Beiträge von prickelpit96

    Das ist exakt auch meine Hoffnung.

    Allerdings sehe ich zunehmend die Problematik, dass Merz wirklich schlimmer ist, als ich mir das vorgestellt hatte.

    Ein möglicher Bundeskanzler Merz lässt mir das Blut in den Adern gefrieren.

    Keine Frage, es gibt keine klaren Aussagen. Und ich bin weit entfernt von Panikmache, aber die kolportierten 1 - 2,5% sind eben schon bemerkenswert und sollten nicht verharmlost werden.

    Und ich dachte so bei mir, als ich hier einige positive Erwartungen an Merz las: "wer Merz als Hoffnung erwartet, muss doch mit Scheuklappen durchs Leben rennen."

    Dann hast Du ganz sicher auch gelesen und verstanden, dass die 'positiven Erwartungen' sich hier sehr oft nicht auf Merz als persönlichen Heilsbringer bezogen, sondern auf die klarere Ausrichtung der CDU im Vergleich zur SPD?

    Ok, danke für die Ausführungen! Damit kann ich etwas anfangen.


    Ich sehe da mehrere Ebenen, auf die ich dabei reagieren möchte. Zum einen ist das natürlich schon eine Weile her, und wahrscheinlich haben sich die Grünen, wie alle anderen auch, etwas bewegt/verändert. Aber es ist sicherlich so, dass auch bei den Grünen (und natürlich in bestimmten Bereichen sogar ganz besonders) dogmatische Dödel auftauchen und übers Ziel hinaus schießen.


    Auf der anderen Seite bist Du ggf. etwas aufgewühlt und übertreibst etwas, wenn Du davon sprichst, die Grünen woll(t)en das Auto und den Fleischkonsum verbieten. Beide Themenkomplexe stehen in der Diskussion, auch wenn ohne Verbot, dafür aber mit Einschränkung. Du wirst lachen, ich bin absolut dafür, das Autofahren in der Stadt so teuer zu machen, dass es weniger attraktiv wird. Ganz überraschend deshalb, weil die Abwesenheit von Autos in innenstadtnahen Quartieren die Lebensqualität gigantisch erhöht.

    Fleischkonsum, wie wir in der Bundesrepublik in den letzten 30-40 Jahren kultiviert haben, geht auf Kosten der Natur, der Qualität des Fleisches und nicht zuletzt auf die Lebensqualität der Tiere. Natürlich müssen wir darüber reden und das ganze Konsumverhalten verändern!

    Kohle ist definitiv tot auf Dauer, ergo ist die Beschäftigung mit Alternativen absolut richtig. Auch wenn ein sofortiger Ausstieg sicherlich problematisch ist.

    Tempolimit? Aber sowas von gerne!


    Alles in allem mag es sein, dass Dir die Grünen auf den Schlips getreten sind, mir sind die von Dir aufgeführten Forderungen allesamt recht lieb. :D


    PS:

    "Was mir nicht gefällt, gehört verboten" ist polemisch und simplifiziert, denn all die Punkte sind nachdenkenswert, weil sie das Potential haben, Natur und Gesellschaft stark negativ zu beeinflussen oder zu zerstören.

    Als 1928 die NSDAP (jaja, Godwin, I know; passt hier aber leider wieder) recht miese Wahlergebnisse einfuhr, erging an alle Organe die Weisung, bei der Wortwahl abzurüsten, und z.B. das Thema Antisemitismus nicht so zu betonen.


    So etwas würde heutzutage niemand.....huch. :lookaround:

    Ich halte die Grünen für eher liberal (linksliberal) als sozialdemokratisch, zumindest in ihren Grundsätzen.

    Du sprichst nicht oft mit Grünen, jedenfalls welchen aus dem ideologischen Kern, oder?

    Du hast es nicht so mit Aussagen, die mehr als hingerotzter Plunder sind, oder?


    Was willst Du mir denn mitteilen, hm? Dass die Grünen linker sind, als ich denke? Dass es einen ideologisch verhärteten Kern gibt? Dass Du keine Ahnung hast, aber mal wieder 'ne rhetorische Frage stellen wolltest?


    Wie das Reh schrieb, habe ich zum Glück absolut keinerlei Berührungsspunkte mit Grünen in Linden.

    Und wenn, dann sind das bestimmt nicht die fiesen, die mit dem Kern. Weißt schon.

    Finde ich lesenswert zum Thema Frauenhass vieler rechtsmotivierter Attentäter / Massenmörder in der jüngeren Vergangenheit

    Hatte ich auch gelesen und fand's interessant.

    Breivik z.B. hatte wohl eine Freundin, die sich aber von ihm trennte, weil er zu patriarchisch dachte und sie in diesem Sinne behandelte. Generell sind das flächendeckend soziale Klapskallis ohne eine Chance bei normalen, also emanzipierten, Frauen, weil sie mit Gleichberechtigung der Frau nicht so richtig gut zurande kommen.

    Ich halte die Grünen für eher liberal (linksliberal) als sozialdemokratisch, zumindest in ihren Grundsätzen.


    Merz wäre in meinen Augen lediglich sinnvoll, um die CDU klar von der SPD abzugrenzen. Regierungsverantwortung möchte ich diesem Extremkapitalisten auf keinen Fall zukommen lassen. Ich finde Merz als Mensch fürchterlich und sehe ihn als empathielosen Arroganzling. :D


    In meinen Augen ist die Linke aber auch nicht so unwählbar, wie es für Dich scheint. Außenpolitisch ist das zwar gerne mal Quatsch (in meinen Augen), aber wie man an Thüringen sehen kann, klappt das Regieren auf Basis realistischer Ideen recht gut.

    8% sind als Verlust schon ganz ordentlich in meinen Augen.


    Sicher entspringt es auch meinem persönlichen Wunschdenken, wenn ich der Einschätzung zustimme, dass eine SPD, die sich jetzt auf die Linie Scholz zurückbesinnen würde, eine ganz wichtige Lektion übersähe: Die neue Parteiführung ist ganz klar der innerparteiliche Gegenpol zu Scholz und Co.


    Wir brauchen in der Parteienlandschaft (nach meinem Dafürhalten) eine sozialdemokratische Partei, wenn sie den Namen auch verdient und mit ihrer Politik füllt. Sie stellt die andere Seite des gemäßigten Sektors dar und sollte der CDU gegenüber stehen. Die Ränder werden von der CSU und der Linken bedient.

    Die AfD steht nicht auf dem Boden des demokratischen Konsens, bzw. duldet Funktionsträger in ihren Reihen, die mit Demokratie nix am Hut haben. Nebenbei stellt das für mich auch ein Ausschlusskriterium für die Arbeit mit oder die Akzeptanz der gemäßigten Teile der AfD dar.

    Besser als Schneppe #42.360 kann man es nicht auf den Punkt bringen.

    Da allerdings hat der hochgeschätzte Schneppe Bezug genommen auf den folgenden Schnipsel aus theMenace' Posting:


    Wie ich in der Thüringen-Diskussion schon gesagt habe, ist im Gegenteil überzogene linke Empörungskultur Teil der Verrohungsspirale, weil sie Mitläufer, gemäßigte Rechtskonservative und neuerdings teilweise sogar Liberale und Konservative in die Solidarität mit den Radikalen zwingt, anstatt sie als Teil des demokratischen Spektrums zur Festigung von dessen äußeren Grenzen einzubinden