Beiträge von Mr. Mo

    Ist denn 100% Füllung überhaupt der angestrebte Idealzustand? Als Laie würde ich vermuten, dass mehr Wasser auch mehr Stress für das Bauwerk bedeutet und ein Sicherheitspolster für unerwartete Starkregenperioden bleiben sollte...


    Der milde Winter ist zwar positiv für unsere Heizkosten, aber leider auch negativ für den Wald. Der Borkenkäfer verbreitet sich immer weiter: https://www.spiegel.de/wissens…bd-4f2d-971c-1268ce0c8fc1

    Das Bauwerk ist dafür ausgelegt, plus Sicherheitspolster für plötzliche Einträge z.B. bei Unwettern, die der Abfluss nicht sofort schafft. An sich gilt: Wenn es über den maximalen Füllstand unter Normalbedingungen geht, lässt man so viel ablaufen wie neu dazukommt.

    Passt es hier?

    Ich mache mir Sorgen um einen Freund.

    Er vermutet bei seiner Mutter Aebeitsüberlastung und Alkoholmissbrauch. Versteckte Flaschen usw.
    Der Vater leugnet es. Die Mutter traut er nicht drauf anzusprechen.

    Der Freund macht sich Vorwürfe (ich kümmere mich nicht genug).

    Gibt es da Tipps? Links?

    Ich habe so eine Erfahrung im Freundeskreis.


    Wenn ich mir das so zusammensetze, bringt totschweigen nichts, wenn sich etwas verändern soll -- und man sich gleichzeitig selbst schützen will. Denn daran sollte man immer auch denken. Aber es gibt keine Garantie, dass Ansprechen sofort oder zumindest mit Verzögerung etwas bewirkt und es kann eben auch zum Bruch führen. Das war bei der Person aus dem Freundeskreis so. Erst kurz vor dem Tod der Mutter (Leberzirrhose) gab es eine Versöhnung.


    Wie man so eine Ansprache (für sich, Patentrezepte gibt es nicht) am besten gestaltet, weiß ich aber nicht.

    In der Tat. Ich fand die Debatte auch gut; schwierig wird es außerdem immer, wenn mit Schwarz und Weiß begonnen wird.


    Das, was einen in Sachen Qualität auch so zum Staunen bringt bei der Sache, ist, dass mir heute nochmal wieder in anderem Kontext aus dem kfm. Verlagsbereich bestätigt wurde, dass die Redaktionen nach dem Prinzip online first arbeiten, und dann kommt so ein ... auf dem Online-Auftritt dabei raus.

    Möglicherweise liegt das einfach daran, dass alles weg- bzw. kleingespart worden ist. Die Redaktionen (gerade auch die Lokalredaktionen) und die Qualitätssicherung mit dem Korrektorat. Zeit für gründliches Gegenlesen ist häufig auch nicht mehr da, weil jeder irgendwie seinen Kram fertig kriegen muss. Und die Webentwicklung soll natürlich auch möglichst billig sein.


    Und dann ist es egal, ob online oder gedruckt. Die Qualität leidet, man verliert noch mehr Leser, die Umsätze sinken, man spart, die Qualität leidet noch stärker ... im Prinzip müsste man den Mut haben, personell wieder aufzurüsten und den Lesern zu vermitteln, dass Qualität etwas kostet. Denn Zeitungen haben in der Informationsbereitstellung immer noch eine Reihe von Vorteilen gegenüber Blogs oder Sitzungsprotokollen oder Pressemitteilungen -- von rein werbefinanzierten Angeboten mal ganz abgesehen.


    Ist übrigens wie beim ÖRR; wenn ein gutes und weitgehend unabhängiges Programm kommen soll, gibt es das nicht für umme.

    Es ist aber auch hier nicht alles schwarz oder weiß. Nur weil man etwas an dem ÖRR kritisiert, muss man ja nicht gleich Feind des ÖRR sein. Ich finde man man kann doch über das Thema Grundversorgung, was diese beinhaltet, das doppelte und dreifache Abdecken durch mehrere unterschiedliche Teams des ÖRR, das Nebenzubrot für sich verdient gemachte Mitglieder unterschiedlicher Parteien im Rundfunkrat, die Werbe- und Imagekampagnen mit Gebührengeldern finanziert etc. pp. eine kritische Meinung haben, ohne gleich ein Verräter an der Demokratie und dem freien Journalismus zu sein oder den ÖRR komplett beerdiegen zu wollen. Um es in Deinen Worten zu sagen: "In einem Thema versuchen wir sensibel für Framing zu sein und hier ist das für den richten Zweck okay!" .... nicht böse gemeint, aber so kommt das hier rüber.


    Und "lächerlicher Beitrag" ist auch immer ein wenig subjektiv.

    Ich glaube, hier hat so gut wie niemand dem ÖRR eine Absolution erteilt. Im Gegenteil waren die Postings fast immer differenziert und haben angedeutet, dass Kritik an der Ausgaben- und Organisationsstruktur (auch mit Blick auf die Höhe des Beitrags) vollkommen in Ordnung ist.


    Es ging hier um die grundsätzliche Berechtigung und die wichtige Aufgabe, die der ÖRR für die Pflichtabgabe innerhalb der Gesellschaft leistet. Und Pay-per-View stellt das eben in Frage.

    Und zu den Linken und ihrer "Radikalität": insbesondere in der Weimarer Republik hat es Parteien gegeben, die demokratisch waren und links der SPD (selbst der wirklichen SPD und nicht der neoliberal durchgewursteten Scholz-SPD) standen. Das wird heute immer gerne vergessen - wie übrigens auch der Blick nach Europa, auch da ist die deutsche SPD nun wirklich nicht die am weitesten links stehende Partei.

    Welche Parteien in der Weimarer Republik sollen das gewesen sein?


    Die KPD meinst Du ja wahrscheinlich eher nicht. Und die USPD hat nur 1920 überhaupt Parlamentssitze bekommen.

    Ach lass ihn doch. Ich habe jetzt ausnahmsweise mal nachgesehen, was er gepostet hat, und es ist immer noch die gleiche herablassende Art. Anstatt sich mal gemeinsam über einen ersten kleinen Erfolg zu freuen, fliegen lieber erstmal Giftpfeile.

    Was ich an der ganzen Debatte um das Geld immer nicht verstehe: Für die Privatsender zahlen doch auch alle mit. Oder was glaubt Ihr, woher das Marketingbudget der Werbung schaltenden Unternehmen kommt? Bzw. glaubt Ihr ernsthaft, das Marketingbudget ist in den Produktpreisen für Endverbraucher nicht enthalten?


    Bei Pay-per-View ist es etwas differenzierter, wobei auch da häufig noch Werbung zu sehen ist (Sky lässt grüßen). Im Übrigen käme man bei Pay-per-View finanziell sehr schnell an die Grenzen. Um es mal auf neue Medien umzulegen: Allein mit Spotify plus Netflix liegt man doch schon über dem jetzigen Rundfunkbeitrag. Spätestens da sollte klar werden, dass auch das Preis-Leistungs-Verhältnis des ÖRR letztlich so schlecht nicht ist -- bei aller berechtigter Kritik an programmstrukturellen Gegebenheiten.


    Ausgerechnet Youtube als Alternative zum ÖRR anzuführen ist darüber hinaus geradezu grotesk, wenn ich mir ansehe, wieviel Schrott da frei rumstehen darf und wo das hinführt. (Unabhängig von etlichen Perlen dazwischen.) Und auch Youtube finanziert sich übrigens nicht von alleine. Dass das zum Alphabet-Konzern, also Google, gehört, sollte man eigentlich schon mal gehört haben. Auch dafür zahlt man, und wenn es mit persönlichen Daten "zu Werbezwecken" ist (die man meines Wissens nach auch dann abdrückt, wenn man für Premium zahlt). Unternehmen, die diese Daten bzw. den Service von Google & Co. dahinter nutzen, zahlen dafür Geld, und das nehmen sie sich woher? Genau. Siehe oben.


    Nur weil man Kosten nicht schwarz auf weiß sehen kann, heißt das noch lange nicht, dass man Dienstleistungen kostenlos bekommt.

    Stscherer, ehrlich gesagt habe ich keine Lust, diese Debatte noch mal zu führen. Ich lasse mir ehrlich gesagt nicht vorschreiben, ob ich einen AfD-Wähler argumentativ davon überzeugen darf, dass er eine abgrundtief schlechte Partei wählt.


    Wenn ich eine realistische Chance sehe, dass er durch meine Argumente mit der Verharmlosung und Tolerierung, mit der Unterstützung, Wahl oder dem Engagement aufhört, tue ich es.


    Was ich nicht abkann, ist, mich dafür einen Unterstützer, Tolerierer oder Gemeinmacher, was weiß ich, schimpfen zu lassen.

    Ich glaube, Du hast den Unterschied zwischen Staatsrundfunk und öffentlich-rechtlichem Rundfunk nicht verstanden.


    Im Übrigen sind die vier genannten Länder perfekte Beispiele für einen Rundfunk, der komplett von der Regierung kontrolliert wird. Und das ist in unserem ÖRR nicht der Fall, sonst gäbe es dort keine oder nur sehr ausgewählte, weichgespülte Kritik an unserer Regierung mehr. Und das ist völlig unabhängig davon, ob der Rundfunk staatlich oder privatwirtschaftlich organisiert ist. Guck Dir in den genannten Ländern an, was mit den kritischen privatwirtschaftlichen Sendern passiert ist.

    Also wenn Du die USA als stabile Demokratie ansiehst: Das ist sie nicht mehr. Im Gegenteil wird dort gerade sehr massiv versucht, an der Unabhängigkeit der Judikative zu sägen -- und zwar durchaus auf Initiative von Leuten, die aus dem Großkapital kommen. Auch mit der Pressefreiheit hat die aktuelle Regierung zumindest Probleme.


    Und in UK sehe ich momentan ähnliche Tendenzen.


    Dass das nicht so sein muss, steht auf einem anderen Blatt.

    Sorry, stscherer, aber mit dieser Absolutheit tue ich mich jetzt auch schwer. Wir kritisieren -- völlig zurecht -- die unfairen Methoden der AfD: Das permanente Verdrehen von Worten, Tatsachen usw., das Schüren und Ausleben von Hass und Gewaltphantasien. Das konsequent Exkludierende von Minderheiten. Wollen wir uns jetzt auf das gleiche Niveau begeben? Und was macht das auf Dauer dann mit uns? (Ganz abgesehen verstehe ich nicht, warum man nicht hart und fair zugleich im Umgang sein darf.)


    Und im Übrigen: Wer entscheidet, welcher Weg "richtig" ist, wenn wir das gleiche Ziel haben? Du? Ich? Oder besser wir alle zusammen, innerhalb eines gewissen, einer pluralistischen Gesellschaft angemessenen Meinungskorridors? Schwarz-weiß wäre schön einfach, klappt aber nicht. Darüber, dass die Grenze zum Rassismus oder anderen Übeln nicht überschritten werden darf, brauchen wir dabei nicht zu streiten.


    Nächsate Frage: Wie wollen wir mit Fehlern umgehen, die zweifelsohne passieren? Auch absolut und exkludierend -- wer einen macht, ist raus, egal ob gezielt oder ungewollt oder aus Naivität? Oder macht es vielleicht doch mehr Sinn, anderen zumindest zuzugestehen, dass sie aus Fehlern lernen können (und sie dabei mit Argumenten zu überzeugen)?


    Wenn wir uns für absolute Exklusion entscheiden, sehe ich zumindest die Gefahr, dass die Gruppe der "Aufrechten" in Deiner Sicht der Dinge irgendwann sehr klein wird und die moderierende Mitte auf Dauer aus dem Diskurs verschwindet. Ob das im Kampf gegen die AfD langfristig hilft, halte ich zumindest für hinterfragenswert.

    Ja, dann sorry, dass Du in den ganzen Posts vorher so eine Art Wünsch-Dir-was skizziert hast, das (vermutlich rein zufällig?) voll auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.


    Dass die Situation von Selbständigen nicht rosig ist, sofern man nicht hohe Honorare nehmen kann, ist mir mit einem persönlichen Berufsumfeld im Verlagswesen vollkommen klar. Auch, dass man sich nicht immer aussuchen kann, ob man selbständig oder abhängig beschäftigt arbeitet. Dass es Verbesserungsbedarf bei den Sozialabgaben gibt, ebenso.


    Trotzdem habe ich -- aus den genannten Gründen -- selbst bei zwischenzeitlichem Einkommen aus ALG II oder gering bezahlten Jobs den öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder die Gebühren dafür nie in Frage gestellt. Wie sich schon schrieb, ich profitiere aus meiner Sicht indirekt so sehr davon, dass es mir das wert ist. Übrigens gerade als ALG-II-Empfänger: Anders als im Privatfernsehen habe ich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Eindruck, dass das System dort auch kritisch hinterfragt wird und Politik und Arbeitgeberverbände und andere wirtschaftsnahe Interessengruppen sich eben nicht alles herausnehmen können.


    Z.B. noch geringere Leistungssätze und noch härtere Auflagen. Genau so etwas hat übrigens die AfD vor, die gleichzeitig den ÖRR abschaffen will (warum wohl?). Und bei Empfängern von Transferleistungen hört das ganz bestimmt nicht auf, da würden auch noch andere Verbände und Interessenvertretungen dran glauben müssen -- auch solche, die dafür sorgen, dass Deine Situation nicht noch schwieriger ist.


    Ansonsten auch das, was Sasa schreibt.

    Ricklinger Kurve liefert im Übrigen ein perfektes Beispiel dafür, was Jammern auf hohem Niveau ist.


    Ich zahle meine Krankenkassenbeiträge übrigens gerne, auch wenn ich im Augenblick vermutlich mehr hineinzahle als herausbekomme. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich das mal irgendwann umkehren.


    Nennt sich übrigens "Solidargemeinschaft". Ich profitiere bereits jetzt indirekt davon, weil es -- bei allen Macken im Detail -- dafür sorgt, dass soziale Sicherheit und sozialer Frieden herrschen.


    Genauso ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei allen Macken im Detail ein fundamentaler Aspekt einer freiheitlich-demokratisch verfassten Solidargemeinschaft. Wenn der ÖRR weg ist, muss man das glauben, was einem irgendwelche Privatsender vorsetzen. Den Marktregeln entsprechend wäre RTL II dann in Zukunft im relativen Vergleich das, was heute Phoenix, Arte und 3sat sind. Die langfristigen Folgen für die Gesellschaft kann man sich denken: Noch mehr gesellschaftliche Spaltung, noch weniger kritische Betrachtung von Auswüchsen der Marktwirtschaft. Siehe USA.


    Ergo profitiere ich auch davon indirekt. Bei Pay-per-view profitieren im Wesentlichen andere, direkt und indirekt. Wirtschaftlich und politisch. Und diese anderen vertreten dabei ganz sicher nicht meine Interessen. Wem das nicht den Spottpreis von knapp 20 Euro im Monat wert ist, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen.

    Mir geht das mit NDR1 tatsächlich auch so. Ich fahre ja sehr selten mal Auto, aber beim Durchprobieren des Senderspeichers bleibe ich dann meistens da hängen (in Nordostniedersachsen auch gerne bei RSH). Die Musikgeschmack-Trefferquote ist mittlerweile echt höher.


    Bei den anderen Sendern kommt noch dazu, dass gefühlt alle drei Minuten einer ihrer selbstverliebten Jingles gespielt oder irgendein dummes Zeug gelabert oder irgendein albernes Ratespiel veranstaltet wird. Plus Werbung.