Beiträge von Lattenkracher

    Moin zusammen,
    wie geht es denn nun weiter?
    Gibt es schon irgendwelche Planungen für die neue Saison in Bezug auf die Aufrechterhaltung oder Beendigung des "Stimmungsboykotts"?
    Soll ggf. auf andere Formen des Protestes ausgewichen werden?
    Stehen in nächster Zeit besondere Treffen an, um dieses zu diskutieren? :???:

    Ok, ich sehe die weitere Tätigkeit von Horst Heldt für die Roten auch als belastet an.


    Aber macht im Hinblick auf Martin Kind mal folgendes Gedankenspiel:
    Stellt Euch mal kurz vor, Martin Kind wäre ein allseits beliebter Präsident, der keine Übernahmepläne verfolgen würde.
    (Ich weiß, dass das für viele unvorstellbar ist.)


    Ich bin sicher, dass Martin Kind in diesem Forum viel Lob dafür bekommen würde, dass er gegenüber den Radkappen hart geblieben ist. Was wäre denn die Alternative gewesen? Horst Heldt deutlich unter Wert ziehen zu lassen!
    Bei jedem Spieler würde hier doch die Meinung vorherrschen, dass sich der Verein nicht erpressen lassen sollte.
    "Wo kommen wir denn da hin? Vertrag ist Vertrag!" ist in solchen Fällen die typische Aussage.


    Auch wenn es unwahrscheinlich scheint... Vielleicht hat Horst Heldt aus diesem Mediendesaster gelernt.
    Bestenfalls kehrt langsam Ruhe ein, und er setzt seine Arbeit einfach fort.

    Kann dem Heldt nicht mal einer sagen, dass bald wieder Maschseefest ist?
    Da findet sich doch bestimmt Eine zum schwofen, vielleicht im Fährmaster am Geibeltreff... :ja:

    @ FeelmyPain,
    das ist aber schade, mein Freund!
    Denn letztlich rudern wir ja bekanntlich "gemeinsam im roten Fußballboot." ;)


    (Aber ich kann Deinen Schmerz spüren...)

    Ok WDJ Lasse, ich hätte besser formulieren können:
    - ständige Konfrontation mit dem sog. "Fanproblem" (unmittelbar durch den Stimmungsboykott und wenige Gespräche, mittelbar durch die Medien und sonstige Öffentlichkeit)
    In Bezug auf diesen Punkt stimme ich Gerrem zu.


    Der Beitrag von FeelmyPain ist ja mal wieder von höchster Sachlichkeit getragen :rofl:

    Es ist beinahe lustig zu beobachten, wie hier jeder seine Wahrnehmungen selektiert, um "der anderen Seite" die Schuld an dem wahrscheinlichen Abgang von Horst Heldt anzulasten.


    Mögliche Gründe für einen Wechsel nach Wolfsburg wären:
    - mangelnde Kompetenzen im neuen Geschäftsführervertrag
    - schlechtes Betriebsklima in der Vereinsspitze
    - unzureichende Unterstützung durch die Zuschauer (Stimmungsboykott)
    - zermürbende Diskussionen mit der "Fanszene"
    - unklarer/unzureichender Personaletat für Neuverpflichtungen
    - langfristig bessere sportliche Perspektive in Wolfsburg
    - höheres Gehalt in Wolfsburg


    Es ist naiv zu glauben, dass nur ein Grund ausschlaggebend wäre. Ich gehe davon aus, dass es das Gesamtbild der Gründe sein wird.
    Und hierfür trägt jeder einen (kleinen) Teil der Verantwortung, der auf irgendeinen der Gründe Einfluss nehmen kann.


    Es stimmt also nicht, dass das Stadion kein öffentlicher Raum ist.
    Es stimmt nicht, dass das Hausrecht alles erlaubt, wenn es nur nicht willkürlich ist. Im Gegenteil, es muss ein sachlicher Grund bestehen.


    Ach Hedemann,
    als öffentlicher Raum (auch öffentlicher Bereich) wird jene räumliche Konstellation bezeichnet, die aus einer öffentlichen Verkehrs- oder Grünfläche und den angrenzenden privaten oder öffentlichen Gebäuden gebildet wird.
    Die Definition passt Dir vielleicht nicht, ist aber allgemein anerkannt. Das Stadion ist schon deswegen kein öffentlicher Raum, weil dort - wie der BGH richtigerweise voraussetzt - ein Hausrecht ausgeübt wird.
    Willkürlich im Sinne der Rechtsprechung sind Entscheidungen, die ohne sachliche Rechtfertigung bzw. ohne sachlichen Grund getroffen werden. Ergo ist die Grenze des Hausrechts die Willkür oder eben das Nichtvorliegen eines sachlichen Grundes.
    Du kannst hier ja schreiben was Du willst, solltest aber vielleicht nicht mit einem Juristen über juristische Definitionen diskutieren ;)

    @ Dahl,
    zunächst einmal ist das Stadion kein öffentlicher Raum.
    Man braucht schließlich eine Zutrittsberechtigung in Form eines Tickets. Der Veranstalter kann auch Verhaltensregeln aufstellen, die nur nicht willkürlich sein dürfen.
    Die Fall-zu-Fall-Entscheidungen sind unglücklich. Wenn der Veranstalter aber zum Beispiel beschließen sollte, gar keine Plakate zuzulassen, um politische Meinungsäußerungen beim Sport grundsätzlich zu verhindern, könnte er vielleicht sogar damit durchkommen. Letztlich passiert doch bei internationalen Sportevents nichts anderes.
    Und zum Inhalt des Plakats: Das ist "Kind muss weg" mit anderen Worten. Ich denke, dass der Verein verhindern darf, das 100 Plakate mit demselben Inhalt aufgehängt werden.


    @ RicklingerKurve,
    ja, ich bin ein Dementor :D

    stscherer,
    um das Verbot der Plakate bewerten zu können, muss ich aber wissen was drauf stand :grübel:
    Und herabWÜRDIGEN kann man nur etwas, das eine WÜRDE hat. Träger von Würde kann nur ein Subjekt sein, insbesondere ein Mensch.
    Für diese einfachen Fakten brauche ich keinen Duden, das ist reine Logik :p

    Also, ich fand die Stimmung auch in der Anfangsphase sehr ordentlich... der Bedeutung des Spiels angemessen.


    Ach komm Linden, die Schreiberlinge wollen doch, dass man ihre Plakate liest. Warum sollten sie das sonst machen? Und nein, die einzelnen Plakate auf Grundschulniveau haben mich persönlich nicht gestört ;)


    Alles supi 8)

    Und nun zur Stimmung gestern:
    Vor dem Spiel hatte ich die Hoffnung, dass sich die besondere Bedeutung des Spiels für den Klassenerhalt, die Flutlichtatmosphäre und das Superwetter bemerkbar machen. Das war auch so.
    (Fast) im ganzen Stadion wurde viel angefeuert und gesungen. Eine speziell Rolle spielte der Block N12. Immer wieder wurden Lieder angestimmt. Das Repertoire war zwar etwas altbacken. Aber es wurde komplett auf Hass- und weitgehend auf Schmähgesänge verzichtet. Super, weiter so!
    Der mittlere Oberrang in der Nord hat diesmal nicht gestört, abgesehen von einzelnen Plakaten auf Grundschulniveau. Damit kann man leben.
    Alles in allem gab es ein paar zarte positive Fingerzeige, in welche Richtung es stimmungstechnisch gehen kann.