Politischer Zoff-Thread oder so

  • Nicht, dass ich nicht verstehe, dass das Angebot nicht so dolle ist

    Vorweg: Ich verstehe natürlich jeden, dem das Thema Wahlen, eine Stimme haben, sich einbringen zu können u.s.w. wichtig ist. Und dass sicherlich sehr viele Dein Unverständnis teilen.


    Das Zitierte ist für mich persönlich aber leider noch eine riesengroße Untertreibung. Mich holt nicht eine einzige Partei auch nur annähernd ab. Um nicht zu sagen: Auf meiner persönlichen Blödheitsskala bewegen die sich alle sehr dicht beieinander, nur die extremen Parteien setzen sich da noch einmal im negativen Sinne von denen ab.


    Von den Personen, die man wählen soll mal ganz zu schweigen. Angela Merkel würde mich auch im Leben nicht an die Wahlurne bringen.


    Mir ist es aber auch sehr wichtig Menschen zu wählen. Schmalstieg zum Beispiel hatte bei mir mit persönlichen positiven Kontakten als Jugendlicher zu tun und weil meine Eltern und ich ihm bereits einige Jahre zuvor etwas sehr Wichtiges zu verdanken hatten.


    Annalena Baerbock ist noch das Beste, was es seit langer Zeit als Person zu wählen gibt. Vielleicht schafft sie es ja, mich mal wieder an die Wahlurne zu bringen. Aber seit meiner letzten Wahl war da nicht einer dabei, der mich auch nur ansatzweise für sich begeistern konnte.


    Würde ich in den USA leben, hätte ich Obama gewählt. Und alleine schon um Trump zu verhindern Clinton und Biden.

  • Jede Stimme für irgendeine Partei hilft, die Ränder zu marginalisieren. Allein deshalb sollte mensch zur Wahl gehen.

  • @ Traumheld


    Unvergessen sind die Scheinerhaltungsflüge mit Ahrens als Kommandant und Wundrak auf dem Platz daneben. :kichern:

    Ahrens war nicht zu meiner Zeit. Grundausbildung November & Dezember 1999 in Goslar, kurz nach Ende meiner Berufsausbildung, dann ab Januar Stammeinheit im LTG 62, in der I-Staffel. Zuerst im Büro der Technischen Offiziere als Stabsdienstsoldat und später freiwillig den Kaffeeshop übernommen.


    Die einzigen Sachen, die ich da mit dem Thema Fliegen noch in Erinnerung habe sind der Einführungsflug über "Rimini", wie man ihn uns ankündigte, der Tag der Offenen Tür im Jahr 2000 und dass ich den Transalls ein paar Mal näher kam als Feuerlöschposten oder wie sich das geschimpft hatte. :D

  • Jede Stimme für irgendeine Partei hilft, die Ränder zu marginalisieren. Allein deshalb sollte mensch zur Wahl gehen.

    Das verstehe ich, das reicht mir persönlich aber wirklich nicht als Motivation. Wenn mich wenigstens eine der normalen Parteien auch nur halbwegs abholen würde.


    So ist das wie beim DFB. Fritz Keller weg? Ja, bitte! Aber die Präsidenten vor ihm waren auch nicht wirklich besser und was danach folgen wird vermutlich auch nicht.


    Ich kann ihn zwar als Menschen Null Komma Null ab, aber wenn wenigstens jemand wie Lahm auf Keller folgen würde. So ist das alles nur Mist und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt halt nur unterschiedliche Farben, Konsistenzen und Gerüche.

  • @ Traumheld


    Ahrens und Wundrak sind nicht die besten Freunde gewesen, sobald es nicht flugsicherheitsrelevant wurde ausschließlich über den Bordtechniker kommuniziert. "Sagen Sie dem Herrn Oberst, dass...", "Antworten Sie dem Herren General folgendes...".


    Ich war damals auch als EloOffz in der I-Stff.

  • Ich werde da richtig wütend, wenn ich das lese. An welchem Punkt soll Dich denn eine Partei - welche auch immer - abholen?


    Was ist Dir denn wichtig? Welches Thema ist Dir wichtig? Auf welche Deiner Fragen, bekommst Du keine für Dich befriedigende Antwort?


    Deine Fixierung auf einzelne Personen finde ich schon ziemlich schräg. Wir leben hier in einer Parteiendemokratie, eine einzelne Person, kann nichts durchsetzen, wenn die Partei nicht mitzieht. Im wahrscheinlichen Fall einer Koalition sogar mehrere. Es ist schon wichtig, sich mit Inhalten der Parteiprogramme auseinander zu setzen.


    Wenn Du schon mehrere Jahre nicht mehr gewählt hast, wird es Dich vermutlich verblüffen, wieviele Parteien mittlerweile gewählt werden können. Der Wahlschein hat eine Größe, die Dich überraschen wird. Und den Wahlschein kannst Du nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung online (!) anfordern. Dafür musst Du noch nicht einmal einen Schritt vor die Tür setzen.

    Alle Parteien haben eigene Homepages, es wird diverse Internetauftritte geben. Du kannst wirklich über jede einzelne Partei, die auf dem Wahlschein steht, Informationen einholen. Du kannst die Parteien anschreiben, Du kannst Deine Wahlkreiskandidaten anschreiben und ihnen konkrete Fragen stellen.


    Du musst Dich nur damit auseinandersetzen wollen. Computer hast Du, Zeit auch.


    Was mir insbesondere bei Dir in dem Zusammenhang negativ aufstößt: Du bist einer derjenigen, die eine starke Gesellschaft brauchen, um in einer persönlich schwierigen Situation Unterstützung zu erhalten. Es gibt Parteien, die Dir die Unterstützung verweigern oder vielleicht auch nur reduzieren würden.

    Du verlässt Dich darauf, daß es genügend Demokrat*innen gibt, die die für Dich die richtige Wahlentscheidung treffen.


    Eine Demokratie lebt von der Teilhabe.

  • 96mettbrötchen Gute Frage. Keine Ahnung. Es gibt nämlich nicht ein paar bestimmte Punkte, wo ich sage, wenn die alle oder größtenteils erfüllt sind, dann wähle ich die Partei auch definitiv, egal welche es ist und wen die ins Rennen schicken.


    Ich könnte aus dem Stand heraus auch gar nicht 5-10 Punkte aufzählen, die mir besonders wichtig wären. Darüber müsste ich mir dann im Fall der Fälle tatsächlich erst einmal Gedanken machen.


    Was ich aber zum Beispiel gut fände, wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Aber wenn das die Linken oder eine Rechtspartei in ihr Programm mit aufnehmen, macht das die für mich noch lange nicht wählbar. Rechte Parteien eh nicht, die könnten mir bis zum Tod jeden Monat 10.000 Euro Sofortrente aufs Konto überweisen und die würde ich trotzdem nicht wählen.


    Für mich nehmen sich die bekannteren Parteien auch alle nicht wirklich etwas. Wenn eine Partei da mal besser ist, dann ist die andere Partei halt dort besser.


    Und wenn ich wähle, dann würde ich auch nur eine der größeren Parteien wählen wollen. Das mag ja jeder anders sehen, aber für mich macht es keinen nennenswerten Unterschied, ob ich einer Partei meine Stimme geben würde, die eh keine Chance hat in den Bundestag einzuziehen oder ob ich gar nicht erst zur Wahl gehe. Eigentlich interessiert mich da sogar nur die Kanzlerfrage (Oder OB-Frage) und auch deswegen bin ich wohl so Personenbezogen.


    Von daher stecke ich da sicherlich noch sehr in dem alten "CDU/CSU vs. SPD"-Denken fest. Wobei da die SPD ja nicht mehr der starke Gegner von einst ist, sondern ich mir heute wohl eher die Frage stellen müsste: CDU oder Die Grünen?


    Dann gibt es aber wieder das Problem und damit steuere ich hier im Fanmag vermutlich sehenden Auges mit voller Geschwindigkeit gegen den Eisberg, dass ich zwar wie oben bereits erwähnt spontan gar nicht aufzählen kann, was mir besonders wichtig ist, ich jedoch weiß, dass die klassischen Themen der Grünen für mich nicht so die großen Themen sind. Und ja, ich weiß dass das Schei*e ist und wenn ich KInder hätte, würde ich das hoffentlich auch komplett anders sehen, aber Umweltfragen und so war wirklich noch nie etwas, was mich großartig interessiert hat. Würde ich wählen gehen und würde meine Wahl auf die Grünen fallen, dann müsste mich am Ende dann vielleicht doch wieder die Einzelperson überzeugen, also Annalena Baerbock. Stand jetzt bin ich da aber nur bei: Jünger? Warum nicht? Vermutlich moderner? Sicherlich nicht das Verkehrteste. Weiblich? Netter Bonus.


    Wenn es den Wahl-O-Mat vor der Bundestagswahl gibt, kann ich den ja gerne mal ernsthaft nutzen, die Ergebnisse dann hier verkünden und versuchen mich ernsthaft an einer Diskussion zu beteiligen. Dann kann ich vielleicht (hoffentlich) auch im Gegensatz zu heute beantworten, was mir denn alles besonders wichtig wäre.

  • Du weißt aber schon, dass jede abgegebene gültige Stimme eine Stimme gegen Rechts ist. Dann wähle doch DIE PARTEI - denn die ist sehr gut. :lookaround:

  • Traumheld ich lese aus deinem Eintrag eigentlich nur heraus: "Ich bin zu faul mich zu kümmern". Sei es für die Wahl an sich, das Auseinandersetzen mit den Partein oder bloß das Bilden einer eignen Meinung bzw. eigenen Vorstellungen.

    Und aus purer Faulheit nicht wählen zu gehen ist für mich ein wirklich schwaches Argument.

  • Wenn, dann eher stetig abnehmendes Interesse. Schon als ich noch gewählt habe, war mein Interesse an der Politik sehr gering.


    Seitdem mir aber die wählbaren Typen fehlen, die SPD als einzige Partei, die ich bisher überhaupt gewählt habe, genauso mies geworden ist wie der Rest und mir von jeder Partei nur noch das Negative in Erinnerung bleibt, zum Beispiel jede Menge richtig übler Tweets bekannter CDU/CSU-Politiker als es um das Thema Upload-Filter auf YouTube und Ähnliches ging, ist mein Interesse nur noch weiter gesunken.


    Oder sagen wir es mal so: Ich habe nicht wirklich Vertrauen in die Parteien, die bisher die Bundeskanzler gestellt haben, dass sich da irgendetwas zum Positiven hin verändern könnte, was mir mein Leben merklich angenehmer gestaltet.


    Baerbock wäre somit eigentlich die einzig wahre Hoffnung. Da die Grünen als möglicher Wahlsieger mal etwas komplett Neues wären, könnte sich hier wirklich mal etwas ändern, was man auch spürt.


    Bei CDU, SPD und auch bei der FDP würde ich den Unterschied wohl gar nicht erst merken.


    Und wo ich das gerade schreibe, merke ich schon, dass es für mich am Ende wohl Guardiola-like heißen wird: Baerbock oder nix! :D

  • Du weißt aber schon, dass jede abgegebene gültige Stimme eine Stimme gegen Rechts ist. Dann wähle doch DIE PARTEI - denn die ist sehr gut. :lookaround:

    das wollte ich auch vorschlagen,das geht nämlich immer :)


    Und ansonsten ziehe ich vor Traumhelds Ehrlichkeit den Hut und man sollte seine Ansicht erst einmal respektieren, er trifft die Entscheidung ja offensichtlich sehr bewußt.

    Und er ist bereit hier Vorschläge anzunehmen, das schaffen wenige ;)

  • In der nächsten Legislaturperiode auf Bundesebene haben wir das letzte Mal die Möglichkeit, Weichen zu stellen, um eine Katastrophe zumindest zu begrenzen, gegen die ansonsten die derzeitige Pandemie als wahrer Ponyhof erscheinen wird.

    Wenn du den Klimawandel meinst: "Wir" können da überhaupt keine Weichen stellen, also wir als Deutsche. Deutschland produziert ca. 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes, da geht jede Einsparung global gesehen im Rauschen bei den Messungen unter.

    Wenn wir _wirklich_ etwas ändern wollen, sollten wir die Hauptverursacher China, USA und Indien (zusammen 50% des globalen Ausstoßes) motivieren, deren Ausstoß zu reduzieren, bzw. diesen Ländern dabei zu helfen.

  • Wenn wir _wirklich_ etwas ändern wollen, sollten wir die Hauptverursacher China, USA und Indien (zusammen 50% des globalen Ausstoßes) motivieren, deren Ausstoß zu reduzieren, bzw. diesen Ländern dabei zu helfen.

    Und das sollte man wie tun, wenn nicht durch Wahlentscheidungen im eigenen Land, die eventuell auch Auswirkungen auf das außenpolitische Wirken haben?


    Edit: Im übrigen mag ich die Haltung nicht. Das würde nämlich auch bedeuten, dass ich alleine nichts tun kann, weil 40 Millionen andere in Deutschland auch nichts tun. Und das ist mir dann doch etwas zuviel der Bequemlichkeit.

  • Ich lasse den Motor von meinem Verbrenner auch durchlaufen. Der ändert global nämlich überhaupt nix.


    Aber natürlich hat der Donnergott insofern recht als globale Probleme nur global gelöst werden können. Nur ist seine Schlussfolgerung falsch.

  • Und das sollte man wie tun, wenn nicht durch Wahlentscheidungen im eigenen Land, die eventuell auch Auswirkungen auf das außenpolitische Wirken haben?

    Ich meinte das eher im Sinne von statt mit extremen Technikaufwand und Milliardenkosten hier bei uns ein paar Promille einzusparen lieber zu schauen, wo man weltweit mit viel geringerem Aufwand helfen könnte, viel mehr Ausstoß zu verhindern. Gerne dann auch mit deutschem Geld finanziert.