Beiträge von Kai

    Meiner Erfahrung nach bringt es mehr, eine Eigentumswohnung abzuzahlen, als ein Versicherungsvertrag.

    Höre ich immer wieder. Die Hauptargumente sind die Wertsteigerung der ETW und das mietfreie Wohnen im Alter in der abbezahlten Wohnung. Diese Argumente stimmen. Aber es gibt auch beachtenswerte Punkte, die nicht so gut sind. Gerade, wenn man neben der gesetzlichen Rente keine weiteren Einkommen hat. Der für wichtigste ist die völlige Illiquidität. Von Backsteinen wird man nicht satt. Außerdem sind die Eigentumswohnungen rd. 30 Jahre alt oder älter, wenn man sie dann abbezahlt hat und so mietfrei wohnt. Das bedeutet Investitionsrisiko (häufig aus heiterem Himmel) und natürlich Renovierungsaufwand.


    Auch Versicherungsverträge, Investmentsparpläne oder Goldreserven haben Nachteile. Gerade daher ist eine gute Beratung wichtig. Denn nach meiner Erfahrung gibt es nicht DIE Lösung. Das Beste ist ein individueller Mix, je nach Vorstellungen und Möglichkeiten des betreffenden Bürgers. Das ist wie bei der "normalen" Geldanlage. Aber eines sollte - wenn es auch schmerzhaft ist - jedem klar sein: Man kann gar nicht so viel Vorsorge treiben, um die Lücke zum Erwerbseinkommen und Alterseinkommen zu schließen. Das sollte aber nicht dazu führen, die Hände in den Schoß zu legen und einfach abwarten. Nach dem Motto: "Bringt eh nix, dann lasse ich es gleich". Insofern ist es zweitrangig, ob man eine Eigentumswohnung abbezahlt, einen Rentensparplan abschließt oder sein Geld in Wertpapiere investiert: Hauptsache, man erkennt das Problem und tut etwas für sich.

    Ich finde es gut, dass die Situation um unser Rentensystem endlich die Aufmerksamkeit erlangt, die ihr gebührt. Das war ja jahrzehntelang nicht der Fall, obwohl der demografische Wandel und die damit verbundene Dramatik nicht nur einigen wenigen bekannt war. Die Fakten lagen alle auf dem Tisch - und wurden weitestgehend ignoriert - nicht nur von der Politik.


    Ich habe in den letzten Jahrzehnten mit einigen tausend Menschen (!) über das Thema "Altersversorgung" gesprochen und ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie zumindest für sich selbst die Situation durch aktives Handeln mildern bzw. verbessern können. Ja, das war natürlich auch in meinem Geschäftsinteresse, das gehört zur Wahrheit dazu.


    Was ich in den Gesprächen (meistens in der Altersgruppen 20-40 Jahre) da erlebt habe, ließ mich immer wieder verblüfft zurück. Ich beziehe mich jetzt nicht auf Menschen im Geringverdienerbereich (obwohl es die mindestens genauso betrifft), sondern auf Leute, die ein sehr auskömmliches Einkommen, ein normalen bis gehobenen Lebensstandard haben und vom Bildungsniveau her nicht unterdimensioniert sind: Die Bereitschaft, etwas für sich und seine Altersversorgung (ich rede nicht nur von klassischen Rentensparplänen, sondern auch von allen möglichen Sparformen bis hin zu den ETFs) zu tun, war immer sehr defensiv. Immer waren gerade andere Dinge wichtiger. Es kamen immer wieder abstruse Begründungen, warum sie nicht für ihr Alter vorsorgen können (wollen). Selbst relativ kleine Beträge (in Summe weniger als die Kosten für eine einzige Voll-Tankladung ihres Verbrenners) wären zu viel. Angebote der Arbeitgeber, eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen, wurden reihenweise abgelehnt, obwohl der Arbeitgeber sich immer mehr an den Beiträgen beteiligt hat. Es ist halt immer auf der Prioritätenskala weit hinten. Dazu passt auch, dass trotz erheblicher finanzieller Nachteile die "Durchhaltequote" sehr gering bei denjenigen, die doch eine Altersvorsorge aufbauen wollten, ist. Gekündigt wird nicht nur bei echten Problemen, sondern auch, weil der neue BMW einfach attraktiver ist, als eine Zusatzrente irgendwann in 35 Jahren. Von den 60,-- Euro Monatsbeitrag kann man sich ja auch ein SKY-Abo leisten, wo man jedes Wochenende schön Fußball gucken kann. "Mein neues I-phone kostet mich im Monat 75 EURO, da kann ich nicht zusätzlich etwas fürs Alter zurücklegen". "Eigentlich wollten wir schon seit Jahren mal eine Fernreise machen und mit dem Geld aus dem angesparten Rententopf ist das sofort und ohne Probleme möglich".


    Allein bei der Frage im Beratungsgespräch: "Wie schnell komme ich an das Geld wieder ran, wenn ich es mal brauche?" zündet alle roten Lampen an. Und dann gibt es nicht wenige Kandidaten, die sagen: "Der Staat wird mich schon unterstützen, wenn meine Rente nicht ausreicht." "Mein Arbeitskollege macht auch nichts für die Rente - warum soll ich das dann machen?"


    Auch schön: "Ihr wolllt ja nur einen Vertrag abschließen!". Meine Antwort: "Ja, stimmt. Ich arbeite hier nicht ehrenamtlich. Aber schauen Sie doch einmal auf ihre jährliche DRV-Renteninfo, Seite 1 ziemlich weit unten und lesen Sie, was die DRV zu dem Thema empfiehlt". Haben wir natürlich nicht gelesen, sondern wir schauen nur auf das rechte Kästchen mit den beiden Summen. Dann noch einen Blick auf die Hochrechnung weiter unten im Text. Passt schon. Eben nicht.


    Ich könnte Bücher füllen und es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Die jetzige Debatte öffnet hoffentlich die Augen und schafft ein höheres Problembewusstsein. Und sie zeigt, dass man sich, wenn es um die eigene Altersvorsorge geht, nicht unbedingt auf die Politik und ihre "Maßnahmen" verlassen kann. Das Bemühen der Politik wird jetzt sichtbar größer, aber wirkliche Lösungen sind noch weit entfernt. Auch weil viele unterschiedliche Interessen gegenüberstehen und viele nicht bereit sind, auch nur einen Jota von ihren Vorstellungen abzuweichen. Nur Jammern und Motzen bringt aber nichts. Und man kann als Bürger auch das System nicht wirklich verändern.


    Am Rande: Die Situation bei der Pflege ist mindestens genauso schwierig. Das Problem und die Entwicklung ist lange bekannt, die Kosten steigen deutlich schneller als die Einnahmen und trotzdem habe nach meinen Erkenntnissen nur rd. 6 Prozent der Altersgruppe von 20 bis 50 Jahre eine Pflegezusatzversicherung. "Ach, der Saat wird uns schon irgendwie durchbringen". Und wenn dann doch die Einsicht mal kommt, sind die meisten entweder zu alt oder zu krank. Oder Beides. Dann hilft nur noch Pflege-Bahr, eine absolute Notlösung, der letzte, aber schlechte, Ausweg.


    Oft wird ja insbesondere aus konservativen Kreisen kolportiert, dass die Hartz-IV-Empfänger nur auf Kosten der Allgemeinheit leben. Das ist nicht der Fall. Es sind auch die vielen Normalos, die von der Allgemeinheit erwarten, dass der Saat sie auffängt, wenn sie in Altersarmut fallen oder die Kosten für ihre Pflege übernehmen, weil sie es nicht nötig erachteten, rechtzeitig für sich selbst vorzusorgen und damit Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.


    Natürlich wäre es ideal, wenn sich der Bürger um nichts kümmern müsste, eine auskömmliche gute Rente und ein perfektes Krankensystem ihn vor finanziellen Katastrophen schützt. Und er all sein Geld nur für seinen kontinuierlich steigenden Lebensstandard ausgeben müsste. Das wären paradiesische Zustände, die jedoch nichts mit der Realität zu tun haben.

    Ich finde auch, dass man NDR1 gut hören kann.


    Ausnahmen:


    1. ) Kaya Lass ist am Mikro

    2.) Es ist Wochenende und diverse Wortsendungen, Zuhörerrunden und alberne Spielchen nehmen 90% der Sendezeit ein.


    Das ist (für mich) so schlimm, dass ich tatsächlich am vergangenen Wochenende mein Tapedeck reaktiviert habe. Die unzähligen "Mix-Tapes" sind ja alle noch da.

    Ein weiterer Stürmer wäre für mich auch nicht die oberste Priorität.


    Vielmehr sollte es darum gehen, die Truppe im Wesentlichen zusammenzuhalten. Das bedeutet, möglichst alle -am dringendsten Aseko- bleiben.


    Noll hat keine Kaufoption. Daher sollte sich schon jetzt um einen guten TW gekümmert werden. Zur Not auch mit der Konsequenz, dass Noll auf die Bank muss. Aber man sollte mittelfristig planen und Noll hat nach dem derzeitigen Stand er Dinge keine Zukunft in Hannover. Vielleicht könnten man jedoch Hoffenheim "überreden", dass sie uns Noll verkaufen. Dann wäre das Thema erledigt.


    Bei der Planung sollte man m.E. optimistisch vorgehen und davon ausgehen, dass 96 aufsteigt. Dazu ist es natürlich nötig, dass erst einmal gegen Münster gewonnen wird und solche Spiel wie z.B. gegen Hertha oder Darmstadt (dicke Überlegenheit, fettes Chancenplus) nicht nochmal in die Hose gehen. (Wenn diese beiden Spiele "nur" remis ausgegangen wären, würden wir jetzt auf einem Aufstiegsplatz stehen. Bei zwei Siegen, die durchaus möglich waren, sogar an der Tabellenspitze - trotz der verdienten Niederlage gegen Schlacke. Daher denke ich, dass mein Optimismus nicht ohne Grundlage ist.

    Unsere Mannschaft befindet sich gerade in einer sehr guten Form und nach den beiden letzten Siegen gegen Topmannschaften der Liga macht sich Euphorie breit.


    Es geht gegen Münster, die zwar Gründungsmitglied der Bundesliga waren, aber ansonsten eher den Status des Underdogs hatten. Dann gewinnen die gegen Bielefeld und wittern Morgenluft.


    Ein Sieg für uns scheint vorprogrammiert zu sein. Nicht nur, weil wir gerade so einen schönen, attraktiven und erfolgreichen Ball spielen, sondern weil es "nur" gegen Münster geht. Und genau hier sehe ich die Gefahr: Eigentlich können wir uns derzeit nur selbst schlagen. Aber wie oft haben wir das schon in all den Jahren gedacht? Aber jetzt haben wir ja Titz, diesen freundlichen Taktikfuchs mit enormen strategischen Fähigkeiten und komischer Sprechweise. Dank ihm kennen wir jetzt auch den Ballklaus.


    Also geht es darum, seriös zu spielen und unbedingten Torhunger zu zeigen. Von der ersten Minuten an zeigen, dass wir nicht mehr im Jahr 1963 sind, sondern 2025.


    Ganz besonders drücke ich Bundu die Daumen, damit er durch ein weiteres Tor zeigt, dass der Knoten geplatzt ist. Dann die drei Punkte einpacken und zurück nach Hannover.

    Ich habe den Eindruck, dass viele Spieler im aktuellen Kader - dazu gehört auch der Oudenne - eine recht große Schwankungsbreite (Volatilität) haben. Das ist nicht negativ, weil das Grundlevel schon mindestens auf höherem Zweitliganiveau liegt. Das führt dazu, dass kaum ein Spieler sich wirklich "festspielt" und gleichzeitig alle Spieler immer wieder Chancen bekommen. Einer kann den anderen ersetzen, und zwar völlig flexibel, je nach Tagesform. Der Kader ist durchlässig und vermittelt dennoch eine Kontinuität, was häufig als Widerspruch wahrgenommen wird. Aber bei Hannover 96 im Jahr 2025 eben kein Widerspruch ist.


    Wenn ein Spieler mal nicht in der Startelf ist, wirkt das nicht wie ein "Denkzettel" oder gar Strafe für einen zuvor schwachen Auftritt.


    Mir gefällt das derzeit sehr gut. Ich würde mir nur wünschen, dass insgesamt die Chancen, die ja zahlreich erspielt (!) werden, genutzt werden.

    Jedes Jahr in ne günstigere SFK und die Autoversicherung steigt und steigt.



    Das liegt einfach daran, dass in den letzten Jahren die den SF-Klassen hinterlegten Rabattstaffeln immer weiter gespreizt wurden. Das hat dazu geführt, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen deutlich geringer wurden, teileise liegen zwischen drei schadenfreien Jahren nicht mal 1 % p.a. Die Tariferhöhungen aus den oben in der Grafik ersichtlichen Gründen waren über Jahre hinweg deutlich höher.


    Dazu kommt noch, dass viele Menschen nicht in SF-Klassen denken, sondern in "Prozenten". Darauf haben die Gesellschaften reagiert. "Früher" war SF2 bei fast allen Gesellschaften 85 %. Heute gibt es Gesellschaften, die der SF-Klasse 2 den Prozentsatz von 37% hinterlegen. Die Verwunderung ist groß, wenn die Kunden dann feststellen, dass der Fall eintreten kann, dass 85% bei der einen Gesellschaft günstiger sein kann als 37% bei der anderen. Da ist dann tatsächlich Beratungsaufwand nötig bzw. sinnvoll.


    Die Versicherungsgesellschaften bemühen sich seit Jahren (mehr oder weniger vergeblich), die KFz-Versicherungen mit Leistungen zu unterlegen, damit von dem reinen Preisvergleich zu einem Preis-Leistungsvergleich gekommen wird. Beispiele dafür sind Entschädigungsgrenzen, Leistungsunterschiede (nur Marderbiß oder auch zusätzlich die Folgekosten aus einem Marderbiß), Tierunfälle nur gedeckt, wenn es sich um Haarwild handelt oder eben Unfälle gegen Tiere aller Art), GAP-Deckung, Dauer des Neuerwertersatz in Monaten (nur bei Neuwagen oder auch bei Gebrauchtwagen), Ausgleich von Wertminderung bei Kaskoschäden. Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen. Diese Unterschiede fallen natürlich in der Regel erst dann auf, wenn tatsächlich ein Schaden eintritt. Deshalb kann man tatsächlich sagen:


    Beratung bei Autoversicherung halte ich für nicht so recht wichtig.

    Völlig legitim, ganz ehrlich. Ich wünschte mir nur, dass das Gejaule im Schadenfall nicht so groß ist wie tatsächlich in der Praxis, wenn die Zahlung der Versicherung mit dem Hinweis abgelehnt wird, dass dieser Fall nicht vereinbart wurde. Natürlich besteht eine Aufklärungspflicht, die seit einigen Jahren sogar gesetzlich festgeschrieben ist. In dem Zuge sind dem Versicherungsnehmer vor der Antragstellung die Versicherungsbedingungen auszuhändigen (per Mail, USB-Stick oder Papier). Der Kunde bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er diese bekommen hat und es wird davon ausgegangen, dass er diese gelesen, verstanden und akzeptiert hat. Sollte das nicht der Fall sein, hat er Fragen/Unklarheiten etc. zu klären. Die Praxis sieht natürlich anders aus. Kaum einer liest die Bedingungen und daher ist es in dem Wissen schon sinnvoll, mit dem Kunden über die wichtigsten Punkte (also "Was ist versichert?" und "Was ist nicht versichert?") zu sprechen und Raum für Fragen zu geben. Am Ende gibt es ein Beratungsprotokoll, dass der Kunde auch tunlichst genau anschauen sollte. Daraus ergibt sich, dass der Kunde tatsächlich auf eine Beratung verzichten kann, denn das Risiko, irgendetwas übersehen zu haben, trägt er dann ganz alleine. Aber "et hätt noch emmer joot jejange"...


    Bei den Versicherungen ist es fast so wie bei Edeka: Wenn ich viel in meinen Einkaufswagen lege, muss ich an der Kasse auch viel bezahlen. Und wenn wenig im Einkaufswagen liegt, zahle ich eben auch wenig. Aber: wenn ich im Laden meine, auf die Butter verzichten zu können, darf ich mich nicht beschweren, wenn ich mir zu Hause kein Butterbrot schmieren kann, weil im Kühlschrank nur das gute Herri liegt. Aber wenn ich genau weiß, dass ich mir kein Butterbrot schmieren möchte, kaufe ich natürlich keine Butter. Und wenn ich genau weiß, dass in mein Auto kein Marder eindringt, benötige ich auch keine Versicherung dagegen.


    Und natürlich verkauft Edeka seine Lebensmittel nicht, weil sie diese lieben, sondern weil sie Geld verdienen wollen. Genau wie die Versicherungsgesellschaften.


    P.S.:

    Nehmt es mir bitte nicht übel, dass ich wieder so umfangreich geschrieben habe. Glaubt mir: Ich habe mich schon echt zusammengerissen, denn ich hätte noch viel mehr schreiben können. Das bringt es so mit sich, wenn man über 45 Jahre in dem Bereich tätig ist.

    forumstechnisch niedergebügelt wird.




    Mabuses "Bundu-Counter", Stephans Zitat das dreimal wiederholt wurde, Jose mit seinen üblichen schrägen Vergleichen...

    Ich lese das jetzt so, dass die Beiträge von Stephan, Mabuse und Jose als "niederbügeln" definiert werden.


    Das sehe völlig anders. Für mich sind Äußerungen über spezielle Fehlleistungen in diesem Spiel, die sich genau auf einen Punkt beziehen, nämlich die Abschlüsse.


    Aber wenn das schon "niederbügeln" sein soll, dann muss man hier tatsächlich noch mehr seine Worte auf die Goldwaage legen und aufpassen, was man sagt oder schreibt. Oder besser, sich gar nicht mehr kritisch äußern.


    Lumpi: Wenn ich dich alleine gemeint hätte bzw. mein Beitrag nur dir gegolten hätte, dann hätte ich dich tatsächlich direkt angesprochen. Aber es gibt ja noch mindestens 11 andere User, die deine Meinung teilen. Wenn es nur du gewesen wärest, hätte ich mich gar nicht dazu geäußert.


    Ja, ich störe mich daran. Aber welcher Schuh soll mir denn passen? Ich habe mich während vor deinem besagten und vielfach geliketen Beitrag überhaupt nicht zu Bundu geäußert. Jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe und ich werde mich auch nicht mehr dazu äußern.

    Dennoch finde ich es nicht gut, wenn kritische Anmerkungen zu diesen Abschlüssen als "geseiere" disqualifiziert werden und (Stand jetzt) solche Aussage mit Likes honorieren.

    Ne du, das waren keine "kritischen Anmerkungen" mehr, Teile des Forums haben sich regelrecht auf ihn eingeschossen und wirkten eher so, als ob sie es lieber sehen, dass er nicht trifft um den nächsten dummen Spruch raushauen zu können.

    Da hätte ich gerne von dir ein paar Beispiele. Ich bezog mich bei meinem Beitrag auf den gestrigen Spieltagsthread.


    Im übrigen hat auch Titz in den Interviews mehrfach angemerkt (einmal sogar mit Namensnennung), dass er mit dieser Art, wie mit den Chancen umgegangen ist, auch unzufrieden war. Auch nur "Geseiere" ?


    Natürlich besteht die Hoffnung, dass durch ein Tor der Knoten platzt. Dafür muss er nicht nur aufgestellt werden (was regelmäßig passiert), sondern auch die Chancen herausgespielt werden (was ebenfalls regelmäßig passiert. Und genauso regelmäßig vergibt Bundu diese Chancen. Da kann keiner mit zufrieden sein und daher kann man das auch sehr gerne anmerken, ohne dumm von der Seite mit "Geseiere" konfrontiert zu werden. Gerade, weil uns alle der Erfolg von 96 am Herzen liegt, wir (größtenteils) mitfiebern und eben keine "Jubel-Perser" sind.


    Es ist übrigens ein Unterschied, ob man über die Spielweise von einem Spieler (hier Bundu) unterschiedlicher Meinung ist oder Leuten mit anderer Meinung abqualifiziert und die Äußerung der abweichenden Meinung mit "Geseiere" herabwürdigt.

    Ich gehe einfach einmal davon aus, dass alle, die hier im Forum angemeldet sind und Beiträge zu den Spielen verfassen, Sympathisanten oder gar Fans sind. Und Bundu ist nun mal ein Spieler, der derzeit für "unseren" Verein aufläuft. Daher hat er unser Wohlwollen und unsere Unterstützung verdient.


    Die hat er auch heute bekommen und seine Abschlüsse wurden durch seinen ansonsten guten Auftritt bzw. seine anderen Qualitäten relativiert. Allerdings ist das heute recht einfach, wenn man so überzeugend gewinnt.


    Dennoch finde ich es nicht gut, wenn kritische Anmerkungen zu diesen Abschlüssen als "geseiere" disqualifiziert werden und (Stand jetzt) solche Aussage mit Likes honorieren.


    Ich habe mich heute während des Spiels auch sehr über diese Abschlüsse geärgert. Nach dem Spiel ist dieser Ärger verflogen, weil der Sieg auch ohne Treffer von Bundu eingefahren wurde.


    Ein Spieler auf dieser Position hat m.E. auch die Aufgabe, Tore zu schießen bzw. Chancen zu verwerten, die übrigens häufig dadurch zu Stande kommen, weil die Mitspieler laufen, Bälle erobern, kluge Pässe spielen - ergo Energie investieren. Und wenn das immer und immer wieder nicht gelingt (obwohl er eine Chance nach der anderen vom Trainer bekommt), dann darf man das schon mal erwähnen auf der "kritischen Seite rund um die Roten" ohne des "Geseiere" bezichtigt zu werden.


    Wie gesagt: Bisher war 96 in den bisherigen Spielen nicht unbedingt auf die Tore von Bundu angewiesen. Das spricht für die Mannschaft und auch für das Mannschaftsgefüge. Dennoch wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, wenn Bundu (mithilfe des Trainers) diese Schwäche so schnell wie möglich abstellt. Übrigens auch mit Blick auf die Spieler, die auf der Bank sitzen müssen, weil Bundu einen ("ihren") Platz in der Startelf belegt.

    Mich wundert schon, dass der sog. Friedensplan, der in Wirklichkeit einer Zwangs-Kapitulation der Ukraine gleichkommt und mit erpresserischen Methoden der Ukraine vorgelegt wird, hier zu so wenig Reaktionen führt bzw. keine Diskussion auslöst.


    Von der Anzahl der Beiträge hat findet Frage, ob Links zu X in Spoiler gehören, eine höhere Bedeutung.


    Ich hatte da schon einen lauten Aufschrei der aktiven User dieses Threads erwartet. Wie man (ich) sich täuschen kann...

    Vielleicht sollten wir es so machen, wie es gestern der Taktik-Papst Chris Kramer im ZDF erklärt hat:


    Den Ball in die Hälfte des Gegners schießen (egal wie), dann mit dem Gesicht zum generischen Tor stehen, dabei erkennen, wo das gegnerische Tor steht und zum Schluß einfach reinmachen. Denn: Wenn der Ball in der generischen Hälfte ist, kann er nicht im eigenen Tor liegen.


    Mit diesem Taktik-Kniff hat gestern sogar Sane zwei Tore gemacht. Dann müßte Bundu doch wenigstens eins gelingen und den Rest erledigen Källmann, Oudenne und Aseko mit einer neunen Form von Arbeitsteilung.


    Dass da keiner früher drauf gekommen ist....


    Fußball kann so einfach sein!

    Ich finde es völlig legitim, dass, wenn Deutschland als viermaliger Weltmeister zu einer Weltmeisterschaft fährt, das sportliche Ziel heißt, möglichst Weltmeister zu werden.


    Natürlich werden sie von Anfang an immer nur an das nächste Spiel denken, was ja bekanntermaßen immer das schwerste ist (;)), denken.


    Ebenfalls halte ich es für legitim, dass der Anspruch eines viermaligen Weltmeisters sein muss, gegen Luxemburg zu gewinnen. Diesem Anspruch sind sie ja auch gerecht geworden. Die Kritik entzündet sich ab an dem "wie". Statt einem Selbstgänger und einer torreichen Fußballgala, die sich viele erhofften, reichte es nur zu einem mühsamen Arbeitssieg. So was gab es schon immer und auch in besseren Zeiten. Daher ist es für mich kein großes Problem.


    Problematischer finde ich, dass die Mannschaft qualitativ kaum dem genügte, was einst die deutsche Nationalmannschaft ausgezeichnet hat. Da besteht also in meinen Augen ein Qualitätsproblem. Im Beitrag von Jose80 wurde es schon angesprochen. Aber auch hier gilt: Qualitätsprobleme gab es im DFB-Kader früher auch schon. Der Unterschied ist nur, dass die mangelnde Qualität damals sehr oft mit Kampf, Laufbereitschaft, mannschaftlicher Geschlossenheit kompensiert werden konnte. Und gestern war auch davon wenig zu sehen. Vielmehr sah man ein fahriges, uninspiriertes und mutloses Spiel, dass in großen Teilen das Tempo fehlte.


    Fast alle Spieler hatten eine oder sogar zwei gute Aktionen und genau die werden jetzt herausgenommen, um so belegen, dass die Spieler gestern doch gar nicht so schlecht waren, wie es den Eindruck machte. Und es wird auf Leistungen der Vergangenheit verwiesen, wo einzelne Spieler tatsächlich ihr Potenzial gezeigt haben. Wirtz war früher ein Unterschiedsspieler, jetzt außer Form und die gestrige Leistung war eher auf gutem Zweitliganiveau. Gnabry spielt mit seinen Bayern eine tolle Party gegen PSG und hat gegen Luxemburg nur eine ernstzunehmende Aktion. Goretzka hat zweimal gut geklärt und ansonsten völlig unauffällig, wie übrigens auch bei seinen Bayern. Diese Liste ließe sich fortführen.


    Jetzt auf die Verletzten zu verweisen ist m.e. wie das berühmte Rufen im Wald. Wann haben denn diese Verletzten, z.B. Rüdiger oder Havertz denn so überzeugt, dass die Hoffnung, sie wären Gamechanger, berechtigt wäre?


    Wie gesagt: Auch zu den besten Zeiten der DFB-Elf wimmelte es nicht von Weltklasse-Spielern im Kader. Aber sie waren eine geschlossene Mannschaft und konnten die Basics abrufen. Das fehlt mir unter Nagelsmann, es sei denn, es geht gegen die ganz großen, namhaften Gegner. Aber um die zu schlagen, muss dann neben den Basics auch ein Mindestmaß an internationaler Klasse vorhanden sein, die ich vielen im Kader (nicht nur Freitag) derzeit abspreche. Daher müßte schon wirklich etwas Entscheidendes kommen, damit die DFB-Elf bei der WM (sofern die Quali geschafft wird) besser deutlich abschneidet als 2018 und 2022.


    Um auf den Anfang zurückzukommen: Ja, sie dürfen als Ziel den Titel anvisieren, aber dabei nicht vergessen, dass es inzwischen schon ein Erfolg ist, dass sie die Gruppenphase überstehen. Außerdem sollten sie endliche realisieren, dass auch das Überstehen der Gruppenphase nur gelingen kann, wenn sie hochmotiviert und engagiert auftreten. Den Mythos, dass Deutschland eine Turniermannschaft wäre, gilt übrigens leider auch nicht mehr.

    Ich bin ja nur Laie auf dem Gebiet von öffentlichen Diskussionen. Daher höre ich nur die Schlagzeilen, z.B. dass der Bau der Kölbrandbrücke 1970 nur 4 Jahr vom ersten Spatenstich bis zur Inbetriebnahme gedauert hat. Jetzt wird der Abriss diskutiert und mit dem Neubau kann erst 2033 begonnen werden und den Plänen nach wird man 9 Jahre später fertig.


    Da frage ich mich als Laie, warum wir heutzutage mehr als doppelt so lange benötigen, um so ein Bauwerk zu realisieren.


    Mit China, Diktaturen, Menschenrechtsverletzungen kann das doch nicht zusammenhängen bzw. es muss andere Gründe geben. Regeln gab es vor 55 Jahren auch, Murks wurde nicht gebaut (sonst wäre die Brücke schon längst zusammengebrochen) und damals herrschte wie heute Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.


    Und ich glaube auch nicht, dass die Planer und ausführenden Handwerker/Bauunternehmen früher fleißiger waren und/oder schneller arbeiten konnten. Also woran liegt es? Es muss doch Gründe dafür geben!


    Köhlbrandbrücke: Hamburger Senat beschließt Neubau (link zum NDR)


    Um nicht so weit zu schauen. Der Umbau des Kröpcke dauerte nur 4 Jahre, von 1971 bis 1975).Der im Spoiler verlinkte YT-Film belegt die gigantischen Ausmaße des Projektes:



    Das ist jetzt nur Beispiele. Auch bei anderen Großprojekten der jüngeren Vergangenheit (z.B. Elbphilharmonie, Flughafen BER, Hauptbahnhof Stuttgart etc) kam es zu deutlichen Verzögerungen incl. der damit verbundenen Kostenüberschreitungen.


    Dass in totalitären Staaten und Diktaturen schneller gebaut wird, läßt sich noch erklären. Mir geht es darum, was sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geändert hat, dass offenbar nicht mehr zügig gebaut werden kann - obwohl es sich sicher alle wünschen - Bürger wie Politiker.

    Wollt Ihr das ernsthaft so haben wie in China? Euch ist schon klar, dass solche - nebenbei bemerkt: immer selektiv von der Propaganda präsentierten - Projekte und überhaupt eine solche Staatsverfassung nicht ohne Kosten zu haben sind, die weit über Geld hinaus, sprich: über Leichen und anderes Leid gehen?

    Natürlich will das keiner, der noch einigermaßen bei Verstand ist.


    Ist es denn wirklich so, dass zügige Umsetzungen von Bau- und Investitionsvorhaben nur möglich sind, wenn man über Leichen geht? Oder anders gefragt: Ist es wirklich so, dass Schnelligkeit bei der Realisation von Investitionen konträr zu dem Anspruch steht, die Regeln des Rechtsstaates einzuhalten?


    Ich habe da meine Zweifel und ich denke, dass die Beiträge hier genau in diese Richtung gehen. Die meisten möchten (relative) Schnelligkeit innerhalb unserer Regeln. Wobei man eben überlegen sollte, ob die eine oder andere Regel zu hinterfragen oder gar aufzuheben ist.

    Ich gehe alle paar Wochen mal los und stöbere in den hier recht gut vorhandenen Plattenläden. 8)

    Wie bitte?? Willst du mich jetzt neidisch machen ??


    Beim nächsten Mal, wenn wider Besuch zu uns kommt und meint, dass wir hier so schön idyllisch wohnen und auch preiswert wohnen, werde ich antworten: "Dafür gibt es hier keine Plattenläden!"