Beiträge von Pokalheld

    Herrje, nach fast zwanzich Jahren Age of Empires 2 kann ich das Spiel immer noch nicht und verliere gegen den Computer.


    (Oder auch: Geil, an dem Spiel wird immer noch rumgeschraubt, der Computer ist heute viel stärker als vor zwanzich Jahren, das Spiel wird nicht langweilig und morgen juckt's doch wieder von Neuem)

    Zuerst wird eine Empfehlung ausgesprochen und geschaut, was es bringt. Ein Teil wird dem folgen. Ein Teil wird überreagieren. Ein Teil wird es ignorieren.


    Dann werden erste Maßnahmen getroffen und geschaut, was es bringt. Ein weiterer Teil wird dem folgen. Ein Teil wird überreagieren. Ein kleinerer Teil wird es ignorieren.


    Dann werden weitere Maßnahmen getroffen und geschaut, was es bringt...


    ...solange bis das Ziel erreicht ist. Das Ziel lautet: Es sollen höchstens so viele gleichzeitig erkranken wie auch behandelt werden können.


    So ganz genau zielen wird man dabei nicht können. Solange die Richtung ungefähr stimmt, wird man ein bißchen nachjustieren, weiter beschränken, auch wieder lockern, neu kucken und neu beschränken können.

    Drosten (der ja nicht als verschwörungstheoretiker bekannt ist) sagte gestern bei illner , das die chinesen vielleicht schon einen fertigen impfstoff in der schublade haben, das würde ihn nicht wundern. leider wurde über diese aussage einfach hinweggegangen. WTF?!

    Hab jetzt aus Neugier diese Aussage gesucht und gefunden. (Youtube, ca. Minute 13). Vor der besagten Stelle hat er bereits allgemein über Impfstoffe gesprochen. Daß geforscht wird. Daß die Zulassungsbedingungen in Deutschland gelockert werden sollten. Daß normalerweise kein Impfstoff zugelassen wird, wenn es in 1 von 1.000 Fällen zu schweren Nebenwirkungen kommen kann. Daß so ein Impfstoff gut genug wäre für eine bestimmte Patientengruppe, die ohne das Medikament vielleicht eine Wahrscheinlichkeit zu sterben hätte von 1 zu 10. Es wäre halt ein kleineres Übel.


    Und später mutmaßt er dann, in China könnte es... vielleicht... ein Präparat geben. Aber es ist eine Diktatur, so manche Meldung könnte geschönt sein. So manche Erkenntnis könnte voreilig veröffentlicht werden. So manches könnte auch verschwiegen werden. Wie bei allem, was China betrifft. Das haben wir bei Konjunkturzahlen oder Erziehungslagern oder anderen medizinischen Fragestellungen in der Vergangenheit so beobachten können.


    Ich verstehe jetzt die Brisanz Deines WTF nicht.


    Ein fertiges, ausgetestetes, an bewährten Sicherheitsmaßstäben orientiertes Medikament wird es auch in China heute nicht geben. Behaupte ich quellenfrei. Unfertige, nicht ganz ausgetestete und weit weniger sicherere oder zuverlässigere oder allgemein wirksame (d.h. nur in bestimmten Fällen wirksame) Präparate haben sie vielleicht. Die haben wir aber vielleicht auch. Irgendeine Plörre in der Schublade zu haben, ist aber keine große Leistung.


    Vielleicht hat China ein halbfertiges, ein dreiviertelfertiges, ein sechssiebtelfertiges Präparat, wenn sie die zweite Verbreitungswelle erleben. Ich glaube, Drostens Satz bezog sich auf die zweite Verbreitungswelle, von der man annimmt, daß sie in China kommen wird, weil sie die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder gelockert haben. China wird jetzt, März/April 2020, ganz bestimmt andere, gelockerte Anforderungen für Medi-Zulassungen haben als Deutschland 2018/19. Vielleicht hilft das Medikament dann mehr als daß es schadet. Um mehr geht es vorerst nicht. Das endgültige Medikament wird wohl länger auf sich warten lassen. Deswegen bitte mithelfen, daß nicht alle Menschen gleichzeitig krank werden.


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    Ganz allgemein habe ich da eine kleine Empfehlung. Ich habe an mir gemerkt, daß ich mich verrückt machen kann, wenn ich "will". Indem ich nach dem achzehnten Text noch ganz aufgeregt den neunzehnten lese. Nach dem zwanzigsten Video noch nach dem einundzwanzigsten suche. Da ich mich nicht gerne selbst verrückt mache, höre ich daher nach dem dritten oder sechsten Text auf. Zwangsläufig beschränke ich mich dann auf öffentliche Bekanntmachungen von Behörden. Dazu den Drosten-Podcast. Und als Nachtisch dann ein paar Hygiene- und Benimmregeln.

    • Zwei Meter Abstand halten. Gruppenbildung vermeiden.
    • In die Armbeuge niesen und husten.
    • Mehrfach am Tag für jeweils 30 Sekunden die Hände waschen (wem's hilft, ein Kirchenlied oder zwei Mal Alle meine Entchen dabei singen, Hauptsache, man konzentriert sich aufs Händewaschen, den Daumen, die Hautfalten, den Hautrücken auch nochmal, Seife schön schaumig und cremig, sooooo, noch unterm Fingernagel langgegangen.... dann hamwas ja bald).
    • Sollte man sich nicht ganz frisch die Hände gewaschen haben, dann versuchen die Griffel aus dem Gesicht zu halten. Da werd ich wahnsinnig bei. Ich faß mir gerne ins Gesicht und oft. Aber ne Stunde kann ich mich zusammenreißen. Oder ich wasch mal eben kurz schon wieder ausgiebig die Griffel. Vielleicht sollte man auch sein Pausenbrot / Snack / Kaugummi nur dann mit der Hand zum Mund führen, wenn man frisch die Hände gewaschen hat oder ein Taschentuch / eine Serviette benutzt, damit man sich nicht die Seuche zusammen mit einem Schokobrötchen in den Hals schiebt.
    • Wer auf ÖPNV angewiesen ist, um zur Arbeit zu fahren, der muß wohl oder übel weiterhin den ÖPNV nehmen. Alle anderen bleiben gefälligst draußen. Fahrt Fahrrad. Geht zu Fuß. Fahrt Auto. Bleibt zuhause. Schulen sind zu. Veranstaltungen sind abgesagt. Viele Läden sind zu. Kurzarbeit winkt. Da bleiben nicht viele Ausreden über, die unveränderte ÖPNV-Nutzungszahlen rechtfertigen könnten.

    Also nochmal mit besten Absichten appelliert: Gerade wer ein bißchen ängstlich ist, der muß vielleicht nicht überall nach versteckten Geheimnissen suchen. Gerne informiert bleiben. Aber nicht übertreiben. Ja, das ist manchmal leichter gesagt als getan. Aber ein Versuch isses wert, oder? Wer ängstlich ist, muß vielleicht nicht noch recherchieren, was in Amerika ist, was in Syrien ist, was im Iran ist, was Belgien macht, was eine Krankenschwester sagt, was ein junger Mensch sagt, was ein alter Mensch sagt, was Studenten sagen, was Supermarktkunden sagen, was in Chinas Schublade sein könnte, was Trump vielleicht zu kaufen versucht, usw... Denn wer schon ängstlich ist, der macht sich dadurch noch ängstlicher, obwohl sich sachlich gar nichts verändert hat. Man hat nur ein paar Horrorstories und Befürchtungen mehr im Hinterkopf, und das hilft einem noch nicht einmal. Robuste Menschen können recherchieren bis der Arzt kommt. Andere Menschen können gut vorher aufhören.


    Hätte aus meiner Sicht auch den großen Vorteil, daß man diesen ganzen Unsinn (sowas wie: bei Facebook hat einer was gesagt und ganz viele hatten eine Meinung dazu... Bauchbindenexperte Z widerspricht der ganzen Welt... Wir haben 10 Promis gefragt - und das kam dabei raus...) nicht mitkriegt. Meinungsfreiheit ist wirklich eine ganz große Errungenschaft. Aber das wilde Gesabbel kann auch eine Prüfung sein. Meinungsfreiheit heißt nicht, daß ich die Pflicht hätte jeden anzuhören. Hab ich keine Zeit für. Hab ich keine Nerven für. Hab ich keine Lust drauf. Geht vielleicht auch anderen so. Das ist völlig unabhängig vom Thema. Das kann um das eine Handspiel gehen oder um Gott und die Welt.


    Im Radio gestern eine ältere Telefonanruferin gehört, die sinngemäß sagte, Stubenarrest wirke sich schon am zweiten Tag schlecht auf ihr Herz aus. Puh. Ich möchte eher vermuten, daß sie sich in ihren Unwillen hineinsteigert und sich das im Wohlbefinden oder am Blutdruck niederschlägt. Links und rechts wird über die menschliche Notwendigkeit sozialer Kontakte schwadroniert, als wenn wir bereits jahrelang in völliger Isolierung hinter uns hätten. Dabei gibt es nur den eindringlichen Appell, Gruppenbildung zu vermeiden. Selbst bei einer Ausgangssperre kann man weiter zum Supermarkt latschen, der neuerdings sogar sonntags öffnen darf. In meiner Selbstbeschränkung höre ich vielleicht immer noch zu viel. Liebe Leute, von A bis Z, von 1 bis 100, von Norden bis Süden, vor allem außerhalb des Fanmags, versucht bitte nach einem Mittelweg zwischen untertreiben und übertreiben zu suchen. Wohl wissend, daß jeder darunter etwas anderes versteht. Versuchen wir es dennoch. Wir sind immer noch am Anfang der Entwicklung. Ich habe neulich gemutmaßt, wir Menschen würden uns irgendwann an Extremsituationen gewissermaßen gewöhnen, weil wir keinen Schock, keine Panik auf Dauer erleben können. Ich möchte nicht, daß wir verrückt werden bevor die Gewöhnung einsetzt.

    Ich habe mir am Wochenende Eine Leiche zum Dessert angeschaut. Alt. Bekannt. Ewig nicht mehr gesehen gehabt. Immer noch ein sehr schöner Film.

    in italien gibt es momentan ca 35000 nachgewiesene fälle mit rund 3000 toten.

    in deutschland gut 12000 fälle mit 35 opfern.

    wie kann ich mir diese doch recht heftige prozentuale differenz erklären?

    Ich habe auch nur Halbwissen. Aber zwei mögliche Ursachen fallen mir ein:


    1) Die Zahl der nachgewiesenen Fälle ist zu klein, vielleicht weil sie nicht sofort mit den Tests angefangen haben. Drosten hat im NDR-Podcast gesagt, Deutschland habe großes Glück gehabt bei den ersten Fällen im Großraum München. Da ging es um eine Firma, die eine Mitarbeiterfortbildung hatte. Dafür flog jemand aus China ein, der Sachen erklärt. Diese Person hatte Grippesymptome, nahm 'ne Pille, hielt das Referat und flog wieder zurück nach China. Dort dann die Nachricht von Corona erfahren. Sie hat sofort in München Bescheid gesagt. Der Betrieb in München hat auch sofort Bescheid gesagt. Mitarbeiter nach Hause geschickt, Tests machen lassen. Waren wohl alles milde Verläufe, aber die weitere Ausbreitung wurde so verhindert/verlangsamt. Dieses Glück hat in Italien gefehlt. Da wurde die Krankheit wohl eingeschleppt, vielleicht sogar in drei Städten gleichzeitig, wieder mit erst milden Verläufen, und dann an hunderte andere Menschen weitergetragen. Unbemerkt. Zunächst unbemerkt.


    2) Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig erkranken, werden die Krankenhausbetten und Beatmungsgeräte knapp. Es könnte sein, daß nicht jeder die Behandlung bekommt, die nötig gewesen wäre. Akut schwer Erkrankten werden vielleicht auch nicht durchs halbe Land gefahren, wo es vielleicht noch freie Plätze gibt. Das treibt dann die Zahl der Todesfälle nach oben.

    French Dressing zum Nudelsalat. Dazu Büchsengemüse (Mais, Bohnen, Erbsen) und/oder was Frisches (Paprika, Tomaten, Gürkchen, Frühlingszwiebeln). Wurst wer will. Büchsenfisch (Thunfisch) wer will.


    Kräuterquark mit all seinen Verwandten könnte ich mir auch gut vorstellen. Zaziki, Kräuter Creme Fraiche oder so.


    Oder einfach einen Mozarella / ähnlichen Käse reinschmelzen lassen. Ohne weitere Sauce. Ginge auch.


    Außerdem gibt es da noch einen Nudelsalat, der sehr komisch klingt, mir aber trotzdem gut geschmeckt hat (hab ich mir nicht ausgedacht, stand bei 'ner Grillparty aufm Tisch): Bathu-Salat. Steht für Banane-Thunfisch. Ist ohne Majo. Ist aber mit einem zerdrückten gekochten Ei. Salatgurken, Mais, Banane, Thunfisch. Nudeln nicht vergessen.


    edit: Was issn mit Pesto? Vielleicht mit getrockneten Tomaten und Ruccolasalat. Oder so.

    Ich bezog mich auf:

    In Gaststätten, Restaurants, Systemgastronomie (Fast Food), Imbissen und Mensen dürfen sich zunächst befristet bis zum 2. April keine Gäste aufhalten. Zur Versorgung der Bevölkerung bleibt lediglich eine Abholung von Speisen und Getränken aus diesen Betrieben erlaubt. Ein Verzehr in den Betrieben und in einem Umkreis von 50 Metern ist verboten. Aus hygienischen Gründen wird eine bargeldlose Zahlung empfohlen.

    ...kann mir jetzt gerade aber auch vorstellen, daß derzeit nicht alles landesweit beschlossen wird. Vielleicht gibt es sogar kommunal unterschiedliche Regelungen.

    Der oder das Virus hält jetzt alle in Atem. Der Höhepunkt ist auch noch nicht erreicht.
    Ich glaube, es geht nur noch darum zu verhindern, daß alle Leute gleichzeitig krank werden, weil nicht alle gleichzeitig behandelt werden könnten. Sie müssen nacheinander erkranken. Jedoch: Wenn es gelingt, den Verlauf abzuflachen, dann heißt es auch, daß es insgesamt länger dauern wird. Schockmomente dauern aber nicht ewig. Die Welt und wir alle werden uns zu einem gewissen Grad daran gewöhnen. Jetzt noch nicht. Aber recht bald. Angst vorm Atomkrieg der beiden Supermächte hat auch nicht die Welt zum Stillstand gebracht; vielmehr hatte man zwei Tage/Wochen Angst, und dann beruhigte sich das wieder. Vielleicht wird es eine Wellenbewegung geben zwischen Einschränkungen und Lockerungen des öffentlichen Lebens - und damit auch ein gewisses Auf und Ab an neuen Krankheitsfällen. Jeweils vor dem Hintergrund, die Kurve abzuflachen und trotzdem so viel wie möglich am Laufen zu halten.

    Die Frage, was Satire dürfe oder bewirken könne, läßt sich i.a. dadurch beantworten, daß man darüber nachdenkt, was Satire überhaupt ist.


    Satire ist eine jahrtausendalte Kunstform, zu Deutsch Spottgedicht. Sie kritisiert Personen oder Mißstände und benutzt dabei die Werkzeuge der großen Übertreibung, der großen Untertreibung, das Ziehen ins Lächerliche oder auch das Verdrehen ins Absurde. Daß Satire dabei nicht fair, gerecht oder ausgewogen sein kann, daß sie nicht mit seriösen Texten gleichzusetzen ist, ergibt sich somit von selbst.


    Eine Satire hat also immer ein Ziel, auf das sie gerichtet ist. In der Regel wird von unten nach oben geschaut. Oft ist das Ziel ein Vertreter der Macht, der, im Gegensatz zu einem selbst, den angeprangerten Mißstand beheben könnte.


    Humor ist ein menschliches Kulturgut, das dabei hilft, schlechte Ereignisse besser zu verarbeiten. Im Moment des schlechten Ereignisses ist man überwältigt, verängstigt oder verärgert. Je mehr Distanz zu dem Ereignis liegt, desto stärker kann Humor bei der Bewältigung helfen, es verkleinert das Ereignis. Man will ja nicht bei jeder Erinnerung von neuem in den Panikmodus verfallen, in dem man gewesen ist, als das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Man will es hinter sich lassen, damit man sein Leben weiterleben kann, so unbekümmert wie möglich.


    Beim Witz gibt es also nur einen Kardinalfehler, den man begehen kann: Den falschen Moment. Es gibt noch eine zweite Ebene, auf der man beim Witzeerzählen versagen kann: Witze auf Kosten schwächerer gelten zurecht als geschmacklos. Was viele dann aber wieder falsch deuten, weil Schwächere trotzdem in als geschmackvoll empfundenen Witzen auftauchen können. Wenn Witze also das überwältigend Große kleinmachen, dann erklärt sich auch, warum man auf Kosten von Königen, Gottheiten, Millionären, Krankheiten, Naturkatastrophen und Wetter Witze machen kann, auf Kosten Schwächerer hingegen nicht. Man steht ja schon über den Schwächeren. Von oben herab noch weiter zu verkleinern, herabzusetzen, lächerlich zu machen ist üngebührlich.


    Satire muß aber nicht lustig sein. Satire ist kein Witz. Es ist ein Spottgedicht, eine Kritik, ein Anprangern. Der Hintergrund ist ernst. Die Präsentation ist es nicht. Damit ist Satire für mich eine hervorragende Errungenschaft menschlicher Kultur.


    BBB sagt also "Ja" zu Corona. Da ist das Absurde. Absurdität ist ja bekanntlich das Widersinnige, das Aberwitzige, das der Logik widerspricht. Logisch ist, Krankheiten abzulehnen. Absurd ist, Krankheiten zu befürworten. Daß die Generation 65+ den Planeten in den letzten 50 Jahren an die Wand gefahren habe, ist die große Überteibung. Der westliche Lebensstil, insbesondere das Übergewicht und das Wirtschaftsmodell, wird kritisiert. Vielleicht sei das Coronavirus eine Antwort auf den Turbokapitalismus? Absurd. Hygienisch fragwürdige Begebenheiten auf einem großen Marktplatz im Hinterland Chinas, die das Entstehen oder Übergreifen des Virus auf den Menschen ermöglicht haben, sind ja nun keine geplante Aktion, keine Antwort, keine Reaktion auf ein Wirtschaftsmodell. Wahr ist, daß die Umweltverschmutzung mindestens lokal durch die Epidemie und durch ergriffene Vorsichtsmaßnahmen zurückgegangen ist. Lächerlich-absurd ist hingegen wieder die Verknüpfung, es gebe doch keine bessere Nachricht, also wieder die Befürwortung der Krankheit, als wenn kein Preis für diesen "Umweltschutz" zu zahlen sei. Wenn die Umweltverschmutzung weiter so zurückgehe, erlebten wir vielleicht ein neues grünes Paradies. Da ist sie wieder, die große Übertreibung. Corona als Antwort auf Überbevölkerung ist übertrieben, weil es deswegen kein Massensterben geben wird, das die Menschenzahl halbiert oder zehntelt. Angeprangert werden in der Folge Ressourcenverbrauch, Hunger und Krieg, absurd ist wiederum die Behauptung, Corona könne beides abschaffen. Lächerlich-absurd ist der Ausflug zu den Fluchtursachen.


    Handwerklich haben wir hier also ein Paradestück der Satire.


    Daß sie vornehmlich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auftaucht, kann nicht überraschen. Politik findet bei den Privaten fast nicht statt, Spott über Politik folglich auch fast nicht. Intelligente, sozialkritische Unterhaltung ebenso fast nicht. Eine Überraschung waren deswegen die ersten zehn oder acht Staffeln der Simpsons. Die Privaten sind ein überwiegend seichtes Unterhaltungsprogramm, das nicht zum Nachdenken anregt und nicht informiert. Satire prangert in der Regel das an, wofür die privaten Medien stehen, nämlich Brot und Spiele. Seichte Unterhaltung, Werbung, Konsumgesellschaft, Hedonismus, Egoismus. Das liegt in der Natur der Sache. Die Privaten finanzieren sich über Werbung. Und die Firmen, die ihre Spots da plazieren, wollen eine Wohlfühleinkaufsatmosphäre schaffen. Dafür greifen sie auch in die Programmgestaltung mit ein, meine ich vor Ewigkeiten mal gelesen zu haben im Zusammenhang mit dem Ende der RTL-Sendung "Wie bitte".


    Es gibt aber noch eine kleine Sparte, in der etwas ähnliches wie Satire regelmäßig in Privatmedien vorkommt: Die Karikatur in der Zeitung. Da gibt es freilich auch viel Politik und Vorbildung, die man braucht, um so manche Anspielung zu verstehen. Eine Karikatur kann Kritik beinhalten, muß aber nicht, sie ist von ihrem Wesen her aber immerhin eine große Übertreibung in der Darstellung von Personen oder Zuständen.


    Man könnte vielleicht über das Timing sprechen. Wer nun akut über Corona besorgt ist, findet den BBB-Sketch vielleicht befremdlich. Andererseits kannste heute keinen Sketch mehr über Rinderwahnsinn / Kreutzfeld-Jakob bringen. Das war vor 20 Jahren Thema und holt heute keinen mehr hinterm Ofen hervor. Außerdem, nochmal: Satire ist kein Witz.


    Die Grenzen der Satire setzt der Mächtige. Ist der König souverän, läßt er den Hofnarren gewähren. Ist er es nicht, läßt er ihn köpfen. Vergleiche hierzu Kunstfreiheit in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Zeiten. Zum Begriff des Narren:

    Das Hofnarrentum war eine ideengeschichtlich klar begründete Institution, die fast immer ein fester Bestandteil des Hofstaates war. Die Hofnarren als „Offizianten“ (in einem festen höfischen Amt) sollten ursprünglich ihren Herrn nicht belustigen, sondern ihn als ernste Figur ständig daran erinnern, dass auch er der Sünde verfallen könne, und in religiöser Deutung seinem Herrn als Erinnerer an die Vergänglichkeit seines menschlichen Daseins dienen. Sie waren also eine soziale Institution zulässiger Kritik. Ihre gesonderte Stellung bzw. die fehlende Bindung an gesellschaftliche Normen ermöglichte dem Narren einen besonders großen Handlungsfreiraum – da alles, was er sagte, aufgrund seiner „Narrheit“ nicht ernst genommen wurde. Darauf begründet sich der heute noch viel verwendete Begriff der „Narrenfreiheit“.

    Mit einem halben Ohr meine ich gehört zu haben, daß beim Eishockey die Playoffs entfallen und einfach der Tabellenführer zum Meister gekürt wird. Kann man doch beim Fußball auch so machen.



    Oder ist Fußball etwa richtiger Sport, der zu Ende gesport werden muß?



    ;)

    Augsburg hat zwar in der Rückrunde erst vier Punkte geholt. Aber gegen die gleichen Gegner in der Hinrunde auch nur sechs.


    Die Punkte haben sie überwiegend gegen Paderborn, Köln, Hertha und Mainz geholt, mit dem Rückenwind dann noch Hoffenheim und Düsseldorf mitgenommen.


    Nun habe ich Augsburg nicht spielen sehen. Auch weiß ich nicht, wie Mannschaft und Trainer zueinander standen. Aber vielleicht war da ein bißchen Spielplanpech für den Trainer mit bei.

    Ja, Syndrom = Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener charakteristischer Symptome ergibt (duden.de)


    Die Krankheit Covid-19 aus der Familie der Lungenerkrankung SARS wird durch den Virus SARS-CoV-2 verursacht. Aber nicht jeder, der sich den Virus SARS-CoV-2 einfängt, kriegt auch die Krankheit Covid-19.


    4 von 5 Fälle verlaufen mild. Manche haben nicht mal ein Symptom. Andere bekommen erkältungs- oder grippeähnliche Beschwerden. Wieder andere sterben dran. Letztere waren meistens alt und/oder vorher schon ernsthaft gesundheitsgeschwächt.


    Da das Virus für den Menschen neu ist, konnte ursprünglich keiner eine Abwehrkraft dagegen entwickelt haben. Wenn jetzt immer mehr Leute den Virus gekriegt und überstanden haben, könnte es besser aussehen.


    Kleiner Fund für den eigenen Alltag:

    Zitat

    Wofür stehen SARS-CoV-2 und Covid-19?


    Seit dem 11. Februar hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte.

    Auch die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html


    Bestimmt kann man auf vorhandenem Wissen aufbauen. Ist ein Jahr in der Medikamentenfindung viel oder wenig? Für die schwer Erkrankten natürlich sehr viel. Aber wissenschaftlich gesehen? Weiß ich nicht.

    Jeder darf sich seine Lieblingsquellen selbst aussuchen. Für Neugierige: spektrum.de ist die Internetseite der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft". Scilog ist der Tagebuchteil der Homepage. So 'n Blog. Bloß halt wissenschaftlich. Science-Blog. Scilog.