Radfahren in Hannover

  • Unverständlich. Wäre es denn etwas anderes, wenn man dort, wo die Fahrspur ist, "einfach" einen normalen Radweg hinbaut statt nur die Spur umzuwidmen?


    PS: Würde das gleiche nicht analog auch für die Hildesheimer Str. gelten?

  • Ich "befürchte", die Hildesheimer ist unfallträchtig genug, damit es so bleiben kann.

    Warum muss es erst Opfer geben, die man dann schützen darf? Ich begreife das auch nicht im geringsten.

  • Die wenigen Unfälle könnten auch daran liegen, dass der Bereich von vielen auf dem Rad einfach gemieden wurde und so überhaupt erst passierbar wird. Wäre mal eine interessante Zählung: Wie viele sind dort vorher auf der Fahrbahn geradelt und wie viele jetzt auf dem Popup-Radweg? Das werden jetzt bestimmt deutlich mehr sein, was für mich schon Grund genug für die Einrichtung ist. Das befürchtete dauerhafte Verkehrschaos ist ja auch ausgeblieben, oder?

  • Kann ich nicht sagen. Das ist nicht mehr meine Ecke. Aber für den einen oder anderen Ha(t)z-Artikel hat es wohl noch gereicht.

  • Ich komme da ab und zu mal lang.


    Und das mit dem geteilten Bürgersteig funktioniert deswegen halbwegs passabel, weil da wenig Fußgänger unterwegs sind, würde ich sagen.


    Es ist trotzdem unangenehm eng, auch mit wenigen Fußgängern, wenn man z.B. mit Hänger und/oder Kindern unterwegs ist. (Dürfte für Lastenräder auch gelten.) Und es ist halt eine Strecke zur Eilenriede.


    Indem man Radwege nach Unfallzahlen plant, tut man vielleicht was für die Verkehrssicherheit, aber man schafft sicherlich so kein brauchbares Radwegenetz.

  • Warum muss es erst Opfer geben, die man dann schützen darf? Ich begreife das auch nicht im geringsten.

    Genau das.


    Ich fahre jeden Tag auf dem Heimweg den neuen Radweg am Schiffgraben durch die Unterführung. Finde ich irgendwie witzig, weil der normale Auotverkehr sich jetzt schön staut vor allem dann, wenn einige Autos in die Hinüberstraße wollen, aber durch den Gegenverkehr noch warten müssen. Dann staut es sich richtig. Und was passiert? Genau, die dahinter steheneden nutzen dann den neuen Radweg zum Überholen.

  • Die Grünen im Landtag haben dazu folgende Pressemitteilung veröffentlicht: https://www.fraktion.gruene-ni…smodelle-beenden-sic.html


    Daraus:


    Zitat


    Denn fachlich und juristisch ist am temporären Radweg auf der Straße ‚Am Schiffsgraben‘ überhaupt nichts auszusetzen. Minister Althusmann beharrt in Unkenntnis der Regeln darauf, dass eine ‚besondere Gefahrenlage‘ Voraussetzung für einen Pop-up-Radweg sei. Er hat offenbar schlicht verschlafen, dass die novellierte Straßenverkehrsordnung ausdrücklich Modellversuche zum Beispiel für einen solchen Radfahrstreifen vorsieht.

    Morgen Mittag gibt es dazu eine kurzfristige Demo am Wirtschaftsministerium: https://twitter.com/SwantjeMic…tatus/1435867558549368832

    Vielleicht hat ja manch eine*r Zeit und Lust.

  • Offenbar könnte ein "Kompromiss" jetzt so aussehen, dass direkt ein richtiger Radweg gebaut wird statt dieses "Verkehrsversuchs". Von mir aus gerne; wäre dann ja sogar ein Fortschritt.

  • Dann sollte man eventuell überlegen, die Hinüberstraße an der Stelle abzupollern und sie als nur von der Königstraße zugängliche Sackgasse anzubinden.

  • Das dürfte sowohl für das Hotel Atlanta als auch das Restaurant Taj Mahal schwierig werden. Denkbar wäre ein Linksabbiege-Verbot aus der Stadt kommend in die Hinüberstr.

  • ob ich nun in einer Einbahnstraße liege oder in einer Sackgasse macht in meinen Augen keinen Unterschied -

    bei "Deiner Regelung" sind die beiden Lokalitäten dann ja sogar noch schlechter erreichbar als bei "meiner" (wo willste denn wenden, wenn Du aus Richtung Aegi zu den beiden Lokalitäten möchtest?)

  • Linksabbiegeverbot bedeutet doch keine Einbahnstraße. Ich behaupte mal, dass die meisten Gäste von der Berliner Allee aus zu den beiden Locations kommen und nicht aus Richtung Innenstadt. Von Aegi aus würdest du dann eben über die Marienstr fahren statt direkt in den Schiffgraben (wäre nur ein kleiner Umweg)

  • Die Einbahnstraße bezieht sich drauf, daß die Hinüberstraße derzeit eine Einbahnstraße ist, die beiden Lokalitäten derzeit nicht von der Königstraße zu erreichen sind, es bei einer Sackgasse wären.

    Und falls jemand denkt es ginge hier gerade nicht um Radfahren: Es dreht sich darum, daß derzeit entnervte Autofahrer über den Radweg donnern, weil vor ihnen jemand Richtung Hinüberstraße abbiegen will. Und das würde vermutlich weiterhin passieren, solange ich nicht zwischen die Autospuren oder zwischen Autospur und Radweg eine mindestens 30 cm hohe Botonbarriere betoniere. (oder man von dort mit dem Auto garnicht in die Hinüberstraße reinfahren KANN):

  • OK, da hast du natürlich recht, die bisherige Einbahnregelung sollte dann auch angepasst werden. Denkbar wäre diese Regelung zu verkürzen und erst ab der Veilchenstr. anzuwenden, so dass du aus der Hinüberstr. zumindest nach rechts auf den Schiffgraben kommst.

    Muss noch mal überdacht werden :lookaround:

    Einmal editiert, zuletzt von Donnergott ()