Ich spreche mich auch nochmal eindeutig pro Titz aus.
Selbst wenn einige es hier bewusst oder unbewusst falsch verstanden haben sollten: Ich bin auch pro Titz und möchte auf keinen Fall einen anderen Trainer (gerade deshalb war ich auch von den Spekulationen rund um die Schmadtke-Posse so irritiert).
Dennoch ist in meinen Augen legitim, ihn auch mal punktuell zu kritisieren. Das heißt ja nicht, dass man einen neuen Trainer fordert und was das mit Leitl zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
Ich gebe in der Sache Titz sogar Recht, wenn er die aus 96-Sicht erfolgten Fehlentscheidungen anspricht (Und natürlich ist es sein gutes Recht, Tim_H96). Mir war dieser Part jedoch zu überbetont und hat einen übergroßen Stellenwert in der PK eingenommen. Da hätte ich mir zum einen mehr Souveränität und zum anderen einen größeren Fokus aus die Leistung der von ihm trainierten Mannschaft (insbesondere in der HZ II) gewünscht.
Titz Idee, Leopold eine Reihe tiefer zu stellen, hat mich vor Anpfiff ein wenig verwundert, aber später stellte sich heraus, dass die Idee gut war. Hätte ich nicht gedacht. Leopold hat so viel mehr für den Aufbau tun können, was er tatsächlich auch umgesetzt hat. Nach der Umstellung in HZ II war es wieder die alte Suppe. Der Höhepunkt war für mich eine Szene, als sich Nawrocki und ein anderer Spieler kurz vor der Mittellinie den Ball ganz viermal hin- und her gepasst haben. Sie hatten keine offenbar keine Anspielstationen, es fehlte an Bewegungen und Tempo, so dass das Spiel immer mehr abflachte und statisch wurde. Damit eben auch für den Gegner leicht zu verteidigen. Wenn dann aber doch mal schnell und präzise vertikal gespielt wurde, brannte es lichterloh im Elversberger Strafraum. Schade nur, dass die Knipser-Fähigkeiten allen Spielern abgegangen zu sein scheint. DAS sind die Themen, die für mich wichtig sind und eben nur am Rande die Frage, ob wir mal wieder Leidtragende von Schiri-Fehlentscheidungen geworden sind. Denn die Spielweise kann Titz verändern, mit den Fehlentscheidungen muss er wohl oder übel leben und wird sie -auch zukünftig- nicht ändern.