Beiträge von Pokalheld

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    Nun kommt raus, dass ihr Oberst eine Kiste hingestellt hat, und allen Amnesie versprochen hat, die brav ihre entwendeten Kriegswaffen darein legen.


    Und was passiert? - Die Kiste quillt über, weil die Kameraden mehr zurückgeben, als vermisst wurde.

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    Mich schockiert es immerwieder, so richtig stumpfe ich wohl trotz allem nicht ab.

    Ja, ich erinnere mich dunkel. Tröste Dich, ich habe schon einen Verbesserungsvorschlag fürs nächste Mal: Der Oberst stellt da eine Kiste hin und sagt nicht, daß sie ihre gestohlenen Sachen zurückgeben sollen. Sondern er sagt, daß sie die gesuchte Menge da wieder reintun sollen. Bei Planerfüllung 96% gibt's zur Belohnung 'ne Bratwurst für alle. Bei Übererfüllung zur Strafe zehn Runden Liegestütze um das Gelände rum.


    So!

    Und ich habe keine Ahnung was der der Mannschaft in der Kabine gesagt hat, aber was die dann abgeliefert haben Kreide ich ihm an. In Überzahl absolut keine einzige gefährliche Aktion nach vorne und hinten kriegst du stattdessen noch 2 Dinger.

    Bin auch kein Kocak-Fan, aber das finde ich ein bißchen unfair. 96 hat zwei Abseitstore gemacht, schon vergessen? Schindler per Kopf, Sulejmani per Flachschuß. Zurecht abgepfiffen. Aber das ist nunmal das, was passierte, direkt als sie aus der Kabine kamen.


    Dann halt ein unnötiger Abwehrfehler, und das Spiel kippte in die andere Richtung. Mit geparktem Bus auf der Abseitslinie und unseren bekannten Problemen.

    Sagt die Anna zur Lüse: Fußball ist ein Fehlerspiel. Und Hannover hat einen Fehler mehr gemacht.


    Der Elfmeter war unnötig hergeschenkt. Muslija wird vom gegnerischen Torwart beschenkt und kann mit seinem einzigen Trick zwei Verteidiger überraschen (er legte sich den Ball auf den rechten Fuß - huch!). Die Ampelkarte war unnötig wie ein Kropf. Die Flanke muß man beim drei-gegen-zwei nicht zulassen, den Torschützen muß man nicht am zweiten Pfosten frei lassen. Man muß keinen Gegnereinwurf selbst verlängern und in einen zwei-gegen-drei-Konter laufen. Und selbst das fünfte Tor war ein Geschenk, weil Düsseldorf dann mal nicht mit seiner Sechserkette auf Abseitskante alles kompakt gemacht hat, sondern unnötig viel Platz ließ.


    Ansonsten fehlerfrei. Beide. Ein Nullnull, quasi.

    Man muß sich dafür nur vom Sim City-Schema verabschieden, das Wohngebiete und Einzelhandel strikt voneinander trennt.

    Womit wir übrigens wieder beim Ihme-Zentrum wären...

    Ich bin sicherlich voreingenommen, was das Ihme-Zentrum angeht. Durfte da als Zivi ein paar Sachen erleben. Aber auch ohne meine persönlichen Erfahrungen dort möchte ich sagen, daß da praktisch nichts klug gelöst wurde.


    Ich weiß, was Du meinst. Mit dem Einzelhandel "unten", dem Wohnen darüber und ein paar Büros mittendrin. Doch ich widerspreche heftig. Die Gründe:


    1) das Ihme-Zentrum ist eine Stadt in der Stadt. Sie ist in nichts integriert, sondern abgesondert. Weil die Erdgeschoßebene um eine Etage nach oben versetzt wurde.

    2) die Ebene wurde nach oben versetzt, damit der motorisierte Lieferverkehr im echten Erdgeschoss leichter rein kann. Super, autogerechte Stadt... Stadtbaurat Hillebrecht (1948-75 im Amt) läßt grüßen. Er hinterließ die Fußgängerzone in der Innenstadt (die mit ähnlichen Argumenten wie heute die Radverkehrsförderung zunächst abgelehnt wurde, sich dann aber doch als Erfolg erwiesen hat), aber auch viele, viele Probleme.

    3) Brutalismus und Hochhäuser mitinenander kombiniert. Geht es noch entmenschlichter?

    4) Der Versuch, den Fußverkehr über die Brücke Richtung Limmer Straße zu leiten, schlug fehl. Weil da ein autozentrierter Verkehrsplaner so getan hat, als verhielten sich Fußgänger genauso wie Autofahrer. Amateurfehler, vielleicht verzeihlich um 1970-73 herum, doch heute *muß* man klüger sein. Gilt auch für Londoner Hirngespinste einer Fahrradhochstraße im Autobahn-Miniaturformat (Google-Suchbegriff "SkyCycle") vor ein paar Jahren. Setzen, sechs.

    5) Das Parkproblem wurde mit Tiefgaragen angegangen. Kann man machen. Meine Karre steht hier und jetzt auch in einer Tiefgarage. Aber weder Du noch ich noch irgendjemand anderes kann ernsthaft in Erwägung ziehen, drei Viertel der Stadt zusätzlich unterkellern zu wollen, nur damit wir da Blechkisten unterbringen können, die oberirdisch dann wieder nur im Weg oder im Stau (=auch wieder im Weg) stehen, zu laut sind, zu groß sind, zu gefährlich sind, zu teuer sind.

    6) Das Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte ziemlich schlecht aussehen. Das war mal die größte Baustelle Europas mit einem Betonfundament fast runter bis zum Erdkern, mit Vorbereitungen für einen U-Bahn-Tunnel und allem drum und dran. Nichts umsonst hat die Renovierung schon mehr als einen Investor in die Knie gezwungen. Stadtplanung oder -entwicklung geht viel einfacher, besser und günstiger als das.


    Mit meinen persönlichen Erfahrungen im Ihme-Zentrum möchte ich sagen, daß man das ganze Arreal entweder in die Luft jagen oder sanft abtragen sollte. Und dann 20 Jahre lang 'ne Wiese hinmachen. Damit sich alles wieder erholen kann. 20 Jahre Umbaupause reichen meines Erachtens für eine Erholung nicht aus. Eine Pause ist kein Ende.


    Das Auto in der Stadt als Massenphänomen ist ein Problem. Wer glaubt, das Problem mit anderen Autos oder anderen Parkplätzen (z.B. mit Tiefparken, z.B. in Tel Aviv steht irgendwo ein spektakuläres Parkhaus im Industrielager-Stil) lösen zu können, der muß und wird scheitern. Da hilft auch kein selbstfahrendes Auto und kein Loop. Da helfen 15 Minuten-Stadt, Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV, gerne kostenfrei oder günstiger als jetzt, da hilft wahrscheinlich ein bißchen home office.


    Es gibt so viele Beispiele für (oft sogar inhabergeführtes) Kleingewerbe im Erdgeschoß und Wohnen darüber, vorm Krieg und nachm Krieg, da braucht es solche vermeintlichen Prestigeprojekte oder größenwahnsinnigen Schwachsinn oder stadtebaulichen Ankerpunkte nicht.

    Was soll daran falsch sein, die dauerhafte Nutzung von öffentlichem Raum halbwegs angemessen zu bepreisen? 30 Euro sind dafür doch ein schlechter Witz. Stark subventioniert von der Allgemeinheit.

    Das ist richtig. Jeder Quadratmeter bebautes Land ist teuer, doch ausgerechnet der öffentliche Parkraum an der Straße soll es nicht sein. Obwohl der dann bloß mit Autos vollgestellt wird. Das Konzept kann man hinterfragen.


    Noch besser wäre allerdings, die Anzahl der Parkplätze jährlich zu reduzieren. In Kopenhagen verschwinden jedes Jahr 3%, glaube ich. Das merkt man kaum von einem Jahr zum nächsten. Aber über die Jahre läppert sich das. https://www.nationalgeographic…ting-down-on-city-parking


    Zitat von National Geographic 2011

    Bit by bit, for the past 40 years, the city of Copenhagen has done something revolutionary: The Danish capital has reduced its parking supply. Cutting the total number of parking spaces by a small percentage each year stands in stark contrast to the more common pattern of cities adding more and more parking to accommodate private cars.

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    “There’s no demand for parking, per se,” said parking policy expert Rachel Weinberger, assistant professor of city and regional planning at the University of Pennsylvania. “There’s demand for access to a location.” If a private car is the only way to access a given restaurant, shopping center, workplace, or neighborhood, she argued, then “that translates to demand for parking.”



    Kopenhagen ist natürlich nicht die einzige Stadt, die diesen Weg geht. Ha, da ist ja der eine Artikel über Rotterdam, den ich vor Monaten vergeblich gesucht hatte. https://www.humankind.city/pos…-to-combat-street-parking London ist auch am Start. https://www.planetizen.com/new…arking-spots-bike-storage


    Wenn die Zahl der Parkplätze nicht reduziert, sondern der Platz nur verteuert wird, wird es halt bezahlt. Und der Platz ist immer noch belegt. Das kann höchstens eine Zwischenlösung sein.


    Und zur Erinnerung: Aus einem Autostellplatz kann man zirka acht bis zehn Fahrradstellplätze machen. Gute Stellplätze mit Bügeln, nicht mit den Speichenkillern. Man kann so also die Zahl der "Parkplätze" drastisch erhöhen. Gut für Mobilität, Wohngebiete, Einzelhandel und Gastronomie. Bloß leiser, grüner, sicherer, gesünder und billiger. Winwinwinwinwin-Situation.


    Wenn man dann noch die sogenannte 15 Minuten-Stadt baut (d.h. in jedem Städtchen oder Stadtteil findet man Schule, Supermarkt und solche Dinge des täglichen Bedarfs im Umkreis von 4 km = 15 Minuten radeln), dann braucht auch keiner mehr samstags quer durch die Stadt auf autobahnzubringerähnlichen Straßen zur Mall auf der grünen Wiese fahren, um dort auf einer riesigen versiegelten Fläche sein 1,5 Tonnen-Tütüt abzustellen, weil sowas weltbewegendes wie ein 15 kg-Einkauf in vier Beuteln erledigt werden soll.


    Man muß sich dafür nur vom Sim City-Schema verabschieden, das Wohngebiete und Einzelhandel strikt voneinander trennt. In Nordamerika wurde vor rund 100 Jahren ein Gesetz verabschiedet, das genau sowas für Neubaugebiete vorschreibt. Wenn's gut ist, kann man das für seine Stadt kopieren. Wenn's schlecht ist, sollte man das lieber lassen. Es erzeugt halt Autoverkehr und Stau. Die ursprüngliche Idee, Schwerindustrie und Wohngebiete voneinander zu trennen, war ja gut. Aber wenn man es übertreibt, kommt Sim City dabei heraus. Mit solchen Scheinlösungen wie mehr Schnellstraßen, mehr Fahrspuren und mehr Parkplätzen.

    Der Falschparker, der seit gestern Abend quer auf dem Fußweg steht, wird offenbar nicht abgeschleppt. Blockiert aber nur den Fußweg, also keine echten / wichtigen / echt wichtigen Verkehrsteilnehmer.

    Steht nicht schon wieder da, sondern immer noch. Seit dreieinhalb Tagen. Nach der Schmelze blockiert er den kompletten Radweg und den halben Fußweg. Nutzer von Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen kommen aber wieder durch. Da Schnee an Hauswand weg.


    Im Ruhrpott gab's mal einen Schrottplatz, der 1x die Woche gegen geringe Gebühr anbot, mit einem Hammer seine Aggressionen an Blechschrott auszulassen. Frage mich, ob nun eine Außenstelle eröffnet wurde.


    edit: Potzblitz! Die Polizei scheint sich zu interessieren. Haben die einen Hammer dabei?

    Selbstgemachte Nudeln (aus dem Beutel) mit selbstgemachtem Mozarella (aus der Packung), selbstgemachtem Thunfisch (aus der Büchse), selbstgemachte Frühlingszwiebeln (aus dem Supermarkt) und ein bißchen selbstgemachte Ajvar-Paprikapaste (aus dem Glas).

    Ich habe mich noch nie an stumpfen Messern geschnitten, aber stets und sofort an scharfen. Ich glaube, das liegt daran, daß die scharfen Messer scharf sind und nicht stumpf. Während die stumpfen Messer weniger scharf, dafür jedoch deutlich stumpfer sind.


    Bin ja schon weg.

    So ganz haben die dort noch nicht verstanden, dass sie knietief im Abstiegskampf stecken

    Weiß nicht, ob's am Verständnis hängt. So wie ich das durch Lesen verstanden habe, haben die ein sehr talentiertes, junges Team, dem Erfahrung fehlt. Motto: Sofern sie die Gegenwart überstehen, ist die Zukunft rosig. Ob sie die Gegenwart überstehen, ist jetzt halt ungewiß.

    Ich bin jemand, der nie* auf den letzten Tropfen fährt. Das würde ich bei Elektroautos auch so machen. Also bei (sagen wir) 20% Ladestand werde ich kribbelig.


    Dann glaube ich, daß bei allen/manchen Elektroautos die Ladegeschwindigkeit nicht linear ist. Bis (sagen wir) 80% geht's schneller als darüber hinaus.


    Ich frage mich, ob ich dann vielleicht jemand wäre, der das Eletroauto "nur" im Bereich von 20% bis 80% fährt. Dann würde ich durch mein Verhalten aber auch auf 40% Reichweite verzichten. (was beim Volladen über Nacht / auf Arbeit andererseits auch wieder entfallen würde)


    Meine Karre verbraucht 4,42 Liter Sprit und soll einen 35 Liter-Tank haben. Mein Taschenrechner meint, da kämen 795 km Reichweite bei raus. Meine Tankanzeige ist aber nach 500 km zu drei Vierteln leer, deswegen tanke ich. Krieg aber nicht mehr als 22 Liter rein. Deswegen der 4,42 l-Schnitt (4,2 l im Sommer, 4,6 l sonst, kein Unterschied zwischen E5 und E10). Die gleiche Verhaltensweise auf ein Elektroauto übertragen würde meine Reichweite von (sagen wir) 300 km auf... viel weniger reduzieren.


    *ein Mal bin ich mit der jetzigen Karre auf den "letzten" Tropfen gefahren. Tankanzeige blinkte, Restreichweite angeblich 0 bis 10 km. Dann habe ich tatsächlich 26,5 Liter nachtanken können. Nach 580 km. Vielleicht hat mein Tank so eine Art Magenbypaß, keine Ahnung. Oder geht das Tanken nach 80% mit E5/E10 auch langsamer?