Eure Elektroautos

  • Ich bin auch der Meinung, dass ein simpler Tausch "Verbrenner gegen Elektro" nicht ausreicht.

    Mit BEV anstatt Verbrenner verhinderst Du nicht die Klimakatastrophe, aber ohne BEV statt Verbrenner kannst Du die Klimakatastrophe in keinem Fall abwenden.

  • Ist überhaupt irgendwer der Meinung, dass ein Austausch Verbrenner -> Elektroauto die Verkehrswende beschreibt? Das lese ich hier total oft und das hat doch niemand jemals gesagt oder?

  • Ich wollte mit der Aussage auch gar keinen Post aufgreifen, sondern es nur anführen. Natürlich ist jedes Auto, das.weniger Emissionen erzeugt besser, noch besser, wenn es gar keine ausstößt.


    Aber, wenn ich mir die Ballungszentren ansehe, habe ich das Gefühl, es existieren generell zu viele Autos, egal welchen Antriebs.


    Nichts desto trotz möchte ich auch noch mal anführen, das solche Konzepte wahrscheinlich auch nur in besagten Ballungszentren praktikabel sind. Für das "flache Land" (um das Mal Klischeehaft zu beschreiben) müssten andere Lösungen gefunden werden.

  • Der Anhalteweg bei 417km/h ist übrigens nach der sicherlich von allen hier versammelten Führerscheinbesitzer:innen Reaktionsweg + Anhalteweg = 125 Meter + 1739 Meter. Ich glaube nicht, dass der Herr auf seiner Fahrt knapp 2km in die Ferne gucken konnte. Und im Rückspiegel hat ihn sicherlich auch niemand auf 2km wahrgenommen. Und selbst bei einer optimalen Gefahrenbremsung mit optimaler Reaktionszeit sprechen wir noch über 870 Meter...


    Kalkulator

    Irgendwas stimmt hier nicht bzw. ich bekomme es nicht auf die Reihe:


    Nach der Physik-Formel beträgt der Bremsweg aus 100 km/h genau 100 Meter und bei der Gefahrenbremsung exakt die Hälfte, also 50 Meter. Dabei scheint es egal zu sein, welche Masse abgebremst wird, welche Bremsen verbaut sind und welche Reifen montiert sind. Es sind immer 50 Meter.


    Dann gehen Autotester hin und messen. Zum Beispiel von der Zeitung "auto motor und sport" und kommen zu dem Ergebnis, dass z.B. beim dort getesteten Porsche 911 der Bremsweg nur rd. 30 Meter beträgt. Dabei müßte es doch, wenn man die Formel zugrunde legt, exakt 50 Meter sein. Lügen die also bei "auto motor und sport" ? (Weil sie der Auto-Lobby hörig sind und von Physik keine Ahnung haben ?). Ich denke: nein, sie lügen nicht. Sportwagen im Bremstest


    Das getestete Ergebnis bei den straßenzugelassenen Supersportwagen, zu denen auch der Bugatti aus dem Video gehört, wird stimmen. Das bedeutet, dass moderne Technik dafür sorgt, dass der Gefahrenbremsweg 40 % geringer ist wie nach dieser Formel. Wenn ich dann 40 % von den genannten 870 Metern abziehe, bin ich bei 522 Metern. Diese 522 Meter kann man in der Tat bei den im Video sichtbaren Verhältnissen überblicken, auch wenn es in der Tat noch richtig, richtig weit ist.


    Das soll aber nicht heißen, dass ich das Verhalten des Fahrers aus Video gut finde und schon gar nicht, dass ich den Wunsch habe, das auch mal auszuprobieren. Ich habe viel zu viel Schiss und Respekt vor Bodenwellen, Windböen oder einem plötzlichen Defekt.


    Mich würde mal interessieren, wie lange man braucht, um aus einer Geschwindigkeit von 417 km/h auzurollen. Ich schätze mal, es sind so rd 1.739,4 Meter. Betone: nur geschätzt! Bergab länger, bergauf kürzer. Vielleicht gibt es da auch einen Kalkulator für.

  • Die E-Mobilität hat das Potential, die Verkehrswende einzuläuten, aber nicht in der jetzigen Entwicklung. 2 Tonnen Panzer, die ein oder zwei Personen von A nach B Transportieren und jede Menge Energie verschlingen, sind bestenfalls eine umweltfreundlichere Problemverlagerung. Die Autos müssen kleiner, leichter und weniger werden und trotzdem unsere gewohnten Bedürfnisse befriedigen. Keine Ahnung, wie das gelingen soll :ahnungslos:

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  • Nach der "Fahrschulformel" stimmt stscherers Rechnung.

    Dann sei doch bitte so freundlich und erklär doch bitte mal den Unterschied zwischen der Fahrschulregel und der Realität. Das ist ja genau der Punkt, den ich meinte, als ich schrieb "ich bekomme es nicht auf die Reihe".

    Danke.

  • Ich weiß nicht, welche Berechnungen irgendwelche Automobilhersteller aufrufen. Ich kenne nur die - angeblich allgemeingültige - Formel aus der Fahrschule. Nach der sind wir bei knapp zwei Kilometer. Sollte sich daran etwas geändert haben, wäre ich an der Quelle interessiert.

  • Die Quelle habe ich ja verlinkt. Das sind keine Berechnungen, sondern Tests. Realität. Echtes Leben.

    Daher wiederhole ich nochmals meine Bitte an dich. Denn dass nach dieser Fahrschulregel das herauskommst, was stcherer schreibt, ist von mir unbestritten.

  • F1 Rennwagen machen zb:

    Zitat

    die Anfahrt auf die Rettifilo-Schikane in Monza, die am Ende der Start- und Zielgeraden liegt. Wie erwähnt wirkt fast das sechsfache Körpergewicht auf den Piloten ein, während er mit 177 Kilo auf dem Pedal steht. Es geht auf 159 Meter fast 280 km/h runter.

    https://m.formel1.de/news/news…en-von-300-auf-null?amp=1


    Die Fahrschulregel ist aus Zeiten von R4, Ente, und Käfer - und auch damals gab es schon Autos mit breiteren Reifen, und besserem Fahrwerk, und entsprechend kürzeren Bremsweg.


    Edit: Google weiß doch alles:

    Bugatti Chiron 400 – 0 km/h: 491 m


    Warst du mit 522m nah dran Kai , ich hätte noch kürzer geschätzt.


    Was da für Rekupationsladestrom beim Elektropendant freigesetzt wird ..., da braucht es eine dicke Leitung von der Bremse zum Laderegler.

    3 Mal editiert, zuletzt von mustermann ()

  • Und würdest Du sagen, dass Du unter den Bedingungen des Strassenverkehrs eine ähnliche Notbremsung hinlegen könntest wie auf der abgesperrten Piste mit Einweisung und Vorbereitung auf das Manöver?

  • Da es weiter um die Bremseigenschaften dieses Rennwagens mit Straßenzulassung geht: der Chiron hat 8 Bremskolben vorne, und 6 hinten. Und bei 150km/h schon soviel Anpressdruck, daß man mit ihm unter der Decke (also Kopfüber) fahren kann. Zudem ist der Schwerpunkt sehr flach gelegen, und viel weiter hinten, als bei einem normalen PKW.

    Ich vermute, ein Vergleich bringt quasi nichts, das Ding fährt und bremst sich einfach komplett anders (schneller, sicherer), weil es ausschließlich für Extreme gebaut ist, bis ins kleinste Detail.

  • Und das bringt dann der osteuropäische Hobbypilot auch auf die BAB?


    Im übrigen: selbst 450 Meter + Reaktionszeit ergeben eine Strecke, die niemand auf einer öffentlichen Strasse wirklich überblickt.

  • Über was diskutiert ihr denn jetzt hier? Wer den Bremsweg von dem Typen besser einschätzen kann? Wirklich? Das ist jetzt n Ding über das ihr hier Seitenweise hin und her schreiben wollt? Er hat keine Gefahrenbremsung gemacht, heißt wir werden den realen Bremsweg nie erfahren. Wenn ihr so Bock habt auszudiskutieren wer jetzt den längsten hat, dann macht das doch gerne privat

  • Frage war die mich wirklich interessiert dazu: was hat der Hund vom Millionär zum Mittag bekommen?


    Interessiert mich auch wie die Rübenernte.

    Die Rübenernte (Rübenkampagne) ist auch Ende Januar zu Ende :besserwisser: