Beiträge von Mr. Mo

    Ich finde es ja immer lustig, wenn Leute, für die Liberalismus ein Schimpfwort ist, dessen Anhängern erklären wollen, wie er zu funktionieren hätte.

    Willst Du mich damit jetzt provozieren? Soll ich mich angesprochen fühlen?


    Oder glaubst Du allen Ernstes, Du und die FDP hätten die alleinige Deutungshoheit und das alleinige Wissen über den Begriff des Liberalismus? (Vielleicht so, wie die Kommunisten glaubten, sie allein könnten die Marx und Engels richtig interpretieren?) Wenn ja, empfehle ich Dir mal ein gründliches Studium der verschiedenen philosophischen Konzepte, die sich dem Liberalismus zugehörig fühlen.


    Um es kurz zu machen: Liberalismus gibt es nicht nur in der FDP, auch wenn es in dieser Partei viele gibt, die genau das glauben.

    Das war jetzt gar nicht so inquisitorisch gemeint, wie Du es anscheinend verstanden hast. Sonst hätte ich den hier :schraube: statt dem hier ;) genutzt.

    Wow. Besser kann als man als Liberalismus verkleideten Egoismus und Hedonismus nicht zur Schau stellen und im Prinzip die gesamte ursprüngliche Idee des Liberalismus konterkarieren. Alles andere hat Mettbrötchen ja geschrieben.


    Und die Faschismuskeule ist auch noch drin, um den Gegner mundtot zu machen. :respekt:


    Dass ausgerechnet Du Ideologiefreiheit forderst, entbehrt nicht einer gewissen Komik -- zumal Du gar nicht lange auf der sachlichen Ebene verweilst oder auf der argumentativen Ebene gegenhältst, sondern beim ersten Gegenwind irgendwelche (antisozialistischen?) Plattitüden rausbläst. Man kann sich durchaus bemühen, seiner Umwelt nicht mehr auf den Sack zu gehen als notwendig. Hast Du Deine Logik mal zu Ende gedacht? Es blitzt kurz mal auf, nämlich bei "wenn das jeder machen würde".

    Zum Platzbedarf: Ein Lastenrad (ca. 1,5 bis 2 m²) benötigt ca. 40% des Platzes eines Smarts (ca. 4,5 m²). [Edit: Reine Fläche ohne Manövrierbedarf, etc.]

    Pah! Wenn du den Manövrierbedarf wieder mit berücksichtigst, dann sieht das für das Lastenrad aber ganz finster aus!

    Und ein Auto -- selbst ein Smart -- muss nicht manövrieren? ;)


    Meine Werte zum Platzverbrauch rechnen übrigens mit ein, dass man in ein Auto ja auch noch hineinkommen muss und nicht Stoßstange an Stoßstange parken kann.

    Überhaupt verstehe ich nicht, warum die Frage eines Motors aus einem Superding ein Teufelszeug machen sollte. Das ergibt doch so pauschal gar keinen Sinn. Die allermeisten guten Gründe, das Fahrrad statt ÖPNV zu benutzen, treffen auch auf das Auto und andere motorisierte Individualverkehrsmittel zu.


    Im anderen Thread wird gerade über "alte weiße Männer" also soziologisches Konstrukt gesprochen. Das hier erscheint mir ein ähnliches Phänomen zu sein. Das ganze ist doch eine Ideologie körperlich gesunder Gutverdiener, die sich eine hippe Innenstadtwohnung mit Lastenbike für die Kinder leisten können. Individuelle und selbstbestimmte Mobilität müssen aber für alle verfügbar bleiben.

    Ich schließe daraus:


    1. Du liest meine Beiträge nicht richtig, weil ich nirgendwo etwas verteufelt habe. Als erklärter Liberaler solltest Dir aber das Konzept bekannt sein, dass individuelle Freiheit dort ihre Grenzen findet, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Und motorisierter Individualverkehr schränkt die Freiheit anderer ganz gehörig ein, auf ganz verschiedenen Feldern. Müsste er eigentlich gar nicht, wenn die übergroße Mehrheit der Nutzer ihn mit Vernunft, also Vorsicht, Umsicht und Rücksicht nutzen würde (und das heißt z.B. auch: nicht bei jeder Gelegenheit, z.B. für 500 Meter zum Bäcker oder trotz schonender und ähnlich schneller Alternativen). Diese Einsicht ist aber leider bei vielen Menschen nicht wirklich vorhanden.


    2. Hat Sasa es wunderschön beschrieben: Ein Auto, zumal eines mit nur einem Insassen, hat einen erheblich höheren Ressourcenbedarf. (Sag mir doch bitte eine Ressource, bei der das Fahrrad verschwenderischer ist als das Auto.) Gerechtigkeit hat auch etwas damit zu tun, wie man Ressourcen aufteilt. Und Vernunft etwas damit, wie man mit Ressourcen umgeht. Also nein, die meisten guten Gründe, das Fahrrad oder den ÖPNV zu nutzen, treffen auf das Auto eben nicht zu. Zumindest dann nicht, wenn man nicht allein in seiner Gemeinde und auf der Welt ist.


    3. Schöner Ablenkungsversuch, das mit den "Hipstern". Im Übrigen verstehe ich die Debatte schon deshalb nicht, weil man Lastenräder bei Bedarf z.B. auch leihen kann. Genau wie übrigens Autos und Fahrräder. Speziell bei Autos könnte das dazu führen, dass das einzelne Fahrzeug eben nicht > 90% des Tages irgendwo herumsteht und als "Stehzeug" irgendwo 12 qm Platz verbraucht. Selbstbestimmte Mobilität heißt ja nicht, dass ich das Mobil auch besitzen muss. Ich frage mich echt, warum man solche simplen Konzepte im Jahr 2020 immer noch erklären muss. Zumal Eigentum laut unserer Verfassung auch verpflichtet,

    Im Grunde geht es doch allen hier darum, möglichst viele Wege per motorisiertem Individualverkehr zu vermeiden. Speziell für stscherer: Ich beziehe mich jetzt auf Großstädte, das dürfte aber auch für viele Mittelstädte funktionieren.


    Dazu braucht man Push- und Pull-Faktoren.


    Push-Faktoren machen den motorisierten Individualverkehr unattraktiver bzw. bepreisen ihn angemessen. Ehrlich gesagt ist es z.B. schon ein ziemliches Geschenk, 12 Quadratmeter für ein Auto kostenlos oder für ein paar Cent zur Verfügung zu stellen -- jedenfalls in Gebieten, in denen der Platz grundsätzlich knapp ist. Also Innenstädten und meist auch dem Gründerzeitgürtel (z.B. Südstadt, List, Oststadt, Nordstadt, Linden ...) Auch Umwidmungen von Verkehrsräumen zugunsten von Fußgängern und Fahrradfahrern gehören dazu, oder die Verknappung von Parkraum in bestimmten, zumeist stark frequentierten Gebieten.


    Übrigens trifft das Stadt- und Landbewohner, die in der Stadt unterwegs sind, gleichermaßen. Umgekehrt stelle ich aber auch gerne die Frage, warum der Landbewohner uneingeschränkt das Privileg nutzen muss, uneingeschränkt und ohne über die Folgen nachzudenken mit seinem Fahrzeug in der Stadt umherzukurven. Krach, Abgase und Platzverbrauch betreffen nun mal die Stadt. So wie übrigens Autobahnen oder Schnellstraßen mit dem gleichen Effekt analog das Land belasten und nicht zuletzt von Stadtbewohnern genutzt werden, um in andere Städte oder auf das Land zu gelangen.


    Wie egal oder gar nicht bewusst das vielen Auto- und Motorradfahrern trotzdem ist, erlebe ich täglich in meiner Wohnung, die nur wenige Meter von einer Ampel entfernt ist. Da ist die Kardinalfrage z.B., warum man seine Karre zusätzlich zu der Grundbelastung auch noch aufröhren lassen muss. Oder warum man mich als Fahrradfahrer regelmäßig mit gefährlich niedrigem Abstand überholt, oder kurz vor Kreuzungen. Oder warum Abflachungen an Kreuzungen, die es z.B. Rollstuhlfahrern oder Kinderwagenschiebern leichter machen, einfach kackdreist zugeparkt werden. ("Irgendwo muss ich ja parken, und ich betrachte das als Grundrecht.")


    Das heißt übrigens nicht, den motorisierten Individualverkehr zu verbieten. Das will ich gar nicht. Was ich will ist, dass er nicht mehr bei fast jeder stadtverkehrspolitischen Entscheidung zum Maß für alle anderen Verkehrsarten gemacht wird und dass er Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nimmt bzw. wo erforderlich dazu gezwungen wird. Und genau das ist derzeit fast immer noch der Fall, selbst wenn man sich "innovative" Fahrradverkehrsprojekte anschaut. Oder die Diskussion um Busspuren. Oder die Umwidmung von Parkraum zu Räumen für andere Verkehrsarten, einschließlich Fußgängern. Außerdem würde ich mir wünschen, dass über Folgen mehr nachgedacht wird. Planerisch wie individuell.


    Zu Pull-Faktoren gehören dann komplementär Mobilitätskonzepte und deren Umsetzung. Also die Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Wie beispielsweise Park & Ride, Förderung des Fahrradverkehrs, Förderung des Fußverkehrs und natürlich Ausbau und Verdichtung des ÖPNV. Ich führe das jetzt nicht weiter aus, steht hier ja auch allenthalben.


    Und wie ich schon schrieb: Man muss für neue Mobilitätskonzepte keine Raketenwissenschaft betreiben. Gute Lösungen finden sich in vielen Nachbarländern, punktuell sogar im eigenen Land.

    Gerade Durchgangsverkehr hat innerhalb des Cityrings nichts verloren. Essentiell ist m.M.n., dass der Cityring uneingeschränkt befahrbar bleibt und auch nicht in der Breite, sprich hinsichtlich der Fahrspuren reduziert wird. Der Ring muss zentraler Verteiler für den Ziel-/Quellverkehr für die Innenstadt sein und zugleich auch den wohl nicht gänzlich vermeidbaren Durchgangsverkehr aufnehmen.

    Das hat die SPD, sofern ich das richtig verstanden habe, richtigerweise in ihrem Konzept drin, und ich bin sehr sehr positiv überrascht, dass das nun scheinbar auch die Grünen begriffen haben, hätte ich persönlich nicht erwartet.

    Innerhalb des Cityrings kann man sich dann - bei Erreichbarkeit der Parkhäuser/Tiefgaragen - vieles zur Neuaufteilung des Strassenraumes vorstellen.

    Ganz schön viel Text für jemanden, der eigentlich nur sagen möchte, dass alles bleiben soll, wie es ist. Zu Ende gedacht, läuft Dein Ansatz auf hier eine kleine Verbesserung, da ein kleiner Umbau hinaus. Immer schön mit Rücksicht auf den Autoverkehr. Und dafür lassen sich dann Leute als fortschrittlich feiern, obwohl sie strukturell nichts geändert haben.


    Parkhäuser -- auch innerhalb des Rings und überhaupt Parkflächen -- sind Verkehrserzeuger. Das ist jetzt nichts Neues, sondern seit über einem halben Jahrhundert Stand der Stadt- und Stadtverkehrsplanung. Das Problem ist nicht, dass es zu wenig Parkflächen, sondern zu viele Autos gibt. Innenstädte sind nun mal eng, also plant man am besten vom verfügbaren Raum aus und dann wiederum für alle, mit Priorität auf die platzsparendsten Verkehrsteilnehmer. Beginnend mit den Fußgängern. Die Innenstadt gehört schließlich allen, nicht nur den Autofahrern. Gemessen an ihrem Platzverbrauch sind sie aber extrem überprivilegiert.


    Und bevor wieder ein beliebtes Totschlagargument folgt: Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird man trotzdem berücksichtigen können. Die stellen schließlich eine Minderheit dar, die sich relativ geräuschlos, aber effektiv integrieren lässt. Und auch das zweite Totschlagargument, nämlich die prophezeite Verödung der Innenstädte, ist mehrfach in der Praxis widerlegt worden. Wenn die Aufenthaltsqualität steigt (und das tut sie bei weniger motorisiertem Individualverkehr), kommen auch Menschen. Siehe Kopenhagen, siehe Groningen. Natürlich sollten sich parallel auch andere Dinge verändern, z.B. Ladenmieten (geringer) oder Orte zum Verweilen (mehr). Aber das ist jetzt keine Raketenwissenschaft.


    ("Mainstream", ich lach mich tot.)

    Okay, also wir legen immer mit Fendern an. Im Zweifel muss einer die Fender kurz hochnehmen. (Allerdings sagt das "wir" natürlich schon, dass wir nicht Einhand segeln.) Nach Möglichkeit wird die Box aber so ausgewählt, dass die mit durchpassen. Unser Skipper ist extrem gut im Manövrieren, aber das Risiko geht er nicht ein. Auch versehentliches oder durch äußere Umstände verursachtes Hafenbillard ist unangenehm, Versicherung hin oder her.


    Und der "Schiffsjunge" würde bei uns wohl am nächsten Hafen ausschiffen müssen. Auf jeden Fall wäre das sein letzter Törn auf der Gerri. :D


    Gute Seemannschaft hängt aus meiner Sicht nicht nur vom Skipper ab, sondern ist auch eine Frage der grundsätzlichen Einstellung eines Crewmitglieds. Spaß darf sein, man ist ja nicht bei Familie Pfeffersack aus Blankenese an Bord, wo Disziplin aus Gründen der Selbstdarstellung zum Selbstzweck wird und an Bord schon gar nicht gelacht werden darf.


    Aber in kritischen Momenten ans Handy zu gehen oder kritische Momente grob fahrlässig herbeizuführen sagt auch etwas über die seemännische Eignung und das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen aus. Einem Erwachsenen sollte ich bei der Einweisung eigentlich nicht mehr extra mitteilen müssen, dass er während des Anlegemanövers auf Position bleiben und sein Handy ignorieren soll; geschweige denn, dass Leinen im Wasser immer schlecht und in Propellernähe dazu noch gefährlich sind und der Sprung vom fahrenden Boot erst recht.

    Und vielleicht frage ich mich danach dann, warum ich nicht immer so entspannt auch mit Crew angelegt habe wie in dem Video...

    Ohne die Fender draußen anzulegen und sich bei den anderen darauf zu verlassen ist aber schon fast unprofessionell. So gut er das Manöver auch fährt.


    Bei uns ist es höchst fragwürdig, ob der Törn stattfindet. Mein Informationsstand von den Eignern ist eine Woche alt, aber da war noch nicht klar, ob das Boot überhaupt ins Wasser kommt. Und die Anmelderegelungen für die Häfen und der unsichere Ausblick für Dänemark machen es auch nicht einfacher.

    Was hab ich Golden Brown geliebt früher (heute natürlich auch noch). Eine der Hymnen meiner Jugend. Covid ist ein Arschloch.

    Bei mir der Kindheit. Und seither verbinde ich dieses Lied mit Fahrten nach Hannover zu den Großeltern, schönen Stunden in Letter und Waldhausen und Bummeln in der Stadt. Deshalb mache ich es heute auch oft an, wenn der Zug in der Anfahrt auf Hannover ist. Oder seit zwei Jahren: der Anfahrt auf den Heimatbahnhof.


    Und jetzt habe ich keine Chance mehr, die Truppe mal mit ihm zu sehen. Möge er in Frieden ruhen.

    Ich guck hier derzeit zu sporadisch rein.


    Alles Gute dem ZLF ...


    ... und dem Prickelpit noch nachträglich!


    Seid herzlich geburtstaggegrüßt und bleibt gesund! :blume::bier::feier: