Beiträge von Question anything!

    das lustige wie immer, niemand schreibt von zwei Jahre lockdown, nur einer.

    Wenn man jede auch noch so geringe Gefahr durch Covid ausschließen möchte, ist allerdings ein zweijähriger Lockdown gar nicht so unrealistisch. Wird meiner Ansicht nach aber nicht kommen.

    Die Frage ist allerdings, weshalb es trotz ungeimpften Kindern keine vollständige Normalität geben sollte. Ich sehe da auch eine Verselbstständigung und eine Verabsolutierung des Gesundheitsschutzes, die hinterfragt werden muss.


    Die Erfahrungen in UK zeigen ja ziemlich deutlich, dass mit 50-60% Erstimpfungen Todesfälle auf ein absolutes Mindestmaß (15 pro Tag im letzten 7-Tageschnitt, tendenziell immer noch sinkend) fast vollständig vermieden werden können. Muss man weiter beobachten. Es muss allerdings eine vollständige Aufhebung aller Maßnahmen geben, bevor die Zahl der positiven Tests für immer und ewig bei 0 ist. Dann können wir nämlich lange warten.

    Dass der Staat grundsätzlich mit Geld schlecht umgeht, ist eine neoliberale Mär. Bestimmte Bereiche der Wirtschaft müssen in staatlicher Hand sein, zum Beispiel natürliche Monopole.


    Für die Bezahlung der Krankenschwester ist die Wohlstandsverteilung in unserer Gesellschaft verantwortlich, falls Du diese so in Ordnung findest und zum Beispiel dementsprechend wählst, mehr onder weniger direkt auch Du.


    Was Du offenbar auch nicht wahrhaben willst: Löhne sind keine Geschenke, für die irgendjemand dem Arbeitgeber dankbar sein muss, sondern ein Anteil am von durch Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand.

    Man könnte beim Mitlesen wirklich den Eindruck bekommen, dass für einige das Geld, dass sie - aus durchaus respektablen Motiven - verteilen wollen, wie der Strom aus der Steckdose, sprich Druckmaschiene der EZB kommt. Vielleicht sollte man sich sich auch auf der sich als links einordnenden politischen Bühne mal mehr Gedanken darüber machen, wie Wohlstand im globalen Wettbewerb erwirtschaftet wird, anstatt primär über die (Um-)Verteilung, die Goutierung von selbst gewähltem (!, nicht unverschuldetem) Nichtstun durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, und das Abstempeln von unternehmerisch tätigen Menschen als mehr oder weniger Ausbeutenden zu räsonieren.

    Und nein, eine Vermögenssteuer oder -abgabe löst das nicht, auch das umzuverteilende Vermögen ist endlich.

    Und Wirtschaftswachstum ist für die Lösung nicht schädlich, insbesondere nicht solches, dass Antworten bietet für ökologische Erfordernisse. Aber dafür braucht man halt Leute, die das anpacken und dafür sich eine Honorierung erwarten, und die auch zu recht so erwarten. Übrigens auch diejenigen, die das finanzieren ubd damit ebenfalls ein Wagnis eingehen, inwieweit das erfolgreich ist und auf das eingesetzte Kapital einzahlt.

    In unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird ein gewisser Wohlstand erwirtschaftet, der glücklicherweise so groß ist wie nie zuvor, auch wenn man pro Kopf rechnet. Dieser Wohlstand wird zwangsläufig auf die ein oder andere Weise verteilt. Diesen Verteilungsprozess "Umverteilung" zu nennen, soll suggerieren, dass es eine Form von natürlicher Vermögensverteilung gibt, die illegitimerweise angetastet werden soll. Dies ist aber nicht so. Jeder Wohlstand, ob der des Unternehmers, Arbeitnehmers, Arbeitslosen, Rentners usw., beruht natürlich auf einer auf verschiedenen Prozessen beruhenden Verteilung von Wohlstand. Wenn Unternehmerverbände sagen, sie wollen keine Umverteilung, stimmt das auch nicht. Sie meinen eigentlich damit, dass sie eine (stärkere) Verteilung zu ihren Gunsten wollen.

    Das heutige SPD-Führungspersonal hat fast ausnahmslos keinerlei ernsthafte Ambitionen mehr, sozialdemokratische Politik durchzusetzen. Daher sind das noch nicht einmal Möchtegern-sozen, da sie ja noch nicht einmal wollen. Vom Können muss man dann gar nicht reden.

    Nee, das sind nicht die sauberen Sozen. Das ist der Grund dafür, dass die sauberen Sozen nichts mit der SPD zu tun haben wollen.

    Wollte es gerade sagen. Heutige SPD-ler als "Sozen" zu bezeichnen, ist so dermaßen aus der Zeit gefallen, dass ich mich frage, ob Locke das ernst meinen kann...oder ob er die letzten 30 Jahre im Winterschlaf verbracht hat.

    Es wird auch kaum noch einfach Kritik geübt. Die Kritik ist fast immer "massiv". Stellt sich die Frage, ob es auch Kritik gibt, die "hohl" ist. Auch darüber hinaus ist sind viele Dinge "massiv", die eigentlich nicht massiv sein können: Massives Unbehagen, massive Zerstörungen usw. Nun ändern Begriffe ihren Bedeutungsgehalt, sicher. Meiner Ansicht nach steht das hier allerdings nicht im Vordergrund.

    Union stürzt in der Wählergunst auf 21%. Das werden spannende Monate.

    Forsa-Fake. Sind bekannt dafür, politischen Ereignissen wie dem Kandidatenduell jetzt in der Union eine Wahnsinnswirkung zuzuschreiben, um so mit ihren Umfragen Schlagzeilen zu produzieren. Die normalisieren ihre Umfrageergebnisse im Laufe der nächsten Wochen wieder.

    Die einzige halbwegs realistische Möglichkeit, wie Anna-Lena Kanzlerin werden könnte, ist eine Ampel, da die Union auf jeden Fall vor den Grünen landen wird. Andersrum ist völlig unrealistisch, eher geht Trump ins Gefängnis. Grün-rot-rot wirds auch nicht geben, da weder die SPD noch die Grünen Bock haben, linke Forderungen wie die Wiederherstellung des Sozialstaates, vernünftige Renten oder ähnliches gegen mächtige Gegner durchzusetzen. Oder gar solche extremistischen Forderungen, die Bundeswehr nur zur Landesverteidung einzusetzen.

    Politisch wahrscheinlich eher belanglos die Söder-Laschet-Sache, aber unterhaltsam.

    Habe daher das bisherige Geschehen analysiert und komme zu dem Schluss:

    Der Machtkampf ist zugunsten Söders entschieden. Laschet wird heute abend de facto Söder die Kandidatur anbieten. Entweder direkt oder über den Umweg der Beteiligung/Befragung der Parteibasis/Kreisvorsitzenden o.ä..

    @ Alter Ego:

    Ich weiß auf jeden Fall, dass darüber kein für die Öffentlichkeit nachvollziehbarer, transparenter, basisdemokratischer Austausch stattfand, wie es einmal der unbedingte Anspruch der Grünen war. Dass Anna-Lena und Robert beim Italienier länger drüber gesprochen haben und vielleicht sogar Paul und Frieda auch noch dabei waren, kann natürlich sein.



    Und nein, bin kein Mitglied...

    Verstehe ich nicht.

    Die Grünen waren früher mal eine Partei, die nicht nur politisch dem Establishment kritisch gegenüberstand, sondern auch dessen intransparente Entscheidungs- und Personalfindung ablehnte. Stichwort war hier "Basisdemokratie". Jetzt sind die Grünen regelrecht stolz darauf, dass die Basis bei einer so wichtigen Frage außer der Wahl zwischen Anna-Lena, Anna-Lena und Anna-Lena auf dem noch stattfindenden Parteitag nichts zu entscheiden hat und im Vorfeld noch nicht einmal eine Diskussion in der Partei über unterschiedliche Optionen stattfand.

    Die Grünen sind furchtbar stolz drauf, dass sie die Frage einer erstmaligen Kanzlerkandidatur ohne Beteiligung der ekligen Basis und jede öffentliche Diskussion völlig geräuschlos im Hinterzimmer geklärt haben. Man muss entweder ein gewisses Alter oder ein gewisses historisches Interesse mitbringen, um zu erkennen, wie absurd das ist. :kopf::kopf::kopf::rofl::rofl::rofl: