Politischer Zoff-Thread oder so

  • Wenn das so bliebe, stände Labour ja eine goldene Zukunft bevor. Nur... Es wird so nicht kommen. Werden die jungen älter, werden sie schon noch geschliffen.

  • Das war so zu erwarten.

    Labour hat sich aus gutem Grund nicht zur Anti-Brexit-Partei entwickelt, während die Tories zur Brexit-Partei geworden sind.

    Die Masche, dass nur eine stabile Mehrheit die politische Lähmung der letzten Jahre überwinden kann, hat funktioniert.

    Wer endlich den Brexit will, hat die Tories gewählt. Wer das Thema Brexit leid ist, hat die Tories gewählt. Dazu die betagte, aber wahlmotivierte Stammwählerschaft der Tories und die Schwäche der Labour Party.


    Johnson hat jetzt eine stabile Mehrheit und eine wahrscheinlich sehr linientreue Fraktion. Gemäß meinem politischen Kompass eine Vollkatastrophe, aber erstmal nicht zu ändern. Er bekommt "seinen" Deal und nächstes Jahr muss er in einem extrem engen Zeitplan Abkommen mit der EU und allen anderen Wirtschaftspartnern schließen. So oder so stehen große wirtschaftliche Herausforderungen für Großbritannien und die Einigkeit steht auch auf dem Spiel.

    Der Brexit war und ist ein Projekt des englischen Nationalismus. Da wäre es ja nur konsequent, wenn am Ende ein englischer Nationalstaat statt Grossbritannien bei rauskommt.

  • Also wenn ich allen Ländern, mit deren Regierungen oder Wahlergebnisse ich nicht glücklich bin, den Untergang wünsche, sind wir wirklich am Ende der blaue Planet :lookaround:

  • Zu GB: Erstmal bin ich froh, dass es jetzt klare, entscheidungsfähige Verhältnisse gibt. Ich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht, aber Wahl und Referendum zeigen zusammen, dass der Brexit anscheinend schon klarer Wählerwille ist. Jetzt gilt es das zügig umzusetzen und mit den Folgen umzugehen. Für Europa und für GB. Und ob es GB noch lange geben wird, ist dabei eine der zentralen Fragen.

  • Schade, dass es keinen gefällt mir nicht button gibt.

    Likes und Dislikes sind Teil des Problemes. Medien die auf Klicks angewiesen sind oder Leute die auf Ihre Likes schielen ... dies oder das ... beides führt zur Priorisierung emotionaler Beiträge.


    Am besten die Beiträge mit wenig Likes noch bestrafen (kleinere Schriftart, Zugeklappt, Positionierung weiter hinten), die mit mehr Likes priorisieren. Das fördert genau die Phänomene die ich zum Kotzen finde. Freie Fahrt für die Lauten, die Aktiven, die mit Brigaden , die am erfolgreichsten Emotionalisieren... damit der Gelegenheitsleser gleich weiß was es sich zu lesen lohnt. Wer hat schon Bock und Zeit sich mit Posts, Nachrichten, Ansichten zu beschäftigen die gerade nicht auf der Aufmerksamkeits- und Emotionalitätswelle schwimmen? "Oh wie schlimm!", "Da muss man was machen! Der hat eine einfache Lösung!", "Gib her den Brexit, hauptsache das nervige Thema ist irgendwie durch und belästigt mich nicht mehr!" ... um auch den Bogen zum aktuellen Thema zu spannen.

  • juk96 Meine Aussage war durchaus (auch) in dem von dir ausgeführten Sinne gemeint. Bezugnehmend auf die Situation im Forum wo die Klickkultur nur für das Like eingeführt worden ist.

  • Die Republikaner arbeiten mit Nachdruck daran, drüben die Demokratie abzuschaffen und eine Oligarchie zu etablieren.

    Tun sie nicht etwas für die Demokratie, indem sie mit dem Kandidaten Trump Männer an die Wahlurnen geholt haben, die zuvor resigniert Wahlen ferngeblieben sind?


    Ich stimme Deiner Schlussfolgerung im Blick auf die Republikaner zu, stelle aber fest, dass Deine Bewertungsmaßstäbe und Urteilskategorien nicht einheitlich sind. Auch die AfD will letztlich die Demokratie abschaffen und ein System wie in Polen oder Ungarn errichten. Aber da denunzierst Du sachliche Kritik als "Ächtung" und Ausgrenzung.

  • Blahblahblah.


    Dafür haben nicht sie was getan, Trump hat tatsächlich in dem Sinn was dafür getan. (Denn dieses Phänomen zeichnete sich ab, bevor sich die Republikaner mit ihm abgefunden hatten.) Und die Frage, wie es kommen konnte, dass so viele Amerikaner offen destruktiv sind, einfach nur Steine in die Räder werfen wollen, keine Wertschätzung whatsoever für "das System" haben, ist tatsächlich eine berechtigte. Und ein echtes Problem für das politische Problem.


    Du verdrehst wieder meine Worte. Denn ich hatte ganz deutlich geschrieben, wie und warum die Republikaner tatsächlich an den formal-juristischen Fundamenten des Systems sägen. Das ist etwas komplett anderes, als das, was Du mir hier versuchst, unterzuschieben.


    Hör' einfach auf mit Deinem uninspirierten, unsachlichen, an Stupidität nicht zu überbietenden Versuchen, Deine Drecks-CDU vor mir in Schutz zu nehmen.

  • Ergänzend: Ein nicht kleiner Teil der CDU in S.-A. scheint auf eine Kooperation mit der AfD hinzuarbeiten - das wäre tatsächlich ein Dammbruch.

  • Ja klar. Die Frage ist nun, wie man innerhalb der CDU und vor allem gesamtgesellschaftlich damit umgeht. Die AfD-Strategen planen eine Umgestaltung der Republik vom Osten her, d. h. mit Regierungsbeteiligungen (Vorstufe: Tolerierungen) in östlichen Bundesländern. Die Frage ist, ob man das zum Ostproblem erklärt oder eine bundesdeutsche Relevanz erkennt.