Beiträge von Pokalheld

    Was mich jetzt wundert: Bei dem einen Trainer soll man sich die PKs direkt ankucken. Beim anderen offenbar nicht, da reicht die SID-Agenturmeldung? :)

    Als es nur drei Fernsehkanäle gab, waren die Sendungen am Tag danach ein Thema für die ganze Schule, Kantine, Sportverein. Das ergibt sich so. Entweder hat man die Show gesehen oder der Fernseher war überhaupt nicht eingeschaltet. Heute gibt es unzählige Kanäle und keiner zentriert mehr die große lokale Gruppe mehr hinter sich. Weltweit verstreut ist es vielleicht eine große Gruppe, aber nicht im persönlichen Umfeld. Durch die Vielfalt gibt es Streuung, jeder schaut seinen eigenen Kanal.


    Mit der heutigen Radiolala kann ich auch nichts anfangen. Wenn die mal ein Lied aus den 80ern bringen, ist das für mich schon wie ein Highlight, obwohl die 80er für mich musikalisch kein Highlight sind. Es ist nur der Kontrast zwischen Phil Collins und Justin Bieber oder zwischen dem alten Grönemeyer und Max Giesinger (Danke, Jan Böhmermann, für den Beitrag über deutschen Pop).


    Das heißt nicht, daß es keine interessante Musik mehr gibt. Es gibt sie halt (für mich) nicht mehr auf NDR2 & Co. Das kann Retro-Rock oder -Funk von neuen Bands sein, das kann Ambient sein, das kann Café-Jazz sein, das kann Chanson sein, das kann irgendein Crossover sein (ein Wort, das an sich nichtssagend ist, weil da verschiedene Stile miteinander vermischt werden, aber das Wort sagt nicht, welche). Und diese Sachen findet man dann eben nicht mehr auf NDR2 & Co, sondern in Nieschenkanälen, über die man sich dann halt nicht mehr auf dem Schulhof, in der Kantine oder im Sportverein austauschen kann.


    Dennoch glaube ich auch, daß die musikalische Grundprägung irgendwann im Alter zwischen 15 und 25 stattfindet. Der Geschmack kann sich später noch erweitern. Aber ich glaube, eine grundlegende Änderung ist danach eher selten.


    Schwierig finde ich auch modern produzierte Sachen. Wenn die Stones oder AC/DC heute was rausbringen, dann habe ich den Eindruck, als wenn echte musikalische Feinheiten (Melodie, Instrumente, Hintergrundgesang, Stille) durch ein hartes Brett aus Schall ersetzt worden wären. Da gibt's bestimmt einen Ausdruck für. Selbst leise Sachen sind heute zu laut.


    Und alle Mainstreamartisten sind durch die neuen Medien geprägt: Keine Zeit mehr für ein Intro. Wenn in den ersten 20 Sekunden "nix passiert", wird weitergeklickt. Also gleich rein in den Song. Keine Zeit mehr für Soli. Keine Zeit mehr für Groove. Keine Zeit für eine Bridge. Einfach nur 3:20 Minuten Lala. In einer Einheitsintensität. In einer Einheitsgeschwindigkeit. Nichts mit Spannungsaufbau und Klimax. Nur noch Dauerberieselung. Musik als Massenware. Maximal eine Idee pro Song. Nichts für Genießer. Genießer legen eine Platte auf und hören die so lange, bis sie zu Ende ist. Die meisten Käufer heutzutage haben den Finger ständig auf dem Knopf "nächster Song". Ich kann mich leider nicht davon freisprechen. Wenn ich etwas ganz Bestimmtes hören will, meistens ein kleiner Ausschnitt aus einem Rockkonzert, dann spule ich direkt zu der Stelle, schaue sie mir an, freue mich, und dann beende ich das. Hab ja wiedergefunden, was ich wollte. Der Rest kann als Ohrwurm im Kopf weiterlaufen.


    Wir sind Kinder unserer Zeit.

    Hakan Bicici kam aus der Jugend von 96. Weitere Stationen: TuS Celle, nochmal 96, Antalyaspor, nochmal TuS Celle, die anderen da, nochmal 96, Genclerbirligli Ankara, nach der Profikarriere dann Arminia Hannover, zum Schluß Spielertrainer bei Damla Genc. Werde nie die eine Szene vergessen - ich meine, es könnte das 4:0 gegen die anderen da gewesen sein, was im Februar 1997 im NDR übertragen wurde - als er im Dribbling seinem Gegenspieler auf den Fuß trat und dafür selbst einen Freistoß bekommen hat.


    Nach einem Autounfall ist er seit acht Jahren im Wachkoma. Gute Besserung, möchte ich schreiben, obwohl die Hoffnung auf gute Besserung kaum da ist.


    https://www.sportbuzzer.de/art…profi-hakan-bicici-heute/

    https://www.socratesmagazin.de…nover-spieler-im-wachkoma

    Oder - wenn Frantz wieder da ist - eine Raute. Ducksch + Sulejmani, Haraguchi dahinter, Kaiser Frantz auf der Acht, Bijol auf der Sechs. Wenn wir keine große Flügelpower haben, kriegen wir so vielleicht mehr Halbfeldpower.

    Ja, aber was haben Malerarbeiten mit öffentlichen Wegen zu tun?


    edit: Die Entsprechung wäre, daß Du in privaten Diensten die Fahrbahnmarkierung nur bis zu einer bestimmten Stelle aufbringst.

    Kannst die 20 bis 35 cm kriegen, die hier runterkommen sollen. Ich kann mit Schnee nichts anfangen, finde freie Straßen praktischer.

    Schon wieder ein Derbysieg, was will man mehr.


    Das 0:1 muß so nicht fallen. Den Einwurf muß man so nicht verursachen. Twumasi geht dem späteren Toschützen nicht nach, Esser steht vielleicht ein bißchen nah am ersten Pfosten. Der Rückstand war den Torchancen entsprechend bis dahin verdient. Sulejmanis Kopfball war gar nicht so leicht, auch wenn das Tor frei war. Die Führung darf so eigentlich auch nicht entstehen, so wie Hult um den Gegner rumgeht und dann den Ball wieder auf dem linken Fuß hat. Haraguchi hatte noch zwei Schüsse (einen mit links, einen gegen die Brust), Ducksch hatte noch zwei gute Schüsse (den geilen Fernschuß und den aus der Drehung), Bijol hatte noch einen (abgefälscht). Die anderen da hatten auch ein paar Gelegenheiten. Spielerisch übersichtlich, kämpferisch gut, Ergebnis sehr gut.