Politischer Zoff-Thread oder so

  • Das mit den männlichen Bezugspersonen, deren Fehlen eine "normale" Entwicklung von Kindern mit sich ziehe, ist gelinde gesagt auch eher eine streitbare "These" bzw. dürfte längst widerlegt sein.


    Viel wichtiger als das Geschlecht einer Bezugsperson dürfte deren Ansichten und Verhaltensweisen sein.

    Die falschen Prediger, denen gerade Du immer wieder hinterherläufst und deren Unsinn Du als Fakt und Maßstab betrachtest, sind mahnendes Beispiel genug.

  • Das mit den männlichen Bezugspersonen, deren Fehlen eine "normale" Entwicklung von Kindern mit sich ziehe, ist gelinde gesagt auch eher eine streitbare "These" bzw. dürfte längst widerlegt sein.


    Ein Bekannter von mir der als Sozialarbeiter in der Jungenbetreuung arbeitet würde dir da vehement wiedersprechen. Dieses Thema so einfach abzutun wird der Sache auch nicht gerecht.

  • Es gibt in den USA eine Studie die herausgefunden hat, dass der größte Faktor ob aus einem Kind später akademisch was wird daran liegt ob es in einer intakten Familie herangewachsen ist.


    Außerdem hab ich den gleichen Beitrag von mir etwas weiter oben einer feministischen Bekannten gezeigt, sie hat mir zugestimmt.

  • Ich erwarte von anderen nicht, ein Leben zu leben, wie ich es lebe. Schon allein, weil ich weiß, dass viele da verrückt werden könnten, weil ihr Gehirn das gar nicht ertragen würde, viel zu wenig zwischenmenschliche Kontakt. Viel zu viel Alleinsein. Mein heutiges Leben hat mir aber das Gefühl von Einsamkeit, das ich immer in mir trug, nehmen können.

    Für mich war das tatsächlich heilsam.

    Jaaa, Du bist natürlich kurz vor dem Durchdrehen durch das von Dir gewählte Leben. Würde keiner aushalten außer Dir, alle würden abdrehen.

    Wollen wir beide mal für ein paar Wochen tauschen? Willst Du mal den Pflegegrad 3 live kennenlernen?

    Ich sehe Dich als weitaus ichbezogener als mich, denn Du therapierst Dich mit dem von Dir gewählten Leben. Dazu unterschätzt Du Deine Mitmenschen am laufenden Band. Du bist nicht die einzige, die Belastungen aushält, egal welcher Natur. Und ich erwarte auch von niemandem, dass er mein Leben lebt. Aber ich muss auch nicht ständig darauf rumreiten.

    Tut mir leid, aber dazu muss ich leider doch noch was schreiben.


    Ich weiß echt nicht, was du mich hier so anscheißt, außer vielleicht steuerungsbedingt.


    Die Annahme, dass viele andere mit dem Leben, dass ich führe, Probleme hätten, entnehme ich aktuell dem Corona-Strang.


    Die Nöte, die einige da mit der Isolation schildern, empfinde ich nicht.

    Das ist aber nicht despektierlich gemeint, sondern einfach eine Feststellung.

    Ich würde nicht wagen, die Menschen, die damit Probleme haben so lächerlich darzustellen, wie du es hier mit mir tust.


    Was deine Situation mit deiner Frau betrifft, habe ich auch nichts ins Lächerliche gezogen. Ich kann mir nämlich sehr wohl vorstellen, was du leistest, habe ich doch selbst eine Schwester, die man nicht mehr allein lassen kann, sowohl aus körperlichen, wie geistigen Gründen. Ich muss sie nicht pflegen, da sie zu meinem Glück auch einen Partner hat, der dies tut. Er kann allerdings gar nicht mehr arbeiten wegen ihr. Klar ist die Belastung für ihn deshalb eine andere als deine.

    Es ist aber auch nicht schön, von einer kleinen Rente meiner Schwester und dem Pflegegeld, das er erhält, leben zu müssen oder bei jedem kurzen Einkaufen gehen Angst haben zu müssen, dass die Lebensgefährtin allein zu hause stürzt oder im verwirrten Kopf einfach komischste Dinge anstellt, weil sie mal wieder vergisst, dass sie das, was sie da tun will überhaupt nicht mehr kann. stell ich mir auch nicht schön vor.


    Was meine Situation betrifft, versuch ich gar nicht erst, zu schildern, wie es sich anfühlt, seinen Partner über Monate nicht sehen zu können, anfassen zu können, mit ihm leben zu können und trotzdem voll in dem gemeinsamen Leben zu stecken, mit vielen Familienmitgliedern dort, ohne sich zu verlieren. Ich jammer da nicht, weil ich es mir auserwählt habe gegen jeden Rat, auch wenn ich es mir eben anders vorgestellt hatte, Da die dauerhafte Distanz eigentlich ja gar nicht geplant war. Aber die Dinge laufen nun mal nicht immer wie geplant, das weißt du. Ich zieh das Beste für mich aus der Angelegenheit und bin froh, dass mir das gelingt.


    Aber kein Problem, bewerte mich anhand deines Denkens, deiner Vorstellung und den Mythen, an die du glaubst.


    Aber gestatte mir gefälligst dann das Gleiche.


    Danke und Tschüss

  • die Meisten Diktatoren wurden von alleinerziehenden Frauen erzogen, hab ich mal gelesen. Ob es da einen Zusammenhang gibt, kann ich nicht beurteilen.

  • Im Rahmen meiner persönlichen, freilich anekdotischen, Erfahrungen wird China in Afrika weitaus kritischer gesehen als die Europäer.

    In Äthiopien wurde regelrecht gegen die Chinesen gehetzt, zumindest aber angezweifelt, dass China mit guten Vorsätzen kommt. (In Addis Abeba wird beispielsweise ein großes Stadion durch China gebaut, meines Wissens wurde außerdem die Strecke nach Djibouti sowie die Straßenbahn gebaut). In Gambia habe ich selbst eher mitbekommen, dass die Regierung kritisiert wird, warum sie sich ein Kongresscentrum bauen lässt, was danach wohl keine Verwendung finden wird und nichtmal Arbeit schafft.

    Letztendlich glaube ich weiterhin, dass die afrikanischen Regierungen selbst der größte Feind ihrer Bevölkerung sind, nicht der achso böse ausbeuterische Westen.

  • Dazu noch aus meiner Erinnerung einer ZDF-Doku vom letzten Jahr zur neuen Seidenstraße (online hier noch verfügbar) :

    Die Chinesen schließen mit ausländischen Regierungen demnach nicht nur gerne Verträge um Geld für Bauprojekte zur Verfüfung zu stellen. Nein, diese Bauprojekte werden häufig auch noch von chinesischen Arbeitern entworfen und gebaut, sodass bei der lokalen Bevölkerung keine Löhne ankommen. Die Bauprojekte kosten tyischerweise den armen Staaten dann so viel Geld, dass sie oftmals nicht einmal die Zinsen zahlen können. Was macht der schlaue Chinese also in dieser Situation? Er bietet dem Staat an die ganze gerade von ihm selbst aufgebaute Infrastruktur abzukaufen, dafür (Teil-)Schuldenerlass. Und letztlich kann China dann die Nutzungsgebühr für diese gebauten Straßen, Schienen, Häfen, Flughäfen, etc. dann auch noch abpressen.


    Das westliche Europa hat sich die armen Länder als Kolonien genommen und ausgepresst. China macht exakt das gleiche, nur dass die staatliche Souveränität offiziell gewahrt bleibt.

  • Klar sind die Chinesen da nicht beliebt. Die afrikanische Bevölkerung erlebt den sehr direkten Rassismus der Chinesen ja ausreichend. Die westliche Welt tritt da mittlerweile wesentlich dezenter auf und Merkel zum Beispiel ist lange überaus beliebt gewesen, schon vor 2015.

    Aber die Afrikaner besitzen eben auch die Fähigleit zum Pragmatismus und haben die Möglichkeiten, die China ihnen bot (reihenweises Anwerben von "Geschäftsleuten", um die chinesischen Produkte auf den afrikanischen Markt zu schwemmen) rege genutzt.

    Durch Corona und die damit verbundenen sehr üblen Behandlungen genau dieser Menschen in China sieht das eventuell jetzt etwas anders aus, das muss sich aber noch zeigen, darüber was zu sagen ist jetzt noch zu früh.


    Der Senegal hatte ja 2018 die chinesischen Erdnussaufkäufer sozusagen ausgesperrt (extreme Ausfuhrbestimmungen hielten die Chinesen ab wegen zu teuer, sie wichen dann in andere Länder aus), weil ihnen das Gebahren nicht gefiel und das Grundnahrungsmittel im Land zu teuer wurde. 2019 waren sie aber wieder da. Ich kann nicht sagen, ob die Bestimmungen wieder rückgängig gemacht wurden oder die Chinesen nun bereit waren, teurer zu bezahlen.


    Das Verhalten der Afrikaner entspricht in seiner Ambivalenz eben der im Verhalten gegenüber den Afrikanern.


    Und in vielen Afrikanern (Ausnahme evtl. Äthiopien) steckt den Europäern gegenüber immer noch der der Besitz des Kolonialherren, der die Bildung und den Wohlstand hat und zum Teil gebracht hat, das Aufgucken zum Weißen. Gerade bei den Älteren, die da noch was von mitgekriegt haben. Dieses Privileg besitzen die Chinesen nicht.

    Bei den Chinesen sehe ich eher ein wenig den gleichen Hass oder die gleiche Verachtung wie gegen die "Araber". Und auch da ist ja ein sehr hoher Grad der Ambivalenz zu sehen.


    Ich seh das tatsächlich verwandt der Situatiuon von Frauen in einer Männerwelt. Die Ambivalenz, die aufgebracht werden muss, um in einer Welt, die einem zum geringeren Teil gehört als den anderen, leben zu können, ohne wegen der Ungleichheit und sehr schleppenden bis nicht funktionierenden Erlangung von Gleichheit nicht völlig irre zu werden.

  • die Meisten Diktatoren wurden von alleinerziehenden Frauen erzogen, hab ich mal gelesen. Ob es da einen Zusammenhang gibt, kann ich nicht beurteilen.

    Mao Zedongs Vater wurde 50. Aber Jiang Qing, die von seiner Konkubine zu seiner Frau wurde, hatte eine alleinerziehende Mutter, die der Prostitution nachging.


    Meines Wissens nach haben viele afrikanische Diktatoren (oder Präsidenten mit autokratischem Stil) eine Karriere bei der Armee hinter sich, oft mit Studium und das dann in der europäischen Kolonialmacht (oder Ex-Kolonialmacht). Was nun?

  • Das mit der Frau von Mao war tatsächliche das einzige Ergebnis in der Suchmaschine, als ich eingab "Diktatoren, Kinder alleinerziehender Mütter", bei dem der Treffer "Diktaoren vorhanden" kam. Die Maschine schmiss 2 Seiten aus.


    Ich habe dann auch die Eingabe "Diktatoren, Kinder gewaltätiger Väter" gemacht. da waren mehr als 10 Seiten. Nachdem ich auf den ersten 2 nichts finden konnte, hab ich nicht weiter geguckt. Das meiste waren aktuelle Sachen zum Thema Kind, wo vielleicht gewalttätiger oder diktatorischer Vater als Zusammenhang dabei war, oder es ging um Kinder von Diktatoren.


    Da fiel mir ein, Diktatoren sind oft Kinder von Diktatoren und dann hab ich an all die denken müssen, die irgendwann Wahlen gewannen gegen Diktatoren, um dann Diktatoren zu werden. und da kam mir die Erinnerung, dass eben tatsächlich sehr viele von denen den oben beschriebenen Werdegang nahmen.:ahnungslos:


    Alleinerziehende Mütter sind ja in Afrika nichts seltenes (Witwen, Verstoßene, und nicht zu vergessen, die vergewaltigten jungen Mädchen). Ein Freund sagte mir ja mal, dass Vergewaltigungen durchaus als ein Grund angesehen werden können, das Afrikanerinnen so viele Kinder kriegen. Er meinte, das müssen sie, wenn sie wenigstens einen Sohn so groß kriegen, dass er sie beschützen kann.

    Das kann eine junge Psyche natürlich auch durchaus negativ beeinflussen, wer weiß.


    es ist sicher nicht uninteressant, da mal weiter zu recherchieren, nicht auf Afrika begrenzt. Also die Sache mit der Kindheit von Diktatoren.

  • China macht exakt das gleiche, nur dass die staatliche Souveränität offiziell gewahrt bleibt.

    China hat die souveränen Staaten ja nun nicht erpresst, solche Verträge abzuschließen, dazu gehören immer noch zwei. Und China hat geliefert wie vereinbart und besteht dann natürlich auch auf Bezahlung. Ich sehe jetzt nicht, welchen Vorwurf du China nun genau machst.

  • blue valentine

    Ich las das von Hitler und Mussolini.

    Edit: ich hab das nie überprüft, da ich dafür keinen Anlass sah. In den mir bekannten Kindern alleinerziehender Mütter konnte ich den kleinen Diktator schon zu oft erkennen.

    Einmal editiert, zuletzt von Nebensache ()

  • seltsam


    Zitat von Wikipädia

    Psychoanalytiker wie etwa Arno Gruen gehen davon aus, dass Adolf Hitlers Beziehung zu seinem Vater Alois durch Gewalt geprägt war. Seine Mutter dagegen habe ihn „vergöttert“. Da seine zwei älteren Geschwister kurz vor seiner Geburt gestorben waren, habe die Mutter stets gefürchtet, auch ihr drittes Kind zu verlieren.[3] Dieses Spannungsverhältnis habe einen prägenden Einfluss auf Hitlers Persönlichkeitsentwicklung gehabt: Die Mutter habe den Sohn nicht vor den Züchtigungen des Vaters schützen können, ihn aber, ausgleichend, vergöttert und dadurch in einem Machtspiel gegen den Vater benutzt. Das Kind habe die Mutter als schwach und verachtenswert erlebt, so wie sein Vater sie wahrgenommen habe. Gleichzeitig habe der Sohn die Mutter gegen den Vater beschützen wollen. Diese Situation habe das Kind in innere Konflikte gestürzt, denen es nur durch Entfremdung von sich selbst und seinen Bedürfnissen habe ausweichen können. Durch diese Entfremdung habe sich nur eine schwache Identität entwickelt. Die innere Leere sei durch gewalttätige Fantasien und aufgesetzte Posen überspielt worden.
  • das geht ja schon mal stark Richtung alleinerziehende Mutter. Die Prügel des Vaters zähle ich jetzt einfach nicht als Erziehung. Das Verhalten der Mutter wird doch gut beschrieben. Welche Präsenz der Vater hatte, wäre mal interessant zu erfahren.

  • Und in vielen Afrikanern (Ausnahme evtl. Äthiopien) steckt den Europäern gegenüber immer noch der der Besitz des Kolonialherren, der die Bildung und den Wohlstand hat und zum Teil gebracht hat, das Aufgucken zum Weißen.

    Was unterscheidet denn Äthiopien von den Nachbarländern bzw. warum sehen die die Europäer anders und wie?


    Edit: Wikipedia hat mir schon geholfen.

    Einmal editiert, zuletzt von RoterHesse ()

  • China macht exakt das gleiche, nur dass die staatliche Souveränität offiziell gewahrt bleibt.

    China hat die souveränen Staaten ja nun nicht erpresst, solche Verträge abzuschließen, dazu gehören immer noch zwei. Und China hat geliefert wie vereinbart und besteht dann natürlich auch auf Bezahlung. Ich sehe jetzt nicht, welchen Vorwurf du China nun genau machst.

    Erpressung würde ich das auch nicht nennen, kommt dem aber schon recht Nahe. Großprojekte anbieten und bauen, von denen am Ende nur einer profitiert und nicht beide Seiten, weil z.B. die Zinslast auf einmal hinauf geschraubt wird oder der versprochene Wirtschaftsaufschwung durch bilateralen Handel doch ausbleibt, weil erst noch gewartet wird, bis das System kollabiert ist und dann alles günstig übernommen werden kann, das ist schon äußerst perfides Handeln und keine Begegnung zweier Partner auf Augenhöhe. Manche sprechen auch bereits von Enteignung des eigenen Landes zugunsten Chinas.