Beiträge von Hedemann

    Und in unserer Familie überwiegt inzwischen die Enttäuschung über die nicht wirklich sichtbaren Veränderungen (im Gegenteil, es wird ja immer schlimmer, man schämt sich nur noch für Hannover 96) so groß, daß eben auch die Verbindung zum eV., die ja letztendlich nur emotional über den Fußball begründet ist, verloren gegangen ist. Hannover 96 hat gestern drei Mitglieder verloren.

    Ich äußere mich zu diesem Thema nun noch ein letztes Mal.


    Nicht wenige - nach meinem subjektiven Eindruck - waren nach der Ablösung des alten Vorstands eigentlich recht positiv überrascht darüber, dass die neuen Gremien die wirklich hoch anspruchsvollen Aufgaben ruhig angegangen sind, ohne - wie etwa die Investorenseite - lautstark und polternd und destruktiv eine "Abrechnung" o. ä. mit den "Gegnern" einzuläuten.


    Stattdessen wurde - wieder mein subjektiver Eindruck - hart gearbeitet, um zu versuchen, aus der Perspektive des Vereins Hannover 96 e. V. eine zukunftsfähige Situation herzustellen. Die Fußballprofis sind ein wichtiger Teil von Hannover 96, aber eben nur ein Teil. Dazu kam mit dem VSZ eine Bürde, die man nicht unbedingt abwerfen und loswerden kann, ohne dass dies erhebliche Konsequenzen hätte.


    Herausgekommen ist ein Vertrag, der so viele positive Ergebnisse gezeitigt hat, dass wenige sich das vorher vorgestellt hätten. Das vor allem vor dem Hintergrund, dass der e. V. zu diesem Zeitpunkt praktisch eine leere Hülle gewesen ist, im Hinblick auf Strukturen und finanzeller Ausstattung.

    Ggf. ist es zu diesem - aus meiner subjektiven Sicht sehr guten - Ergebnis aber auch bzw. sogar nur gekommen, weil in Ruhe und ohne öffentliche Anklagen verhandelt worden ist. Das heißt übrigens nicht, dass es in diesen Verhandlungen nicht hoch her gegangen wäre...

    Es darf auch nicht vergessen werden, dass sich da ja gleich mehrere Großbaustellen auf einmal eröffnet hatten. Dass wir zunächst noch monatelang das Schiedsgerichtsverfahren im Arbeitsspiecher hatten, bevor wir 50+1 safe machen konnten, ist zwischenzeitlich schon so normal geworden, dass es fast schon aus dem Bewusstsein verschwunden ist. War aber - natürlich - ein nennenswertes Thema. Dazu die Frage, was wir mit dem VSZ machen sollen. Dazu das Kennenlernen der Mitglieder, Abteilungen und Mitarbeiter, die anderen Kooperationen in der täglichen Arbeit mit der KGaA bzw. der S & S, etc. pp. - da war nicht einmal Zeit, sich hinzusetzen und kritische Texte zu schreiben (die möglicherweise von der Presse eh nicht so veröffentlicht worden wären...).


    Möglicherweise ist der e. V. also einigermaßen gut mit seiner Strategie gefahren, hart, aber hinter verschlossenen Türen zu verhandeln. Zumal das auch der bei uns allen vertretenen Grundeinstellung entspricht - welche die AR-Kandidaten seinerzeit auch öffentlich kommuniziert haben -, dass doch alle gemeinsam an einem Strang für Hannover 96 ziehen sollten.


    Ich kann verstehen, dass da der Genugtuungsgedanke etwas auf der Strecke bleibt. Das ging wirklich allen in den Gremien so, ich kann versichern, dass sich niemand plötzlich ein Martin Kind Poster ins Kinderzimmer gehängt hat. Wer meine Postings hier in den letzten Jahren verfolgt hat, kann erahnen, dass ich bisweilen schon die Faust in der Tasche geballt habe, wenn immer und immer wieder der Verhandlungs- und Verständigungsweg gesucht worden ist, statt einfach mal eine Runde zu teeren und zu federn.

    So sind wir z. B. auch auf Schatto zugegangen, der die neuen Leute ja medienwirksam beschimpft hat, um ihm zu sagen, dass man solches 96-Urgestein natürlich gern und auch weiterhin an Bord haben würde. Viele solche kleinen und größeren Aktionen sind auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichem Erfolg unternommen worden, aber - das ist richtig - eher lautlos bzw. leise.

    (Was ich persönlich angesichts der mäßigen journalistischen Leistungen der letzten Dekade auch nachvollziehen kann, wenn man sich nicht z. B. über die Presse äußern will bzw. von sich aus den Kontakt sucht.)


    Lege ich das alles mal zugrunde, dann ist es m. E. in Ordnung, wenn der Vorstand weiter auf dieser Schiene fährt und arbeitet. Es wäre wohl nicht nur ein stilistischer Bruch, sondern wohl auch nicht erfolgversprechend - jedenfalls nicht einigermaßen zeitnah -, wenn sich der Vorstand nun mit öffentlichen kritischen Statements gegen Kind oder wen auch immer an die Öffentlichkeit richtet. Es diente tatsächlich wohl nur der Genugtuung, einmal seinen Ärger rauszuschreien (was ich ja an sich nicht einmal falsch finde, bevor man an dem ganzen Mist erstickt).


    Wichtiger ist: All diese Punkte sind den Gremien bewusst, wurden nicht vergessen, und werden in der notwendigen Arbeit berücksichtigt, auch wenn da eben nicht quasi tägliche Wasserstandsmeldungen abgegeben werden. Alle Punkte.


    MKs Hang, wirklich alles zu kommentieren, begleitet uns ja nun schon seit zwanzig Jahren. Relativ wenig davon ist aber letztlich für den e. V. relevant; dass die Profis darunter leiden, gefällt uns auch nicht, aber auch da muss man die Streu vom Weizen trennen. Ich befürchte, wir öffnen die Büchse der Pandora, wenn seitens des e. V. nun damit begonnen wird, den tägliche Martin-Kind-Kommentierungs-Newsletter zu versenden. Zumal wir uns dann genau dahin begeben würden, wo wir uns idealerweise nicht sehen.


    Die nicht sichtbaren Veränderungen, die stscherer bedauert, sind halt vor allem eines: Nicht sichtbar.

    Damit behaupten zu wollen, es habe keine Veränderungen gegeben, kann wohl nicht einmal stscherer ernstlich behaupten wollen, der mir zwar bisweilen gehörig auf den Keks geht, der aber im Grunde in die gleiche Richtung denkt und den ich daher auch uneingeschränkt schätze.

    Auch im Moment wird so viel im Verein gearbeitet, wie das wohl in den letzten zwanzig Jahren kaum der Fall gewesen sein dürfte. Ich weiß, das ist dann immer doof, so etwas zu behaupten, ohne Beispiele zu nennen. Aber erstens darf ich das nicht ohne weiteres, und zweitens sieht man ja schon einiges, wenn man genauer hinschaut. Marketingkonzept, Stärkung des VSZ, Umstrukturierung der Leitung, Satzung, Corona, Gründung Fan-Abteilung und Verstärkung der Kooperation Verein/ Profis (wo auch dicke Bretter gebohrt werden müssen...), nebenbei immer noch die Aufarbeitung von Altlasten, und das alles neben der normalen alltäglichen Organisationsarbeit - kein Zuckerschlecken.


    Aber es geht mir an sich nicht darum, zu schreiben, wie fleissig da alle sind, sondern um Euch zu vergewissern, dass die Gremien des e. V. die aktuellen kritischen Punkte auf dem Schirm hat, und um Euer diesbezügliches Vertrauen zu bitten.

    Es handelt sich um Seguin.


    Edit: Soll 1,5 Millionen Ablöse kosten, also mehr als aktueller Marktwert. Die in Fürth scheinen das mit den Coronapreisen nicht verstanden zu haben.

    Au backe.

    Der hat etatmäßig bei WOB II in der Regionalliga gespielt. Warum der dann in die erste Mannschaft gekommen ist, war mit den Leistungen in der Regionalliga jedenfalls nicht so richtig zu erklären. Fairerweise: Das ist nur meine Meinung. Obwohl ich damals ein paar Spiele der Wolfsburger Amas gesehen habe, heißt das nicht, dass ich was davon verstehe. :hüpfen:

    Natürlich könnte ich da seitenlang etwas dazu schreiben, aber das darf und will ich gar nicht tun.


    Es ist insgesamt schon ein recht komplexes Geflecht, welches da entwirrt werden will. Und richtig, das funktioniert nicht ohne weiteres, die Entscheidungen der letzten vielen Jahre auf einen Streich wieder rückgängig zu machen. Und in Teilen wäre das vielleicht auch gar nicht einmal erstrebenswert.

    Dass der Vorstand nicht jeden zweiten Tag durch die Medienlandschaft pölt, hat aber mitnichten den Hintergrund, dass man es sich muckelig gemacht und sich arrangiert hat. Die dort handelnden Personen sind andere - und anders - als ihre Vorgänger. Das gilt unverändert, seit die Hooligans den Verein gekapert haben.

    Die Leute bleiben sich des "Ausnahmezustands" bewusst.

    Was aber leider auf der Kehrseite auch bedeutet, dass der psychische Druck bzw. die latente Angst dauerhaft oben bleibt. Man entspannt dann eben auch nicht so schnell.

    In der Schweiz werden entgegen ersten Meldungen nicht die Clubs als hauptsächlicher Ansteckungsort genannt, sondern das familiäre Umfeld.

    Genauer gesagt: Das familiäre Umfeld der Clubbesucher.

    jepp, Neuinfektionen USA sinken seit ein, zwei Wochen
    von etwa 143 pro 100.000 auf derzeit 132 per 100.000

    Seit Trump eine Maske trägt.

    Na, klingelt´s jetzt mal so langsam hier im Forum?

    Ich sach mal so:

    Wenn Du einen zugewucherten Garten wieder vernünftig aussehen lassen möchtest, kannst Du natürlich die Sense nehmen, dann ist das meiste Unkraut weg, aber auch viele hübsche Pflanzen, die da immer noch blühen und dem Garten Sinn und Hoffnung verleihen.

    Alternativ beackerst Du mühsam Quadratmeter für Quadratmeter, so dass Du diese schönen Pflanzen behalten kannst. Das Unkraut jätest Du auch, aber Du brauchst eben recht lange dafür.


    Ich finde es erstmal schön, dass uns der Garten überhaupt noch bzw. wieder gehört und wir frei darüber entscheiden können, welche Art der Gartenpflege wir bevorzugen.


    Es sind keine leeren Worte gewesen, als es vor anderthalb Jahren hieß, dass die Gräben zugeschüttet werden sollen. Das bedeutet aber, dass man sich gerade bei den vermeintlichen Oppositionellen (an sich schon scheisse, so zu differenzieren; ich mache das jetzt mal ausschließlich zur Vereinfachung) besondere Mühe geben sollte und muss, sie alle wieder ins schwarz-weiß-grüne Boot zu holen. Das tun wir bis zur Schmerzgrenze, weil 96 über allem steht, und es an und für sich keinen Sinn macht, wenn sich irgendwelche Gruppen rivalisierend oder sogar feindselig gegenüber stehen.

    Ich kann aber sicher sagen, dass sich die Gärtner in den aktuellen Gremien ihrer Aufgabe absolut bewusst sind und sich deren Einstellung nicht geändert hat.


    (Zur Klarstellung: Mit den "Oppositionellen" meine ich nicht die Kapitalgeber, sondern diejenigen Vereinsmitglieder, die vor anderthalb Jahren die aufrichtige (oder auch nicht...) Befürchtung hatten, ohne MK im Vorstand ginge alles den Bach runter.)

    Ich finde, man übersieht auch leicht, dass das Risiko einer Infektion durch das Tragen einer Maske "nur" verringert wird.

    Keiner hat doch den Anspruch, dass eine Maske jegliches Infektionsrisiko verhindert. Wenn durch die Maske das Infektionsrisiko um x % verringert wird, dann ist das objektiv hilfreich. Die Frage ist doch dann eher, wie hoch diese Prozentzahl sein muss, damit man das Tragen einer Maske empfehlen kann, oder gar verpflichtend vorschreiben kann.


    Bei einem verringerten Risiko von zwei Prozent würde ich wohl auch überlegen. Bei >50 % dürfte es an sich schon keinerlei Diskussion mehr geben. Mutmaßlich ist es ein Bündel von Maßnahmen, was im Ergebnis hilfreich ist, und selbst dann kann es halt mal scheisse laufen. Aber ohne die Maßnahmen liefe es möglicherweise eben noch scheisser. Ist halt problematisch, es einfach mal zu probieren.