Beiträge von Hedemann

    Verringerte Wochenarbeitszeit, Grundeinkommen, höhere Besteuerung von Hochverdienern bzw. Solidaritätssteuer von Besserverdienenden und Vermögenden , einheitliche Krankenversicherung, hohe Solidarität, Stabilität der sozialen Sicherungssysteme - wo muss ich unterschreiben? Das wäre den Virus wert. :lookaround:

    schulzinho

    Vom Prinzip her: Warum denn auch nicht?

    Wenn ich das richtig sehe, fällt das bei exorbitanten Gehältern aber eh nicht ins Gewicht. Obergrenze ist die Beitragsbemessungsgrenze von 6.900 € brutto. Indes heißt Kurzarbeit beim Fußballer ja nicht ohne weiteres eine Reduzierung der Arbeitz auf null. Wenn die auf z. B. ein Drittel der Arbeitszeit verkürzen, erhält der Fußballer ja dann auch noch ein Drittel seines vereinbarten Gehalts. Was in den ersten beiden Ligen voraussichtlich auch noch bequem über 6.900 € liegt - ergo: Sowieso kein Kurzarbeitergeld für die Jungs.

    In der dritten Liga rechnet sich das dann aber schon.

    2. sie hauen Kind persönlich damit so in die Magengrube, dass der in die Privatschatulle greifen muss

    Der Vorschlag, den ich in der HAZ las, heißt, keine Entlastung der Personalkosten, damit akute Insolvenzgefahr.

    Das mit der Privatschatulle kann ich kaum mehr hören, so sehr Stammtischniveau ist das. Die KGaA ist so oder so Teil der Privatschatulle der Gesellschafter. 50+1 sichert dem Verein maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung, aber jeder Stein und jedes Bein in der KGaA gehört den Gesellschaftern.


    Ehrlich gesagt: Wäre ich Zweitligafußballer, wüsste ich auch nicht, warum ich zugunsten von schwerreichen und einigermaßen krisenfesten Unternehmern auf Geld verzichten sollte, das der Sicherung meines Lebensstandards für viele Jahrzehnte dienen soll.

    Da reicht ein like nicht, das muss man kopieren.


    MiQ, mal abgesehen davon, dass Du mir auf meine Nachfrage nicht geantwortet hast, was Herr Kind denn nun genau so dolles betriebswirtschaftlich hingedengelt hat, dann könntest Du doch aus dem Verhalten der Fußballprofis mehrere Dinge relativ zwanglos ableiten:


    - Die Kicker wollen Menschen unterstützen, die in der Krise Nachteile haben werden. Drolliogerweise legen sie aber offenbar Wert darauf, nicht den Gesellschaftern der KGaA zu helfen, sondern wollen die Kohle zielgerichtet dorthin haben, wo sie Benachteiligten hilft.


    - Offensichtlich weist die KGaA, also der gelebte Profifußballbetrieb, nichts auf, was die Angestellten solidarisch werden lässt. Welches Bild der Profis dadurch vermittelt wird, fragst Du!? Frag Dich doch zur Abwechslung mal, welches Bild dadurch von den Inhabern des Unternehmens und der Geschäftsführung gezeichnet wird. Vor allem, wenn man bedenkt, dass eine solche Solidarität bei anderen "Vereinen" im Gegensatz zu 96 gelebt wird.

    So argumentiert es sich nicht ganz rund.

    Bzw. eröffnet (mal wieder) die "Wer verdient eigentlich warum wieviel und ist das überhaupt gerecht und so"-Diskussion.


    War Chris nicht gesperrt und/ oder hatte so viel zu tun?! Man man man. :nein:


    Das mit dem in DM umrechnen habe ich ja selbst nur von rama etc. aufgeschnappt.

    Vielleicht wäre es eine klitzekleine Überlegung wert, zu schauen, welcher Spieler denn in Zukunft welche Rolle in welchem System spielen soll, und es einfach mal nach fußballperspektivischen Überlegungen zu entscheiden, welche Spieler kommen, und vor allem, welche gehen. Wenn dann ein "Verein" tatsächlich einen Batzen auf den Tisch legen will, dann schaut an sich das mal an.


    Dass man da bei MK eine gewisse Grundskepsis besitzt, kann ich indes nachvollziehen.

    Ich würde mir wünschen, dass die Kosten der Krise von den Top Tausend der Vermögenden getragen werden, sehr vereinfacht gesagt, und die Krise zu nutzen, über die fehlerhafte Verteilung nachzudenken (incl. zukünftige Änderungen gender pay gap, bessere/ fairere Bezahlung sozialer Berufe, etc.).


    Allerdings befürchte ich, dass tM recht hat.

    Nein.

    Manchmal ist es aber ganz gut, wenn man darauf aufmerksam macht.

    Weil das genau dieses undifferenzierte Bullshit-Bingo ist, mit dem dann eine Menge weniger informierte Menschen eingefangen werden. Und das nervt dann halt, wenn man immer die Gebetsmühle am Start haben muss.

    Was ich nicht kapiere, ist, was die Leute davon haben, wenn sie solchen Blendern folgen. Königstreue oder so vielleicht.

    Tja, und da kam dann auch nichts mehr.

    Verstehe ich nicht.

    Was obk beschreibt, sind doch lediglich die basics, die jeder der Foristen hier locker drauf hat.

    Solidarität einzufordern ist ein betriebswirtschaftlicher Prozess?


    Im übrigen:

    Benenne doch bitte mal konkret, was er (gut) macht. Nicht nur so allgemein.
    Welche Personalentscheidungen meinst Du?

    Wie sichert er Umsätze?

    Welche - durch die Krise bedingten - Chancen nutzt er gerade?