Beiträge von Mr. Mo

    Echter Brie ist nicht zu verachten, gehört aber eher zu den milden Weichkäsen. Gegen einen Livarot mit gleichem Reifegrad stinkt der im Wortsinne ziemlich ab.


    Livarot ist quasi Camembert (den ich im gut gereiften Original ebenfalls sehr schätze) mit Nachbrenner. Wer sich erstmal rantasten will, probiert vorher Pont l'Evêque. Alle drei kommen aus der Normandie und haben ähnliche Herstellungsverfahren.


    Olfaktorisch so richtig bemerkbar macht sich in meinem Kühlschrank ansonsten Herve. Ein belgischer Weichkäse, der mit Bier verfeinert wird. Sehr würzig und eine echte Granate für den Gaumen.

    Ich will ja keine Wortklauberei betreiben...

    Genau das tust Du. Ob das nötig war, lasse ich dahingestellt sein. Es sollte aber aus dem Kontext ersichtlich sein, dass ich "vergleichen" im Sinne von "gleichsetzen" meinte. Mich wundert im Übrigen auch, dass Du so gezielt meine Posts herauspickst, obwohl ich micht bemühe, Polarisierendes zu vermeiden und sogar mehrfach versucht habe, auf Fehlinterpretationen aufmerksam zu machen, aber lassen wir das. Ist wohl der Zeitgeist.


    Es ist auch schön, was Du alles herausgesucht hast. Mag alles richtig und zu kritisieren sein. Interessant finde ich dabei nur, dass Ramelows nicht gerade realsozialistische Regierungspraxis der letzten Jahre in Thüringen immer hinten runterfällt.


    Ich hoffe jedenfalls, dass Du den Kampf gegen Höcke auf Dauer mit mehr Energie führst als den gegen Ramelow.

    Ich glaube, man geht nicht falsch und tut der Linken kein Unrecht, wenn man sagt, dass sie in weiten Teilen immer noch ein Problem mit dem Umgang mit der SED-Zeit hat. An der Stelle gibt es aus meiner Sicht auch mehr als nur mangelndes Selbstbewusstsein. Da fehlt es an einigen Stellen schon an Einsicht und Bereitschaft zur Aufarbeitung (=Übernahme von Verantwortung).


    Hinzu kommt: Auch wenn Ramelows Bitte um Entschuldigung sehr hoch einzuschätzen ist -- er ist unter anderem nicht in der DDR aufgewachsen.


    Ansonsten habe ich meine Einschätzung zur Demokratiefähigkeit der Linken ja kundgetan und kann die verlinkten Zitate so unterschreiben. Sie mit der AfD zu vergleichen, ignoriert die Faktenlage.


    Was las ich heute so schön von einem CDU-Politiker oder einer CDU-Politikerin?

    "Die Linke ist unser politischer Gegner, die AfD ist unser politischer Feind."


    So nämlich.

    Du solltest vielleicht dem einen oder anderen user selbst überlassen, bei welchem Thema er sich engagiert oder nicht.

    Das ist jedem unbenommen, man sollte sich dann aber vielleicht nicht bei anderen darüber mokieren, dass sie sich bei einem Thema engagieren. Auf nichts anderes wollte ich hinaus.


    Und ich finde es durchaus nachdenkenswert, dass Nazi-Scheiße hier nicht lange stehen bleiben würde (was gut so ist und so bleiben muss), bei frauenfeindlicher Scheiße aber möglicherweise mehr Bereitschaft zur Duldung vorhanden ist.

    Dann wäre die frauenfeindliche Scheiße da unkommentiert stehengeblieben.


    Muss man selbst wissen, ob man damit leben kann.


    Aber eine Frage habe ich dann doch noch: Wenn hier einer Naziparolen absondern würde -- würdest Du dann auch "Fünfe gerade sein lassen" und Dir sagen, nun gut, es gibt auch andere Themen? Oder ist das was ganz anderes?

    Kai, vielleicht einigen wir uns darauf, dass es Nonkonformisten in unterschiedlichen Abstufungen gibt. Mit dem Holzhammer gesagt: Ein Nazi wäre der Definition nach auch ein Nonkonformist. Für mich ist er das aber nicht, weil er die Würde anderer Menschen bzw. Menschengruppen bewusst verletzt und diese Menschen zu "Untermenschen" degradiert.


    So hart das jetzt klingt: In den Quellen und Auszügen, die Scot hier (offensichtlich zustimmend oder zumindest mit Sympathie) gepostet hat, sind Frauen zu Menschen zweiter Klasse bzw. niedrigerer Würde gemacht worden. Diskriminierung und Unrecht, das ihnen angetan wird, sollte relativiert oder mit irgendwelchen letztlich substanzlosen Argumenten sogar gerechtfertigt werden. Die Inhalte und Verhaltensstrategien, die ihm seine Coaches vermittelt haben, gehen in exakt diese Richtung. Selbst wenn Scot das nicht kapiert hat, ist das nicht akzeptabel und nicht mehr nur nonkonformistisch.


    Für mich gibt es Punkte, da endet die Meinung und da beginnt etwas anderes. Nämlich Menschenfeindlichkeit. Die kann ich dann auch nicht mehr tolerieren, geschweige denn respektieren. Denn Frauenfeindlichkeit ist keine Meinung, sondern eine (mild ausgedrückt) nicht akzeptable Haltung.

    Hier gab es fast zwei Jahre Lockerheit.


    Scot schreibt hier seit etlichen Jahren, und nie gab es Probleme. Bis er seine seltsamen Frauenverachter kennengelernt und deren ganzen Scheiß hier reingekippt hat. Und zwar einbahnstraßenartig. Bei Gegenargumenten kam noch mehr von dem Scheiß, Diskussionsbereitschaft war nicht erkennbar. Bis zu dem Punkt, an dem hier erstmals ein kompletter Faden nicht nur geschlossen, sondern gelöscht wurde, weil die Inhalte weit jenseits von Gut und Böse standen.


    Für mich hat das nichts mit Diskussion und nichts mit Nonkonformismus zu tun.

    Das, was Sasa sagt. Nach über 15 Jahren Forum bin ich außerdem der Meinung, dass Sperren in > 96% aller Fälle auch gerechtfertigt waren. Ganz abgesehen davon, dass der Geduldsfaden der Mods hier immer lang war und ist.


    Man kann im Übrigen auch hinter den Kulissen fragen. Öffentliche Erklärungen gab es hier nie. In einem ehrenamtlich betriebenen Forum fände ich es auch absurd, wenn die Mods sich rechtfertigen müssten. Gerade dann, wenn sie Sperren erkennbar nicht nach Lust und Laune raushauen.


    Edit: Es hätte davon abgesehen bereits den Charakter einer Rechtfertigung. Schließlich wird hier ja nicht bloß gefragt, sondern auch schon vorab verkündet, dass man die Sperre für überzogen hält.

    Das ist nicht nur nach den Forumsregeln nicht erlaubt, sondern auch sonst ganz übel.

    Wo sind denn eigentlich diese Forumsregeln?


    Ich habe Scottys Beitrag nicht gelesen und habe vielleicht einen sehr formalen Zugang zum Thema Datenschutz, aber ich vermag nicht so richtig zu verstehen, was daran falsch sein soll, ein im Internet veröffentlichtes Foto (outline) zu verlinken?

    Ich weiß nicht, wo die Forumsregeln geblieben sind, auf jeden Fall war das Thema persönliche Bilder hier nach unschönen Vorkommnissen mal explizit geregelt worden.


    Ich sehe ehrlich gesagt auch keinen großen Unterschied darin, ob man ein Bild von einer Person, die keine von öffentlichem Interesse ist, inline oder outline ohne zu fragen verlinkt. Selbst wenn das juristisch okay sein mag und ein Facebook-Profil einsehbar ist: Beides ist respektlos dieser Person gegenüber. Selbst wenn das Bild öffentlich ist, muss bzw. darf man sie nicht zur Schau stellen.


    Hier gelten außerdem nicht nur gesetzliche Regeln - nicht alles, was das Gesetz zulässt, deckt sich mit dem, was man als respektvoll empfindet.

    Es ging Menace darum, wie genau Umfragen sind. Und wenn eine Partei mit zuletzt ca. 25 Prozent im Deutschlandtrend ein oder zwei Prozent verliert, hat das keine konkrete Aussagekraft für die nächste Wahl.


    Man muss Menace jetzt nicht (absichtlich oder versehentlich) Dinge unterschrieben, die er weder schreibt noch meint.