einen spürbar positiven Effekt. Nun kann man sehr wohl anderer Meinung über das (Nicht-)Einhalten der aktuellen Maßnahmen sein. Nur wird es zu spät sein, um zu reagieren, wenn wir fundierte Daten dazu haben.


    "Theoretisch würden die aktuellen Maßnahmen mit geschlossenen Schulen, Bars und Geschäften auch ausreichen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einzudämmen, sagt der Epidemiologe Timo Ulrichs von der privaten Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. Entscheidend sei aber, dass die Menschen auch wirklich auf den persönlichen Kontakt zu ihren Freunden verzichten, sagt Ulrichs. Eine komplette Ausgangssperre hätte laut Ulrichs dann nur noch einen minimalen Zusatzeffekt."

    Kleine Anmerkung am Rande: Das Imperial College meint, dass das Verbieten von Großveranstaltungen keinen signifikanten Effekt hat. Weil die Kontaktdauer hier typischerweise zu kurz ist.

    Ist zwar nicht die klassische Großveranstaltung, aber wie passt da der Virenherd Ischgl mit quasi einer gut gefüllten Après Ski-Bar als Epizentrum zu dem Denkmodell? Außerdem halte ich "Kontaktdauer" immer noch für einen sehr theoretischen Wert. Man kann sich in der ersten Sekunde ebenso gut anstecken wie in der zehnten Minute des Kontakts, daher dürften die 15 Minuten doch nur ein statistisches Mittel aber keine Absicherung gegen irgendwas sein.

    sasa und stscherer :

    Warum blendet Ihr die Meinung komplett aus, die oben zitiert wurde? Was disqualifiziert eine Aussage von einem Chefepidemiologe und der Weltärtzeorganisation mit der Meinung "Ausgangssperre hilft nichts und macht Probleme die wir nicht brauchen" und qualifiziert Euch und Euren gesunden Menschenverstand genau das besser zu wissen?

    Weil ich vermute, dass die Grundannahme dieser Aussage ist, dass weniger strikte Maßnahmen funktionieren. Dann bin ich absolut dabei, wenn gesagt wird, dass eine Ausgangssperre nicht (weiter) hilft. Meine Annahme hingegen ist die, dass erst eine Ausgangssperre die Wirkung hat, die man sich von den aktuellen Maßnahmen schon verspricht. Dann wäre sie in meinen Augen leider bitter nötig, um die Ansteckungsrate in handhabbaren Größen zu halten.

    Ich bin ja keinesfalls für eine Ausgangssperre. Aber wenn es so weitergeht, dass viele Menschen und Gewerbetreibende die Maßgaben und Empfehlungen ignorieren, ist eine Ausgangssperre in meinen Augen das einzige, was Menschenansammlungen am Ende verhindern kann. Leider.


    Genau das ist, was ich meine, wenn ich sage: Wir haben kein wissenschaftlich-gestütztes Argument für eine Ausgangssperre. Du verzichtest hier darauf und begründest das mit dem Handlungsdruck auf der Politik.

    Sollten wir aktuell den sozialen Kontakt minimieren?

    Funktioniert das aktuell ausreichend?

    Welche Optionen haben wir, das zu erreichen?

    Wie viel Zeit bleibt uns dafür noch?

    Ja, Spring Break scheint gut zu laufen in den USA. Sollte das tatsächlich stimmen, dürfte das Land in Kürze kollabieren.

    sasa: Äh, haben wir denn bislang auch nur ein wissenschaftlich gestütztes Argument für eine Ausgangssperre?

    Ich bin ja keinesfalls für eine Ausgangssperre. Aber wenn es so weitergeht, dass viele Menschen und Gewerbetreibende die Maßgaben und Empfehlungen ignorieren, ist eine Ausgangssperre in meinen Augen das einzige, was Menschenansammlungen am Ende verhindern kann. Leider.

    Natürlich ist das eine größere Belastung. Aber ist das gerade der Maßstab? Ich bin ja auch dafür, dass man sogar bei einer Ausgangsperre noch in Familiengruppen kurz raus darf, aber wo will man am Ende die Grenze praktisch ziehen, wenn die Leute sich nicht an einfachste, vernünftige Regeln halten?


    andremd schrieb, wie das in Österreich gehandhabt wird. Es geht dann halt nur durch regelmäßige Kontrollen durch Behörden. Sprich, Polizei in erster Linie. Es wird an "neuralgischen Punkten" patroulliert und sobald sich Gruppen irgendwie ansammeln, wird freundlich aber bestimmt um Auflösung und Einhaltung der Regeln gebeten.

    Bin ich voll dabei. Aber in Österreich gilt halt auch erstmal eine Ausgangssperre. Nur halt eben mit der eingeschränkten Option auf "frische Luft". Ich halte es auch für Wahnsinn, es wie in Spanien zu handhaben, wo die Menschen gerade wirklich das Haus nur noch alleine für Einkauf oder Arzt (etc.) verlassen dürfen und alles andere komplett verboten ist.

    Worauf ich hinaus möchte: Die Wohnsituation Einzelner darf kein generelles Argument gegen eine Ausgangssperre sein, sondern nur deren Ausgestaltung definieren.

    Natürlich ist das eine größere Belastung. Aber ist das gerade der Maßstab? Ich bin ja auch dafür, dass man sogar bei einer Ausgangsperre noch in Familiengruppen kurz raus darf, aber wo will man am Ende die Grenze praktisch ziehen, wenn die Leute sich nicht an einfachste, vernünftige Regeln halten?

    Mit Verlaub, auch der Verbleib in einer Zwei-Zimmer-Wohnung während einer Ausgangssperre ist ein absolutes Luxusproblem. Es geht gerade um ganz andere Dinge.

    Weil "die Stadt" ebenfalls personell gebeutelt und mit so einer Situation überfordert sein dürfte.

    Ich war bisher ja auch gegen jede Form der Verunsicherung und vielleicht sogar für leicht unsachliche Beschwichtigung. Aber wenn die Leute dann so doof sind und sich weiterhin unnötig sozialisieren, muss man ihnen die Gefahr wohl doch etwas deutlicher unter die Nase reiben.

    "Panik" in dem Sinne, da das bisher der einzige mir bekannte Artikel ist, in dem es um Menschen weit unter der bisher immer genannten Risikogruppe 50 aufwärts geht, [...]

    Das ist dann aber deine eigene Selbstschutzblase (in die ich mich zumindest zeitweise auch gerne begebe).

    Hier

    Hier

    Ansonsten wird eigentlich immer erwähnt, dass jeder gefährdet ist, einen schweren Verlauf zu erfahren. Nur eben mit unterschiedlich großer Wahrscheinlichkeit.

    Ein Spaziergang ist aber für mich eben nicht "nicht zu Hause bleiben". Ein Restaurantbesuch hingegen schon. Wobei ich eben auch jedes Restaurant verstehe, was noch ein paar Tage Einkünfte generieren möchte. Denen geht der Arsch auf Grundeis. Denen ist Corona relativ egal, wenn sie vor dem Ruin stehen.

    Wie gesagt: Eisdiele, Biergarten und Getümmel sind für mich auch tabu. Aber doch nicht pauschal "der Spaziergang". Das halte ich für komplett falsch und missinterpretiert.