Beiträge von Kai

    Deine Sichtweise als Grafschaftbewohner würde mich z.B. durchaus interessieren.

    Ich bin nicht nur Grafschaftbewohner, sondern beruflich auch in den (ländlichen) Kreisen Emsland, Osnabrück und Vechta unterwegs.


    Zunächst ist es so, dass wir viele von den hier angesprochen Problemen gar nicht haben bzw. nicht als Problem wahrgenommen wird. Wir haben hier:


    - keine Staus

    - immer ausreichend Parkfläche

    - keine überfüllten Kreuzungen

    - kein Smog


    Auf der anderen Seite haben wir aber auch andere Sache nicht, wie zum Beispiel


    - Straßen- / U-Bahnen

    - akzeptable Busverbindungen

    - Car-Sharing Angebote

    - ein Netz von Aufladestationen


    Dafür haben wir ein sehr gut ausgebautes Radwege-Netz ( neben den Straßen asphaltierte Wege, oft getrennt von der Straße durch Baumreihen). Radfahrer und Autofahrer kommen sich kaum in die Quere.


    In den Städten Nordhorn, Bad Bentheim oder Lingen ist es natürlich nicht ganz so entspannt. Schon da wird er Unterschied zwischen Land und Stadt sichtbar.


    Die Entfernungen sind weiter: Der nächste Baumarkt ist ca 20 km entfernt, die Schule meiner Tochter ebenfalls ca. 20 km. Supermärkte gibt es in 10 km Entfernung.


    Mein Büro ist 80 km entfernt. Ich fahre pro Tag im Durchschnitt 200 km. Die Arbeitsstelle meiner Ehefrau ist 17 km entfernt.

    Die Arbeitsstelle meines Sohnes ist 30 km entfernt.


    Die größte verkehrspolitische Errungenschaft der letzten Jahre war, dass die ehemals stillgelegten Bahnhöfe in Neuenhaus und Nordhorn für Personenbeförderung wieder eröffnet wurden. Nun kann man von Neuenhaus nach Nordhorn mit dem Zug fahren (Ticket einfache Fahrt für die 10 km kostet für Schüler 6,80 EUR - nutzt meine Tochter ) und von Nordhorn nach Bad Bentheim, wo es dann Anschlüsse in alle Richtungen gibt incl. ICE.


    Vor diesem Hintergrund gibt es weder für mich, noch für die meisten Bewohner hier ein Handlungsdruck, auf das Auto zu verzichten. Für mich und meine Familie ist das Auto das optimale Verkehrsmittel für diese Gegebenheiten.

    Auch hier hilft eine schwarz/weiß-Betrachtung nicht weiter.

    Haraguchi ist (auch für 96-Verhältnisse) kein Starspieler, dessen Licht die anderen deutlich überstrahlt. Sahne-Tage mal außen vor gelassen.

    Er ist aber auch keine Graupe, auf die mal problemlos verzichten könnte.


    Hier im Thread gibt es viele Beiträge, die den Anschein erwecken, als wäre er das eine oder andere. M.E. liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Ich war gestern auch nicht zufrieden mit Haraguchi. Insbesondere sind mir mehre Szenen im Gedächtnis geblieben, wo er erst seine Gegenspieler schön ausgespielt hat und so in eine gute Flankenposition kam ("Starspieler"), um dann unterirdische Flanken ins Nirwana zu schießen ("Graupe"). Dann gab es gute Szenen, wo er den Ball behaupten konnte und sich in Schußposition brachte ("Starspieler"), die Distanzschüsse dann aber regelmäßig vergeigte ("Graupe").


    Wie man das auch am Ende gewichtet oder bewertet: Ich bin der Meinung, dass 96 aktuell keinen besseren hat und auch nicht in der Lage ist, einen besseren zu verpflichten. Daher müssen wir ihn schon so nehmen wie er ist und er solle gehalten werden.

    Ich bin da bei Stephan.

    Das Ende fand ich gut ( wenn auch deprimierend/frustrierend) , weil da nicht noch irgendeine Racheaktion und /oder Eskalation inszeniert wurde.

    Noch eine kurze Anmerkung zu dieser und anderen Diskussionen: Ich habe für mich festgestellt, dass ich mit Debatten zu vielen politischen Themen deutlich entspannter umgehe, seitdem ich mir klargemacht habe, dass Ideologien immer nur die anderen haben – ich selbst habe natürlich Überzeugungen – und dass das genauso auch umgekehrt gilt. Vielleicht hilft das auch dem einen oder anderen User weiter. Ich habe nämlich den Eindruck, dass hier gerne mal ziemlich heftig reagiert wird, wenn der Debattengegner nahelegt, man würde „ideologisch“ argumentieren. Wenn ich mir so einen Vorwurf übersetze in „Du argumentierst auf der Grundlage deiner Überzeugungen!“, fällt es mir viel leichter, angemessen damit umzugehen.

    Danke für diesen Beitrag.


    Ich habe mir, weil ich gerade die Zeit habe, die letzten Seiten dieses Threads durchgelesen.

    Ich finde es ganz persönlich für befremdlich, wie hier miteinander umgegangen wird bzw. welcher Ton angeschlagen wird. Das wirkt auf mich (ich formuliere bewußt vorsichtig und betone, dass es hier mein subjektiver Eindruck ist ) sehr häufig sehr rechthaberisch, verbissen und verbohrt - unabhängig von den unterschiedlichen Positionen. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Verfasser der Beiträge den Willen haben, sich wirklich mit den Überzeugungen der Andersdenkenden auseinanderzusetzen. Es sieht für mich so aus wie Grabenkämpfe, wo jeder aus seinem Schützengraben auf den anderen ballert, ohne dass sich jedoch irgendwas auch nur ansatzweise ändert oder man sich nicht mal einen Millimeter aufeinander zu bewegt.


    Daraus ergibt sich für mich, dass ich überhaupt keine Motivation habe, mich zu beteiligen bzw. meine Meinung hier kundzutun. Blöderweise habe aber nicht nur diesen Eindruck in diesem Thread, sondern bei vielen anderen im Off Topic Bereich auch.


    Für mich ist dieses Forum in erster Linie eine Seite rund um 96. Ich finde es schade, dass kaum noch Austausch zu 96 und Drumherum stattfindet und stattdessen sich hier gefetzt wird.


    Ist zwar OT, lag mir aber schon länger auf dem Herzen und jetzt ist es mal raus. Geschrieben habe ich es, wei mir etwas an diesem Forum liegt und ich es durchaus interessant finde, auch andere Themen neben 96 & Co zu diskutieren. Aber nicht so, wie es in diversen Threads seit einigen Monaten läuft.

    Ich habe den Eindruck, dass hier ein Erfolgsrezept immer weiter bemüht wird und dabei irgendwie ausleiert. Immer noch ein Stück (vermeintlich) witziger, abstruser. Ähnlich wie vor wenigen Jahren beim Münster-Tatort. Aber der hat sich ja auch weider gefangen, ohne dass seine Grundausrichtung im Kern verändert wurde. Und Münster gucke ich mir auch wieder an.


    Mag sein, dass das auch für Wismar gilt.


    Übrigens habe ich im Nachgang van der Valk gesehen. Den fand ich sehr gut, wenn auch nicht überragend ( Natürlich gab es da auch Logikfehler bzw. vorhersehbare Entwicklungen)

    Ich mochte Tschirner und Ulmen bisher auch, wobei meine Begeisterung von Tatort-Folge zu Tatort-Folge stetig abnahm und heute fand ich es so albern, hanebüchen, verkrampft und blöd, dass ich mir bis auf weiteres keinen Wismar-Tatort mehr angucken werde.

    Mabuse,

    es ist im Grundsatz relativ einfach: mit den 34 Mehr-PS holst du dir eine Reserve, die du selbstverständlich bezahlen mußt. Ob, wann und wie oft du diese Reserve benötigst kannst du eigentlich nur selbst beantworten.


    Wenn man diese Reserve hat ist das auf jeden Fall kein Nachteil. Wenn man diese Reserve nicht hat, wird man sich auch darauf einstellen. Das ist wie beim Kauf eines Werkzeugkoffers. Da sind auch oft Werkzeuge dabei, von denen man meint, sie nie benutzen zu können/müssen. Wenn dann aber doch der Tag kommt, wo man genau dieses Werkzeug benötigt, dann ist man froh, dass man es hat. Der Unterschied zum Auto ist jedoch, dass man fehlendes Werkzeug unproblematisch ergänzen kann, fehlende PS zu bekommen ( z.B. durch Chip-Tuning) ist eher aufwändig.

    Nee. Ich glaube, sie spielen einfach nicht so gut Fußball.

    Genau. Man kann auch sagen: Die anderen haben einfach besser gespielt.


    Sandhausen ist von Anfang an unsere Spieler und schon früh angelaufen, meist mit 3 Mann. Dahinter haben sie geschickt die Räume zugestellt. Das führte dann dazu, dass die vorher schon bekannten Schwächen unserer Mannschaft (die auch hier im Forum benannt wurden) ganz offensichtlich wurden: Die Paßschwäche, die fehlenden Ideen und das fehlende Tempo.


    Die Konsequenz war, dass oft Defensiv-Dreiecke gespielt werden mußten und der Gegner fast immer genügend Zeit hatte, sich zur formieren. Das wiederum führte dazu, dass unsere Stürmer nicht wirklich eingesetzt werden konnten. Dann ist es egal, ob sie Fremdkörper sind, technische Defizite haben oder eine gewöhnungsbedürftige Frisur.


    Dazu kommt, dass Kaisers Standards eher harmlos waren. Ich frage mich übrigens schon länger, warum in einem Spiel immer der gleiche Spieler tritt. Die Festlegung auf den Standardschützen. Mehr Varianten auch mit anderen Spielern, die das selbstverständlich trainiert haben sollten, würde zu mehr Verwirrung des Gegners führen, denke ich.


    Unter dem Strich steht für mich der Erfolg von Koschinat, der die Schwächen von 96 gut erkannt hat und die richtigen Maßnahmen eingeleitet hat über Kocak, dessen Mega-Rotation zu keiner Verbesserung geführt hat.


    Sandhausen hat verdient gewonnen. Das führte bei mir zu einer temporären Übellaunigkeit.

    Beide Mannschaften hätten dieses Spiel gewinnen können - Chancen hatten beide genug. Und wenn eine Mannschaft gewonnen hätte, hätte sich die andere nicht beklagen dürfen. Ja, hätte, hätte.


    Nun ist es ein (gerechtes) Unentschieden und ich bin schon ein wenig enttäuscht. Anfangs war das Spiel sehr fahrig. Dazu wenig Tempo und so gut wie keine Ideen. Wurde dann besser und zum Schluß mußte man dann doch leider zittern. Unnötig!


    Heute haben mir folgende Punkte mißfallen:


    1.) die vielen Fehlpässe bzw. Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Besonders von unseren Abwehrleuten Elez, Hübers und Anton.

    2.) die mangelnde Chancenverwertung


    und vor allem: Jörg Dahlmann und die "Monster-Pollen".


    Gut fand ich Kaiser und im Großen und Ganzen auch Haraguchi. Prib mit Abstrichen.

    Schwachpunkt war Korb

    Lewandowski oder Müller haben auch mal ne Reihe an Spielen in denen sie nicht treffen.

    Gerade Müller war doch immer das Beispiel für unorthodoxe Körpersprache, wenn er sich schlaksig in den Strafraum storcht.

    unorthodoxe Köpersprache ist nicht gleich unorthodoxe Körpersprache ! :besserwisser:


    Die kritisierte Körpersprache geht nach meinem Kenntnisstand eher in die Richtung von unterstellter Lustlosigkeit, vielleicht auch Überheblichkeit. (ähnlich wie damals bei Hanke oder bei Özil in der deutschen Nationalelf).


    Müller hingegen ist ist eher so ein (bisweilen unfreiwilliger ) komischer Vogel, vergleichbar mit Ente Lippens oder Petar Radenkovic. (wer sie noch kennt). Diese Art der orthodoxen Körpersprache wird nicht per se kritisiert, im Gegensatz zu der Lustlos/Überheblich-Variante, die kaum echte Befürworter hat.

    Ergänzung:

    Gut finde ich, dass der Tatort nicht von irgendeinem Autohersteller gesponsort wird, wie zum Beispiel "Der Alte", "Die Chefin", "SoKo Leipzig" usw. Wo dann die Beamten in stets polierten und bei jedem Wetter blitzblanken Modellen der neusten Generation, die mit allen Extras ( incl. teuren Sonderfelgen, Styling-Paketen etc ) ausgestatteten sind, herumfahren und immer wieder so in Szene gesetzt werden/gefilmt werden, dass es (auf mich) schon penetrant wirkt.


    Lannersts braunen 911er finde ich allerdings auch nicht wirklich passend. Wirkt sogar lächerlich, wenn da das Blaulicht übergestülpt wird. Aber sei es drum. Stört nicht so sehr wie die ständig wechselnden Oldtimer, die Serienkollege Bär in Köln stets vorführt. Obwohl ich eigentlich eine Schwäche für Auto-Oldtimer habe.

    Das, was Stephan und 4no1 sagen. Auch zu den Rückblenden.

    Spannend, unterhaltend, ohne nervende Nebengeschichten, keine verkrampften Gags oder von den Protagonisten zur Schau gestellten Spleens.


    Klasse !

    Note 1

    Ich bin zu 100 % bei Wasi. So was von 100 %.


    Jedoch bin ich auch der Meinung, dass dieses Genervt-Sein von Beiträgen a la "Hört, Hört Leute, ich bin so desinteressiert" auch mit der systembedingten Schriftlichkeit in so einem Medium wie dem Forum zusammenhängt. Würde mir jemand mündlich/persönlich das gleiche erzählen, würde ich wegen Tonfall, Mimik und Gestik wahrscheinlich gar nicht genervt sein.


    Ich habe dem Spiel nicht gerade entgegen gefiebert, aber mich dennoch gefreut, mal wieder 96 über 90 Minuten live vor dem Fernseher verfolgen zu können. War eine lange Zeit ohne 96 und ich habe tatsächlich in dieser Zeit den Vornamen von Kaiser vergessen. Nach gut 60 Minuten hatte ich mich auch an die komische Atmosphäre vor dem TV gewöhnt. Da war für mich das Spiel wichtiger als die Begleitumstände.


    Schön, dass sie gewonnen haben. Hat mich sehr gefreut, auch weil ich immer einen Sieg nach Rückstand besonders nett finde. Hatte den Eindruck, dass sie tatsächlich Anlaufschwierigkeiten hatten, insbesondere Maina und Haraguchi. Da kam ja von denen ( und auch von den anderen ) so gut wie nix brauchbares zu den Stürmern. Ob der Umschwung im letzten Drittel des Spiels durch die Spielerwechsel oder die abgeschlossenen Eingewöhnungsphase oder durch nachlassende Osnabrücker zu Stande kam, ist mir eigentlich egal. Für Ducksch hat es mich gefreut, obwohl ich ihn irgendwie nicht so mag. Für Guidetti wird es jetzt schwieriger.

    Dem schließe ich mich gerne an!

    Ich wünsche dir, DVD, viel Glück, Zufriedenheit und Gesundheit!


    Ich weiß ja nicht, was du dir für das nächste Lebensjahr so vorgenommen hast.

    Ein Tipp für dich: Buch doch mal einen Klavierspielkurs. Johannes Heesters hat da mal vor ein paar Jahren ein Lied gesungen:


    :)

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mich sehr über eure Glückwünsche gefreut ! Ganz ehrlich.

    Vielen Dank dafür.


    Natürlich gratuliere ich sehr gerne meinen beiden Mit-Ehrentaglern und heute besonders Jones.

    Habt einen schönen Tag.