Die aktuelle Finanzsituation der Bundesliga

  • War die Schere vor dem neuen TV-Vetrag prozentual auch schon so groß?
    Stand jetzt geht es ja von 35mio. bis zu den Bayern 95mio. oder?


    Joah.
    Die Spanne ging von 23 bis 74 Mio Euro.
    Nun sind's 29 bis 96 Mio Euro.


    Aber das muß so.


    Wegen Bayerns Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Middlesborough.

  • Nächste Klickstrecke. In Rot Zahlen von 2016/17. Neu sortiert. Die jüngst abgelaufene Saison 2017/18 wird vielleicht in nem halben Jahr bekannt sein.

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  • Mainz und Augsburg hatten vor dem Abstieg von 96 schon jeweils 30 Mio. Euro mehr Umsatz pro Saison. Wie geht das denn?

  • Mainz: Okazaki, Geis, Koo und Park für 28 Mio verkauft. edit: EL-Gruppenphase übersehen.


    Augsburg: Baba für 20 Mio verkauft. EL-Zwischenrunde erreicht. DFB-Pokal Achtelfinale.


    96: Joselu, Stindl und Bittencourt für 13 Mio verkauft. DFB-Pokal 2. Runde.


    Im operativen Geschäft müßten die Drei näher beinander sein.

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  • Bei den TV Geldern müsste da aber 96 deutlich vorne gewesen sein. Zudem größeres Stadion, größere Stadt.

  • Ich packe es mal hier rein, auch wenn es nicht so 100%-ig passt. Die UEFA hat Mitte Januar ihren Club Licensing Benchmarking Report (Financial Year 2017) veröffentlicht. 118 Seiten mit vielen sehr hübsch aufbereiteten Zahlen, leider kann man die Rohdaten der einzelnen Vereine offenbar nicht öffentlich einsehen.


    Die Aussage von Martin Kind zum "teuersten Kader aller Zeiten" ist in anderen Threads ja schon mehrfach zerpflückt worden. Auf Seite 72 gibt es in dem Report noch mal Zahlen, die die Unsinnigkeit der Aussage belegen. Die Ausgaben für Gehälter in der Bundesliga haben sich demnach 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 10% erhöht. Neben der allgemeinen Inflation (ich kaufe dieses Jahr auch die teuersten Üstra-Fahrkarten aller Zeiten) gibt es eben auch eine spezielle Fußball-Inflation, die ein gutes Stück höher liegt. Sprich: Der Kader bei 96 wird teurer, bei allen anderen aber auch.


    Im Prinzip alles nicht neu, einmal durchblättern kann man bei Interesse vielleicht trotzdem mal. Weiß jemand, ob die DFL einen ähnlichen Report veröffentlicht?

  • Bei kicker.de gibt es immer mehr Artikel über die Finanzkennzahlen, die die DFL veröffentlicht hat. Da dachte ich mir, anstatt häppchenweise den Inhalt beim kicker zu lesen, schaue ich sie mir selbst an. Könnt Ihr auch tun, da geht der Link hin.


    Dann habe ich mal die Zahlen inne Tabelle abgetippt und in Diagrammform gegossen. Das Ergebnis zeigt die Vereine in der Reihenfolge der Endplatzierung in den Tabellen der ersten, zweiten und dritten Liga. Die Linien zeigen die erzielten Jahresumsätze und die Personalkosten.


    Obacht: Das ist für die Saison 2017/18.


    Naja, und so sieht das Kind dann aus: https://s17.directupload.net/images/190531/hww96a4p.jpg


    Schalke, Hoffenheim und Dortmund kamen in der falschen Reihenfolge an. Wolfsburg, Hamburg und Köln hätten eigentlich weiter oben landen müssen. Wir wissen heute natürlich, da waren ja auch ein paar Ausreißer mit bei gewesen. Und dazwischen gibt es viele fast perfekte Übereinstimmungen.


    96 hatte den fünfzehntgrößten Personalaufwand. Ich frage mich, ob da einer so gerechnet hat: Hamburg und Köln steigen ab. Düsseldorf und Nürnberg kommen als kleine Außenseiter. Jawoll, läuft für uns! Platz 13: Check!


    Ohne zu berücksichtigen, daß die Unterschiede da unten so klein sind. Das macht's zum Ritt auf der Rasierklinge. Ohne zu berücksichtigen, welche Stützen eine Mannschaft hat oder braucht.


    PS: Das Bild der zweiten Liga ist eigentlich bedeutungslos bei acht Punkten Differenz zwischen den Plätzen vier und 16.


    PPS: Ach, wenn wir schon mal dabei sind: Diesen Zusammenhang zwischen Kohle und Erfolg kann man in der zweiten Liga kaum noch erkennen. https://s17.directupload.net/images/190531/fqloqt8l.jpg (Erstligisten rausgenommen) Da könnte es eher auf mannschaftliche Geschlossenheit und die berühmte Glückssträhne ankommen. Haste einen Lauf, landeste oben. Haste den nicht, dann eben nicht. Und mit Stuttgart und Hamburg gibt es ja diesmal auch noch zwei große Mitstreiter. Hach, dat wird wieder 'n Jahr.


    PPPS: Absteigen, um danach gestärkt zurückzukehren, hat noch nie geklappt.